National Basketball Association (NBA)

Der Freitag war der Tag der Gästeteams:

  • In Cleveland hatten die bis dato daheim in der Postseason noch ungeschlagenen Cavs die Möglichkeit den Einzug in die East Finals perfekt zu machen, aber das gestaltete sich als schwierig. Nachdem man schon im zweiten Viertel gegen die Pistons zweistellig in Rückstand geriet und diesen kurz vor dem Ende der Halbzeit noch fast komplett aufholen konnte ging es im dritten Viertel ähnlich weiter. Mit einem 14:4-Run zog Detroit bis auf 68:55 davon und musste dann nur noch eine Rally der Gastgeber überstehen (wobei die auch nur noch bis auf sechs Zähler herankamen) um dann souverän die Partie für sich zu entscheiden. Die Pistons entkommen durch einen am Ende klaren 115:94-Auswärtssieg dem Saison-Aus und erzwingen zum zweiten Mal in dieser Postseason ein Game 7. Aus deutscher Sicht: Dennis Schröder ohne Punkte (0-4 FG, 0-1 3P), zwei Rebounds und drei Assists in 15 Minuten für die Cavs.
  • Das sechste Duell zwischen den T’wolves und den Spurs war eine so eindeutige Sache, dass T’wolves-Guard Anthony Edwards den Gästen schon acht Minuten vor dem Spielende zum Sieg gratulierte. San Antonio erwischte schon den besseren Start in die Partie (15:6 nach dreieinhalb Minuten), später folgte dann aber ein rund fünfminütiger 20:0-Run zur 56:27-Führung. Minnesota schaffte es zwar bis zur Halbzeit den Rückstand in etwa zu halbieren (61:74), aber das sollte das höchste der Gefühle bleiben. Stattdessen dominierten die Spurs auch den dritten Abschnitt (36:23) und cruisten zu einem 139:109-Blowout-Sieg. Die Spurs gewinnen damit die Serie mit 4-2 und ziehen erstmals seit neun Jahren wieder in die West Finals ein wo bereits seit geraumer Zeit die Thunder auf ihren Gegner warten.

Ergebnisse vom Freitag:
#1 Detroit Pistons @ #4 Cleveland Cavaliers 115:94
DET: Cunningham 21P/8A, Reed 17P/6R, Duren 15P/11R/3B, Jenkins 15P/3R/3A
CLE: Harden 23P/7R/4A/4Stl, Mitchell 18P/4R/3A, Mobley 18P/6R
Playoff-Stand: Tied 3-3

#2 SAN ANTONIO SPURS @ #6 Minnesota Timberwolves 139:109
SAS: Castle 32P/11R/6A (5-7 3P), Fox 21P/4R/9A, Wembanyama 19P/6R/3B, Champagnie 18P/5R, Harper 15P/5R
MIN: Edwards 24P/3Stl, Shannon Jr. 21P, Reid 18P/7R, Dosunmu 10P/9A
Playoff-Endstand: SAS wins 4-2

Am heutigen Samstag ist spielfrei.

Am heutigen Sonntag wird die zweite Playoff-Runde abgeschlossen, es ist gleichzeitig das einzige Game 7 der Conference Semifinals. In Detroit kommt es zum Do-or-Die-Game zwischen den Pistons und den Cavs: Kann Detroit vor eigenem Publikum wie schon in der Runde zuvor mit zwei Siegen in Folge nochmals weiterkommen oder gelingt den Cavs die Reaktion und ein Upset durch einen Auswärtssieg? Amazon Prime überträgt das Spiel live.

Vorschau auf Sonntag (MESZ):
02:00 Uhr: #4 Cleveland Cavaliers @ #1 Detroit Pistons (East Semis Game 7, 3-3)

Bereits im Vorfeld dieser Partie wird dann auch der letzte Award-Gewinner verkündet: Shai Gilgeous-Alexander (OKC), Nikola Jokic (DEN) und Victor Wembanyama (SAS) sind die Kandidaten für den MVP-Award.

Natürlich kommt der Leak von ESPN’s Shams Charania:
Shai Gilgeous-Alexander (OKC) gewinnt zum zweiten Mal hintereinander den MVP-Award.

Der Komplettierung halber:
Shai Gilgeous-Alexander (OKC) hat mit satten 83 First-Place-Votes und 939 Punkten die MVP-Wahl klar vor Nikola Jokic (DEN, 10, 634) und Victor Wembanyama (SAS, 5, 569) gewonnen, weitere zwei First-Place-Votes erhielt Cade Cunningham (DET), der aber in Punkten hinter Luka Doncic (LAL) auf Rang fünf landete. Weitere Votings für hintere Plätze erhielten zudem noch Jaylen Brown (BOS), Kawhi Leonard (LAC) und Donovan Mitchell (CLE).

Zurück zu den Playoffs:
Eigentlich ist so ein Game 7 ja immer ein Highlight auf das man sich freut, weil es eben ein alles entscheidendes Duell ist - win or go home. Was da am Sonntag aber in Detroit passierte dürfte nur einen bestimmten Teil der Basketball-Fans begeistert haben. Nachdem die Pistons dieses Heimspiel durch einen Auswärtssieg in Game 6 erzwungen hatten waren sie nun auf eigenem Parkett das in allen Belangen unterlegene Team. Nachdem die Cavs schon im ersten Viertel am zweistelligen Vorsprung kratzten wurde es mit einem knapp vierminütigen 10:0-Run im zweiten Viertel deutlich. Wir haben in der Vergangenheit schon gesehen, dass solch ein Vorsprung zu diesem Zeitpunkt nichts zu bedeuten hat (Magic-Fans wissen wovon ich schreibe), aber von den Pistons folgte darauf exakt nichts. Keine Aufholjagd, keine Chance. Stattdessen lag Detroit nun zur Halbzeit mit 47:67 zurück, nach einem 15:3-Run bis ins Schlussviertel hinein waren die Cavs bis auf 35 Zähler davongezogen und kannten dann immer noch keine Gnade. Am Ende demontieren die Cavs die Pistons mit einem 125:94-Blowout-Auswärtssieg, gingen damit zum zweiten Mal in Folge über die komplette Distanz und ziehen erstmals seit 2018 wieder in die East Finals ein wo schon seit mehr als einer Woche die Knicks auf ihren Gegner warten. Aus deutscher Sicht: Dennis Schröder für die Cavs mit zwei Punkten (1-1 FG), drei Rebounds, drei Assists und einem Steal in 18 Minuten.

Für die Statistik-Freunde: Damit sehen wir erstmals seit 2021 in den East-Finals keinen der beiden Top-Seeds. Und noch etwas: In drei der vier Teams, die in den Conference Finals stehen befinden sich deutsche Spieler im Kader: Isaiah Hartenstein bei den Thunder, Dennis Schröder bei den Cavs und Ariel Hukporti bei den Knicks.

Ergebnis vom Sonntag:
#4 CLEVELAND CAVALIERS @ #1 Detroit Pistons 125:94
CLE: Mitchell 26P/6R/8A, Allen 23P/7R, Merrill 23P (5-8 3P), Mobley 21P/12R/6A
DET: Jenkins 17P/3R/5A, Cunningham 13P/4R/5A, Robinson 13P
Playoff-Endstand: CLE wins 4-3

Zeit zum Durchatmen gibt es nun nicht, denn schon am heutigen Montag starten die West Finals mit dem Opener in Oklahoma City. Die Thunder sind nach den ersten beiden Playoff-Runden gegen die Suns und die Lakers noch immer ungeschlagen und sind zuletzt vor einer Woche aktiv gewesen, die Spurs eliminierten zunächst die Blazers in fünf Spielen und benötigten sechs Partien gegen die T’wolves, die man dann am vergangenen Freitag in die Offseason beförderte. Über die Favoritenrolle brauchen wir denke ich keine größeren Worte zu verlieren, insbesondere weil die Thunder auch noch auf den zuletzt verletzt fehlenden Jalen Williams zurückgreifen können. Allerdings sollte man die Spurs nicht zu früh abschreiben, denn sie konnten nicht weniger als vier von fünf Duellen dieser Saison (inklusive des Finals im NBA-Cup) für sich entscheiden, zuletzt stand man sich aber Anfang Februar gegenüber (damals ein 116:106-Heimsieg für San Antonio). Es wäre dem neutralen Zuschauer wirklich zu wünschen, dass wir hier eine spannende und lange Serie zu sehen bekommen.

Vorschau auf Montag (MESZ):
02:30 Uhr: #2 San Antonio Spurs @ #1 Oklahoma City Thunder (West Finals Game 1, 0-0)

Die Coverage ist ab dieser Runde sehr einfach: Sky überträgt alle Spiele der West Finals (also auch in der kommenden Nacht) und Amazon Prime alle Partien der East Finals live.

Also ich weiß ehrlich gesagt nicht wie das jetzt noch getoppt werden soll. Die Thunder und die Spurs lieferten sich im Opener der diesjährigen West Finals einen epischen Schlagabtausch, der pure Werbung für den Basketball war.

Die Spurs schafften es in jedem einzelnen Viertel die Thunder so in Bedrängnis zu bringen wie noch nicht zuvor in dieser Postseason und knüpften - trotz des langen Abstands - an die Duelle der Regular Season nahtlos an. Ausschnitte gefällig? Ein 12:3-Start in die Partie, ein 8:0-Run zur 38:29-Führung im zweiten Viertel und ein zweistelliger 87:77-Vorsprung früh im Schlussviertel. Doch die Thunder gaben sich nicht so leicht geschlagen und kämpften sich mit einem 13:4-Run rechtzeitig zur Crunchtime in die Partie zurück.

Diese wurde eng und zog sich dann auch in die letzten Sekunden der Partie: Victor Wembanyama verwandelte einen Turnaround-Jumper mit 11 Sekunden auf der Uhr zur 101:99-Führung der Spurs, die aber Shai Gilgeous-Alexander drei Sekunden vor dem Ende zum 101:101 ausglich, ein Floater-Versuch von Wemby wurde anschließend von Chet Holmgren geblockt.

In der Overtime ging es dann mit wenigen Punkten genauso eng weiter, nach einem Dreier von Wemby zum 108:108-Ausgleich vergab auf der Gegenseite Jalen Williams den Versuch von Downtown. In der zweiten Overtime wurde dann die letzte Minute entscheidend: Wemby wurde bei einem erfolgreichen Dunk von Holmgren gefoult und komplettierte das Three-Point-Play zur 118:114-Führung 1:01 Minuten vor dem Ende. Dann wurde es auf der anderen Seite dramatisch: Caruso vergibt seinen Wurfversuch, Holmgren schnappt sich den Offensiv-Rebound und wird bei seinem Versuch von Devin Vassell geblockt, Jalen Williams schnappt sich den nächsten Offensiv-Rebound und trifft ebenfalls nicht. Auf der Gegenseite flog stattdessen Wembanyama mit einem Alley-Oop-Dunk nach Assist von Stephon Castle ein und traf zum 120:114. Direkt danach war der Franzose wieder auf der Gegenseite aktiv indem er den Wurfversuch von Jalen Williams erfolgreich blockte. Die Thunder mussten nun foulen, Dylan Harper behielt die Nerven und verwandelte beide Freiwürfe zum 122:114. Anschließend wurde Alex Caruso noch von Julian Champagnie beim Dreierversuch gefoult, er war aber nur bei einem Freiwurf erfolgreich was natürlich zu wenig war.

Die Spurs landen durch ein 122:115 nach Double-Overtime den ersten Sieg dieser Serie, fügen den Thunder die erste Niederlage im neunten Playoff-Spiel dieses Jahres zu und schnappen sich auch noch den Heimvorteil.

Der Blick in die Boxscore: Wembanyama (41P/24R/3A/3B, jüngster Spieler aller Zeiten mit 40P/20R in einem Playoff-Spiel) mit einer unfassbaren Performance, Harper (24P/11R/6A/7Stl, letzteres sind ein neuer Playoff-Rekord für San Antonio) und Castle (17P/6R/11A) füllten die Lücke des verletzt fehlenden De’Aaron Fox perfekt.

Und die Thunder? Bei OKC scorten nur drei Akteure zweistellig, insgesamt gingen 81 der 115 Punkte auf das Konto des Trios Caruso/Jalen Williams und Gilgeous-Alexander. Aus deutscher Sicht: Isaiah Hartenstein für die Thunder mit zwei Punkten (0-1 FG, 2-2 FT), zwei Rebounds, zwei Assists und zwei Blocks in zwölf Minuten.

Ergebnis vom Montag:
#2 San Antonio Spurs @ #1 Oklahoma City Thunder 122:115 (2OT)
SAS: Wembanyama 41P/24R/3A/3B, Harper 24P/11R/6A/7Stl, Castle 17P/6R/11A
OKC: Caruso 31P (8-14 3P), Jal. Williams 26P/7R/3A, Gilgeous-Alexander 24P/3R/12A/5Stl
Playoff-Stand: SAS leads 1-0

Am heutigen Dienstag folgt dann auch schon der Auftakt der East Finals, wo die beiden Top-Seeds schon gescheitert sind. Das hat zur Folge, dass nun die an dritter Stelle gesetzten Knicks den Heimvorteil gegen die Cavs inne haben. Die Knicks schalteten auf dem Weg in diese Serie zunächst die Hawks in sechs Spielen aus und sweepten anschließend die Sixers mit einer teils irren Deutlichkeit (nur einer der sieben Siege war nicht mit einer zweistelligen Differenz, viermal mit mindestens 29 Punkten Differenz) und gehen das Ganze nach mehr als einer Woche Pause ausgeruht an. Das trifft überhaupt nicht auf die Cavs zu, die sowohl gegen die Raptors als auch gegen die Pistons über die volle Distanz gingen und nur einen Tag spielfrei hatten. Während der Regular Season gab’s drei Duelle: Ende Oktober und am Christmas Day gewannen die Knicks ihre Heimspiele, Ende Februar folgte dann ein Cavs-Sieg auf eigenem Parkett. Die Knicks gehen favorisiert in diese Serie, nicht zuletzt durch die bisherigen Eindrücke der Postseason sowie ihre Heimstärke, allerdings hat Cleveland bewiesen wie zäh man als Gegner sein kann.

Vorschau auf Dienstag (MESZ):
02:00 Uhr: #4 Cleveland Cavaliers @ #3 New York Knicks (East Finals Game 1, 0-0)

Amazon Prime überträgt live.

Nach dem Auftakt der West Finals war es eine hohe Hürde für den Opener der East Finals dort anzuknüpfen, aber in Sachen Spektakel war das bei weitem kein Rohrkrepierer. Nachdem die Knicks im Laufe des zweiten Viertels zweistellig in Führung gingen fanden die Cavs besser in die Spur, sodass es für sie mit einem 48:46-Vorsprung in die Halbzeitpause ging. Das dritte Viertel knüpfte daran an: Cleveland schien den richtigen Hebel gefunden zu haben, setzte sich immer weiter ab und lag 7:52 Minuten vor dem Ende mit 93:71 vorn. Alles sah nach einem Auswärtssieg aus, doch die Gastgeber wachten plötzlich auf: Mit einem mehr als vierminütigen 18:3-Run verkürzten die Knicks auf fünf Zähler und kamen nach dem Dreiern von Mikal Bridges und Landry Shamet mit 45 Sekunden auf der Uhr zum 99:99-Ausgleich. Auf die erneute Führung durch einen Jumper von James Harden fand Jalen Brunson im Gegenzug die Antwort, da Sam Merrill seinen Versuch von Downtown nicht traf ging es mit einem 101:101-Gleichstand in die Overtime. In dieser machten die Knicks dann da weiter womit sie im vierten Viertel aufgehört hatten: Durch einen 9:0-Run lagen sie 1:49 Minuten vor dem Ende mit 110:101 vorn, die Cavs setzten dann noch durch einen Strus-Dreier einen kleinen Nadelstich, aber danach wollten keine Würfe mehr von Downtown fallen während die Knicks nicht souverän, aber vollkommen genügend nach den Fouls von der Charity-Stripe trafen. Die Knicks schlagen somit die Cavs am Ende mit 115:104 nach Overtime und gehen in der Serie mit 1-0 in Führung. Für die Statistik-Freunde: In den letzten 30 Jahren wurde nur einmal im Schlussviertel ein größerer Rückstand aufgeholt (24 Punkte durch die Clippers gegen die Grizzlies vor 14 Jahren), die Knicks selbst schafften es in den letztjährigen Playoffs dreimal einen Rückstand von 20 Punkten noch aufzuholen.
Aus deutscher Sicht: Dennis Schröder mit drei Punkten (1-9 FG, 1-4 3P), fünf Assists und einem Steal in 18 Minuten für die Cavs, Ariel Hukporti kam für die Knicks nicht zum Einsatz.

Ergebnis vom Dienstag:
#4 Cleveland Cavaliers @ #3 New York Knicks 104:115 (OT)
CLE: Mitchell 29P/5R/3A/6Stl, Mobley 15P/14R/3A/3B, Harden 15P/4R/3A
NYK: Brunson 38P/5R/6A/3Stl, Bridges 18P/5R, Towns 13P/13R/5A
Playoff-Stand: NYK leads 1-0

Am heutigen Mittwoch gehen die West Finals in ihr zweites Spiel und dabei stellt sich die Frage wie die beiden Teams den wahnsinnigen Opener verarbeitet haben: Finden die Thunder die passende Antwort zum Ausgleich oder gelingt den Spurs noch ein weiterer Auswärtserfolg?

Vorschau auf Mittwoch (MESZ):
02:30 Uhr: #2 San Antonio Spurs @ #1 Oklahoma City Thunder (West Finals Game 2, 1-0)

Sky überträgt live.

Die NBA hat am Mittwoch die beiden All-Rookie-Teams bekanntgegeben. Während das Trio Flagg, Knueppel und Edgecombe einstimmig ins First Team gewählt wurde kam Harper mit 93 First-Team-Votes knapp daran heran.

All-Rookie First Team:
Cooper Flagg (DAL), Kon Knueppel (CHA), VJ Edgecombe (PHI), Dylan Harper (SAS), Cedric Coward (MEM)

All-Rookie Second Team:
Ace Bailey (UTA), Jeremiah Fears (NOP), Collin Murray-Boyles (TOR), Maxime Raynaud (SAC), Derik Queen (NOP)

Das zweite Spiel der West Finals konnte natürlich nicht an den Opener anknüpfen. Nach einem engen ersten Viertel schafften es die Thunder im zweiten Viertel als erstes Team sich etwas abzusetzen. Nach einer zwischenzeitlich elf Punkte großen Lücke auch noch früh im dritten Viertel meldeten sich die Spurs aber mit einem 11:0-Run und dem Ausgleich zurück. Gegen Ende des Abschnitts folgte eine etwas stärkere Phase von OKC, von der sich die Gäste aus San Antonio aber wieder erholten, sodass es wieder etwas enger wurde. Etwa in der Mitte des Schlussabschnitts folgte dann der nächste 11:0-Run, diesmal der Thunder, der letztendlich für die Entscheidung sorgen sollte. San Antonio kam in der Folge nicht mehr näher als fünf Zähler heran, OKC verwaltete den Vorsprung und landete am Ende einen 122:113-Heimsieg mit dem man die Serie zum 1-1 ausgleicht. Aus deutscher Sicht: Isaiah Hartenstein für die Thunder in 27 Minuten mit zehn Punkten (4-8 FG, 2-4 FT), 13 Rebounds und drei Assists.

Ergebnis vom Mittwoch:
#2 San Antonio Spurs @ #1 Oklahoma City Thunder 113:122
SAS: Castle 25P/5R/8A, Vassell 22P/4R (6-12 3P), Wembanyama 21P/17R/6A/4B
OKC: Gilgeous-Alexander 30P/4R/9A, Caruso 17P/3R/5A, Wallace 12P/4R/4A/4Stl, Hartenstein 10P/13R/3A
Playoff-Stand: Tied 1-1

Weiter geht’s am heutigen Donnerstag mit dem zweiten Duell der East Finals und auch hier stellt sich die Frage wie die beiden Teams diesen irren Opener verarbeitet haben. Die Cavs verspielten einen enormen Vorsprung, die Knicks legten eine wahnsinnige Rally hin und haben heute die Chance in der Serie auf 2-0 zu stellen.

Vorschau auf Donnerstag (MESZ):
02:00 Uhr: #4 Cleveland Cavaliers @ #3 New York Knicks (East Finals Game 2, 0-1)

Amazon Prime überträgt live.

Auch in den East Finals waren wir in Game 2 weit entfernt von dem Spektakel des Openers. Die Cavs schafften es diesmal zu keinem Zeitpunkt deutlicher in Führung zu gehen, stattdessen sahen wir eine nahezu durchweg enge erste Halbzeit mit einer 53:49-Führung für die Knicks was sich dann schnell im dritten Viertel ändern sollte: Mit einem rund viereinhalbminütigen 18:0-Run dominierten die Knicks auf einmal das Geschehen und verwalteten anschließend diesen Vorsprung souverän bis zum Spielende. Die Knicks schlagen die Cavs in Game 2 mit 109:93 und nehmen somit einen 2-0-Vorsprung in die beiden Auswärtsspiele in Cleveland. Der Blick auf die deutschen Akteure: Dennis Schröder für die Cavs in 18 Minuten mit vier Punkten (2-5 FG, 0-1 3P, 0-2 FT), vier Rebounds und drei Assists, Ariel Hukporti wurde von den Knicks erneut nicht eingesetzt.

Ergebnis vom Donnerstag:
#4 Cleveland Cavaliers @ #3 New York Knicks 93:109
CLE: Mitchell 26P/4R, Harden 18P/6R, Mobley 14P/6R/3A, Allen 13P/10R
NYK: Hart 26P/4R/7A (5-11 3P), Brunson 19P/3R/14A/3Stl, Bridges 19P/3R/3A, Towns 18P/13R
Playoff-Stand: NYK leads 2-0

Weiter geht’s am heutigen Freitag mit dem dritten Spiel der West Finals, die damit den Spielort wechseln: Können die Spurs den in Oklahoma City erspielten Heimvorteil verteidigen oder drehen die Thunder mit dem zweiten Sieg in Folge die Serie in eine eigene Führung?

Vorschau auf Freitag (MESZ):
02:30 Uhr: #1 Oklahoma City Thunder @ #2 San Antonio Spurs (West Finals Game 3, 1-1)

Sky überträgt live.

Es wurde ein weiterer Award vergeben, der allerdings durch eine Jury ausgewählt wurde: Bam Adebayo gewann den Social Justice Champion Award und wurde damit für seine Aktivitäten neben des Parketts gewürdigt. Innerhalb der vergangenen Saison investierte er über seine eigene Foundation mehr als eine halbe Mio. Dollar in soziale Projekte, insbesondere für Kinder und Jugendliche in South Florida und North Carolina, zahlte Transportgebühren für 19.000 Studenten zur Buchmesse in Miami und stiftete zudem einen neu renovierten Basketballplatz in einer Obdachlosenbetreuung in Miami.

Dazu wurden die All-NBA-Defensive-Teams verkündet. Der Defensive Player of the Year Victor Wembanyama (SAS) ist dabei der einzige Akteur, der von den Wählern einstimmig ins First Team berufen wurde, Chet Holmgren (OKC) kam immerhin auf 93 First-Place-Votes.

NBA All-Defensive First Team:
Victor Wembanyama (SAS), Chet Holmgren (OKC), Ausar Thompson (DET), Rudy Gobert (MIN), Derrick White (BOS)

NBA All-Defensive Second Team:
Scottie Barnes (TOR), Cason Wallace (OKC), Bam Adebayo (MIA), OG Anunoby (NYK), Dyson Daniels (ATL)

Und nun schnell zurück zu den Playoffs:
Das dritte Spiel der West Finals begann mit einer überraschend starken Vorstellung der Gastgeber: Die Spurs dominierten die erste Phase, ließen in den ersten knapp vier Minuten keinen Punkt zu und führten mit 15:0 gegen die Thunder. Nach einem viertelübergreifenden 11:0-Run übernahmen die Gäste aus OKC aber schon die Führung und es entwickelte sich erstmal ein engeres Spiel. Mit einem etwa dreiminütigen 9:0-Run konterten die Thunder dann aber die Anfangsphase nochmals, nachdem die Spurs wieder zurückkehrten folgte wieder eine schwierige Phase für die Offensive der Gastgeber wodurch die Thunder früh im dritten Viertel zweistellig in Führung gingen. Im Laufe des dritten Viertels starteten die Spurs dann mehrere Anläufe wieder ins Spiel zurück zu kommen, aber immer wieder fanden die Thunder eine passende Antwort, im Schlussviertel verwalteten sie dann souverän ihren dann teils deutlich zweistelligen Vorsprung. Die Thunder schlagen die Spurs am Ende mit 123:108, drehen die Serie in eine 2-1-Führung und holen sich direkt den Heimvorteil wieder zurück. Aus deutscher Sicht: Isaiah Hartenstein für die Thunder in 21 Minuten mit fünf Punkten (2-4 FG, 0-1 3P, 1-2 FT), acht Rebounds und vier Assists.

Ergebnis vom Freitag:
#1 Oklahoma City Thunder @ #2 San Antonio Spurs 123:108
OKC: Gilgeous-Alexander 26P/12A, McCain 24P/4R, Jay. Williams 18P/5R (5-6 3P)
SAS: Wembanyama 26P/4R/3A, Vassell 20P/7R/4Stl, Fox 15P/7R/6A, Castle 14P/5R/7A
Playoff-Stand: OKC leads 2-1

Am heutigen Samstag steht das dritte Spiel der East Finals an: In Cleveland stehen die Cavs nach einem 0-2-Rückstand unter enormen Erfolgsdruck, eine weitere Niederlage gegen die Knicks könnte schon eine Vorentscheidung bedeuten. Die Cavs kennen die Sitation allerdings schon: In den East Semis lag man gegen die Pistons nach zwei Auswärtsniederlagen ebenfalls mit 0-2 zurück, dazu verlor man auf eigenem Parkett nur eines von sieben Spielen in der laufenden Postseason.

Vorschau auf Samstag (MESZ):
02:00 Uhr: #3 New York Knicks @ #4 Cleveland Cavaliers (East Finals Game 3, 2-0)

Amazon Prime überträgt live.

Die Knicks stehen kurz vor dem Einzug in die NBA-Finals. Im dritten Spiel der East Finals setzte sich New York in Cleveland nach einer fast durchweg souveränen Performance mit 121:108 durch und ist damit nur noch einen Sieg vom nächsten Series-Win entfernt, dazu ist man nun schon seit einem Monat ungeschlagen unterwegs. Schon im ersten Viertel schafften es die Gäste aus dem Big Apple sich zweistellig abzusetzen ehe Cleveland die Partie im zweiten Viertel nochmal zum 50:50 ausgleichen konnte. Doch in den nächsten vier Minuten ließen die Knicks nur einen Punkt zu und schafften es sich wieder etwas abzusetzen, zwei-drei Versuche der Gastgeber im dritten Viertel wieder in die Partie zurück zu kommen wurden passend beantwortet, danach kam von den Cavs - die in der ganzen Partie nicht einmal in Führung lagen - nichts mehr. Aus deutscher Sicht: Dennis Schröder mit drei Punkten (1-1 3P) und zwei Assists in neun Minuten für die Cavs, Ariel Hukporti wurde von den Knicks erneut nicht eingesetzt.

Ergebnis vom Samstag:
#3 New York Knicks @ #4 Cleveland Cavaliers 121:108
NYK: Brunson 30P/3R/6A, Bridges 22P/6R/3Stl, Anunoby 21P/7R/4A
CLE: Mobley 24P/6R, Mitchell 23P/4A/3Stl, Harden 19P/5R/5A, Allen 17P/7R
Playoff-Stand: NYK leads 3-0

Am heutigen Sonntag gehen die West Finals in ihr potenziell vorentscheidendes viertes Duell: Können die Thunder sich mit einem weiteren Auswärtssieg den ersten Matchball erspielen oder können die Spurs mit einem Heimsieg die Serie ausgleichen und damit ein weiteres Spiel auf eigenem Parkett erzwingen?

Vorschau auf Sonntag (MESZ):
02:00 Uhr: #1 Oklahoma City Thunder @ #2 San Antonio Spurs (West Finals Game 4, 2-1)

Sky überträgt live.

Die NBA hat nun auch die All-NBA-Teams veröffentlicht. Mit Shai Gilgeous-Alexander und Nikola Jokic schafften es zwei Akteure einstimmig ins First-Team, Victor Wembanyama verpasste dies um einen Vote, Luka Doncic fehlten neun Votes zur 100%-Quote. Falls jemand einige Namen vermisst: Bis auf Ausnahmefälle (Doncic, Cunningham) waren 65 Einsätze in der abgelaufenen Regular Season das Minimum um gewählt zu werden, u.a. LeBron James (LAL), Steph Curry (GSW) und Giannis Antetokounmpo (MIL) verpassten diese Marke.

2025-26 All-NBA First Team:
Shai Gilgeous-Alexander (OKC), Nikola Jokic (DEN), Victor Wembanyama (SAS), Luka Doncic (LAL), Cade Cunningham (DET)

2025-26 All-NBA Second Team:
Jaylen Brown (BOS), Kawhi Leonard (LAC), Donovan Mitchell (CLE), Kevin Durant (HOU), Jalen Brunson (NYK)

2025-26 All-NBA Third Team:
Tyrese Maxey (PHI), Jamal Murray (DEN), Jalen Johnson (ATL), Jalen Duren (DET), Chet Holmgren (OKC)

Zurück zu den Playoffs:
Die Spurs fanden am Sonntag die passende Antwort auf die am Ende deutliche Niederlage in Game 3 und das war schon beeindruckend: Nachdem man sich schon im ersten Viertel bis auf 15 Punkte absetzen konnte kamen die Thunder zwar schon früh im zweiten Viertel wieder bis auf fünf Zähler heran, aber das sollte der minimale Abstand bleiben. Kurz vor der Halbzeit hatte man nochmal das Gefühl, dass OKC dem Ausgleich näher kommen würde, aber auch hier fand San Antonio die passende Antwort und ging mit einem 50:38-Vorsprung in die Pause. Im dritten Abschnitt ließ man dann keinen Zweifel daran wer diese Partie für sich entscheiden würde: Der Abstand übertraf schon in diesem Viertel die 20-Punkte-Marke, die Thunder fanden kein Gegenmittel mehr. Am Ende schlagen die Spurs die Thunder deutlich mit 103:82 und schicken die Serie mit dem 2-2-Ausgleich und einem garantierten weiteren Heimspiel zurück nach Oklahoma City. Aus deutscher Sicht: Isaiah Hartenstein für die Thunder in 18 Minuten mit zwölf Punkten (6-11 FG), sieben Rebounds und drei Assists.

Ergebnis vom Sonntag:
#1 Oklahoma City Thunder @ #2 San Antonio Spurs 82:103
OKC: Gilgeous-Alexander 19P/4R/7A, Hartenstein 12P/7R/3A, Joe 11P/5R
SAS: Wembanyama 33P/8R/5A/3B, Castle 13P/3R/6A, Vassell 13P/6R/3A, Fox 12P/10R/5A
Playoff-Stand: Tied 2-2

Am heutigen Montag gehen die East Finals in ihr viertes Spiel und es ist tatsächlich schon ein Do-or-Die-Game für die Gastgeber: Nach drei Pleiten müssen die Cavs heute zwingend gewinnen um das Saison-Aus zu verhindern, andernfalls würden die Knicks erstmals seit 27 Jahren wieder in den NBA Finals stehen.

Vorschau auf Montag (MESZ):
02:00 Uhr: #3 New York Knicks @ #4 Cleveland Cavaliers (East Finals Game 4, 3-0)

Amazon Prime überträgt live.

Machen wir es kurz, denn das vierte Spiel war (bis auf die Overtime-Geschichte im Opener) so spannend wie der Rest der Serie: Die Knicks legten in Hälfte eins einen 20:0-Run auf durch den sie den Cavs uneinholbar davonzogen, bauten diesen Vorsprung kontinuierlich aus und ließen Cleveland am Ende überhaupt keine Chance mehr (teils lag man mit 45 (!) Punkten vorn). Die Knicks demontieren die Cavs mit einem 130:93-Blowout-Auswärtssieg und sweepen sich damit erstmals seit 1999 in die NBA Finals. Für die Knicks war dies bereits der elfte Sieg in Folge (letztmals gab’s in der Postseason vor neun Jahren solch eine Serie als die Warriors sogar 15 Mal in Folge unbesiegt blieben), man gewann nun alle drei Series-Clincher dieser Postseason mit mindestens 30 Punkten Differenz (+51 gegen die Hawks, +30 gegen die Sixers und nun +37 gegen die Cavs). Jalen Brunson legte in dieser Serie 25,5 PPG und 7,8 APG auf und wurde dementsprechend zum MVP dieser East Finals gewählt.
Aus deutscher Sicht: Ariel Hukporti mit zwei Punkten (1-1 FG), fünf Rebounds, einem Assist und einem Steal in acht Minuten für die Knicks, Dennis Schröder fehlte den Cavs krankheitsbedingt.

Ergebnis vom Montag:
#3 NEW YORK KNICKS @ #4 Cleveland Cavaliers 130:93
NYK: Towns 19P/14R/3A, Anunoby 17P/7R/4A, Shamet 16P (4-4 3P)
CLE: Mitchell 31P/4R (5-9 3P), Mobley 15P/7R/4A
Playoff-Endstand: NYK wins 4-0

Am heutigen Dienstag werden die West Finals fortgesetzt, dabei kommt es in Oklahoma City zu einem potenziell vorentscheidenden Duell: Können die Thunder auf eigenem Parkett wieder in Führung gehen oder gelingt den Spurs nach der enorm starken Performance in Game 4 noch ein weiterer Auswärtssieg?

Vorschau auf Dienstag (MESZ):
02:30 Uhr: #2 San Antonio Spurs @ #1 Oklahoma City Thunder (West Finals Game 5, 2-2)

Sky überträgt live.

Am Dienstag wurde der letzte Award-Gewinner für die abgelaufene Regular Season bekannt gegeben: Joe Mazzulla wurde doch recht deutlich zum Coach of the Year gewählt, der Celtics-Headcoach bekam 62 von 100 möglichen First-Place-Votes und setzte sich am Ende gegen JB Bickerstaff (DET, 29 First-Place-Votes) und Mitch Johnson (SAS, 9) durch.

Zurück zu den Playoffs:
Die Thunder haben sich am Dienstag zurückgemeldet. Nachdem ein zweistelliger Vorsprung im zweiten Viertel noch fast komplett von den Spurs aufgeholt wurde lief die Offense der Gastgeber heiß und zog mit einem ins dritte Viertel übergreifenden 29:12-Run davon. In der Folge arbeiteten die Gäste aus San Antonio hauptsächlich daran den Rückstand in den einstelligen Bereich zu bringen, was zwar ab und an klappte, aber dann auch das maximal Mögliche darstellte. Am Ende gewinnen die Thunder ihr Heimspiel souverän mit 127:114, gehen in der Serie mit 3-2 in Führung und sind damit nur noch einen Sieg von dem erneuten Einzug in die NBA Finals entfernt. Aus deutscher Sicht: Isaiah Hartenstein für die Thunder in 31 Minuten mit zwölf Punkten (6-8 FG), 15 Rebounds, vier Assists und einem Block.

Ergebnis vom Dienstag:
#2 San Antonio Spurs @ #1 Oklahoma City Thunder 114:127
SAS: Castle 24P/5R/6A/3Stl, Champagnie 22P/8R/3Stl, Wembanyama 20P/6R/3B
OKC: Gilgeous-Alexander 32P/9A, Caruso 22P/6A/3Stl, Holmgren 16P/11R, Hartenstein 12P/15R/4A
Playoff-Stand: OKC leads 3-2

Da die East Finals ja schon durch sind ist am heutigen Mittwoch spielfrei.

Nach dem spielfreien Tag geht’s nun heute in den West Finals mit dem sechsten Spiel weiter. Die Ausgangslage ist klar, denn für die gastgebenden Spurs ist es ein Do-or-Die-Game: Entweder sie erzwingen mit einem Heimsieg ein Game7 oder die Thunder holen sich den zweiten Sieg in Folge und beenden die Serie.

Vorschau auf Donnerstag (MESZ):
02:30 Uhr: #1 Oklahoma City Thunder @ #2 San Antonio Spurs (West Finals Game 6, 3-2)

Sky überträgt live.

Die Spurs haben am Donnerstag die richtige Reaktion gezeigt und mit einem 118:91-Heimsieg das Saison-Aus verhindert. Schon im ersten Viertel (35:22) ging San Antonio zweistellig in Führung, die man im gesamten Spiel nicht mehr abgab. Die Thunder kamen zwar rund um die Halbzeit nochmal auf fünf bis sechs Zähler heran, ein rund siebenminütiger 20:0-Run im dritten Viertel entschied die Partie dann aber endgültig. Die Spurs erzwingen damit ein entscheidendes siebtes Spiel, erstmals seit acht Jahren gehen die West Finals damit über die volle Distanz. Aus deutscher Sicht: Isaiah Hartenstein für die Thunder in 16 Minuten mit zehn Punkten (5-10 FG), fünf Rebounds und drei Assists.

Ergebnis vom Donnerstag:
#1 Oklahoma City Thunder @ #2 San Antonio Spurs 91:118
OKC: Gilgeous-Alexander 15P/4A, McCain 13P/6A, Holmgren 10P/11R
SAS: Wembanyama 28P/10R/3B, Harper 18P/6R/4A, Castle 17P/5R/9A
Playoff-Stand: Tied 3-3

Am heutigen Freitag ist spielfrei.

Und heute ist es wieder soweit, denn welche sind die zwei schönsten Wörter in der Welt des Sports? Game seven! Die West Finals enden heute in einem ultimativen Showdown in Oklahoma City. Die Thunder haben mit den Spurs einen Gegner, der ihnen wie schon im Laufe der Regular Season einige Probleme bereitete und den möglichen Weg zurück in die NBA Finals enorm erschwerte. San Antonio absolviert den ersten echten Playoff-Run mit Victor Wembanyama bei dem allerdings auch Stephon Castle und Rookie Dylan Harper ihre Aufmerksamkeit auf sich zogen. Können nun die Thunder auf eigenem Parkett bestehen und die Serie für sich entscheiden oder gelingt den Spurs der Upset durch den wir ein Rematch der 1999 NBA Finals bekommen würden?

Vorschau auf Samstag (MESZ):
02:00 Uhr: #2 San Antonio Spurs @ #1 Oklahoma City Thunder (West Finals Game 7, 3-3)

Sky überträgt live.

No Repeat! Die NBA darf sich auch 2026 damit rühmen, dass es seit 2018 keinem Team mehr gelungen ist die Championship zu verteidigen, denn die Thunder scheiterten am Samstag im siebten Spiel der West Finals an den Spurs. Die Gäste aus San Antonio fanden schon den besseren Weg in dieses Do-or-Die-Game indem sie etwa in der Mitte des ersten Viertels schon mit 27:13 vorne lagen. Die Thunder benötigen bis zur Schlussphase der Halbzeit um wieder zurückzukommen und auch minimal in Führung zu gehen. In der zweiten Hälfte schien sich das Ganze zu wiederholen: Die Spurs lagen nach einem 13:2-Run wieder zweistellig vorn, die Thunder starteten aber ihre nächste Aufholjagd und so sah es zu Beginn des Schlussabschnitts nach einem dramatischen Finish aus. Dagegen hatten die Spurs aber etwas: Acht Minuten vor dem Ende lag San Antonio mit 97:86 vorn und das war diesmal zu viel für OKC. Die Thunder schafften es anschließend nicht noch ein weiteres Mal wieder in die Partie zurückzukommen, sodass die Spurs am Ende mit einem 111:103-Auswärtssieg triumphierten. Die Spurs erreichen damit erstmals seit zwölf Jahren wieder die NBA-Finals und dies laut ESPN Research als zweitjüngstes Team aller Zeiten (nach den 1977 Blazers), dort kommt es nun zum gestern erwähnten Rematch von 1999 gegen die Knicks. Wenig überraschend wurde Victor Wembanyama zum MVP der West Finals gewählt, der erst 22-Jährige kam in den sieben Spielen im Schnitt auf 28,2 PPG und 11,8 RPG. Und die Thunder? Die haben in San Antonio ihr Kryptonit gefunden: OKC kassierte gegen die Spurs in dieser Season in zwölf Spielen acht Niederlagen, gegen alle anderen Teams waren es nur 14 Niederlagen (in 85 Spielen). Aus deutscher Sicht: Isaiah Hartenstein für die Thunder in 21 Minuten mit sieben Punkten (3-7 FG, 1-1 FT), fünf Rebounds und einem Steal.

Ergebnis vom Samstag:
#2 SAN ANTONIO SPURS @ #1 Oklahoma City Thunder 111:103
SAS: Wembanyama 22P/7R, Champagnie 20P/6R (6-10 3P), Castle 16P/6R/6A, Fox 15P/5A/3Stl
OKC: Gilgeous-Alexander 35P/9A/3Stl, Wallace 17P/7R/4A (5-9 3P), Jay. Williams 11P/10R/4A
Playoff-Endstand: SAS wins 4-3

Die 2026 NBA Finals zwischen den Spurs und den Knicks starten am kommenden Mittwoch!

Es ist soweit: Ein knappes halbes Jahr nach dem Start der Regular Season und knapp zwei Monaten Playoffs beginnen am heutigen Mittwoch die 2026 NBA Finals. Wie schon mehrfach erwähnt handelt es sich hier quasi um ein Rematch: Beide Teams trafen in der Lockout-Season 1999 schon in den Finals aufeinander - während es für die Spurs die Championship gab und man anschließend weitere fünf Male in die Finals einzog (vier Titel) erreichten die Knicks erstmals seit dem direkten Duell wieder die größte Bühne des NBA-Basketballs. Während der Regular Season gab es drei Duelle: Während die Spurs die beiden Liga-Spiele gewann (134:132 daheim zum Jahreswechsel, 114:89 auswärts zwei Monate später) behielten die Knicks im Championship Game des In-Season-Tournaments die Oberhand (ein 124:113 in Las Vegas kurz vor Weihnachten).

Auf dem Weg in diese Finals schalteten die Knicks die Hawks (4-2), Sixers (4-0) und Cavs (4-0) aus, die Spurs bezwangen die Blazers (4-1), T’wolves (4-2) und Thunder (4-3).

San Antonio geht als Favorit in diese Serie, was nicht zuletzt an dem Heimvorteil und an der Eliminierung der Thunder in den West Finals liegt. Die größte Frage, die man sich im Vorfeld steht ist wohl wie die Knicks die Offense der Spurs händeln wollen. San Antonio ist flexibel, hat viele Shooter in den eigenen Reihen und machte damit den Thunder das Leben schwer, da kommt sehr viel Arbeit auf ein Knicks-Team zu, das in dieser Hinsicht bislang eher weniger gefordert war und mit OG Anunoby nur einen wirklich exzellenten Defender anbietet. In dieser Hinsicht wird es auch interessant welches Team dem anderen den Stil aufzwingen kann: Die Knicks absolvierten Playoffs, die einem offensiven Fiebertraum glichen während die Spurs auf eher langsameren Halbfeld-Basketball stellten mit dem die Thunder dann ihre Probleme bekamen. Ebenfalls sollte man beachten was die Teams schon hinter sich haben: Während die Knicks durch die East-Playoffs cruisten und zuletzt elf Spiele in Folge gewannen hatten die Spurs erst eine unangenehme Serie gegen die T’wolves und dann den Showdown gegen OKC zu absolvieren. Das bedeutet auch: Während San Antonio noch am vergangenen Samstag aktiv war hatten die Knicks seit mehr als einer Woche spielfrei - es gibt unterschiedliche Meinungen, ob es nun ein Vorteil ist die Pause zu haben oder eher durchgehend zu spielen um nicht aus dem Rhythmus zu kommen.

Hoffen wir einfach aus neutraler Sicht auf eine spannende und möglichst langanhaltende Serie.

Die Finals laufen mittlerweile nach dem gleichen Muster wie der Rest der Playoffs: Wir starten mit zwei Spielen in San Antonio, gehen dann für zwei Duelle in den Madison Square Garden und würden dann - wenn notwendig - dann nach jedem weiteren Spiel den Spielort wechseln. Ein Game 7 würde am 19. Juni stattfinden.

Zur Coverage: Amazon Prime überträgt die Finals live und exklusiv (abgesehen vom League Pass), in den USA ist auch nach dem neuen TV-Deal ABC der Broadcaster.

Vorschau auf Mittwoch (MESZ):
02:30 Uhr: New York Knicks @ San Antonio Spurs (2026 NBA Finals Game 1, 0-0)

Herzlichen Dank für die super Preview @timo . Von den vielen Gründen für eine Meisterschaft der Spurs ist zumindest der Heimvorteil zunächst mal nach New York gewandert, die sich heute Nacht mit einem 105:95 durchsetzen. Lag man zur Pause noch mit 7 Punkten zurück, drehte man die Partie mit einem starken Finish.

Das war doch schonmal ein Auftakt, der für Spannung sorgt:

Der Opener der diesjährigen Finals war mal wieder ein Beispiel für das „Game of Runs“: Die Knicks erwischten den besseren Start ins Spiel (8:2, später 14:7), den die Spurs allerdings mit einem 20:3-Run beantworteten. In den folgenden sechs Minuten folgt aber die passende Antwort der Gäste aus New York: Durch einen 13:4-Run verkürzte man wieder auf einen Punkt und bis zur Halbzeit sollte es nun eng zugehen. Allerdings war die letzte Sequenz vor der Pause schon der Anfang eines neuen Laufs der Spurs: Durch einen 17:3-Run bis etwa zur Mitte des dritten Viertels hinein lag San Antonio nun mit 65:51 vorn. Wer nun aber meinte, dass das Spiel in eine Richtung gehen würde wurde kurz darauf schon wieder korrigiert: Mit einem eigenen 20:6-Run glichen die Knicks noch im dritten Viertel zum 71:71 aus. Es folgte nun bis etwa zur Hälfte des Schlussabschnitts wieder eine enger geführte Partie bis die Knicks den nächsten Versuch starteten und sich mit 94:86 etwas absetzen konnten. Mit 2:16 Minuten auf der Uhr schlossen aber die Spurs einen 9:0-Run ab durch den nun sie mit 95:94 vorne lagen. Alles war nun bereit für eine heiße Crunchtime, aber heiß waren nur die Gäste, die die Partie mit einem 11:0-Run abschlossen und sich den 105:95-Auswärtssieg sicherten. Die Knicks holen sich damit den Heimvorteil und sind erst das dritte Team, das innerhalb einer einzelnen Postseason zwölf Spiele in Folge ungeschlagen blieb. Wichtig für die Knicks war einmal mehr Jalen Brunson, der 13 seiner 30 Punkte im Schlussviertel scorte, darunter ein Clutch-Jumper in der Schlussminute. Aus deutscher Sicht: Ariel Hukporti kam für die Knicks nicht zum Einsatz.

Ergebnis vom Mittwoch:
New York Knicks @ San Antonio Spurs 105:95
NYK: Brunson 30P/3R, Towns 18P/12R/4A, Anunoby 17P/3R
SAS: Wembanyama 26P/12R/3B, Castle 17P/8R/3A, Champagnie 16P/10R (5-10 3P), Harper 16P/8R
Playoff-Stand: NYK leads 1-0

Weiter geht’s am Freitag.