Unwetter-Thread

Heftiger Regen

Ganz normaler Regen.

Pieselregen

Schüttet schon ordentlich zwischendurch hier.
Als Unwetter würde ich das aber nicht bezeichnen.

Nina Warn App meldet sich mal wieder

Gestern kam nicht viel an. Himmel nun aber übel.

Hier nur leichter Wind. Bleiben weiterhin verschont wohl.

:frowning:

„Unwetter“ ist vielleicht nicht der passende Begriff, aber ich poste es mal hier:

Auf Jamaica kommen potenziell katastrophale Tage zu: Der derzeit noch als Tropical Storm eingestufte Sturm namens Melissa zieht laut aktuellen Prognosen des NHC extrem langsam in westlicher Richtung unmittelbar südlich an der Insel entlang um sie dann mittig als Major Hurricane zu treffen und zu überqueren. Anschließend soll die Zugbahn über den östlichen Teils Kubas (ebenfalls als Major Hurricane) führen, später dann als Hurricane über die südöstlichen Bahamas.

Das europäische Modell ECMWF prognostiziert den Landfall auf Jamaica für den Montagnachmittag (Ortszeit) mit Spitzenwindböen bei etwa 230 km/h. Die KI-Variante sieht eine etwas östlicher laufende Zugbahn, aber mit noch höheren Windgeschwindigkeiten (bis an die 270 km/h).

Die aktuelle atlantische Hurricane Season (die noch bis zum 30. November andauert) fällt damit auf, dass sie nicht eine enorm große Anzahl von Stürmen produziert hat, aber dafür viele starke, die bislang zum Glück meistens Fish-Storms blieben (also irgendwo mitten im Atlantik entlangzogen). Es fiel dazu auf, dass diese Systeme sich bedingt durch die klimatischen Bedingungen in Rekordgeschwindigkeit verstärkten. Melissa wird voraussichtlich schon der vierte Major Hurricane, zweimal erreichten die Systeme in diesem Jahr schon die höchste Kategorie (im Schnitt gab es zwischen 1991 und 2020 im Schnitt zwei Major Hurricanes pro Season).

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Das NHC wird nun in seinen Meldungen sehr deutlich:

In seinem neuesten Public Advisory warnt man durch die langsame Zugbahn (nein, Hurricanes rasen nicht wie uns diverse Medien immer wieder weismachen wollen) vor tagelangen Phasen mit Winden mit Zerstörungspotenzial und starken Regenfällen, die katastrophale Sturzfluten, zahlreiche Erdrutsche, massive Infrastrukturschäden, lang anhaltende Strom- und Kommunikationsausfällen sowie möglicherweise eine längere Isolation von Ortschaften zur Folge haben können. Entlang der Südküste von Jamaica wird eine lebensbedrohliche Sturzflut erwartet.

Ebenfalls immer stärker in den Fokus rutscht die westliche Seite von Hispaniola, also Haiti, auch die Dominikanische Republik wird die Auswirkungen von Melissa zu spüren bekommen. Hier sind es hauptsächlich die Unmengen an Regen (siehe das zweite Bild unten), aber - je nach Zugbahn des Sturms - auch die Winde (siehe das dritte Bild unten).

Das sieht alles nach einer totalen Katastrophe aus:

[Image of rainfall potential]

750 Liter pro m2? Verrückte Welt…

„Melissa“ hat sich mittlerweile zu einem Cat4-Hurricane verstärkt, es wird nicht ausgeschlossen, dass noch die höchste Stufe 5 erreicht wird. Das NHC warnt für seine Verhältnisse äußerst direkt vor diesem System, auf Jamaica solle man unverzüglich Schutz suchen. Ebenfalls betroffen sind Haiti und auch die Dominikanische Republik in der die ersten Bänder des Hurricanes schon gestern starke Überflutungen verursachten. Für das östliche Kuba wurde mittlerweile eine Hurricane Watch ausgegeben.

Das wird mindestens für Jamaica eine Katastrophe mit historischen Ausmaßen. :frowning:

[Image of rainfall potential]

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Ist jetzt hochgestuft auf 5 :scream:

Der NHC hat wie erwartet „Melissa“ heute auf die höchste Stufe hochgesetzt, der Sturm hat nun Windgeschwindigkeiten von 270 km/h mit möglichen noch höheren Spitzenböen. Hurricane-Winde reichen laut dem NHC bis zu 45km entfernt vom Zentrum des Systems, Tropical Storm-Winde gar bis zu 315km. Der letzte Flug eines Hurricane Hunters hat zudem einen minimalen Luftdruck von 908mb ermittelt - ein neuer Rekord für einen Hurricane zu solch einem späten Zeitpunkt im Jahr im Atlantik.

Das NHC hat mittlerweile eine Hurricane Warning für den Osten Kubas und eine Hurricane Watch für die südöstlichen Bahamas sowie die Turks&Caicos-Inseln verhängt. Haiti steht unverändert unter einer Tropical Storm-Warning, dazu kommen auch noch Teile von Kuba. In der aktuell prognostizierten Zugbahn von „Melissa“ taucht derzeit auch noch Bermuda auf.

[Image of rainfall potential]

„Melissa“ hat sich laut dem aktuellsten Bericht des NHC nochmals verstärkt, man schreibt nun von Windgeschwindigkeiten von unfassbaren 280 km/h, in höheren Lagen wie dem Gebirge auf Jamaica könnte es Windböen bis zu 425 km/h geben. Hinzu kommen mehr als sintflutartige Mengen von Regen (im gesamten Zeitraum sind in einigen Regionen mehr als 1000mm möglich) und eine Storm-Surge, die an der Südküste um die vier Meter Höhe betragen kann.

Das NHC schreibt in seinen Key-Messages u.a. folgendes: Man solle sich in der sicheren Unterkunft aufhalten und keinesfalls nach draußen gehen. Innerhalb der Eyewall ist ein totales Strukturversagen wahrscheinlich, in höheren Lagen und auf der Luv-Seite von Bergen können die Windgeschwindigkeiten bis zu 30% stärker ausfallen.

Letzteres heißt also: Selbst wenn sie der Hurricane insgesamt etwas abschwächt und z.B. in Cat4 zurückgestuft wird gibt es Orte wo Cat5-Windstärken auftreten werden.

Mittlerweile hat der Wetterdienst der Bahamas eine Hurricane Warning für die zentralen und südöstlichen Inseln ausgerufen, für die Turks&Caicos-Inseln gibt es eine Tropical Storm Warning. Laut dem aktuellen Forecast erreicht das System am Dienstag Jamaica, am frühen Mittwochmorgen das östliche Kuba und zieht bis in den Donnerstag hinein über die Bahamas weiter nach Nordosten, noch am späten Donnerstagabend könnte Bermuda betroffen sein (alles Ortszeiten).

Man kann nur hoffen, dass sich alle rechtzeitig in Sicherheit bringen. Danke für dein Update.

Ich kann mich nicht anders ausdrücken: Die Katastrophe epischen Ausmaßes ist auf Jamaica angekommen.

„Melissa“ hat sich keinesfall „abgeschwächt“, sondern nochmals verstärkt: Das NHC hat im letzten Bericht Windgeschwindigkeiten von 295 km/h ausgewiesen, der Druck fiel auf 892mb, die Zugbahn ist nun Nord-Nord-Ost mit 15 km/h. „Melissa“ wird der damit stärkste Hurricane aller Zeiten im Atlantik, der auf Land treffen wird - genauso stark war bislang nur der sogenannte Labor Day Hurricane vor 90 Jahren auf den Florida Keys.

Und wo ich es schreibe meldet das NHC den Landfall:

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„Melissa“ hat Jamaica überquert und beging einen zweiten Landfall mitten in der Nacht als Cat3-Hurricane im Osten Kubas. Die Auswirkungen des Systems auf Jamaica sind noch nicht bekannt. Laut Angaben der Regierung sind 77% der Insel ohne Stromversorgung, viele Regionen sind derzeit nicht erreichbar - und das bei extremen Bedingungen (Temperaturen von über 30 Grad sind normal, aber durch den abgezogenen Hurricane und die Luftfeuchtigkeit liegt die gefühlte Temperatur noch viel höher). In Kuba sind in der südöstlichsten Region derzeit 140.000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten, sei es durch übergelaufene Flüsse oder blockierte Straßen.

Im aktuellsten Advisory meldet das NHC, dass „Melissa“ nun Kuba hinter sich gelassen hat und mit Windgeschwindigkeiten von 155 km/h in Richtung der Bahamas zieht. Die Zuggeschwindigkeit hat nun ein wenig zugenommen (22 km/h), der Luftdruck liegt bei 974mb. Es wird erwartet, dass sich das System über dem Wasser wieder etwas verstärkt bevor es die Bahamas erreicht. Da Bermuda weiterhin in der Zugbahn liegt wurde hier nun auch eine Hurricane Warning ausgegeben.

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Der Premierminister von Jamaica, Andrew Holness, hat auf X ein längeres Video mit erschütternden Bildern veröffentlicht. Er besuchte die am stärksten betroffene Region im Südwesten der Insel wo nahezu alles zerstört wurde. Was für eine furchtbare Katastrophe.

„Melissa“ hat mittlerweile die Bahamas hinter sich gelassen und zieht laut dem neuesten Advisory des NHC mit Windgeschwindigkeiten um 165 km/h in Richtung Bermuda, das weiterhin unter einer Hurricane Warning steht. die Zuggeschwindigkeit hat verhältnismäßig enorm zugenommen (39 km/h) und wird weiterhin zunehmen, sodass Bermuda in der kommenden Nacht erreicht wird. Da sich das System im Vergleich zu den letzten Tagen vergrößert hat (Hurricane-Winde in einem Umkreis von 120km vom Center, Tropical Storm-Winde in einem Umkreis von 350km) können Bermuda starke Winde erreichen, obwohl der Center westlich vorbeiziehen dürfte.

In der Zugbahn des Systems liegt laut der derzeitigen Prognose nun auch Neufundland, dann aber als außertropischer Sturm.

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Erstes Gewitter hier