Regionalliga-Reform

Was haltet ihr von der Idee zweier Regionalligen?

Gab es nicht schon einmal eine 3 oder 4. Liga die zweigleisig war? Ganz früher gab es glaube sogar eine zweite Liga zweigleisig.

Insgesamt gesehen würden sich allein der Reisekosten wegen, aber sicherlich einige in einer Insolvenz wieder finden.

Regionalliga Nord und Süd damals als dritthöchste Spielklasse. :wink:

Aber bloß nicht so eine Einteilung. Das hat mich damals schon angekotzt, dass Thüringen mit zur Regionalliga Süd gehört hat, wir von jedem “Ostduell” abgekapselt waren und stattdessen nach Eschborn, Pfullendorf, Ansbach & Co. fahren durften.

So wird es dann aber kommen…anders ist das doch nicht möglich…

Man kann ja nicht alles haben und irgendwo müssen Kompromisse eingegangen werden , wenn man veränderungen will und ja grundsätzlich muss jeder Meister aufsteigen. Bin aber auch der meinung , das fünf Absteiger aus Liga 3 zu viel wären.

Ich wäre immernoch dafür drei Regionalligen zu machen und die Teilnehmer je nach aktueller Struktur aufzuteilen.

Die nördlichsten 18 in Nord, die südlichsten 18 in Süd und die übrigen 18 in die Mitte.

Also quasi drei Ab und drei Aufsteiger ? Wäre für mich ne gute Idee. Die Einteilung würde vermutlich auch da nicht jeden gefallen aber wie gesagt , willst du Veränderungen hier haben , musst du mMn kompromisse eingehen.

So wäre der Gedanke. Durch die flexible Aufteilung wäre das kein Problem und die Reisezeiten wären einigermaßen optimiert. Härtefälle wird es natürlich immer geben.

Sehe die regionale Aufteilung auch als sinnvoll an, würde aber wie die Himmelsrichtungen 4 Regionalligen nehmen, damit 4 Auf/Absteiger in der 3. Liga, denn der finanzielle Aufwand wird sonst bei den Reisekosten weder von den Fans noch von den Vereinen in der RL zu stemmen sein.

Bedeutet auch in der Süd und Westliga würde es ein Hauhen und stechen um die 36 oder 40 Plätze in beiden Ligen auf den bisher 3 Ligen geben, es sei denn man viertelt Deutschland für die Regionalligen und setzt die Linien aber um 45° nach rechts gedreht auf das gerade nach Nordsüd ausgerichtete Deutschand. Dann vermeidet man eine reine Ostliga und hätte Nordost, Ostsüd, Südwest und Westnord als Grenzmarkierungen. Dann müssten z.B. die Berliner nach Flensburg, Erfurt und Jena nach Bayern, Pforzheim nach Koblenz und Detmold nach Bremerhaven…

Also bei einer “Dreierlösung” könnte man doch einfach die Bundesländer aufteilen.

Voraussetzung, dass man Berlin mit zu Brandenburg und Hamburg und Bremen mit zu Niedersachsen zählt. Dann ist es doch einfach, da man dann 13 Bundesländer gerecht aufteilen kann. Je 4 bzw. im Osten 5.

Da hätten wir zum Beispiel Staffel 1: Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland.

Staffel 2: Hessen, NRW, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

Staffel 3: Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen.

Von den Wegstrecken her kaum Unterschied. Darauf könnte man sich einlassen.

Aber ich bin immer noch für eine Viererlösung, da ich es nach wie vor als Witz empfinde, dass Bayern eine eigene Regionalliga hat. Die muss man zerschlagen. Da soll Franken halt mit in die Nordost und der Rest Bayerns mit in die Südwest. Das müsste Bayern eigentlich feiern, weil dann ja theoretisch sogar zwei anstatt ein bayrischer Verein aufsteigen könnte/n. Beispielsweise Würzburg in der Nordost und Unterhaching in der Südwest.

Bei deiner 3er- Lösung kommt 100% der Vorwurf “Ossi-Liga” oder dergleichen.

Und die Wegstrecke vom äußersten Zipfel MeckPom bis zur Grenze der Südliga ist für “Dorfvereine” u.U. sehr wohl ein KO-Kriterium. Gleiches gilt für die Strecke Schleswig Holstein/ Dänemark bis zur Landesgrenze zur NRW/ Baden-Württemberg / Rheinland-Pfalz :scream:

Es gibt halt in jeder ( der bisherigen) Regionalliga Vereine, für die eben diese eigentlich ne Nummer zu groß ist. Und für die, die Liga darunter zu klein.

Hat bisher leider oft dazu geführt, dass sportliche Aufsteiger aus finanziellen Gründen verzichtet haben und dafür Vereine mit’m Sugatdaddy für ein Jahr hoch sind und das Abenteuer Regionalliga bitter bezahlt haben: sportlich und/ oder finanziell ( auch die mit Mäzen, der plötzlich feststellen mußte, daß das eigene Konto doch nicht so dick war bzw der Bedarf (viel) höher als erwartet).

Genau das würde ich nicht gut finden, wenn man sich Deutschland einfach mal in den Grenzen von 1989 denkt: die ehemalige ‘DDR’ gemeindet ‘West-Berlin’ ein und die ehemalige Bundesrepublik wäre zweigeteilt.

Ich fände es spannender wenn die Schleswig-Holsteiner bis nach Brandenburg oder die Bayern nach Sachsen kommen würden und natürlich auch jeweils umgekehrt!

Ich gebe zu eine wirtschaftliche Gefahr sehe ich schon. Wenn wir mal unterstellen, dass die Regionen Südost-Deutschlands bzw. Nordost-Deutschlands in den ehemaligen Ostgebieten wirtschaftlich schwächer ist, könnte es sein dass sich langfristig die reicheren Regionen mit ihren Clubs gegen die ärmeren Regionen durchsetzen, so wie wir es in der Bundesliga ja seit Jahren leider erleben. Das muss auf alle Fälle verhindert werden!

Mit 2:16 in der Bundesliga, 3:15 in der 2. Bundesliga und 3:17 in der 3. Liga sind die Clubs aus der ehemaligen DDR inkl. West-Berlins deutlich unterrepräsentiert.

Es geht auch um Attraktivität. Die Regionalliga ist das Bindeglied zwischen Profi- und Amateurfußball.

In der Regionalliga Nordost arbeiten fast die Hälfte aller Vereine unter Profifußball-Bedingungen inkl. zertifizierter Nachwuchsleistungszentren. Das gibt es in keiner anderen Regionalliga.

Alleine in Thüringen sind die NLZ von Jena und Erfurt besser zertifiziert, im Vergleich zu einigen NLZ von Zweitligisten, erst recht im Vergleich zu vielen Drittligisten.

Man muss uns nur mal von der Leine lassen. Ein Problem, was mit meinen 36 Jahren schon mindestens genauso lange besteht.

Wir hatten ja erst kürzlich das Thema mit den Zuschauerschnitten. Erfurt und Jena führen die Schnitte aller Regionalligen an, gefolgt von anderen Nordost-Vertretern. Mit weitem Abstand.

Was ich damit sagen möchte: Die Regionalliga Nordost ist ein Vorzeigeobjekt für Viertligafußball. Auf die Attraktivität bezogen. Ich sehe da kaum Vergleiche innerhalb Europas. In England können sie vielleicht mithalten, aber da ist die 4. Liga eine Profiliga mit ganz anderen Geldern.

Die Liga ist aber bei euch nunmal nur so attraktiv, weil ihr in den Profiligen eben kaum Vereine vertreten habt, weil eure “großen” Vorzeigevereine es nicht wirklich gebacken bekommen, nach oben hin was zu reißen. Das muss man leider auch so aussprechen. Wäre das in dem Ballungsgebiet anders, dann wären die Zuschauerzahlen eben auch anders.

Und am Ende entscheidet eben nicht wer die meisten Zuschauer hat, sondern die Leistung auf dem Platz.

Das große Problem ist, dass sich jeder Veränderung wünscht, aber keiner, wirklich keiner der Beteiligten ist zu Kompromissen bereit, außer es trifft nur den jeweils Anderen. Daher wird sich so schnell nichts an der Situation ändern und man ist komplett selbst dran Schuld.

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Mit den Vorzeige NLZ in der Region und dem Zuschauerzuspruch gebe ich dir Recht, das müsste sportlich aber auch dazu führen, dass die Talente bis zum x.ten Lebensjahr in den Vereinen bleiben und nicht des Geldes wegen in den Westen weg machen…. Hier wäre mMn eine Reform der Ausbildungsentschädigung nötig mit deutlich höheren Ablösen und auch ein höheres Engagement der lokalen Arbeitgeber um die gesamte Region wettbewerbsfähiger zu machen…

Ich habe eben mal zum Spaß Deutschland viergeteilt, allerdings nicht in nordsüd und ostwest sondern in südost zu südwest und nordwest zu südost. Der Mittelpunkt liegt in West-Thüringen.

Im östlichen Viertel wäre alles südlich von Henningsdorf auf Rügen bis knapp an Magdeburg ran, Saalfeld, Hof, Plauen, Weiden Cham und Passau kämen auch dazu. Es wäre das kleinste Viertel, da die westliche Tschechei Platz wegnimmt aber mit weiterhin allen Vereinen der jetzigen RL NO.

Der nordwestliche-nordöstliche Teil würde von Norderney und westlich von Henningsdorf über Magedeburg und östlich von Göttingen und Hameln alles beinhalten.

Das südöstliche bis südwestliche Viertel würde durch Mannheim, Aschaffenburg und Landau im Westen bis Weiden und östlich von Passau alles beinhaltenen, also auch Suhl und Eisenach. Im Grunde wäre das Baden-Württemberg und Bayern mit einem Zipfel Hessen und Thüringen.

Bleibt noch das westliche Viertel, das wesentlich aus Rheinlandpfalz, Saarland, Hessen, NRW, Teilen von Niedersachsen und West-Thüringen bestehen würde.

Der Kampf um die RL-Plätze wäre im südlichen und westlichen Teil am höchsten aufgrund der Vielzahl der ansässigen Vereine

Würde man Deutschland waagerecht und senkrecht teilen, müssten Vereine aus Dresden, Erfurt, Jena und Chemnitz nach Bayern, die Nordsüdlinie ginge durch Hildesheim genau an der Landesgrenze B-W/Bayern entlang. Alles nördlich von Görlitz bzw. Mönchengladbach wäre nördlichen Viertel mit dabei…

Die Ansätze hier zeigen, wie schwer es sein wird eine Lösung zu finden, mit der viele (und ganz sicher nicht alle) zufrieden sein können. Persönlich glaube ich nicht daran…

Jeder wird Pro und Kontra haben, natürlich. Mir ist schon klar, dass im Südwesten ganz anders argumentiert wird, wie im Nordosten. Und in Bayern argumentieren sie gleich ganz anders.

Aber es ist ein Zeichen an den DFB, dass sich der Initiative “Aufstiegsreform” der Nordost-Staffel mittlerweile bundesweit Vereine angeschlossen haben. Darunter auch bedeutende Vereine wie Schalke 04 oder Holstein Kiel, denen das ja komplett Wurscht sein könnte.

Die Ungerechtigkeit ist nicht abzustreiten. Eine Lösung muss her, auch wenn ich befürchte, dass es wie immer zu Lasten der Nordost-Staffel gehen wird. Jede Wette. Seitdem ich zum Fußball gehe (1996), sind die “Neuen” Bundesländer benachteiligt. Das ist nicht abzustreiten.

Natürlich kann man darüber diskutieren. Union Berlin ist das Paradebeispiel und der Stolz des Ostens. Magdeburg hat so viel Potenzial - und sie waren so nah dran.

Dynamo Dresden müsste eigentlich dauerhaft Bundesliga spielen, weil die so unfassbar krank sind. Da rennen viele Deppen herum, ja, aber die würden auch Donnerstags in der Europa League mit 20.000 nach Griechenland fahren, selbst wenn 12:00 Uhr Anstoß wäre.

Alles andere hat so viel mit der Wirtschaft zu tun. Hier gibt es keine börsennotierten Unternehmen, die investierten. Aber es gibt große Unternehmen, die sich hier ansiedeln und keinen Cent in die Region, auch in den Sport, investieren.

Wenn ich alleine Erfurt nehme: Dort gibt es Zalando, Amazon, Ibykus, ZF, X-Fab, CATL, Bauerfeind, MDC Power, Carl Zeiss, Jenoptik, Bosch… kein Mensch gibt einen Cent an Rot-Weiß.

Mich kotzt das alles nur noch an.

Und zu den Nachwuchsleistungszentren von Erfurt und Jena muss man ja sagen, dass daraus mehrere Nationalspieler hervor gegangen sind.

Wie soll man solche Spieler halten? Bestes Beispiel Cabral. Vor 4 Jahren noch bei Rot-Weiß in der Oberliga gespielt, vor 2 Jahren in der Regionalliga bei Rot-Weiß.

Der Kerl wechselt jetzt zu Mourinho zu Benfica und spielt Champions League.

Carl Zeiss und Jenoptik kannst du getrost aus deiner Liste streichen. Die Gründe dürften bekannt sein. :wink:

Die beiden Insolvenzen von Rot Weiß dürften bei den Investoren aber auch eine Rolle spielen.