National Football League (NFL)

Die Spiele sind mittlerweile terminiert, vielleicht eine interessante Info, bevor ich die Vorschau wieder @timo überlasse:

SA, 17.01., 22:30 Uhr (MEZ): #6 Buffalo Bills @ #1 Denver Broncos

SO, 18.01., 2:00 Uhr (MEZ): #6 San Francisco 49ers @ #1 Seattle Seahawks

SO, 18.01., 21:00 Uhr (MEZ): #5 Houston Texans @ #2 New England Patriots

MO, 19.01., 0:30 Uhr (MEZ): #5 Los Angeles Rams @ #2 Chicago Bears

Für mich hat die NFL die beste Kickoffzeit festgelegt, kann ich doch die Broncos in der Nacht zum Sonntag sehen, ohne am kommenden Tag früh aufstehen zu müssen. Go Broncos!!!

Bills-Broncos schon sehr interessant werde ich mir natürlich auch geben.

Laut ESPN’s Adam Schefter wird Mike Tomlin in der kommenden Saison kein Team betreuen.

Ingesamt neun Teams schauen sich nun nach einem neuen Headcoach um: Arizona, Atlanta, Baltimore, Cleveland, Las Vegas, Miami, NY Giants, Pittsburgh und Tennessee.

Laut ESPN’s Adam Schefter hat sich John Harbaugh sehr schnell für ein neues Team entschieden: Es sei zwar noch ein Stück Arbeit bis zu einer Einigung, aber Harbaugh und die Giants sollen in den letzten Zügen bis zu einer Vertragsunterzeichnung stehen. Laut ESPN haben die Giants neben Harbaugh schon mit acht weiteren Kandidaten Meetings gehabt (darunter der bisherige Interims-Headcoach Mike Kafka, Mike McCarthy, Raheem Morris und Kevin Stefanski), Harbaugh selbst führte schon am Montag ein Gespräch mit den Falcons und soll sich am Donnerstag noch mit den Titans treffen.

Spannend, dass er sich die Giants aussucht. Ich hätte ihn tatsächlich eher in Atlanta oder Miami gesehen, weil die Giants sich ja gefühlt in einem Umbruch befinden.

Ich denke, dass das eine gute Station für ihn sein könnte: Ein sehr talentierter junger Quarterback mit Jaxson Dart, ein früher Pick in der kommenden Draft, große Flexibilität durch Cap-Space und eine recht besonnene Franchise-Führung.

Ich hätte ihn mir natürlich bei den Dolphins gewünscht, aber ohne Klarheit auf der QB-Position und als Mittelmaß-Team (zu schlecht für die Playoffs, aber zu gut für frühe Draft-Picks) ist der Job eher unattraktiv (vom Wetter abgesehen :wink:).

Klarheit auf QB-Position? Tua zu entlassen wäre doch finanzieller Selbstmord. Meinst du die Dolphins machen das wirklich?

Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Wenn man finanziell nicht total absacken will müsste man mindestens bis zum Sommer warten, im Idealfall (wenn man ihn nicht als erste Wahl sieht) kopiert man die Falcons und setzt ihn auf die Bank. Ich weiß allerdings nicht, ob er dann zu Störfaktor wird, er hat ja schon mit der Äußerung zu den privat organisierten Videoanalyse-Sessions für Unruhe gesorgt.

Aber es gibt doch keinen Markt für ihn. Seine Historie mit den ganzen Gehirnerschütterungen ist bekannt. Ich kann es auch nicht sehen, dass ihn irgendeine andere Mannschaft nimmt. Man könnte auch die Falcons anders kopieren. Ich meine gelesen zu haben, dass die Cousins Vertrag umstrukturiert haben und ihn nun entlassen können. Vielleicht wäre das auch ein gangbarer Weg für Miami.

Genau das meinte ich. Ihn behalten, den Vertrag anders gestalten und auf der Bank lassen - dann wird er nach jedem Jahr billiger (so machen es die Falcons mit Cousins). Einen Trade einzufädeln ist nahezu unmöglich, allerdings ist es genauso fraglich wer den Poston dann übenehmen soll. Von daher: Für den neuen Headcoach ist das alles andere als einfach.

Wir gehen in das zweite Playoff-Wochenende, zu den sechs Siegern des vergangenen Wochenendes kommen nun die beiden Top-Seeds Denver und Seattle, die sich eine Bye-Week erspielt hatten.

Den Anfang macht am Samstag ab 22:30 Uhr die AFC, wenn die Broncos die Bills empfangen. Denver holte letztendlich mit 14 Saisonsiegen souverän den Titel in der AFC West und durchbrach damit die Dominanz der Chiefs in dieser Division. 13 der letzten 14 Spiele entschieden die Broncos für sich, aber neun davon endeten mit maximal sieben Punkten Differenz. Nun kommen also die Bills in die Mile High City: Buffalo konnte mit einer Energieleistung das Wild Card-Game bei den Jags mit 27:24 für sich entscheiden und damit erstmals seit 33 Jahren ein Playoff-Auswärtsspiel gewinnen. Das Ganze ist übrigens ein Rematch vom vergangenen Jahr als Buffalo in der Wild Card-Round Denver mit einem 31:7 zerlegte. Das wird aber nicht der Grund dafür sein, dass Denvers Favoritenrolle bei den Buchmachern kleiner ausfällt: Buffalo besitzt die stärkste Rush-Offense der NFL und das war das Rezept für die Colts und Chargers um früh in der Saison Denver zu schlagen. Was könnte dagegen sprechen? Die Bills kommen nicht fit nach Denver: Die WR-Garde ist verletzungsbedingt stark dezimiert und wie viel QB Josh Allen nach dem üblen Match in der Vorwoche noch im Tank hat weiß auch keiner so genau (er absolvierte aber das volle Trainingsprogramm). Sollte es Löcher geben wird Denvers Defense diese finden - Sacks produzierte sie quasi am laufenden Band.

Zur US-Primetime ab 02:00 Uhr kommt es zu einem schnellen Wiedersehen zwischen zwei NFC West-Rivalen, diesmal aber mit umgekehrten Heimvorteil: Die Seahawks sicherten sich in Week 18 mit einem 13:3-Auswärtssieg ihren Seed und keine zwei Wochen später empfangen sie nun die damals geschlagenen Niners. In Erinnerung geblieben ist die unfassbar starke defensive Performance, die die beste Offense der NFL komplett abmeldete. Ein Fragezeichen muss man jedoch bei der Offensive stellen: QB Sam Darnold musste mit einer Bauchmuskelzerrung das Training am Donnerstag abbrechen, will aber spielen. Und San Francisco? Während LB Fred Warner immer näher an sein Comeback herankommt (was aber am Samstag nicht der Fall sein wird) schmerzt das Fehlen von TE George Kittle, der sich letzte Woche einen Riss der Achillessehne zuzog. Letztendlich ist Seattle hier stärker favorisiert, erst recht vor dem eigenen Publikum.

Am Sonntag macht dann wieder die AFC den Anfang, wenn ab 21:00 Uhr die Pats es mit den Texans zu tun bekommen. Die beiden Teams sind die einzigen, die am letzten Wochenende klare Siege einfuhren: New England eliminierte die Chargers mit einem 16:3 und Houston feierte mit dem 30:6 in Pittsburgh den ersten Playoff-Auswärtssieg überhaupt. Und nun? Es wird sehr spannend zu sehen sein wie die Pats offensiv die Aufgabe angehen: Das Passing-Game ist sehr beliebt, könnte aber gegen die starke Defense der Texans schwieriger werden. Auf der anderen Seite müssen die Texans Ballgewinne umgehend nutzen, denn New England hat in der Vorwoche gezeigt wie man eklige Spiele für sich entscheidet. Übrigens: Mit einem Sieg würden die Texans wieder einen neuen Eintrag in ihre Franchise-Geschichtsbücher schreiben, denn man konnte bislang noch nie ein Spiel der Divisional Round gewinnen. Fazit: Vorteile für die Pats, die aber ein seit Anfang November ungeschlagenes Team nicht unterschätzen sollten.

Damit fehlt uns noch das zweite Spiel der NFC: Ab 00:30 Uhr stehen sich im Soldier Field die Bears und die Rams gegenüber. Anders als bei den beiden Teams aus dem eben erwähnten AFC-Match haben hier beide Teams wilde (höhö) Wild Card-Spiele hinter sich. Und nun muss auch noch mit dem Wetter gerechnet werden: Die Wettermodelle sagen aktuell Temperaturen unter dem Gefrierpunkt für den Kickoff vor und das könnte beiden Teams Probleme bereiten. Matthew Stafford hat noch nie ein Spiel absolviert in dem es zum Kickoff weniger als 20°F (etwa 6,7°C) kalt war, dazu trainierten die Rams unter der Woche bei sommerlichen Bedingungen in Kalifornien. Bei den Bears möchte man meinen, dass ihnen das Wetter gut passen könnte, aber das ist das Stichwort: Unter solchen Bedingungen sollte man das Rushing-Game etablieren und das war zuletzt unterirdisch. Letzteres könnte wohl mehr Gewicht haben als ein Fragezeichen wie sich Stafford präsentiert und das macht sich auch bei den Buchmachern breit, die die Rams trotz Auswärtsspiel deutlicher favorisiert sehen.

Die Divisional Round im Überblick (alle Zeiten MEZ):

Sa, 22:30 Uhr: #6 Buffalo Bills @ #1 Denver Broncos
RTL: Patrick Esume, Björn Werner, Markus Kuhn (Field Reporter)
DAZN: Christoph Stadtler, Nadine Nurasyid
US-Broadcast (CBS): Jim Nantz, Tony Romo

So, 02:00 Uhr: #6 San Francisco 49ers @ #1 Seattle Seahawks
RTL: Frederick Schulz, Adrian Franke
DAZN: Jaron Steiner, Filip Pawelka
US-Broadcast (FOX): Kevin Burkhardt, Tom Brady

So, 21:00 Uhr: #5 Houston Texans @ #2 New England Patriots
RTL: Patrick Esume, Björn Werner, Sebastian Vollmer (Field Reporter)
DAZN: Flo Hauser, Roman Motzkus
US-Broadcast (ESPN/ABC): Joe Buck, Troy Aikman

Mo, 00:30 Uhr: #5 Los Angeles Rams @ #2 Chicago Bears
RTL: Jan Stecker, Kasim Edebali
DAZN: Franz Büchner, Wanja Müller
US-Broadcast (NBC): Mike Tirico, Cris Collinsworth

Ich bin heiß auf das erste Spiel heute Abend. Klar ist, dass alle Broncos einen Dahnetag erwischen müssen, damit das heute erfolgreich enden kann. Wir müssen verhindern, dass die Bills uns niederlaufen und gleichzeitig QB Josh Allen unter Dauerdruck setzen, dann ist auch er nicht fehlerfrei. Zudem wird man sehen, ob seine Mobilität verletzungsbedingt eingeschränkt ist. Offensiv glaube ich, geht über den Boden einiges, denn die Bills Run Defense ist anfällig und QB Bo Nix sollte hier und da Deep Balls an den Mann bringen. Nur so kann es mit einem Sieg klappen und es ist natürlich auch wichtig, von Beginn an die Menge im Mile High mitzunehmen.

Eine Info aus erster Hand: John Harbaugh hat ESPN’s Adam Schefter direkt bestätigt, dass er sich mit den Giants auf einen Fünfjahresvertrag geeinigt hat und somit neuer Headcoach des Teams wird.

Seahawks walzen drüber über 49ers. Die schlägt keiner mehr diese Saison

Die Seahawks sind erschreckend stark aktuell. Vielleicht können die Rams gegenhalten, aber da muss offensiv um Stafford schon alles klappen. AFC Teams sehe ich aktuell auch schwächer.

Geil Seahawks einfach :smiling_face_with_three_hearts:

Bo Nix hat sich verletzt und fällt bis zum Ende der Saison aus…

Breaking News: QB Bo Nix der Broncos hat sich kurz vor Ende des Sieges gegen Buffalo den Knöchel gebrochen. :face_vomiting: Season over wohl auch für die tapferen Sieger von gestern.

Einen Thriller und eine Demontage lieferte uns der Samstag:

Beginnen wir in der Mile High City in der es zunächst so aussah als ob die Broncos ihrer #1-Seed-Rolle doch recht souveräne gerecht werden sollten. Nach den Touchdowns von Frank Crum (7-yd-Pass von Bo Nix) und Lil’Jordan Humphrey (29-yd-Pass von Nix) sowie drei Field Goals von Wil Lutz (28yds, 50yds, 33yds) führte man nach dem ersten (eigenen) Drive in Hälfte zwei mit 23:10. Die Bills scorten zwar recht früh per 4-yd-TD-Pass von Josh Allen auf Mecole Hardman Jr. und ließen ein 33-yd-FG von Matt Prater folgen, auf der anderen Seite standen aber auch zwei verlorene Fumbles. Nachdem Buffalo die zweite Hälfte mit einem weiteren verlorenen Fumble begann verkürzten die Bills dann mit einem 10-yd-TD-Pass von Allen auf Keon Coleman auf 17:23 und die Gastgeber kamen ins Straucheln: Nachdem beide Teams ihren jeweiligen nächsten Ballbesitz mit einer Interception verloren mussten die Broncos die beiden nächsten Drives mit einem Punt beenden während auf einmal die Bills scorten. Der 14-yd-TD-Pass von Allen auf Dalton Kincaid früh im Schlussviertel drehte die Partie zum 24:23, ein 31-yd-FG von Prater erhöhte dann 4:11 Minuten vor dem Ende auf 27:23. Denver fing sich aber wieder und schaffte es tatsächlich noch 55 Sekunden vor dem Ende durch einen 26-yd-TD-Pass von Nix auf Marvin Mims Jr. wieder mit 30:27 in Führung zu gehen. Doch die Bills waren noch nicht am Ende, schafften es in FG-Reichweite zu kommen und Prater behielt bei seinem 50-yd-FG-Versuch mit fünf Sekunden auf der Uhr die Nerven und glich zum 30:30 aus. Damit ging es nun in die Overtime in der die Broncos die Chance zum Vorlegen bekamen, allerdings kam man mit dem Ball nicht aus der eigenen Hälfte heraus und musste punten. Die Bills legten nun tief in der eigenen Redzone los, kamen aber ebenfalls kaum bis ins Mittelfeld und verloren dann auch noch den Ballbesitz durch eine Interception. Im anschließenden Drive wurden den Bills dann zwei Penalties (beide Male durch Defensive Pass Interferences, die insgesamt 47yds kosteten) zum Verhängnis, hinzu kam dann sogar noch ein Unsportsmanlike Conduct wodurch die Broncos an der BUF 5 sich dazu entscheiden konnten auf ihren Kicker zu setzen: Lutz gab sich keine Blöße, verwandelte den 23-yd-Versuch zum 33:30-Sieg womit die Broncos ins AFC Championship Game einziehen. Die Freude von Denver über diesen Krimi-Sieg wird aber deutlich getrübt: QB Bo Nix zog sich im vorletzten Drive des Spiels einen Knöchelbruch zu und wird damit für den Rest der Postseason verletzt ausfallen. Nun muss Jarrett Stidham einspringen, der in der gesamten Saison bislang nur einmal auf dem Feld stand und keinen Pass-Versuch abgab. Der Gegner im AFC Championship Game im eigenen Empower Field werden entweder die Pats oder die Texans sein.

Das US-Primetime-Spiel des Samstags sollte eine spannende Rivalry-Neuauflage werden, aber wie im Vorfeld befürchtet war das alles andere als spannend. Die Seahawks machten schon vor zwei Wochen mit ihrer Defense alles dicht und hielten sich nun im Gegensatz zum letzten Duell offensiv bis zum Ende nicht zurück. Schon die ersten Sekunden der Partie waren richtungsweisen als Rashid Shaheed mit einem 95-yd-Kickoff-Return-TD Seattle mit 7:0 in Führung brachte. Diese wurde dann durch ein 31-yd-FG von Jason Myers und einem 4-yd-TD-Pass von Sam Darnold auf Jaxon Smith-Njigba noch im ersten Viertel auf ein 17:0 vergrößert. Und die Niners? Sie scheiterten im ersten Drive mit einem ausgespielten Fourth Down im Mittelfeld und verloren dann den Ball schnell mit einem verlorenen Fumble. Im zweiten Viertel schaffte es San Francisco wenigstens mit zwei Field Goals von Eddy Pineiro (40-yds, 56yds) in die Boxscore, doch ein 7-yd-Rush-TD von Kenneth Walker III 31 Sekunden vor dem Ende des zweiten Viertels sorgte für einen 24:6-Vorsprung der Seahawks zur Halbzeit. In Hälfte zwei sollte sich das nicht ändern, hier die kurze Zusammenfassung der Drives der Niners: Ballverlust nach ausgespielten Fourth Down im Mittelfeld, Interception, Ballverlust nach ausgespielten Fourth Down im Mittelfeld, verlorener Fumble, Punt. Die Gastgeber kannten defensiv also keine Gnade, legten offensiv aber noch eine Schippe drauf: Im dritten Viertel erhöhten ein 24-yd-FG von Myers sowie ein weiterer 15-yd-Rush-TD von Walker III auf 34:6, der überragende Walker III scorte dann seinen dritten Rush-TD (6-yd) im Schlussviertel zum 41:6-Endstand. Das Ganze war am Ende die zweithöchste Niederlage der Playoff-Franchise-Geschichte der Niners (1986 verlor man mit 3:49 gegen die Giants). Die Seahawks zementieren durch diese Demontage ihre Favoritenrolle auf den Super Bowl-Triumph und treffen nun im NFC Championship Game entweder auf die Bears oder auf die Rams.

Ich hatte es eingangs ja erwähnt: Das Wetter wird am heutigen Sonntag ein Faktor sein. In Foxboro werden Schneefälle vermeldet, die im Laufe des Nachmittags (Ortszeit) noch zunehmen sollen. Später in Chicago werden wir laut der aktuellen Prognose weniger Schnee sehen, aber dafür wie vermutet Temperaturen aus dem Eisschrank mit -7°C, die sich durch Windböen deutlich kälter anfühlen kann (-14°C). Und dabei haben wir noch Glück: Am Montag zieht arktische Kaltluft über Illinois, sodass 24 Stunden später nur noch -17°C erwartet werden.