Was für ein wilder Ritt war das am Freitag bitte? Diese erste Playoff-Runde macht wirklich Werbung für die NBA was Spannung und Drama betrifft.
In Orlando kämpfte der Top-Seed des Ostens aus Detroit um das vorzeitige Saison-Aus und man bekam schnell den Eindruck, dass dies nicht mehr zu verhindern ist. Die Magic dominierten das zweite Viertel (35:11) auf ganzer Linie und führten im dritten Viertel mit 24 Punkten Vorsprung, sodass ein Game 7 schon fest eingeplant wurde. Dann folgte aber ein Einbruch mit historischem Ausmaß: Zunächst einmal konnten die Pistons mit einem 16:9-Run den Rückstand etwas verringern, dann folgte ein satter 26:1-Run bei dem man in rund elf Spielminuten nur einen Freiwurf zuließ und die Partie in eine 80:72-Führung drehte. Die vollkommen geplätteten Magic fanden darauf keine Antwort mehr, sie wurden stattdessen in Hälfte zwei letztendlich mit einem 19:55 förmlich überrannt und mussten eine weitere 79:93-Heimniederlage hinnehmen. Detroit wehrt damit also auch den zweiten Matchball ab und erzwingt ein entscheidendes Game 7 auf eigenem Parkett. Aus deutscher Sicht: Tristan da Silva mit zehn Punkten (4-9 FG, 2-4 3P) und sechs Rebounds in 23 Minuten für die Magic, Moritz Wagner wurde nicht von den Magic eingesetzt und Franz Wagner fehlte wie erwähnt Orlando verletzungsbedingt.
Eine andere Art von Drama gab es in Toronto, wo die Raptors auf eigenem Parkett unbedingt das vorzeitige Aus verhindern wollten. Nach rund eineinhalb eng geführten Vierteln schaffte es Toronto sich bis zur Halbzeit (61:51) zweistellig abzusetzen und verwaltete diesen Vorsprung eine ganze Weile. Im Schlussabschnitt brachen die Raptors aber ein: Durch einen 12:2-Run kämpften sich die Cavs in die Partie zurück und ermöglichten damit eine spannende Crunchtime. Beide Teams vergaben in dieser Crunchtime gleich mehrere Chancen sich in eine bessere Position zu bringen, letztendlich wurde ein Shot-Clock-Turnover den Raptors zum Verhängnis, denn statt nach einem eigenen Offensiv-Rebound den Vorsprung auszubauen glich auf der Gegenseite Evan Mobley aus, ein Game-Winner fiel dann nicht mehr. In der Overtime ging es dann genauso weiter, die Schlussminute in Kurzfassung: Vergebener Dreier von Harden, Offensiv-Rebound und Turnover von Mobley, Block von Mitchell gegen Murray-Boyles, vergebener Floater von Walter nach Offensiv-Rebound der Raptors, Jumper von Mitchell zum 110:108 für die Cavs, Shead verwandelt nur einen von zwei Freiwürfen für die Raptors zum 109:110, Mobley verliert erneut den Ball und Barrett versenkt mit 1,2 Sekunden auf der Uhr den Game-Winner von Downtown. Die Raptors setzen die Serie von Heimsiegen mit einem 112:110 nach Overtime gegen die Cavs durch womit auch hier ein Game 7 erzwungen wurde. Aus deutscher Sicht: Dennis Schröder für die Cavs in 16 Minuten mit sieben Punkten (0-4 FG, 0-1 3P, 7-8 FT), einem Assist und zwei Steals.
In Houston hatten wir einen Mix aus beiden Ausgangssituationen: Die Rockets haben schon zwei Matchbälle abgewehrt und wollten nun auf eigenem Parkett ein Game 7 erzwingen. Doch ein drittes Mal hintereinander ließen sich die Lakers nicht überrumpeln, im Gegenteil: Mit einem 27:3-Run in der ersten Hälfte setzten sich die Gäste aus Los Angeles bis auf 19 Zähler ab. Im Gegensatz zu den Pistons gelang Houston kein Comeback mehr, stattdessen zerschellte die Offense der Rockets immer wieder am Gegner, sodass man ausgerechnet in diesem Spiel einen Saison-Negativrekord für erzielte Punkte aufstellte. Die Lakers verhindern also mit einem 98:78-Auswärtssieg ein Game 7, schaffen im dritten Anlauf den ersehnten vierten Sieg und ziehen nun in die West Semis ein wo bereits die Thunder warten. Aus deutscher Sicht: Keine Einsatzzeit für Maxi Kleber für die Lakers.
Also wenn man mich vor zwei Wochen gefragt hätte in welcher Serie ich den größten Favoriten sehe, dann hätte ich an zweiter Stelle (nach OKC-PHX) wohl mit ziemlicher Sicherheit diese genannt: Die Celtics waren mit einer 3-1-Führung ohne größere Umwege kurz davor in die East Semis einzuziehen bis die Sixers erst in Boston gewannen und zuletzt mit einem Heimsieg ein Game 7 erzwangen was am gestrigen Samstag anstand. Die Celtics mussten ohne den verletzten Jayson Tatum antreten und das schienen die Sixers komplett ausnutzen zu wollen: Wie schon mehrfach erwähnt fehlten ihnen verletzungsbedingt immer wieder Schlüsselspieler, die nun aber alle mit an Bord waren - insbesondere ein unermüdlicher Joel Embiid (34P/12R). So fing Philly die Partie sehr stark an und führte nach dem ersten Viertel (32:19) sogar zweistellig. Nachdem das zweite Viertel für die Celtics etwas besser lief und es wieder enger wurde kam aber im dritten Viertel wieder die passende Antwort der Gäste deren Führung bis auf 18 Punkte anwuchs. Doch wieder ließen sich die Gastgeber nicht davon beeindrucken, stattdessen legte man einen 18:4-Run auf und kam wieder pünktlich zur Crunchtime bis auf einen Zähler heran. Die letzten rund vier Minuten waren dann schwere Kost für Liebhaber des offensiven Basketballs, denn den Celtics wollte offensiv danach bis auf zwei Freiwürfe von Queta und einen Pritchard-Jumper nichts mehr gelingen. Stattdessen konnten sich die Sixers in dieser entscheidenden Phase auf Tyrese Maxey (acht Punkte in der Crunchtime) verlassen, kurz vor dem Ende behielt auch Rookie VJ Edgecombe bei zwei Freiwürfen die Nerven und die Partie war endgültig entschieden. Die Sixers landen einen 109:100-Auswärtssieg in Boston und drehten damit erstmals in ihrer Franchise-Geschichte in einer best-of-seven-Serie einen 1-3-Rückstand noch in einen Sieg (sie sind das 14. Team dem dies in der NBA-Geschichte gelang). Dazu ist es erst der zweite Auswärtssieg für die Sixers in einem Game 7 (inklusive der Zeit als Syracuse Nationals), der einzige andere Sieg in solch einem Spiel war 1982 in - natürlich - Boston. Die Sixers treffen nun in den East Semis auf die Knicks und damit erneut ein Team aus der eigenen Atlantic Division.
Ergebnis vom Samstag: #7 PHILADELPHIA 76ers @ #2 Boston Celtics 109:100
PHI: Embiid 34P/12R/6A, Maxey 30P/11R/7A, Edgecombe 23P/6R/4A (5-11 3P)
BOS: Brown 33P/9R/4A, White 26P/6R/4A/3B (5-16 3P), Queta 17P/12R Playoff-Endstand:PHI wins 4-3
Am heutigen Sonntag schließen wir nicht nur die Spielwoche, sondern nun auch definitiv die erste Playoff-Runde ab, denn heute verdoppelt man die Anzahl von Game 7s:
Den Anfang machen zur europäischen Late-Primetime die Pistons und die Magic. Orlando führte hier schon mit 3-1, vergab ohne den verletzten Franz Wagner (der auch heute schmerzlich gerade in der Defense gegen Cade Cunningham fehlen wird) zwei Matchbälle und will nun den Upset im dritten Anlauf schaffen. Diesmal muss man allerdings wieder in Detroit ran, wo die Pistons zuletzt zweimal die Oberhand behielten. Die Frage ist auch wie man diesen epischen Einbruch aus Game 6 verarbeitet hat.
In der Nacht ab 01:30 Uhr stehen sich dann auch die Cavs und die Raptors zum siebten Mal gegenüber. Sechsmal gewann in dieser Serie bislang das Heimteam, also gute Voraussetzungen für Dennis Schröder und Cleveland oder triumphiert dann doch Toronto erstmals auf fremdem Parkett? Sky überträgt beide Spiele live.
Vorschau auf Sonntag (alle Zeiten MESZ):
21:30 Uhr: #8 Orlando Magic @ #1 Detroit Pistons (East Quarters Game 7, 3-3)
01:30 Uhr: #5 Toronto Raptors @ #4 Cleveland Cavaliers (East Quarters Game 7, 3-3)
In Detroit lieferten sich die Magic mit Alleinunterhalter Paolo Banchero (38P/9R/6A) zunächst mit den Pistons eine enge Partie in der sich kein Team wirklich absetzen konnte, zwölf Führungswechsel gab es in Hälfte eins. Aber das war nur so lange der Fall bis Tobias Harris übernahm: Der Forward scorte in den letzten zweieinhalb Minuten des zweiten Viertels elf Punkte und war damit ausschlaggebend für einen 15:4-Run mit dem sich die Pistons zur Pause (60:49) zweistellig absetzten. In Hälfte zwei fanden die Magic keine Antwort darauf, im Gegenteil: Mit einem 11:2-Run in den ersten rund fünf Minuten des dritten Viertels bauten die Pistons ihren Vorsprung noch weiter aus (71:51) und verwalteten diesen anschließend souverän bis zum Ende und dem 116:94-Heimsieg mit dem man die East Semis erreicht. Die Pistons sind nach den Sixers also das zweite Team in dieser Postseason, das einen 1-3-Rückstand noch in einen Series-Win dreht - für Detroit ist es der erste Sieg in einer Playoff-Serie seit 18 Jahren als man 2008 - genau - die Magic schlug. Und die Magic? Sie vermissten den verletzt fehlenden Franz Wagner schmerzhaft (0-3 seit seiner Verletzung in Game 4) und müssen sich nun laut ESPN’s Shams Charania auch nach einem neuen Headcoach umsehen, denn Jamahl Mosley wurde nach fünf Jahren in Orlando heute wohl gefeuert. Aus deutscher Sicht: Moritz Wagner mit fünf Punkten (1-3 FG, 1-1 3P, 2-2 FT) und zwei Rebounds in zehn Minuten sowie Tristan da Silva ohne Zähler (0-1 3P) in acht Minuten jeweils für die Magic.
Der Kontrahent der Pistons in den East Semis wurde anschließend in Cleveland ermittelt. Hier sah es über weite Strecken der ersten Hälfte danach aus als ob die Raptors die Serie von Heimsiegen durchbrechen könnten, denn gleich zweimal gelang es ihnen sich zweistellig abzusetzen. Die Cavs fanden aber genauso zweimal eine Antwort, sodass es mit einem 49:49-Gleichstand in die Pause ging. Im dritten Viertel änderte sich alles schlagartig: Die Cavs dominierten diesen Abschnitt fast nach Belieben (38:19) und ließen den Gästen aus Toronto keinerlei Chance mehr in die Partie zurückzukehren und um den Erhalt ihrer Season zu kämpfen. Am Ende gibt es also im siebten Spiel dieser Serie den siebten Heimsieg, sodass Cleveland durch ein 114:102 gegen die Raptors die East Semis erreicht. Aus deutscher Sicht: Dennis Schröder in 14 Minuten für die Cavs mit zwei Punkten (1-7 FG, 0-2 3P), einem Rebound und einem Assist.
Wir bekommen durch die vielen Erstrunden-Serien über die volle Distanz keine Pause, schon am heutigen Montag starten die beiden ersten Zweitrunden-Serien:
Im Osten treffen die #3 Knicks auf die #7 Sixers. Während die Knicks seit Freitag pausieren durften, weil man als einziges East-Team in sechs Spielen weiterkam waren die Sixers noch am Samstag aktiv und kommen mit einigem an Schwung aus dem überraschenden Series-Win gegen die Celtics. In der vier Spiele umfassenden Regular Season-Series gab es ausschließlich Auswärtssiege und somit ein 2-2, das letzte Aufeinandertreffen gab’s allerdings Mitte Februar kurz vor dem All-Star-Break. New York geht hier favorisiert in die Serie, aber nach den letzten zwei Wochen sollte Philly keinesfalls unterschätzt werden.
Im Westen beginnt die zweite Runde mit dem Heimspiel der Spurs gegen die T’wolves. San Antonio eliminierte Portland trotz zwischenzeitlichen Fehlens von Victor Wembanyama in fünf Partien und ist damit seit Mittwoch spielfrei gewesen, Minnesota hingegen kommt aus einer hitzigen Serie gegen die Nuggets aus der man einige Verletzungssorgen mitgebracht hat (DiVincenzo raus, Edwards ist zumindest questionable). Die Regular Season-Series ging mit 2-1 an die T’wolves, hier gab es ausschließlich Heimsiege, aber auch hier ist das letzte Duell schon lange her (Mitte Januar gab’s den Heimsieg für die Spurs). San Antonio ist in dieser Serie deutlich favorisiert.
Sky überträgt die beiden Series-Opener live.
Vorschau auf Montag (alle Zeiten MESZ):
02:00 Uhr: #7 Philadelphia 76ers @ #3 New York Knicks (East Semis Game 1, 0-0)
03:30 Uhr: #6 Minnesota Timberwolves @ #2 San Antonio Spurs (West Semis Game 1, 0-0)
Am Montag gab es zwei völlig unterschiedliche Spiele:
Wir erinnern uns noch daran, dass die Knicks die letzten beiden Spiele in der Serie mit 29 und mit 51 Punkten Differenz gewonnen haben, oder? Gut, denn New York machte im Series-Opener gegen die Sixers genau an dieser Stelle weiter. Gerade einmal etwas mehr als das halbe erste Viertel wurde das Spiel eng geführt bis die Knicks sich gegen die Sixers bis zur Halbzeit (74:51) schon vorentscheidend absetzten. Wer auf eine Antwort der Gäste aus Philadelphia gewartet hat wurde dann enttäuscht: Die Knicks dominierten das Duell auch in Hälfte zwei und fuhren am Ende einen 137:98-Blowout-Heimsieg zur 1-0-Führung in der Serie ein. Für die Statistik-Freunde: Die Knicks sind das erste Team der NBA-Geschichte, das drei aufeinander folgende Partien mit mindestens 25 Punkten Differenz gewann, dazu sind sie auch seit Beginn der Aufzeichnung der Play-by-Play-Statistiken vor 30 Jahren das erste Playoff-Team, das in drei aufeinander folgenden Spielen jeweils mit 30 Punkten in Führung lag. Aus deutscher Sicht: Ariel Hukporti mit fünf Punkten (2-2, 1-1 FT), neun Rebounds und zwei Blocks in 17 Minuten für die Knicks.
In San Antonio waren die Vorzeichen eigentlich klar: Die Spurs sind deutlich favorisiert und gerade im Series-Opener auf eigenem Parkett sollte nichts schiefgehen. Doch die Zuschauer bekamen etwas ganz anderes zu sehen: Während die T’wolves überraschend früh schon wieder auf Anthony Edwards zurückgreifen konnten lieferten sich die beiden Teams bis zur Mitte des Schlussviertels ein durchgehend enges Spiel (insgesamt gab’s in der Partie nicht weniger als 19 Führungswechsel) bis die T’wolves sich mit einem 11:0-Run etwas absetzten. Die Spurs kämpften sich aber danach durch gleich mehrere wichtige Offensiv-Rebounds von Julian Champagnie sowie einen kostspieligen Turnover von Edwards wieder heran, mit 30 Sekunden auf der Uhr versenkte Dylan Harper einen Dunk zum 102:104. Die T’wolves ließen nun sehr viel Zeit verstreichen, Julius Randle vergab aber den potenziellen Game-Winner wie Champagnie von Downtown aus auf der Gegenseite. Die T’wolves landen damit einen doch überraschenden 104:102-Auswärtssieg im Opener bei den Spurs und trotzen damit auch dem Triple-Double von Victor Wembanyama (11P/15R/5A/12B), der mit zwölf Blocks einen neuen NBA-Playoff-Rekord aufstellte (und erst der dritte Spieler seit der Erfassung von Blocks vor 53 Jahren, der mit Blocks ein Triple-Double in den Playoffs auflegte).
Ergebnisse vom Montag: #7 Philadelphia 76ers @ #3 New York Knicks 98:137
PHI: George 17P/3R/3A, Embiid 14P/4R
NYK: Brunson 35P/3A, Anunoby 18P/3R, Towns 17P/6R/6A, Bridges 17P/5A Playoff-Stand: NYK leads 1-0
#6 Minnesota Timberwolves @ #2 San Antonio Spurs 104:102
MIN: Randle 21P/10R, Edwards 18P/3R/3A, McDaniels 16P/5R, Shannon Jr. 16P/5R
SAS: Harper 18P/4R/4A, Castle 17P/5R/5A, Champagnie 17P/7R, Wembanyama 11P/15R/5A/12B Playoff-Stand: MIN leads 1-0
Am heutigen Dienstag gehen dann auch die beiden anderen Conference Semifinals los:
In Detroit treffen mit den Pistons und den Cavs die beiden Game 7-Gewinner vom Sonntag aufeinander. Während die Pistons nach einem 1-3-Rückstand noch die Magic eliminieren konnten lieferten sich die Cavs eine enge Serie mit den Raptors. Die Regular Season-Series endete mit einem 2-2-Tie (beide Teams mit jeweils einem Heim- und einem Auswärtssieg), das letzte Duell gab’s Anfang März (ein 113:109 für die Cavs in Detroit). Das Ganze hat durchaus Potenzial für die nächste lange Serie mit einer leichten Tendenz zu den Pistons dank ihrem Heimvorteil.
Im Westen steht eine Serie an, die so toll sein könnte, wenn alle Akteure fit wären. Während die Thunder auf Jalen Williams verzichten müssen ist es bei den Lakers unklar, ob Luka Doncic überhaupt in der Serie spielen kann. So wird es für die Lakers natürlich noch schwerer als es ohnehin schon ist. Die Lakers benötigten in der ersten Runde nach einer 3-0-Führung am Ende noch sechs Spiele um die Rockets zu schlagen, die Thunder komplettierten vor einer Woche den Sweep gegen die Suns. Apropos Sweep: In der Regular Season gewannen die Thunder alle vier Duelle gegen die Lakers, zwei davon fanden erst Anfang April statt (in dem ersten verletzte sich Doncic). Es wäre schon eine große Sensation, wenn die Thunder hier patzen, eher ist mit einer kurzen Serie zu rechnen.
Sky überträgt beide Partien live.
Vorschau auf Dienstag (alle Zeiten MESZ):
01:00 Uhr: #4 Cleveland Cavaliers @ #1 Detroit Pistons (East Semis Game 1, 0-0)
02:30 Uhr: #4 Los Angeles Lakers @ #1 Oklahoma City Thunder (West Semis Game 1, 0-0)
Die Pistons hatten ihren Series-Opener gegen die Cavs über weite Strecken der Partie unter Kontrolle, alleine schon weil man nach einem 11:0-Run im ersten Viertel schon mit 18 Punkten in Führung ging. Die Cavs kämpften sich dann allerdings Schritt für Schritt in die Partie zurück, im dritten Viertel verkürzte man den Rückstand schon auf drei Zähler. Als Detroit mit einem 8:0-Run früh im Schlussabschnitt den Vorsprung wieder in den zweistelligen Bereich brachte dachte jeder an eine Entscheidung, aber die Cavs ließen danach in fast vier Minuten keinen Punkt mehr zu und kamen zum 93:93-Ausgleich. Ab hier übernahmen aber wieder die Gastgeber, ein 10:1-Run war dann für Cleveland zu viel und somit gewannen die Pistons am Ende mit 111:101. Aus deutscher Sicht: Dennis Schröder in 16 Minuten mit neun Punkten (3-6 FG, 1-1 3P, 2-2 FT), einem Rebound und drei Assists für die Cavs.
In der letzten noch zu startenden Serie konnten die Lakers den Opener gegen die Thunder etwa ein Viertel offen halten bis die Thunder mit einem 10:0-Run früh im zweiten Abschnitt zweistellig in Führung gingen. Der Rest des Spiels ist kurz zusammengefasst: Die Lakers kamen zwei-dreimal noch etwas näher heran, aber immer genau dann fanden die Thunder die passende Antwort und setzten sich wieder ab. In Hälfte zwei ließen die Gastgeber in beiden Vierteln weniger als 20 Punkte zu, verwalteten ihren Vorsprung und schlugen die Lakers souverän mit 108:90. Aus deutscher Sicht: Isaiah Hartenstein mit acht Punkten (3-3 FG, 2-2 FT), neun Rebounds, vier Assists, einem Steal und einem Block in 25 Minuten für die Thunder, Maxi Kleber wurde von den Lakers nicht eingesetzt.
#4 Los Angeles Lakers @ #1 Oklahoma City Thunder 90:108
LAL: L. James 27P/4R/6A, Hachimura 18P, Ayton 10P/12R
OKC: Holmgren 24P/12R/3B, Gilgeous-Alexander 18P/3R/6A, Mitchell 18P/4A Playoff-Stand: OKC leads 1-0
Am heutigen Mittwoch gehen die ersten beiden Serien in ihr zweites Duell: Wie verarbeiten die Sixers den Blowout aus dem Opener bei den Knicks? Und können die T’wolves nach dem überraschenden Auftaktsieg nochmal die Spurs ins Stolpern bringen? In den USA sind das heute zwei ESPN-Spiele und somit gibt’s die Partien hierzulande exklusiv im League Pass.
Vorschau auf Mittwoch (alle Zeiten MESZ):
01:00 Uhr: #7 Philadelphia 76ers @ #3 New York Knicks (East Semis Game 2, 0-1)
03:30 Uhr: #6 Minnesota Timberwolves @ #2 San Antonio Spurs (West Semis Game 2, 1-0)
Nach einer Serie von Blowout-Siegen war das schon fast ein ungewohntes Bild: Die Knicks lieferten sich mit den Sixers ein enges und hart umkämpftes Duell was nicht weniger als 25 Führungswechsel (so viele wie seit elf Jahren nicht mehr in einem Playoff-Spiel, damals zwischen den Clippers und den Spurs) eindrucksvoll bestätigen. In der zweiten Hälfte des Schlussabschnitts gab’s dann die einzige etwas einseitigere Phase, die letztendlich auch entscheidend war: In rund vier Minuten ließen die Knicks keinen Punkt zu, konnten sich mit sechs Punkten in Führung bringen und fuhren am Ende einen 108:102-Heimsieg ein durch den man die Serie mit einem 2-0 nach Philly schickt. Ein Faktor sollte aber dringend bei diesem Spielverlauf beachtet werden: Die Sixers mussten in dieser Partie ohne den verletzten Joel Embiid auskommen - vielleicht ist das doch ein Hoffnungsschimmer für den Außenseiter? Aus deutscher Sicht: Ariel Hukporti mit zwei Punkten (1-3 FG) und drei Rebounds in sieben Minuten für die Knicks.
Das komplette Gegenteil erlebte man dann in San Antonio: Nachdem die T’wolves den Opener sehr überraschend für sich entscheiden konnten folgte im zweiten Duell die Reaktion der Spurs - und die hatte es in sich: Nachdem es im ersten Viertel zunächst noch einige Minuten eng zuging lief die Spurs-Offense ab dem zweiten Viertel heiß womit San Antonio schon zur Halbzeit mit 59:35 in Führung lang und diese kontinuierlich ausbaute. Am Ende fügten die Spurs den T’wolves mit einem 133:95-Blowout die höchste Playoff-Niederlage ihrer Franchise-Geschichte zu (der alte Rekord war eine Niederlage mit 30 Punkte Differenz gegen die ShaKobe-Lakers vor 23 Jahren), dazu scorte man so viele Punkte in einer Playoff-Partie wie seit 43 Jahren nicht mehr (damals ein 145:105 gegen die Nuggets). Die Serie wechselt nun also mit einem 1-1-Tie den Spielort.
Ergebnisse vom Mittwoch: #7 Philadelphia 76ers @ #3 New York Knicks 102:108
PHI: Maxey 26P/3R/6A, George 19P/6R/4A (5-13 3P), Oubre Jr. 19P/5R, Edgecombe 17P/5R/3A
NYK: Brunson 26P/6A, Anunoby 24P/5R/4Stl, Towns 20P/10R/7A, Bridges 18P/5R Playoff-Stand: NYK leads 2-0
#6 Minnesota Timberwolves @ #2 San Antonio Spurs 95:133
MIN: McDaniels 12P/3R/4A, Shannon Jr. 12P/5R, Randle 12P/5R, Edwards 12P/3R
SAS: Castle 21P/4R/4A, Wembanyama 19P/15R, Fox 16P, Harper 11P/7R/5A Playoff-Stand: Tied 1-1
Am heutigen Donnerstag folgt dann auch das zweite Duell in den beiden anderen Serien: Können die Cavs und die Lakers auswärts etwas holen oder stellen die Pistons und die Thunder auf eigenem Parkett in den Serien jeweils auf 2-0? Amazon Prime überträgt beide Partien live.
Vorschau auf Donnerstag (alle Zeiten MESZ):
01:00 Uhr: #4 Cleveland Cavaliers @ #1 Detroit Pistons (East Semis Game 2, 0-1)
03:30 Uhr: #4 Los Angeles Lakers @ #1 Oklahoma City Thunder (West Semis Game 2, 0-1)
In Detroit sahen die Zuschauer eine recht offene Partie in der die Pistons nahezu durchgängig in Führung lagen, es aber bis auf eine kurze Phase im ersten Viertel nicht schafften sich abzusetzen. Das änderte sich dann in der zweiten Hälfte des dritten Abschnitts als die Cavs erst direkt herankamen und dann kurzzeitig auch in Führung gingen. In der Crunchtime ließ aber auch dies nach, die Pistons setzten sich bis auf acht Zähler ab und fuhren am Ende sogar einen zweistelligen 107:97-Sieg ein mit dem sie in der Serie mit 2-0 in Führung gehen. Aus deutscher Sicht: Dennis Schröder mit vier Punkten (1-5 FG, 0-2 3P, 2-2 FT), drei Rebounds und fünf Assists in 20 Minuten für die Cavs.
Die Thunder taten sich im zweiten Spiel der Serie gegen die Lakers über eine doch etwas längere Zeit sehr schwer, obwohl man sowohl im ersten als auch gegen Ende des dritten Viertels zweistellig in Führung ging kämpften sich die Gäste jeweils wieder in die Partie zurück. Der dritte Versuch war dann aber zu viel: Ein 12:1-Run entschied die Partie zugunsten von OKC, das mit dem 125:107 nun mit 2-0 vorn liegt und damit auch im sechsten Spiel dieser Playoffs ungeschlagen bleibt. Aus deutscher Sicht: Isaiah Hartenstein mit zehn Punkten (5-6 FG), neun Rebounds, einem Assist, zwei Steals und zwei Blocks in 27 Minuten für die Thunder, keine Spielzeit für Maxi Kleber für die Lakers.
Ergebnisse vom Donnerstag: #4 Cleveland Cavaliers @ #1 Detroit Pistons 97:107
CLE: Mitchell 31P/6R/3A, Allen 22P/7R/3A
DET: Cunningham 25P/3R/10A, Harris 21P/7R, Robinson 17P/3R/3A/3Stl (5-9 3P) Playoff-Stand: DET leads 2-0
#4 Los Angeles Lakers @ #1 Oklahoma City Thunder 107:125
LAL: Reaves 31P/6A, L. James 23P/6A/3Stl, Hachimura 16P/4R, Smart 14P/4R/5A
OKC: Holmgren 22P/9R/3A/4Stl, Gilgeous-Alexander 22P, Mitchell 20P/3R/6A, McCain 18P (4-5 3P) Playoff-Stand: OKC leads 2-0
Am heutigen Freitag gehen die ersten beiden Serien schon in ihr drittes Spiel und wechseln damit den Spielort: Während die Sixers bei ihrem ersten Heimspiel mit einem 0-2-Rückstand gegen die Knicks konfrontiert werden wollen die T’wolves auf eigenem Parkett auf den Blowout aus Game 2 antworten und den Heimvorteil gegen die Spurs verteidigen. Amazon Prime überträgt beide Spiele live.
Vorschau auf Freitag (alle Zeiten MESZ):
01:00 Uhr: #3 New York Knicks @ #7 Philadelphia 76ers (East Semis Game 3, 2-0)
03:30 Uhr: #2 San Antonio Spurs @ #6 Minnesota Timberwolves (West Semis Game 3, 1-1)
In Philadelphia schafften es diesmal die Sixers besser zu starten und führten in der Mitte des ersten Viertels sogar zweistellig (20:8). Das sollte sich aber schon im zweiten Viertel ändern, das mit einem 33:21 klar an die Knicks ging, die die damit erworbene Führung nicht mehr abgeben sollten. Philly machte die Partie zum Ende des dritten Viertels hin nochmal spannend und verkürzte auf zwei Zähler, kam nach einem 9:0-Run der Knicks auch nochmal im Schlussviertel wieder näher heran, aber nach einem weiteren 8:0-Run der Gäste war spätestens jetzt die Partie durch. Die Knicks gewinnen am Ende mit 108:94 und führen in der Serie nun klar mit 3-0. Aus deutscher Sicht: Ariel Hukporti (ohne Wurfversuche) mit einem Rebound in drei Minuten für die Knicks.
In der Serie zwischen den Spurs und den T’wolves bekamen wir eindrucksvoll zu sehen was ein Unterschiedsspieler ist. Victor Wembanyama legte satte 39 Punkte, 15 Rebounds und fünf Blocks auf (was zuvor nur Shaq, Kareem und Olajuwon in den Playoffs schafften) und traf dabei auch noch mehr als 72 FG% (das hatte keiner der anderen vollbringen können). Zum Spielverlauf: Die Spurs dominierten die Partie zunächst indem sie in den ersten rund siebeneinhalb Minuten nur einen (!) Punkt zuließen und mit 14:1 in Führung gingen. Das sollte sich aber noch bis zum Viertelende ändern als die T’wolves unterstützt durch zwei Dreier von Anthony Edwards (32P/14R/6A) den Rückstand bis auf einen Zähler verkürzten. Daraufhin entwickelte sich ein deutlich engeres Spiel in dem die Spurs drei Anläufe starteten sich wieder etwas abzusetzen, aber Minnesota immer wieder die Antworten fand um zurückzukommen. Erst in der Crunchtime lag San Antonio nach zwei verwandelten Wembanyama-Freiwürfen mit 29,8 Sekunden auf der Uhr mit 113:105 vorn, Edwards verkürzte zwar danach von Downtown auf fünf Zähler, aber auf der Gegenseite behielt Dylan Harper die Nerven und entschied letztendlich die Partie mit zwei weiteren Freiwürfen. Die Spurs schlagen die T’wolves mit 115:108, holen sich damit den Heimvorteil zurück und liegen in der Serie mit 2-1 vorn.
Ergebnisse vom Freitag: #3 New York Knicks @ #7 Philadelphia 76ers 108:94
NYK: Brunson 33P/5R/9A, Bridges 23P/3R, Hart 12P/11R/3A
PHI: Oubre Jr. 22P/8R, Embiid 18P/6R/5A/3B, Maxey 17P/7A, George 15P/5R/3A Playoff-Stand: NYK leads 3-0
#2 San Antonio Spurs @ #6 Minnesota Timberwolves 115:108
SAS: Wembanyama 39P/15R/5B, Fox 17P/3R/5A, Castle 13P/4R/12A
MIN: Edwards 32P/14R/6A, Reid 18P/9R/5A, McDaniels 17P/7R Playoff-Stand: SAS leads 2-1
Am heutigen Samstag gehen dann auch die beiden anderen Serien am jeweils anderen Spielort mit den dritten Duellen weiter: Sowohl die Cavs gegen die Pistons als auch die Lakers gegen die Thunder stehen angesichts ihrer 0-2-Rückstände unter Erfolgsdruck, bei Auswärtssiegen droht eine Vorentscheidung. Sky überträgt das Frühspiel zwischen den Cavs und den Pistons ab 21:00 Uhr live, das US-Primetime-Spiel ist eine ABC-Übertragung und die ist exklusiv im League Pass zu sehen.
Vorschau auf Samstag (alle Zeiten MESZ):
21:00 Uhr: #1 Detroit Pistons @ #4 Cleveland Cavaliers (East Semis Game 3, 2-0)
02:30 Uhr: #1 Oklahoma City Thunder @ #4 Los Angeles Lakers (West Semis Game 3, 2-0)
Nachdem es im letzten Monat noch Gerüchte gab hat man nun Klarheit: Nach vielen Gesprächen in denen es um die Ausrichtung des Teams, den Blick auf die Zukunft und die Ziele mit Owner Joe Lacob und GM Mike Dunleavy gab haben sich Steve Kerr und die Warriors auf eine Vertragsverlängerung um zwei Jahre geeinigt, die Kerr zum bestbezahlten Headoach der NBA was die jährliche Summe (er kassierte zuletzt $17,5 Mio.) betrifft. Von der Franchise aus gab es trotz einer 37-45-Season und dem Aus im Play-In-Tournament zu keinem Zeitpunkt den Gedanken die Zusammenarbeit zu beenden.
Zurück zu den Playoffs mit zwei ganz unterschiedlichen Tagen für die Top-Seeds:
Nachdem die Pistons zwei Spiele auf eigenem Parkett gewannen standen nun die Cavs daheim unter Druck und hielten dem gut Stand indem man nach einem 32:18 im zweiten Viertel mit einer 64:48-Führung in die Halbzeitpause ging. Die Gäste aus Detroit beantworteten das Ganze jedoch im dritten Viertel (33:19) und so wurde erst möglich, dass rund drei Minuten vor dem Ende nach einem Dreier von Duncan Robinson die Pistons nur noch mit einem Zähler zurücklagen. Dann wurde es aber ausgerechnet für Cade Cunningham tragisch, der sich drei Turnovers hintereinander leistete aus denen die Cavs vier Punkte machten und ihren Vorsprung rund eineinhalb Minuten wieder auf fünf Zähler ausbauten. Danach versuchte Cunningham alles um seine Fehler gut zu machen: Den Dunk und den Dreier beantwortete James Harden auf der Gegenseite aber mit einem Floater und ebenfalls einem Treffer von Downtown zum 113:108 (25,9 Sekunden waren hier noch zu spielen). Nachdem Robinson einen Dreierversuch vergab mussten die Pistons foulen und schickten Donovan Mitchell mehrfach an die Charity Stripe (zusätzlich nach einem Offensiv-Rebound), der drei von vier verwandelte. Die Cavs schlagen die Pistons am Ende mit 116:109, verkürzen in der Serie auf 1-2 und verhindern damit eine Vorentscheidung. Aus deutscher Sicht: Dennis Schröder mit elf Punkten (4-5 FG, 3-3 3P), einem Rebound zwei Assists und zwei Blocks in 22 starken Minuten für die Cavs.
Ein wenig Spannung würde der Serie zwischen den Lakers und den Thunder auch gut tun, aber mittlerweile geht bei Spielen der Thunder eher erstmal der Blick darauf wie lange der Kontrahent überhaupt mithalten kann - so auch in Game 3 dieser Serie. die Lakers hielten die Partie bis ins dritte Viertel hinein offen als die Thunder sich durch einen 11:0-Run zweistellig absetzten. In der Folge war es für die Gastgeber das höchste der Gefühle den Rückstand gegen Ende des dritten Viertels nochmal auf fünf Zähler zu verkürzen, im Schlussviertel kannten die Thunder dann aber offensiv keine Gnade (41:29) und cruisten zu einem 131:108-Blowout-Auswärtssieg und der damit verbundenen 3-0-Führung in der Serie. Aus deutscher Sicht: Isaiah Hartenstein mit zwölf Punkten (6-7 FG), neun Rebounds, zwei Assists und einem Steal in 31 Minuten für die Thunder, Maxi Kleber ohne Zähler (0-1 FG), einem Rebound und einem Assist in acht Minuten für die Lakers.
Ergebnisse vom Samstag: #1 Detroit Pistons @ #4 Cleveland Cavaliers 109:116
DET: Cunningham 27P/10R/10A, Harris 21P/5R, Robinson 15P/3R/4A/5Stl
CLE: Mitchell 35P/10R/4A, Harden 19P/7A, Allen 18P/4R, Mobley 13P/8R/4A Playoff-Stand: DET leads 2-1
#1 Oklahoma City Thunder @ #4 Los Angeles Lakers 131:108
OKC: Mitchell 24P/4R/10A/3Stl, Gilgeous-Alexander 23P/4R/9A, Holmgren 18P/9R, Wallace 16P
LAL: Hachimura 21P/5R/4A (5-8 3P), L. James 19P/6R/8A, Kennard 18P, Reaves 17P/3R/9A Playoff-Stand: OKC leads 3-0
Am heutigen Sonntag gehen die beiden ersten Serien in ihr jeweiliges viertes Duell: Während die Sixers daheim gegen die Knicks mit 0-3 zurückliegen und schon in einer Do-or-Die-Situation sind wollen die T’wolves mit dem 1-2-Rückstand eine Vorentscheidung auf eigenem Parkett gegen die Spurs verhindern. Sky überträgt heute beide Spiele live.
Vorschau auf Sonntag (alle Zeiten MESZ):
21:30 Uhr: #3 New York Knicks @ #7 Philadelphia 76ers (East Semis Game 4, 3-0)
01:30 Uhr: #2 San Antonio Spurs @ #6 Minnesota Timberwolves (West Semis Game 4, 2-1)
Am heutigen Sonntag erfolgt ab 21:00 Uhr (MESZ) die diesjährige Draft-Lottery durch die die Reihenfolge der Picks festgelegt wird. Die Teams mit den drei schlechtesten Bilanzen der zurückliegenden Regular Season (Wizards, Pacers, Nets) haben dabei die höchste Chance (14%) auf das Top-Pick gefolgt von den Jazz und den Kings (jeweils 11,5%). Wie schnell das aber in eine andere Richtung gehen kann haben wir gerade erst im letzten Jahr gesehen als die Mavs mit einer Chance von 1,8% das große Los zogen und dadurch Cooper Flagg holen konnten.
Die einen sind durch, die anderen gehen über eine längere Distanz:
Die Knicks haben mit einer beeindruckenden Performance und einem 144:114-Blowout-Sieg die Sixers gesweept und sind zum zweiten Mal in Folge in die East Finals eingezogen. New York stellte mit 25 Dreiern im vierten Spiel in Philadelphia den NBA-Postseason-Rekord ein. Für die Knicks war dies der erste Sweep einer Playoff-Serie seit 27 Jahren, dazu ist die durchschnittliche Punktedifferenz von 19,4 nach den ersten zwei Runden ein neuer NBA-Rekord seitdem 1984 das Playoff-Teilnehmerfeld auf 16 Teams erweitert wurde. Und die Sixers? Sie warten nun seit 2001 auf den Einzug in die East Finals, mit 81 kassierten Punkten in Hälfte eins waren sie früh chancenlos. Aus deutscher Sicht: Ariel Hukporti mit fünf Punkten (1-4 FG, 0-1 3P, 3-6 FT), vier Rebounds und einem Assist in 16 Minuten für die Knicks.
Victor Wembanyama sorgte für viele Schlagzeilen, aber solch eine war eine Premiere: Beim vierten Aufeinandertreffen der T’wolves und der Spurs wusste Minnesota wie man den jungen Center provozieren konnte indem man ihn physisch beackerte und es tatsächlich schaffte, dass er sich früh im zweiten Viertel zu einem Ellenbogenschlag gegen Naz Reid hinreißen ließ - was als Flagrant 2-Foul mit einer direkten Ejection bestraft wurde. San Antonio musste nun also eine lange Zeit des Spiels ohne seinen Anker absolvieren und das schienen die Gastgeber auszunutzen als sie bis zur Halbzeit in Führung lagen. Nachdem das dritte Viertel durch zu viele Turnovers der Gastgeber an die Spurs ging (28:20) legten die T’wolves im Schlussabschnitt einen 16:4-Run auf und entschieden letztendlich angeführt von Anthony Edwards (16 seiner 36 Punkte kamen im Schlussviertel) zu einem 114:109-Heimsieg. Minnesota gleicht damit die Serie zum 2-2 aus und erzwingt mindestens ein sechstes Spiel vor eigenem Publikum.
Ergebnisse vom Sonntag: #3 NEW YORK KNICKS @ #7 Philadelphia 76ers 144:114
NYK: McBride 25P/4R (7-9 3P), Brunson 22P/4R/6A (6-10 3P), Towns 17P/4R/10A, Hart 17P/9R
PHI: Embiid 24P/5R/4A, Maxey 17P/4A, Edgecombe 8P/6R/7A Playoff-Endstand:NYK wins 4-0
#2 San Antonio Spurs @ #6 Minnesota Timberwolves 109:114
SAS: Fox 24P/4R/3A/3Stl, Harper 24P/7R/3Stl, Castle 20P/6R/4A, Vassell 14P/3A
MIN: Edwards 36P/6R, Reid 15P/9R/4A, McDaniels 14P/6R, Gobert 11P/13R/4A Playoff-Stand: Tied 2-2
Am heutigen Montag folgen auch in den beiden anderen Serien die vierten Duelle: Während die Pistons bei den Cavs mit einer 2-1-Führung nach einer Vorentscheidung greifen steht für die Lakers mit einem 0-3-Rückstand ein Do-or-Die-Game gegen die Thunder an. Sky überträgt das Gastspiel der Pistons bei den Cavs ab 02:00 Uhr live, bei Amazon Prime ist das Duell zwischen den Lakers und den Thunder ab 04:30 Uhr live zu sehen.
Vorschau auf Montag (alle Zeiten MESZ):
02:00 Uhr: #1 Detroit Pistons @ #4 Cleveland Cavaliers (East Semis Game 4, 2-1)
04:30 Uhr: #1 Oklahoma City Thunder @ #4 Los Angeles Lakers (West Semis Game 4, 3-0)
Wir machen im Gleichschritt weiter, eine Entscheidung und eine Serien-Verlängerung gab’s am Dienstag:
Angeführt von einem überragenden Donovan Mitchell, der mit 39 Punkten alleine in Hälfte zwei einen NBA-Postseason-Rekord einstellte, dominierten die Cavs das dritte Viertel (38:21) - unterstützt von einem Halbzeit-übergreifenden 24:0-Run, der ebenfalls einen NBA-Playoff-Rekord einstellt (den T’wolves gelang das vor zwei Jahren gegen die Nuggets ebenfalls). Cleveland erwischte zuvor schon den besseren Start in die Partie (16:5), scorte dann aber in rund vier Minuten nur zwei Zähler und ließ damit Detroit wieder ins Spiel zurückkommen. Nach einem engeren zweiten Viertel folgte dann der erwähnte Run, der zu einer bis zu 21 Punkte großen Führung im Schlussabschnitt führte. Die Cavs schlagen die Pistons am Ende mit 112:103, gewinnen damit auch ihr zweites Heimspiel und gleichen die Serie gegen die Pistons nach einem 0-2 zum 2-2 aus womit auch feststeht, dass man noch ein weiteres Heimspiel absolvieren wird. Aus deutscher Sicht: Dennis Schröder mit sieben Punkten (3-4 FG, 1-2 3P), zwei Rebounds und einem Steal in 20 Minuten für die Cavs.
Dort wo man eine einseitige Partie erwartet hatte gab’s diese nicht - also zum Teil zumindest. Nach einer engen Anfangsphase sah es so aus als ob sich die Thunder mit einem mehr als sechsminütigen 17:0-Run entscheidend absetzen würden, aber die Lakers nahmen den Kampf gegen das vorzeitige Saison-Aus an und arbeiteten sich u.a. durch 39 Punkte alleine im dritten Viertel wieder in die Partie zurück. Und wie: Die Lakers setzten Nadelstiche durch ein Four-Point-Play von Rui Hachimura, ein Three-Point-Play von Marcus Smart und so ging es in die letzten Sekunden nach verwandelten Freiwürfen von Shai Gilgeous-Alexander mit einem 110:113-Rückstand. Austin Reaves bekam die Chance von Downtown zu Ausgleich, vergab diesen Versuch aber, auf der Gegenseite wurde Ajay Mitchell an die Freiwurflinie geschickt wo der Zweitjahresprofi seine Nerven behielt. Die Thunder mühen sich am Ende doch mehr als erwartet zu einem 115:110-Auswärtssieg, bleiben damit im achten Playoff-Spiel dieser Saison ungeschlagen und sweepen nach den Suns nun auch die Lakers. Der Blick auf die deutschen Akteure: Isaiah Hartenstein mit fünf Punkten (2-4 FG, 1-2 FT), zehn Rebounds, fünf Assists und drei Steals in 28 Minuten für die Thunder, Maxi Kleber ohne Boxscore-Einträge in weniger als einer Minute für die Lakers.
#1 OKLAHOMA CITY THUNDER @ #4 Los Angeles Lakers 115:110
OKC: Gilgeous-Alexander 35P/8A, Mitchell 28P/3R/4A/4Stl, Holmgren 16P/9R
LAL: Reaves 27P/7R/6A, Hachimura 25P/5R, L. James 24P/12R/3A, Hayes 18P/5R Playoff-Endstand:OKC wins 4-0
Für den heutigen Dienstag bleibt nur noch eine Serie übrig: Die Spurs und die T’wolves absolvieren ein potenziell vorentscheidendes Game 5 nachdem in den ersten vier Partien beide Teams sowohl ein Heim- als auch ein Auswärtsspiel für sich entscheiden konnten. Victor Wembanyama wurde von der NBA nicht gesperrt und wird somit spielen, allerdings ist De’Aaaron Fox durch seine erlittene Knöchelverletzung im letzten Spiel fraglich. Sky überträgt live.
Vorschau auf Dienstag (MESZ):
02:00 Uhr: #6 Minnesota Timberwolves @ #2 San Antonio Spurs (West Semis Game 5, 2-2)
Dass Basketball ein Game of Runs ist liest man häufiger und das traf auch für das fünfte Duell zwischen den Spurs und den T’wolves zu: San Antonio schien die Partie zu dominieren indem man in der Mitte des ersten Viertels schon mit 24:9 vorn lag ehe die T’wolves mit einem 17:4-Run antworteten und wieder bis auf zwei Zähler dran waren. Im zweiten Viertel schafften es dann wieder die Spurs sich deutlich zweistellig abzusetzen bis Minnesota einen 14:1-Run bis ins dritte Viertel hinein auflag und kurz darauf die Partie zum 61:61 ausgleichen konnte. Und was sollte nun passieren? Natürlich waren nun wieder die Spurs am Drücker, schlossen das Viertel mit einem 30:12-Run ab und gingen mit einem klaren 91:73-Vorsprung in den Schlussabschnitt. Dieser sollte dann keine Aufholjagd mehr mit sich bringen: Minnesota schaffte es nur noch darum zu kämpfen den Rückstand in den einstelligen Bereich zu bringen, stattdessen zementieren die Spurs mit einem 17:2-Run den Weg zum letztendlichen 126:97-Blowout-Heimsieg. Die Spurs nehmen somit eine 3-2-Führung mit ins sechste Spiel für das wieder der Spielort gewechselt wird.
Ergebnis vom Dienstag: #6 Minnesota Timberwolves @ #2 San Antonio Spurs 97:126
MIN: Edwards 20P, Randle 17P/10R, McDaniels 17P/6R, Dosunmu 16P/9R/4A/3Stl
SAS: Wembanyama 27P/17R/5A/3B, Johnson 21P, Fox 18P/4R/5A, Castle 17P/4R/6A Playoff-Stand: SAS leads 3-2
Am heutigen Mittwoch geht’s dann auch in der Serie zwischen den Pistons und den Cavs beim Stand von 2-2 ins fünfte Duell: Kann Detroit auf eigenem Parkett für den potenziell vorentscheidenden Sieg sorgen oder geling Cleveland der erste Auswärtssieg in dieser Serie? Da es sich um ein ESPN-Spiel handelt gibt’s diese Partie nur im League Pass live zu sehen.
Vorschau auf Mittwoch (MESZ):
02:00 Uhr: #4 Cleveland Cavaliers @ #1 Detroit Pistons (East Semis Game 5, 2-2)
Die Fans in Detroit erlebten im fünften Spiel der Serie zwischen den Pistons und den Cavs einen Basketball-Krimi. Zwar hatte man im zweiten Viertel als die Pistons mit einem 14:1-Run zweistellig davonzogen das Gefühl, dass die Partie in eine Richtung gehen würde, aber die Cavs arbeiteten den Rückstand im Laufe des dritten Viertels ab. Ähnliches in schwächerer Form passierte dann im Schlussviertel: Die Pistons drehten einen knappen Rückstand mit einem 10:0-Run in eine etwas deutlichere Führung, nach einem Dreier von Tobias Harris lag man mit 103:94 vorn, aber in den drei Minuten darauf folgte kein Zähler mehr. Stattdessen meldeten sich einmal mehr die Gäste aus Cleveland zurück: Mit einem 9:0-Run glichen die Cavs durch zwei Freiwürfe von Evan Mobley mit 45,2 Sekunden auf der Uhr die Partie zum 103:103 aus, ein Block von Ausar Thompson gegen Donovan Mitchell in der Schlusssekunde verhinderte eine Entscheidung und erzwang eine Overtime. In dieser konnten sich die Gäste auf Mitchell verlassen, verwandelten am Ende genügend Freiwürfe und landeten am Ende einen 117:113-Auswärtssieg mit dem sie in der Serie mit 3-2 in Führung gehen. Aus deutscher Sicht: Dennis Schröder mit fünf Punkten (1-4 FG, 0-1 3P, 3-5 FT) und fünf Assists in 17 Minuten für die Cavs.
Nach dem spielfreien Donnerstag geht’s am heutigen Freitag mit einer Doubleheader-Ansetzung ins Wochenende, zweimal heißt es dabei Do-or-Die: Den Anfang machen die Pistons nach ihrer Heimniederlage nun mit einem 2-3-Rückstand in Cleveland, anschließend kämpfen die T’wolves mit einem 2-3-Rückstand daheim gegen die Spurs gegen das Saison-Aus. Amazon Prime überträgt beide Spiele live.
Vorschau auf Freitag (alle Zeiten MESZ):
01:00 Uhr: #1 Detroit Pistons @ #4 Cleveland Cavaliers (East Semis Game 6, 2-3)
03:30 Uhr: #2 San Antonio Spurs @ #6 Minnesota Timberwolves (West Semis Game 6, 3-2)