Der wohl spannendste Markt in der EU ist wohl Spanien, finde ich. Der BEV-Anteil bei den Neuzulassungen liegt erst bei 8,5 % aktuell, und das nach einem Wachstum von 86,6 % YoY auf 99.680 per Ende November. Und spannend ist er, weil er offenbar von BYD als Vorzeigemarkt auserkoren wurde, um zu zeigen, was geht in Europa bei aggressiver Preispolitik. Die Chinesen liegen im Ranking auf 2 und attackieren den Platzhirsch Tesla massiv. Der VW-Konzern wiederum verlor seinen 3. Platz aus 2024, weil er seinen Marktanteil zwar verteidigen, aber nicht steigern konnte. Tesla hat rund 10,7 % beim Marktanteil verloren, was sich auch im sehr geringen Wachstum niederschlägt. Im Dezember müsste Tesla rund 2.400 Fahrzeuge dort zulassen, um die Zahlen von 2024 zu erreichen. Hier das Ranking der Konzerne und der Modelle:
In Deutschland wächst der BEV-Markt weiter sehr dynamisch: im November wurden 55.741 BEV neu zugelassen, was einer Steigerung von 58,5 % gegenüber Nov. 2024 bedeutet. Der BEV-Anteil an den Gesamtzulassungen lag bei 22,2 %. Hier das Ranking der Antriebsarten:
Hybride (ohne PHEV) 28,3 %
Benzin 24,4 %, 21,1 % weniger als im Vergleichsmonat
Die Lithium-Gewinnung in Deutschland nimmt Fahrt auf. Vulcan-Energy, ein deutsch-australisches Unternehmen mit Sitz in Frankfurt/Höchst, hat jetzt 2,2 Mrd. Euro mobilisiert, um nach der Pilotphase den Bau der Anlagen für die industrielle Fertigung zu starten. Die Investoren sind private, institutionelle und staatliche Akteure. Allein der neu gegründete Rohstofffonds der Bundesregierung investiert bis zu 150 Millionen Euro in die Umsetzung des Projekts.
Die Gewinnungvon Lithiumhydroxidmonohydrat (LHM) erfolgt aus thermischer Sole im Oberrheintal am Standort Landau mit einer Kapazität von 24.000 Tonnen pro Jahr. Diese Menge reicht für ca. 500.000 Batterien für Elektrofahrzeuge, lt. Angaben. Die Weiterverarbeitung des Stoffes erfolgt am Standort Höchst.
Im Oktober wurden weltweit 1,9 Mio Elektroautos registriert, davon 1,3 Mio BEV und 600.000 PHEV. Dies vor dem Hintergrund des flauen US-Marktes und dem schwachen Zuwachs des Marktes in China (+ 7 %), was vor allem den schwachen PHEV-Verkäufen dort (- 11 %) geschuldet ist.
BEV erreichten 19 % Anteil weltweit im Oktober, für das ganze bisherige Jahr 2025 sind es 17 %.
Bei den BEV führt das Model Y das Ranking an mit 841.293, das Model 3 folgt mit 412.630. Auf Platz 10 liegt der XPeng Mona M03 mit 148.121, auf Platz 12 der VW ID.4 mit 141.625.
Bei den Konzernen sieht es in diesem Jahr bei den BEV bislang so aus (Marktanteile in %)
Norwegen lockert seine Steuerpolitik bei E-Autos ein wenig. Bislang waren E-Autos bis zu einer Preisgrenze von 500.000 Kronen (rund 42.600 EUR) von der Mwst. (25 %) befreit. Diese Grenze fällt ab 01.01.2026 auf 300.000 Kronen (rund 25.500 EUR). Diese Regelung bleibt. Ab 2027 sollte dann die Befreiung komplett gestrichen werden. Jetzt wurde beschlossen, auch in 2027 eine Befreiung zu regeln, wobei allerdings die Grenze bei 150.000 Kronen (rund 12.600 EUR) gesetzt wurde. Grund: Bis dahin werden preiswertere BEV auf dem Markt sein, und diese Regelung würde dann auch Geringverdienern den Kauf eines Elektroautos ermöglichen. Ab 2028 soll dann die Befreiung ganz entfallen.