National Football League (NFL)

Das war zum Abschluss der Week 17 nochmal ein wilder Ritt in Atlanta: Die Falcons scorten in Hälfte eins Touchdowns durch Bijan Robinson (4-yd-Pass von Kirk Cousins, 93-yd-Rush) und Jessie Bates III (34-yd-Interception-Return) und führten unerwartet mit 21:0 gegen die Rams, die immerhin noch um das Seeding in der NFC spielten. Mit dem ersten Drive in Hälfte zwei scorten die Gäste aus Los Angeles das erste Mal per 35-yd-FG von Harrison Mevis, das Zane Gonzalez mit einem weiten 56-yd-FG zum 24:3 für Atlanta direkt konterte. Wer jetzt abgeschaltet hat wird sich aber ärgern, denn die Rams legten eine wilde Aufholjagd hin: Erst fand Matthew Stafford seinen Receiver Terrance Ferguson für einen 27-yd-TD-Pass, kurz vor dem Ende des dritten Viertels wandelten die Rams einen geblockten FG-Versuch in einen 76-yd-Return-TD von Jared Verse zum 17:24. Und als wäre das nicht genug gelang Puka Nacua mit einem 11-yd-TD-Pass von Stafford mit 2:46 Minuten auf der Uhr tatsächlich der Ausgleich zum 24:24. Die Falcons hatten nun genügend Zeit um zu scoren und arbeiteten sich bis auf die LAR 33 vor wo Gonzalez erneut zu einem FG-Versuch antrat und aus 51yds Entfernung verwandelte. Die Rams hatten nun 21 Sekunden auf der Uhr um zu reagieren und beinahe wurde auch etwas daraus, aber Nacua konnte den Ball nicht kontrollieren, sodass per Replay Official ein incomplete Pass gecallt wurde.
Was bedeutet das für die Playoffs? Die Rams können nun nicht mehr aus eigener Hand den #5-Seed der NFC erreichen. Dazu steigen die Chancen der Panthers für die Postseason, denn wenn Atlanta gegen die Saints gewinnt wären sie unabhängig vom direkten Duell durch. Mehr zu den Clinching-Scenarios dann wie gewohnt in der Preview für den letzten Spieltag.

Ergebnisse Week 17:
Dallas Cowboys @ Washington Commanders 30:23
Detroit Lions @ Minnesota Vikings 10:23
Denver Broncos @ Kansas City Chiefs 20:13
Houston Texans @ Los Angeles Chargers 20:16
Baltimore Ravens @ Green Bay Packers 41:24
Arizona Cardinals @ Cincinnati Bengals 14:37
Pittsburgh Steelers @ Cleveland Browns 6:13
New Orleans Saints @ Tennessee Titans 34:26
Jacksonville Jaguars @ Indianapolis Colts 23:17
Tampa Bay Buccaneers @ Miami Dolphins 17:20
New England Patriots @ New York Jets 42:10
Seattle Seahawks @ Carolina Panthers 27:10
New York Giants @ Las Vegas Raiders 34:10
Philadelphia Eagles @ Buffalo Bills 13:12
Chicago Bears @ San Francisco 49ers 38:42
Los Angeles Rams @ Atlanta Falcons 24:27

Blicken wir auf die aktualisierten Standings:

AFC East

  1. New England 13-3
  2. Buffalo 11-5
  3. Miami 7-9
  4. NY Jets 3-13

AFC North

  1. Pittsburgh 9-7
  2. Baltimore 8-8
  3. Cincinnati 6-10
  4. Cleveland 4-12

AFC South

  1. Jacksonville 12-4
  2. Houston 11-5
  3. Indianapolis 8-8
  4. Tennessee 3-13

AFC West

  1. Denver 13-3
  2. LA Chargers 11-5
  3. Kansas City 6-10
  4. Las Vegas 2-14

NFC East

  1. Philadelphia 11-5
  2. Dallas 7-8-1
  3. Washington 4-12
  4. NY Giants 3-13

NFC North

  1. Chicago 11-5
  2. Green Bay 9-6-1
  3. Minnesota 8-8
  4. Detroit 8-8

NFC South

  1. Carolina 8-8
  2. Tampa Bay 7-9
  3. Atlanta 7-9
  4. New Orleans 6-10

NFC West

  1. Seattle 13-3
  2. San Francisco 12-4
  3. LA Rams 11-5
  4. Arizona 3-13

Das erste Wochenende im neuen Jahr beschert uns die Week 18 und damit den Abschluss der Regular Season. Letztmalig für rund acht Monate sehen wir alle 32 Teams und es stehen einige Entscheidungen um Division-Titel, Bye-Weeks, Seedings und Playoff-Qualifikationen noch aus.

Bereits am Samstag erwartet uns ein Doubleheader mit direkten Duellen: Ab 22:30 Uhr stehen sich die Bucs und die Panthers gegenüber. Während Carolina mit einem Auswärtssieg die Division gewinnt muss Tampa Bay zwingend das Duell für sich entscheiden und zudem noch hoffen, dass die Falcons am Sonntag nicht gegen die Saints gewinnen. Um sehr viel geht’s dann auch zur US-Primetime ab 02:00 Uhr: Im Spiel zwischen den Niners und den Seahawks geht’s um den Gewinn der NFC West plus den NFC-Top-Seed (inklusive Heimvorteil in den Playoffs und einem First-Round-Bye), die Rechnung ist dabei einfach: Die Niners müssen gewinnen, den Seahawks würde schon ein Tie reichen.

Das dritte direkte Duell ist das abschließende Sunday Night Game in dem uns die AFC North-Rivalry beschert wird: Die Ravens benötigen zwingend einen Sieg um die Division zu gewinnen, den Steelers würde vor eigenem Publikum schon ein Tie reichen.

Die restlichen zwölf Partien wurden gleichmäßig auf die Slots am Sonntag verteilt, dabei geht’s für die Teams um folgendes:

  • Die Broncos sichern sich den Top-Seed der AFC, wenn a) sie ihr Heimspiel gegen die Chargers gewinnen, b) bei einem eigenen Tie die Pats nicht gewinnen oder c) die Pats verlieren und die Jags nicht gewinnen.
  • Die Pats sind der Top-Seed der AFC, wenn a) sie ihr Heimspiel gegen die Dolphins gewinnen und die Broncos nicht gewinnen oder b) bei einem eigenen Tie die Broncos verlieren.
  • Die Jags gewinnen die AFC South, wenn a) sie gegen die nicht verlieren oder b) die Texans nicht gewinnen. Für den AFC-Top-Seed müsste Jacksonville gewinnen sowie sowohl die Broncos als auch die Pats ihre Partien verlieren.
  • Die Texans gewinnen die AFC South, wenn sie gegen die Colts gewinnen und die Jags verlieren.
  • Und nochmal von oben zur Erinnerung: Die Falcons sind das Zünglein an der Waage für das Schicksal der Bucs.

Ansonsten gibt’s noch einige Seeding-Möglichkeiten, gerade im Feld der Plätze fünf bis sieben in der AFC und auch der Reihenfolge der NFC West-Teams (für die Niners ist z.B. neben #1 auch #5 und gar #6 noch möglich). Also sollte man neben den schon erwähnten Partien hier auch auf die Spiele der Bills gegen die Jets, der Bears gegen die Lions, der Rams gegen die Cardinals sowie der Eagles gegen die Commanders blicken.

Abseits davon haben wir für die Playoffs noch unbedeutende Duelle zwischen den Bengals und den Browns, die Packers (bei den Vikings) können den #7-Seed der NFC nicht mehr verlassen, die Cowboys beenden ihre mal wieder enttäuschende Season bei den Giants und die Chiefs verabschieden sich mit einem Gastspiel bei den Raiders.

Vorschau auf Week 18 (alle Zeiten MEZ):

Saturday Game I - Samstag, 22:30 Uhr:

Carolina Panthers [8-8] @ Tampa Bay Buccaneers [7-9]

Saturday Game II - Sonntag, 02:00 Uhr:

Seattle Sehawks [13-3] @ San Francisco 49ers [12-4]

Game Day - Sonntag, 19:00 Uhr:

New Orleans Saints [6-10] @ Atlanta Falcons [7-9]
Cleveland Browns [4-12] @ Cincinnati Bengals [6-10]
Green Bay Packers [9-6-1] @ Minnesota Vikings [8-8]
Dallas Cowboys [7-8-1] @ New York Giants [3-13]
Tennessee Titans [3-13] @ Jacksonville Jaguars [12-4]
Indianapolis Colts [8-8] @ Houston Texans [11-5]

Game Day - Sonntag, 22:25 Uhr:

New York Jets [3-13] @ Buffalo Bills [11-5]
Detroit Lions [8-8] @ Chicago Bears [11-5]
Los Angeles Chargers [11-5] @ Denver Broncos [13-3]
Kansas City Chiefs [6-10] @ Las Vegas Raiders [2-14]
Arizona Cardinals [3-13] @ Los Angles Rams [11-5]
Miami Dolphins [7-9] @ New England Patriots [13-3]
Washington Commanders [4-12] @ Philadelphia Eagles [11-5]

Sunday Night Game - Montag, 02:20 Uhr:

Baltimore Ravens [8-8] @ Pittsburgh Steelers [9-7]

Die Live-Coverage in Deutschland (alle Zeiten MEZ):
So, 02:00 Uhr DAZN Seattle Seahawks @ San Francisco 49ers
So, 19:00 Uhr RTL Tennessee Titans @ Jacksonville Jaguars
So, 19:00 Uhr RTL+ Green Bay Packers @ Minnesota Vikings
So, 19:00 Uhr DAZN Indianapolis Colts @ Houston Texans
So, 19:00 Uhr DAZN NFL ENDZN (deutsche RedZone)
So, 19:00 Uhr DAZN NFL RedZone
So, 22:25 Uhr RTL Los Angeles Chargers @ Denver Broncos
So, 22:25 Uhr DAZN Miami Dolphins @ New England Patriots
Mo, 02:20 Uhr DAZN Baltimore Ravens @ Pittsburgh Steelers

Am Samstag widmeten wir uns zunächst der NFC South, die im strömenden Regen von Tampa ihr vielleicht entscheidendes Spiel austrug. Die gastgebenden Bucs mussten die Partie gewinnen um noch eine Playoff-Chance zu haben und legten entsprechend gut los: Nach einem 18-yd-TD-Pass von Baker Mayfield auf Cade Otton und einem 29-yd-FG von Chase McLaughlin führte man im ersten Viertel gegen die Panthers mit 10:0. Nachdem Carolina früh im zweiten Viertel per Touchdown von Tommy Tremble nach einem 8-yd-Pass von Bryce Young auf 7:10 verkürzte sorgte McLaughlin kurz vor der Halbzeit mit einem weiteren 36-yd-FG für einen 13:7-Vorsprung der Gastgeber. Nach einem punktlosen dritten Viertel erhöhte nochmals McLaughlin mit einem 48-yd-FG früh im Schlussviertel auf 16:7, doch die Gäste gaben sich noch nicht geschlagen: Mit 2:27 Minuten auf der Uhr fand Young mit einem 8-yd-TD-Pass Jalen Coker, sodass man bis auf 14:16 herankam. Die Bucs schafften es allerdings anschließend nicht den Ball zu behalten und mussten mit 26 Sekunden auf der Uhr punten, doch die Panthers konnten davon nicht mehr profitieren und verloren einen Fumble und somit auch die Partie mit 14:16. Nun kommt es in der NFC South wirklich auf das Resultat der Falcons an: Gewinnt Atlanta heute gegen New Orleans sind die Panthers der Division-Sieger, sollten aber die Saints gewinnen ziehen die Bucs doch noch in die Playoffs ein.

Zur US-Primetime kam es dann zum NFC-Showdown zwischen den Niners und den Seahawks in dem es nicht nur um den Gewinn der Division, sondern auch um den Top-Seed ging. Und die Zuschauer in Santa Clara bekamen eine überragende Defensiv-Leistung der Seahawks zu sehen, die die alles andere als schwache Offense der gastgebenden Niners über das komplette Spiel in Schach hielt. Nachdem Seattle durch einen 27-yd-Rush-TD von Zach Charbonnet und einem 45-yd-FG von Jason Myers mit 10:0 in Führung ging scorte San Francisco mit einem 48-yd-FG von Eddy Pineiro die einzigen Zähler in dieser Partie, im Schlussviertel stellte dann ein weiteres 31-yd-FG von Myers den alten Abstand wieder her. Die Seahawks feiern am Ende mit einem 13:3-Auswärtssieg also den Division-Gewinn und haben damit in den Playoffs eine Bye-Week sowie das Heimrecht auf ihrer Seite. San Francisco hingegen ist nun davon abhängig wie die Rams spielen: Sollte Los Angeles gegen die Cardinals gewinnen rutschen sie auf den #6-Seed ab, wenn Arizona erfolgreich ist würde man als #5 in die Playoffs einziehen.
Auch noch eine nette Statistik: Sam Darnold ist nach Tom Brady erst der zweite Quarterback, der in aufeinanderfolgenden Regular Seasons mindestens 14 Spiele gewinnt, einzigartig ist jedoch, dass er es mit unterschiedlichen Teams schaffte (Darnold spielte in der letzten Saison für die Vikings).

Im frühen Slot bescherten die Falcos die Panthers indem sie sie mit einem 19:17-Heimsieg gegen die Saints zum Champion der NFC South machten, die Jags sicherten sich mit einem 41:7-Kantersieg gegen die Titans den Titelgewinn in der AFC South und nach dem deutlichen 34:17-Sieg der Giants gegen die Cowboys steht auch schon fest, dass die Raiders (gerade noch aktiv) das erste Pick der diesjährigen Draft haben. In den weiteren Partien kamen die Browns zu einem 20:18-Sieg bei den Bengals wobei sich Myles Garrett mit dem 23. Sack der Saison einen neuen NFL-Rekord sicherte (auf 22,5 Sacks kamen bislang Michael Strahan (2001) und TJ Watt (2021)), die Packers schenkten die Partie bei den Vikings mit einem 3:16 ab und die Colts beenden ihre Season mit einem 30:38 bei den Texans und damit der siebten Pleite in Serie (der letzte Sieg kam ausgerechnet im Spiel in Berlin).

Nun fällt im späten Slot u.a. die Entscheidung um den Top-Seed der AFC sowie diverse Seedings.

Im späten Slot sicherten sich die Broncos mit einem klaren 19:3-Sieg gegen die Chargers den Top-Seed der AFC vor den Pats, die sich nach einem 38:10 gegen die Dolphins mit dem #2-Seed begnügen müssen, die Bills sicherten sich derweil mit einem 35:8-Kantersieg gegen die Jets den #5-Seed. In der NFC sind die Bears trotz einer 16:19-Pleite gegen die Lions die #2 vor den Eagles, die sich eine 17:24-Heimniederlage gegen die Commanders leisteten, dazu sicherten sich die Rams mit einem 37:20 gegen die Cardinals den #5-Seed vor den Niners. Ohne Auswirkungen auf die Playoffs war die Partie in Las Vegas: Die Raiders konnten mit dem 14:12 gegen die Chiefs erstmals seit Mitte Oktober wieder ein Spiel gewinnen.

Im abschließenden Sunday Night Game wurde nun der letzte Playoff-Platz vergeben und die beiden AFC North-Rivalen schenkten sich mal überhaupt nichts. Die Steelers und die Ravens lieferten sich ein durchweg enges und hart umkämpftes Duell, das tatsächlich in den Schlusssekunden entschieden wurde: Die Steelers gingen durch einen Touchdown von Calvin Austin III (26-yd-Pass von Aaron Rodgers) mit 56 Sekunden auf der Uhr mit 26:24 in Führung, für eine Drei-Punkte-Führung reichte es nicht, da der PAT von Chris Boswell geblockt wurde. Baltimore würde nun also ein Field Goal zum Sieg ausreichen: 21 Sekunden vor dem Ende spielten die Ravens im Mittelfeld eine 4th&7-Situation aus, ein Pass von Jackson auf Likely machte 26yds gut und brachte den Ball an die PIT 24. Da der nächste Versuch mit einem leichten Raumverlust von zwei Yards gekneelt werden musste trat Tyler Loop nun aus machbarer Distanz zu einem Field Goal-Versuch an, doch der Kicker schoss den Ball aus seiner Sicht rechts vorbei. Die Steelers schlagen die Ravens am Ende also mit 26:24, gewinnen die AFC North und ziehen als #4-Seed in die Playoffs ein.

Ergebnisse Week 18:
Carolina Panthers @ Tampa Bay Buccaneers 14:16
Seattle Seahawks @ San Francisco 49ers 13:3
New Orleans Saints @ Atlanta Falcons 17:19
Cleveland Browns @ Cincinnati Bengals 20:18
Green Bay Packers @ Minnesota Vikings 3:16
Dallas Cowboys @ New York Giants 17:34
Tennessee Titans @ Jacksonville Jaguars 7:41
Indianapolis Colts @ Houston Texans 30:38
New York Jets @ Buffalo Bills 8:35
Detroit Lions @ Chicago Bears 19:16
Los Angeles Chargers @ Denver Broncos 3:19
Kansas City Chiefs @ Las Vegas Raiders 12:14
Arizona Cardinals @ Los Angeles Rams 20:37
Miami Dolphins @ New England Patriots 10:38
Washington Commanders @ Philadelphia Eagles 24:17
Baltimore Ravens @ Pittsburgh Steelers 24:26

Die Endstände der 2025 Regular Season:

AFC East

  1. New England 14-3
  2. Buffalo 12-5
  3. Miami 7-10
  4. NY Jets 3-14

AFC North

  1. Pittsburgh 10-7
  2. Baltimore 8-9
  3. Cincinnati 6-11
  4. Cleveland 5-12

AFC South

  1. Jacksonville 13-4
  2. Houston 12-5
  3. Indianapolis 8-9
  4. Tennessee 3-13

AFC West

  1. Denver 14-3
  2. LA Chargers 11-6
  3. Kansas City 6-11
  4. Las Vegas 3-14

NFC East

  1. Philadelphia 11-6
  2. Dallas 7-9-1
  3. Washington 5-12
  4. NY Giants 4-13

NFC North

  1. Chicago 11-6
  2. Green Bay 9-7-1
  3. Minnesota 9-8
  4. Detroit 9-8

NFC South

  1. Carolina 8-9
  2. Tampa Bay 8-9
  3. Atlanta 8-9
  4. New Orleans 6-11

NFC West

  1. Seattle 14-3
  2. LA Rams 12-5
  3. San Francisco 12-5
  4. Arizona 3-14

Damit ergeben sich folgende Spiele für die Wild Card Round (10.-12.01.2026):

AFC:
#7 Los Angeles Chargers @ #2 New England Patriots
#6 Buffalo Bills @ #3 Jacksonville Jaguars
#5 Houston Texans @ #4 Pittsburgh Steelers
Bye: #1 Denver Broncos

NFC:
#7 Green Bay Packers @ #2 Chicago Bears
#6 San Francisco 49ers @ #3 Philadelphia Eagles
#5 Los Angeles Rams @ #4 Carolina Panthers
Bye: #1 Seattle Seahawks

Breaking News:
Die Ravens haben laut Ian Rapoport (NFL Network) ihren Headcoach John Harbaugh gefeuert nachdem das Team im Sunday Night Game auf dramatische Art und Weise die Postseason verpasste. Harbaugh trainierte die Ravens 18 Saisons und gewann in diesem Zeitraum einen Super Bowl (XLVII) und sechs Division-Titel.

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49-Eagles oh Watte!
Tippe dieses Jahr irgendwie auf die Patriots! @timo hast du die Spielzeiten zu den Games?

Ja, die stehen schon fest und werden über das komplette Wochenende verteilt: Den Anfang machen die Rams bei den Panthers am Samstag ab 22:30 Uhr ehe zur US-Primetime ab 02:00 Uhr das NFC North-Rivalry-Duell zwischen den Bears und den Packers ansteht. Am Sonntag gibt’s dann einen Tripleheader mit den Bills bei den Jags ab 19:00 Uhr, den Eagles gegen die Niners ab 22:30 Uhr sowie den Pats gegen die Chargers ab 02:00 Uhr. Den Abschluss bildet das Monday Night Game in der Nacht auf Dienstag ab 02:15 Uhr mit den Steelers gegen die Texans.

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Ich find die Chiefs nicht besonders schlimm, obwohl natürlich etwas Abwechslung in der Spitze nicht schadet und sie Divisionsrivale meiner Broncos sind. Mir machen aus alter Antipathie heuer die Patriots Sorgen, die von Sieg zu Sieg eilen und hoffentlich demnächst einmal verlieren, was gleichbedeutend mit dem Saisonende wäre.

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Eagles.49ers geb ich mir.

Dann werfen wir mal einen Blick auf das letzte doch noch vollgepackte Wochenende dieser Season - mit sechs Spielen wird rein von der Anzahl her in den nächsten drei Tagen schon fast die Hälfte der Postseason (13 Spiele) durch sein.

Los geht’s am Samstag um 22:30 Uhr mit dem Heimspiel der Rams gegen die Panthers: Die Rams erkämpften sich in Week 18 den #5-Seed und gingen damit der Reise nach Philly aus dem Weg um nun in Charlotte klar favorisiert zu sein. Carolina profitierte letztendlich nicht nur von einem Three-Team-Tiebreaker, sondern auch von der sehr schwachen NFC South durch die ein negativer Record (8-9) zur Playoff-Teilnahme reicht. Aber eine Sache gilt es dennoch zu beachten: Das einzige direkte Duell der beiden Teams ging Ende November an gleicher Stelle an die Panthers!

Mit deutlich mehr Spannung wird das US-Primetime-Spiel ab 02:00 Uhr erwartet: Mit den Bears und den Packers sehen wir eine extrem alte Rivalry, die aber in der Postseason sehr selten stattfand: Genauer gesagt zweimal (1941 und 2011). Chicago beendete die Regular Season mit zwei Niederlagen nachdem man im Soldier Field kurz vor Weihnachten - natürlich - die Packers schlug, der letzte Sieg von Green Bay ist schon einen Monat her (danach vier Pleiten in Serie) und kam im Lambeau Field - natürlich - gegen die Bears.

Am Sonntag bekommen wir dann das letzte Frühspiel dieser Saison serviert, wenn ab 19:00 Uhr die Jags auf die Bills treffen. Jacksonville feierte in dieser Saison 13 Siege (darunter Erfolge bei den Broncos, gegen die Chargers und bei den Niners) und verdiente sich als Champion der AFC South ein Heimspiel gegen Buffalo, das durch die erstärkten Pats und eigene Patzer (Niederlagen in Atlanta und Miami) nun mit dem #6-Seed leben muss. Auf dem Papier ist Buffalo trotz eines Auswärtsspiels etwas favorisiert, wirkliche Quality-Wins sind aber bis auf den Auswärtserfolg in Foxboro Mitte Dezember nicht zu verzeichnen. Heißt: Es ist eher eine offene Ausgangslage und könnte ein guter Deal für die europäische Primetime sein.

Ab 22:30 Uhr geht der Blick dann nach Philadelphia, wo die Eagles auf die Niners treffen. Der Titelverteidiger hat eine etwas schwer zu greifende reguläre Saison hinter sich: Der Division-Titel war zu keinem Zeitpunkt fraglich, auch wenn man zwischendurch mit Pleiten bei den Giants und den Cowboys patzte (zuletzt schenkte man gegen die Commanders das Week 18-Spiel ab), aber man eben auch Siege gegen die Rams, bei den Packers und auch bei den Bills verzeichnen konnte. San Francisco auf der anderen Seite war der große Verlierer der Week 18: Mit einem Sieg hätte man die Bye-Week entspannt auf dem Sofa verbringen können, stattdessen unterlag man gegen die Seahawks und wurde noch von den Rams überholt. Zu unterschätzen sind die Niners dennoch nicht, denn die Rams und die Seahawks besiegte man im Laufe der Regular Season auswärts und leistete sich eigentlich keinen gröberen Patzer. Philly dürfte durch das Heimspiel favorisiert sein, aber ein Upset wäre jetzt m.E. auch keine ganz große Sensation.

Das Sunday Night Game (schon ab 02:00 Uhr) bestreiten die Pats und die Chargers. New England spielte eine so nicht zu erwartende sehr starke Regular Season in der man nur dreimal verlor (darunter ein Patzer in der Opening Week gegen die Raiders) und man Pech hatte, dass die Broncos auch so stark unterwegs waren - sonst wäre die Bye-Week drin gewesen. So muss man nun vor eigenem Publikum gegen die Chargers antreten, die schwer einzuschätzen sind: Sie gewannen früh in der Saison gegen Denver, setzte sich auch gegen die Eagles durch, aber verloren im Schlussspurt der Saison sowohl gegen die Texans als auch bei den Broncos und rutschten dadurch auf den #7-Seed und in dieses Duell ab. Fangen sie sich wird das eine interessante Angelegenheit, ist dem nicht so könnte das im schlimmsten Fall für den neutralen Zuschauer weniger spannend werden.

Im letzten Monday Night Game in dieser Season findet die Wild Card-Round in der Nacht auf Dienstag ab 02:15 Uhr mit dem Duell zwischen den Steelers und den Texans seinen Abschluss. Pittsburgh ist neben Carolina der andere Fall über den diese Tage wieder viel diskutiert wurde: Nein, es geht nicht um die Spielweise und das wahnsinnige Finish im letzten Sunday Night Game, sondern um das Playoff-Seeding: Die Steelers wurden mit zehn Siegen Champion der AFC North und haben nun Heimrecht gegen das Playoff-Team aus Houston, das zwei Siege mehr in der Regular Season verbuchte - ist das fair? Ich weiß es nicht. Aber gespielt wird nun natürlich trotzdem. Die Steelers sicherten sich ihren Platz durch einen starken Schlussspurt (4-1 in den letzten fünf Spielen, darunter beide Siege gegen Baltimore), verzeichneten tatsächlich einen Sieg bei den Pats (in Week 3), aber verloren halt auch bei den Burrow-losen Bengals und in der vorletzten Woche bei den Browns (wodurch das Endspiel gegen die Ravens erst ermöglicht wurde). Die Texans auf der anderen Seite kommen extrem formstark aus der Regular Season heraus: Houston ist seit neun Partien ungeschlagen (darunter Erfolge gegen die Jags, Bills und bei den Chargers), zuvor war man auch schon gegen die Niners erfolgreich. Die Tendenz ist hier also recht klar: Die Texans sind in ihrem ersten Wild Card-Round-Auswärtsspiel überhaupt (die ersten acht Spiele dieser Runde absolvierte man allesamt zuhause) in der Favoritenrolle.

Wie gewohnt hat man in den Playoffs die freie Auswahl: RTL im Free-TV und DAZN werden alle Spiele live übertragen, via GamePass (aktuell für einmalig 7,99€ erhältlich) bekommt man dann auch den Original-Kommentar der US-Broadcaster.

Die Wild Card-Round im Überblick (alle Zeiten MEZ):

Sa, 22:30 Uhr: #5 Los Angeles Rams @ #4 Carolina Panthers
RTL: Patrick Esume, Björn Werner, Sebastian Vollmer (Field Reporter)
DAZN: Christoph Stadtler, Wanja Müller
US-Broadcast (FOX): Joe Davis, Greg Olsen

So, 02:00 Uhr: #7 Green Bay Packers @ #2 Chicago Bears
RTL: Jan Stecker, Kasim Edebali
DAZN: Flo Hauser, Arik Bredendiek
US-Broadcast (Amazon Prime): Al Michaels, Kirk Herbstreit

So, 19:00 Uhr: #6 Buffalo Bills @ #3 Jacksonville Jaguars
RTL: Patrick Esume, Björn Werner, Markus Kuhn (Field Reporter)
DAZN: Franz Büchner, Nadine Nurasyid
US-Broadcast (CBS): Jim Nantz, Tony Romo

So, 22:30 Uhr: #6 San Francisco 49ers @ #3 Philadelphia Eagles
RTL: Jan Stecker, Kasim Edebali
DAZN: Martin Pfanner, Filip Pawelka
US-Broadcast (FOX): Kevin Burkhardt, Tom Brady

Mo, 02:00 Uhr: #7 Los Angeles Chargers @ #2 New England Patriots
RTL: Frederick Schulz, Adrian Franke
DAZN: Jaron Steiner, Roman Motzkus
US-Broadcast (NBC): Mike Tirico, Cris Collinsworth

Di, 02:15 Uhr: #5 Houston Texans @ #4 Pittsburgh Steelers
RTL: Mika Kaul, Jan Weinreich
DAZN: Chris Putz, Arik Bredendiek
US-Broadcast (ESPN/ABC): Joe Buck, Troy Aikman

Ich kann meine Vorfreude auf die Playoffs dieser Saison überhaupt nicht in Worte fassen, denn es ist ein selten/ nie dagewesenes (?) offenes Rennen um den Titel. Meiner Meinung nach hebt sich kein Team deutlich von allen anderen ab - bis vor 4 oder 5 Wochen waren die Rams mein Favorit, die seitdem aber Federn gelassen haben. Buffalo? Philly? Beide ursprünglichen Contender fielen ebenso mit schwankenden Leistungen auf, wie die Mannen aus LA. Patriots? Hoffentlich bewahrheitet es sich, dass sie in der Regular Season von einem relativ leichten Schedule profitiert haben, ich schätze sie jedoch gerade im kalten Norden stark ein. Bears? Really? Purdy und die 9ers? Immer möglich, aber der Weg zur Vince Lombardy Trophy ist weit und steinig, beginnend bei den Eagles und dann wohl weiter auswärts. Jacksonville mit Trey Lance sind nun auch nach schweren Jahren erwacht, die Tendenz gefällt mir dort gut! Bleiben beide Franchises, die überraschend den #1 Seed erreicht haben: Die Seahawks mit großartigem Laufspiel und bombensicherer Defense haben mich sowohl überrascht als auch überzeugt, während ich meinen Broncos weiterhin nicht über den Weg traue, stockt die Offense doch (zu?) häufig und auch die guten Statistikwerte der Defense stimmen für einen - zugegebenermaßen pessimistischen Menschen - nicht wirklich mit der Leistung überein, die man Woche für Woche phasenweise abgerufen hat, auch wenn diese Unit sicherlich sehr gut ist. Irgendwie gelang es ja auch häufig, das Spiel am Ende für sich zu entscheiden, aber dominante Vorstellungen der Mannen aus Colorado blieben mir kaum im Gedächtnis.

Fazit: Es ist eher selten, dass bereits fast jedes Spiel des Wildcardwochenendes ohne klaren Favoriten auskommt, häufig ging man in der Vergangenheit vorher doch von einigen Siegen der stärkeren Teams aus, die zusätzlich Heimvorteil genießen durften. Dieses Jahr würde ich in der ersten Playoffrunde eigentlich nur viel Geld auf die Rams setzen, deren Leistungskurve jedoch, siehe oben, zuletzt eben zurück ging. Es lohnt sich heuer noch mehr als in vielen Jahren zuvor, wach zu bleiben.

Lasset die Spiele beginnen! Nur noch einmal (vor)schlafen.

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Während das erste Spiel des Sonntags schon läuft kurz noch ein Rückblick auf einen ereignisreichen Samstag:

Es gab im Vorfeld eine riesige Kritik, dass zum einen ein Team mit einer negativen Bilanz die Playoffs erreicht während andere mit einem besseren Record zuschauen müssen und zum anderen, dass man das Heimrecht für Division-Champs überdenken sollte. Besonders deutlich wurde das im Duell zwischen den Panthers und den Rams, das eigentlich so gut wie jeder schon im Vorfeld abschrieb und bei dem man zu Beginn auch davon bestätigt wurde: Nach zwei Touchdowns von Puka Nacua (14-yd-Pass von Matthew Stafford, 5-yd-Rush) lagen die Gäste aus Los Angeles mit 14:0 vorn. Da im zweiten Viertel nur noch ein 46-yd-FG von Harrison Mevis folgte, aber die Panthers zwei Touchdowns durch Chuba Hubbard (1-yd-Rush) und Bryce Young (16-yd-Rush) schafften stand es zur Halbzeit nur 17:14. In Hälfte zwei entwickelte sich dann ein völlig ausgeglichenes Spiel - immer wieder legte das eine Team vor, das andere Antwortete: Ein 46-yd-FG von Ryan Fitzgerald zum 17:17-Ausgleich für Carolina, ein 42-yd-FG von Mevis zum 20:17 für die Rams. Früh im Schlussviertel gingen dann die Panthers erstmals in der Partie durch einen 3-yd-Rush-TD von Hubbard mit 24:20 in Führung, den die Rams aber im folgenden Drive mit einem 13-yd-TD-Pass von Stafford auf Kyren Williams zum 27:24 beantworteten. Mit 2:39 Minuten auf der Uhr waren es dann wieder die Gastgeber, die durch den 7-yd-TD-Pass von Young auf Jalen Cooker zum 31:27 vorlegten. Das war allerdings noch genügend Zeit für die Gäste: Die Rams scorten 38 Sekunden vor dem Ende nochmals mit einem 19-yd-TD-Pass von Stafford auf Colby Parkinson und entschieden damit die Partie. Die Rams schlagen die Panthers also mit mehr Mühe als gedacht mit 34:31 und erreichen damit die Divisional Round.

Zur US-Primetime erwartete dann jeder ein spannendes Rivalry-Duell zwischen den Bears und den Packers im Soldier Field, aber danach sah es zwischenzeitlich überhaupt nicht aus: Die Bears beendeten ihren ersten langen Drive zwar mit einem 27-yd-FG von Cairo Santos zur 3:0-Führung, bis zur Halbzeit waren es dann aber die Packers die sich mit den Touchdowns von Christian Watson (7-yd-Pass von Jordan Love), Jayden Reed (18-yd-Pass von Love) und Romeo Doubs (1-yd-Pass von Love) mit 21:3 in Führung brachten. Das gastgebende Chicago kämpfte sich anschließend bis früh ins Schlussviertel hinein mühsam in die Partie zurück, erst durch zwei weitere Field Goals von Santos (34yds, 51yds) und dann durch einen 6-yd-Rush-TD von D’Andre Swift zum 16:21. Mit dem folgenden Drive schafften es dann aber die Packers wieder auf’s Scoreboard, ein 23-yd-TD-Pass von Love auf Matthew Golden sorgte 6:36 Minuten vor dem Ende für ein 27:16 (weil Brandon McManus den PAT vergab) und damit wieder eine zweistellige Führung. Doch die Partie war längst noch nicht durch: Mit einem 8-yd-TD-Pass von Caleb Williams auf Olamide Zaccheaus plus erfolgreicher Two-Point-Conversion stand es nur noch 24:27 womit Chicago in FG-Reichweite war. Der folgende Packers-Drive wurde kurz vor der Redzone gestoppt, McManus vergab dann auch noch den 44-yd-FG-Versuch. Die Bears hatten nun also gute drei Minuten Zeit und bekamen die Chance die Partie zu drehen und das sollte ihnen auch gelingen: Mit 1:43 Minuten auf der Uhr sorgte ein 25-yd-TD-Pass von Williams auf DJ Moore für die 31:27-Führung. Green Bay hatte also noch einen letzten Versuch, machte sich aber mit einem False Start und einem fast verlorenen Fumble selber das Leben schwer und konnte nicht mehr scoren. Die Bears holen damit nach der größten Aufholjagd ihrer Playoff-Franchise-Geschichte einen 31:27-Sieg gegen die Packers und ziehen in die Divisional Round ein.

Es geht genauso spannend und unterhaltsam wie gestern weiter. 10:7 für die Bills zur Halbzeit, wir hatten bereits ganz knifflige Schiedsrichterentscheidungen, zwei erfolgreiche Challenges, einen QB Allen, der sich sich immer wieder an irgendwelchen Körperteilen verletzt, ein verschossenes Fieldgoal vom Rekordmann K Little (JAX) und jeweils einen Turnover. Es bleibt spannend!

Das ist doch kein Touchdown, Leute! Aber was für ein Drama da in Jacksonville!

Wow, einfach nur wow!

Auch im dritten Spiel dieses Wochenendes war es bis zum Ende hin spannend. Nachdem die Bills durch das 50-yd-FG von Matt Prater und einen 2-yd-Rush-TD vom unkaputtbaren Josh Allen mit 10:7 gegen die Jags (3-yd-TD-Pass von Trevor Lawrence auf Brian Thomas Jr., kurz vor dem Ende vergab Cam Little einen 54-yd-FG-Versuch) führten ging es in Hälfte zwei bis zu einem wilden Ende so weiter. Buffalo erhöhte mit dem ersten Drive in Hälfte zwei durch ein weiteres 47-yd-FG von Prater nur auf 13:7, Jacksonville nutzte einen zwischenzeitlichen Punt der Bills aus und drehte durch ein 43-yd-FG von Little und einen 6-yd-TD-Pass von Lawrence auf Parker Washington früh im Schlussviertel zur eigenen 17:13-Führung. Das sollte der erste von vier Drives hintereinander sein, der in einem Touchdown endete: Die Bills antworteten mit einem 15-yd-TD-Pass von Allen auf Dalton Kincaid zum 20:17, die Jags wiederum lagen nach einem 14-yd-TD-Pass von Lawrence auf Travis Etienne Jr. wieder selbst mit 24:20 in Führung. 64 Sekunden vor dem Ende gab es dann eine mächtig kuriose Szene, die man wahlweise entweder als Rekord-Tush-Push oder Rekord-QB-Sneak werten kann. Wie dem auch sei: Es wurde als 1-yd-Rush-TD von Allen gewertet durch den Buffalo nun mit 27:24 in Führung lag. Die Jags hatten nun noch rund eine Minute Zeit um mindestens per Field Goal auszugleichen, doch schon der erste Passversuch von Lawrence endete in einer Interception. Die Bills triumphieren mit einem 27:24-Sieg bei den Jags und feiern damit den Einzug in die Divisional Round.

Warum ist jedes Spiel so ein Krimi? Puuuh.

Was in Charlotte, Chicago und Jacksonville klappte funktionierte auch in Philadelphia: Ein bis zum Ende spannendes Spiel. Die Niners gingen in Philly mit dem ersten Drive durch einen 2-yd-TD-Pass von Brock Purdy auf Demarcus Robinson direkt mit 7:0 in Führung, die die Eagles aber in der Folge durch die beiden Touchdowns von Dallas Goedert (1-yd-Rush, 9-yd-Pass von Jalen Hurts) in ein 13:7 drehte. Vor der Halbzeit schafften es dann die Gäste aus San Francisco aber noch durch ein 36-yd-FG von Eddy Pineiro zum 10:13 zu verkürzen. Nachdem die Eagles im dritten Viertel durch ein 41-yd-FG von Jake Elliott ihre Führung wieder um drei Punkte zum 16:10 ausbauen konnten kam dann das Schlussviertel: In diesem gelang den Gastgebern nach einer Niners-Interception nur noch ein weiteres 33-yd-FG von Elliott während die Niners zwei Touchdowns durch Christian McCaffrey (29-yd-/4-yd-Passes von Purdy) scorten. Mit einem 23:19-Vorsprung mussten sie nun die letzten rund drei Minuten verteidigen, hielten die Eagles vor der Redzone und holten sich den Sieg. Die Niners buchen damit ein schnelles Rematch bei den Seahawks in den Divisionals.

Das Sunday Night Game konnte die Reihe nicht mehr fortsetzen, weil die Chargers-Offensive einen Off-Day zum schlechtesten Zeitpunkt buchte. Los Angeles scorte einzig ein 21-yd-FG durch Cameron Dicker. Defensiv ließen die Chargers drei Viertel lang zwar auch nur drei Field Goals von Andy Borregales (23yds, 35yds, 39yds) zu und waren noch in der Partie, aber wenn man mal länger als zwei Minuten in Ballbesitz war konnte man es schon als Besonderheit werten. So brachte dann der 28-yd-TD-Pass von Drake Maye auf Hunter Henry in einem wenig berauschenden Spiel die Entscheidung. Die Pats landen durch den 16:3-Erfolg gegen die Chargers ihren ersten Playoff-Sieg seit dem Abgang von Tom Brady (das war der Super Bowl-Triumph vor sieben Jahren).

Heute komplettieren dann die Texans und die Steelers diese Runde und ermitteln den Gegner von New England. Die anderen drei Divisionals stehen schon fest: Broncos gegen Bills in der AFC sowie Seahawks gegen Niners und Bears gegen Rams jeweils in der NFC.

Im abschließenden Monday Night Game sah es vom Spielstand her lange nach einer weiteren bis zum Ende spannenden Partie aus: Die Texans scorten den bis dahin einzigen Touchdown der Partie durch Christian Kirk (6-yd-Pass von CJ Stroud) und führten mit 7:6 nachdem die Steelers zwei Field Goals durch Chris Boswell (32yds, 35yds) erzielten. Das Schlussviertel sollte dann für das gastgebende Pittsburgh aber zu einem Debakel werden: Einem 51-yd-FG von Ka’imi Fairbairn folgte direkt ein 33-yd-Fumble-Return-TD von Sheldon Rankins zum 17:6 für Houston. Mit 3:38 Minuten auf der Uhr erhöhte Woody Marks per 13-yd-Rush-TD auf 24:6 und als wäre das schon nicht genug schlug wieder die Texans-Defense mit einem 50-yd-Interception-Return-TD von Calen Bullock zu. Die Texans gewinnen damit erstmals in ihrer Franchise-Geschichte ein Playoff-Auswärtsspiel und treffen nun in den Divisionals auswärts auf die Pats, die Steelers verloren erstmals seit 1991 ein Monday Night Game, aber nun schon das siebte Playoff-Spiel in Folge.

Die Ergebnisse der Wild Card-Round im Überblick:

AFC:
#5 Houston Texans @ #4 Pittsburgh Steelers 30:6
#6 Buffalo Bills @ #3 Jacksonville Jaguars 27:24
#7 Los Angeles Chargers @ New England Patriots 3:16

NFC:
#5 Los Angeles Rams @ #4 Carolina Panthers 34:31
#6 San Francisco 49ers @ #3 Philadelphia Eagles 23:19
#7 Green Bay Packers @ #2 Chicago Bears 27:31

Damit ergeben sich folgende Duelle für die Divisional Round (17./18.01.2026):

AFC:
#6 Buffalo Bills @ #1 Denver Broncos
#5 Houston Texans @ #2 New England Patriots

NFC:
#6 San Francisco 49ers @ #1 Seattle Seahawks
#5 Los Angeles Rams @ #2 Chicago Bears

BREAKING:

Mike Tomlin ist als Headcoach der Pittsburgh Steelers zurückgetreten. Der 53-Jährige betreute die Steelers 19 Jahre lang, erreichte dabei 13 Mal die Playoffs und zweimal den Super Bowl, der 2009 gewonnen werden konnte. Darüber hinaus schloss er nicht eine einzige Regular Season mit einer negativen Bilanz ab.