Der Sonntag bot uns ein Fehler-Festival und einen erneuten Overtime-Krimi:
In Foxboro hatte man ursprünglich gedacht, dass die Texans eine harte Nuss werden, da sie über eine starke Defense verfügen. Da hat man aber noch nicht die Rechnung mit QB CJ Stroud gemacht, der gleich vier schmerzhafte Interceptions produzierte und damit sein Team in eine nicht lösbare Situation brachte. Los ging das Scoring mit dem 28-yd-TD-Pass von Drake Maye auf DeMario Douglas zur 7:0-Führung der Pats, die Houston durch ein 25-yd-FG von Ka’imi Fairbairn und einen 10-yd-TD-Pass von Stroud auf Christian Kirk zunächst in eine eigene 10:7-Führung drehte. New England musste anschließend zwar recht zügig punten, es folgte aber ein 26-yd-Interception-Return-TD von Marcus Jones zum 14:10, kurz vor der Halbzeit sorgte Stefon Diggs nach einem 7-yd-TD-Pass von Maye gar für einen 21:10-Vorsprung der Gastgeber. In Hälfte zwei sollten die beiden Offensive-Lines auch nicht gerade glänzen: Während die Texans sich mit zwei weiteren Fairbairn-Field Goals (25yds, 51yds) zumindest bis auf 16:21 herankämpften sahen wir mehr verlorene Fumbles und Punts als attraktive Offensiv-Aktionen. Und so war die Spannung raus als Drake Maye seinen dritten Pass-TD des Spiels auf Kayshon Boutte (32-yd-Pass) früh im Schlussviertel warf. Die Pats machen nicht mehr als nötig und schlagen die Texans souverän mit 28:16 und ziehen damit ins AFC Championship Game ein wo bereits die Broncos warten.
Ohne den AFC-Teams zu nahe treten zu wollen ruhen die Hoffnungen auf den NFC-Teams, wenn man gut unterhalten werden will. Im Soldier Field sollte sich eine deutlich spannendere Partie entwickeln. Den besseren Start in das letzte Spiel des Wochenendes fanden die Rams, die durch den 4-yd-Rush-TD von Kyren Williams mit 7:0 in Führung gingen. Es sollte dann bis zum zweiten Viertel dauern bis auch die Gastgeber Einträge in der Boxscore vornahmen: Erst glich DJ Moore nach einem 3-yd-TD-Pass von Caleb Williams zum 7:7 aus, später folgte noch ein 48-yd-FG von Cairo Santos, das die Rams aber ihrerseits mit einem Last-Second-32-yd-FG von Harrison Mevis zum 10:10-Halbzeitstand ausgleichen konnten. Nach einem dritten Viertel ohne Punkte war es früh im Schlussabschnitt wieder Kyren Williams, der mit einem 5-yd-Rush-TD die Gäste aus Los Angeles mit 17:10 in Führung brachte. Und dann nahm das Drama irgendwie seinen Lauf: Die Bears wurden im folgenden Drive an der LAR 2 mit einem ausgespielten und vergebenen Fourth Down gestoppt, die Rams schafften es anschließend nicht in Ballbesitz zu bleiben und so war pünktlich zur Two-Minute-Warning ein weiterer Punt notwendig. Schon kamen natürlich die Erinnerungen an die Comeback-Qualitäten von Chicago hoch und diese sollten noch ein weiteres Kapitel bekommen: 18 Sekunden vor dem Ende fand Caleb Williams seinen Tight End Cole Kmet für einen 14-yd-TD-Pass. Da man sich für den PAT und keine Two-Point-Conversion entschied und Santos verwandelte ging das Spiel nun mit einem 17:17 in die Overtime. In dieser erhielten die Rams als erstes die Möglichkeit zum scoren, die aber mit einem Three-and-Out verpuffte. Die Bears hatten im folgenden Drive große Mühe in die Hälfte der Rams zu kommen und genau als man das geschafft hatte warf Caleb Williams eine Interception. Nun bekamen also die Rams nochmal die Chance, sie arbeiteten sich nah an die Redzone heran und brachten ihren Kicker in eine gute Position: Mevis verwandelte seinen 42-yd-FG-Versuch und damit gewinnen die Rams bei den Bears mit 20:17. Los Angeles bucht damit das nächste West-Duell im NFC Championship Game in Seattle.
Die Ergebnisse der Divisional Round im Überblick:
AFC:
#6 Buffalo Bills @ #1 Denver Broncos 30:33 (OT)
#5 Houston Texans @ #2 New England Patriots 16:28
NFC:
#6 San Francisco 49ers @ #1 Seattle Seahawks 6:41
#5 Los Angeles Rams @ #2 Chicago Bears 20:17 (OT)
Damit ergeben sich folgende Conference Championship Games (25.01.2026):
#2 New England Patriots @ #1 Denver Broncos (AFC)
#5 Los Angeles Rams @ #1 Seattle Seahawks (NFC)
Die AFC bekommt diesmal den frühen Kickoff ab 21:00 Uhr, die NFC spielt dann ab 00:30 Uhr ihren Champion aus.
Abseits der Playoffs:
Die Bills haben nach neun Seasons ihren Headcoach Sean McDermott entlassen. Buffalo scheiterte an diesem Wochenende bereits zum vierten Mal in den letzten fünf Jahren in der Divisional Round und erreichte nur zweimal das AFC Championship Game (in dem man jeweils den Chiefs unterlag).