National Basketball Association (NBA)

Bevor es dann nachher endlich mit der Postseason losgeht möchte ich mal kurz meinen Senf zu den Season Awards dazu geben:

  • MVP: Es ist nicht selten so, dass der beste Spieler des besten Teams der Regular Season diese Trophäe überreicht bekommt und unverdient wäre es keinesfalls im Falle von Shai Gilgeous-Alexander (OKC). Ja, Nikola Jokic legte im Schnitt ein Triple-Double auf (unfassbar eigentlich), Wemby ist der erste Spieler seit Shaq mit mindestens 25 PPG, 10 RPG und 3 BPG, Luka Doncic ist die Scoring-Maschine der Liga (33,5 PPG) und Cade Cunningham führte die Pistons zu einem doch eher unerwarteten #1-Seed im Osten, aber Shai trug die Thunder trotz ihrer Verletzungssorgen (ja, Jalen Williams und auch Isaiah Hartenstein verpassten sehr viel Zeit) zu einer 64-Win-Season, kam dabei auf 31,1 PPG (bei 55,3 FG%), an sein letztes Spiel mit weniger als 20 Punkten kann man sich schon gar nicht mehr erinnern.
  • Der Defensive Player of the Year ist für mich eine klare Angelegenheit: Victor Wembanyama (SAS) erholte sich von der Vorsaison (als er mit einem Blutgerinnsel lange zum Zusehen gezwungen wurde) indem er sein Scoring verbesserte (51,2 FG%), die Liga in Sachen Blocks dominierte und der absolute Unterschiedsspieler wurde. Sein härtester Konkurrent um den Award dürfte Chet Holmgren sein, der der Leuchtturm der stärksten Defense der Liga war, aber insgesamt wohl nicht solch einen Impact hatte wie Wemby.
  • Wenn ich in den letzten Sommer zurückspule hätte es nur eine Antwort für den Rookie of the Year gegeben, aber diese Saison zeigte etwas anderes - dennoch fällt meine Wahl auf den offensichtlichsten Kandidaten. Cooper Flagg (DAL) ist sofort in der NBA angekommen: Er führte die Mavs bei den Punkten, Rebounds, Assists und Steals an was einem Rookie seit der Season 1984-85 nicht mehr gelang (das war damals ein gewisser Michael Jordan), das Scoring war teils absurd (ein 50 Point-Game, die meisten 40 Point-Games für einen Teenager) und das alles zeigt seine Bandbreite. Es war nicht damit zu rechnen, dass ausgerechnet sein Zimmergenosse aus Zeiten bei Duke ihm Konkurrenz machen würde: Kon Knueppel führte am Ende die NBA bei den getroffenen Dreiern an und hatte einen großen Anteil daran, dass Charlotte das Play-In erreichte. Ebenfalls nicht abfallen sollte VJ Edgcombe: Der Sixers-Guard fügte sich ohne größere Anlaufzeit in das Lineup in Philly ein und darf nun im Gegensatz zu seinen Kollegen direkt in den Playoffs ran.
  • Sehr schwer tat ich mich bei der Wahl zum Most Improved Player. Nick Alexander-Walker fiel mir sehr ins Auge indem er seinen Shooting-Output immens steigerte und den Hawks direkt weiterhalf, Neemias Queta kam gefühlt aus dem Nichts und wurde genau zu dem Starting-Center, den die Celtics unbedingt benötigten und dann haben wir noch zwei Spieler, die ihre Leistungssteigerung mit ihren ersten All-Star-Teilnahmen bestätigten: Jalen Duren war ein immens wichtiger Bestandteil der Pistons und war zur Stelle als Cade Cunningham dem Team fehlte, Deni Avdija war der Unterschiedsspieler für die Blazers ohne den man wohl nicht in die Postseason eingezogen wäre. Letzteres würde für mich den minimalen Ausschlag im Vergleich zu Duren ausmachen und dem vielseitigen Deni Avdija (POR) den Zuschlag zukommen zu lassen.
  • Beim Sixth Man of the Year ist es denke ich legitim, dass ich trotz Heat-Brille mich hier für Jame Jaquez Jr. (MIA) entscheide. Der Forward war in einer schwierigen Season in Miami die erste Option von der Bank und zahlte es seinem Headcoach Erik Spoelstra mit einem Career-High im Scoring (15,4 PPG) und sichtbaren Auswirkungen für die Offense wieder.
  • Beim Coach of the Year gibt’s wieder deutlich mehr Kandidaten: Mark Daigneault als Coach des besten Teams? Mitch Johnson, der die Spurs nach einer verpassten Playoff-Teilnahme im Vorjahr zum zweitbesten Record im Westen führte? Oder natürlich JB Bickerstaff, der mit seinen Pistons als Top-Seed in die Playoffs geht? Ich glaube jede Wahl wäre hier legitim, aber ich würde doch Joe Mazzula (BOS) den Vorzug geben. Keiner wusste vor einem Dreivierteljahr wo die Celtics stehen, denn sie wussten, dass Jayson Tatum lange verletzungsbedingt fehlen würde und tradeten sowohl Kristaps Porzingis als auch Jrue Holiday weg, verloren darüber hinaus auch Al Horford in der Free Agency. Und jetzt? Tatum kehrte in der Schlussphase der Regular Season zurück in ein Team, das am Ende den #2-Seed der Eastern Conference holte und für nicht wenige der Top-Contender für die Teilnahme der NBA Finals ist.
  • Beim Clutch Player of the Year ist es der einfache Blick auf die Statistiken um hier eine Wahl zu treffen: Shai Gilgeous-Alexander (OKC) scorte nicht nur die meisten Clutch-Punkte (6,5 im Schnitt) dieser Saison, sondern auch seitdem das Play-by-Play-Tracking vor knapp 30 Jahren eingeführt wurde.

Wir werden in den nächsten Wochen nach und nach erfahren wie das Voting ausgegangen ist (das Play-In zählt nicht mehr dazu).

Die Cavs wurden im Series-Opener ihrer Favoritenrolle gerecht und landeten spätestens nach einem 36:22 im dritten Viertel einen vollkommen ungefährdeten 126:113-Auftakt-Sieg gegen die Raptors. Dennis Schröder kam für Cleveland in 13 Minuten auf zwei Punkte (1-4 FG, 0-2 3P), einen Rebound und zwei Assists.

#5 Toronto Raptors @ #4 Cleveland Cavaliers 113:126
TOR: Barrett 24P/3A, Barnes 21P/7A, Ingram 17P/4A, Shead 17P (5-6 3P)
CLE: Mitchell 32P/3R/4A, Strus 24P/3R, Harden 22P/10A, Mobley 17P/7R/4A
Playoff-Stand: CLE leads 1-0

Blicken wir auf die weiteren Samstags-Partien:

  • Die Nuggets erwischten mit einem 23:33 im ersten Viertel einen schwachen Start in den Series-Opener gegen die T’wolves, schüttelten das Ganze aber im zweiten Abschnitt ab und sorgten für einen 62:62-Gleichstand zur Halbzeit. Im dritten Viertel schaffte man es sich sogar bis auf 15 Punkte abzusetzen und sah sich auf einem guten Weg das Spiel nach Hause zu bringen - bis die Gäste aus Minnesota mit einem 12:4-Run in der Mitte des Schlussabschnitts auf einmal bis auf 95:97 herankamen. Daraufhin ließ man allerdings defensiv sehr wenig zu und sicherte sich am Ende einen 116:105-Heimsieg. Jamal Murray (30P) traf alle seine 16 Freiwürfe, Nikola Jokic (25P/13R/11A) legte - natürlich - ein Triple-Double auf.
  • Einen anderen Spielverlauf erlebten die Fans im Madison Square Garden: Nach einer sehr engen Anfangsphase schafften es die Knicks im zweiten Viertel zwar zwischenzeitlich zweistellig in Führung zu gehen, Atlanta kam aber zurück und glich die Partie früh im dritten Viertel aus. Allerdings ohne selber in Führung zu gehen. Danach entwickelte sich eine wacklige Partie: Die Knicks schafften es über weite Strecken mit knapp unter oder über zehn Punkten in Führung zu liegen, aber so richtig entschieden war die Partie noch nicht. Das sollte sich im Schlussabschnitt ändern als die Knicks mit einem 10:0-Run alle Zweifel aus dem Weg räumten und die Partie mit 113:102 gewannen. Die Knicks konnten sich auf Jalen Brunson (28P) und Karl-Anthony Towns (19 seiner 25 Punkte erzielte er in der zweiten Hälfte) verlassen, aus deutscher Sicht kam Ariel Hukporti für die Gastgeber nicht zum Einsatz.
  • Tja, wir sprachen im Vorfeld von den verletzungsbedingten Ausfällen von Luka Doncic und Austin Reaves bei den Lakers und wurden dann kurz vor dem Opener der Series zwischen den Lakers und den Rockets nochmal kalt erwischt: Kevin Durant zog sich im Training bei einem Zusammenprall eine Knieprellung zu und verpasste das Spiel. Und somit wurde das Highlight des Tages dann doch noch zu einer spannenden Partie, die bis ins dritte Viertel mit einer knappen Führung der Lakers völlig offen geführt und eng blieb. Durch einen 8:0-Run im besagten Viertel schafften es dann die Gastgeber als erstes Team sich etwas abzusetzen, eine Reaktion von Houston blieb aus und somit lag Los Angeles im Schlussabschnitt teils mit 16 Punkten in Führung. Die Partie ließ man sich nun nicht mehr aus der Hand nehmen und feierte letztendlich einen immens wichtigen 107:98-Heimsieg im Opener. Luke Kennard (27P, 5-5 3P) und Deandre Ayton (19P/11R, 8-10 FG) schafften es in Sachen Scoring ausgezeichnet LeBron James (19P/8R/13A) zu entlasten, die Lakers trafen in dieser Partie satte 61 FG% und zehn ihrer 19 Versuche von Downtown - da kann man die miserable Freiwurfquote (65 FT%) auch mal ausblenden. Und die Rockets? Sie hatten deutlich mehr Abschlüsse (93 FG-Versuche gegenüber den 66 der Lakers, 33 Abwürfe von Downtown (elf Treffer) gegenüber den 19 der Lakers), trafen aber nur 38 FG% und somit machte es eben keinen Unterschied, dass man bei den Rebounds (44:35) überlegen war und auf satte 13 Steals kam. Aus deutscher Sicht kam Maxi Kleber für die Lakers nicht zum Einsatz.

#6 Minnesota Timberwolves @ #3 Denver Nuggets 105:116
MIN: Edwards 22P/9R/7A, Gobert 17P/10R, McDaniels 16P/8R/3A, Randle 16P/7R
DEN: Murray 30P/5R/7A, Jokic 25P/13R/11A, Gordon 17P/8R/3A
Playoff-Stand: DEN leads 1-0

#6 Atlanta Hawks @ #3 New York Knicks 102:113
ATL: McCollum 26P/4R, Johnson 23P/7R/3A, Okongwu 19P/7R, Alexander-Walker 17P/4A, Daniels 4P/9R/11A/3Stl
NYK: Brunson 28P/5R/7A, Towns 25P/8R/4A/3B, Anunoby 18P/8R, Hart 11P/14R/5A/3Stl
Playoff-Stand: NYK leads 1-0

#5 Houston Rockets @ #4 Los Angeles Lakers 98:107
HOU: Sengün 19P/8R/6A, Thompson 17P/7R/7A/3Stl, Sheppard 17P/8A (5-14 3P), Smith Jr. 16P/12R, Eason 16P/10R/3Stl
LAL: Kennard 27P/4R/3A (5-5 3P), L. James 19P/8R/13A, Ayton 19P/11R, Smart 15P/8A
Playoff-Stand: LAL leads 1-0

Und weil es gestern so schön war wiederholen wir das Ganze am heutigen Sonntag, denn die restlichen vier Serien starten heute erneut mit einer Quadruple-Header-Ansetzung:

  • Ab 19:00 Uhr sehen wir als erstes den Auftritt der Celtics gegen die Sixers. Die Sixers scheinen sichtlich verstärkt unterwegs zu sein nachdem Paul George seine Verletzungen und seine Sperre hinter sich gebracht hat, aber mit Joel Embiid fällt nun wieder ein elementar wichtiger Teil des Teams verletzungsbedingt aus. Die Celtics hatten im Gegensatz zum Play-In-Team Philly eine ganze Woche Pause und gehen nicht nur aufgrund des Heimvorteils als klarer Favorit in diese Series. Die Regular Season-Series endete mit einem 2-2-Tie, allerdings sollte beachtet werden, dass zum einen drei Duelle schon bis Mitte November absolviert wurden und man letztmalig Anfang März aufeinander traf (damals ein 114:98-Heimsieg von Boston.
  • Ab 21:30 Uhr sehen wir dann mit den Thunder den ersten Top-Seed, der es im heimischen Paycom Center mit den Suns zu tun bekommt. Phoenix schleppte sich mühsam durch das Play-In-Tournament und war erst am vergangenen Freitag aktiv während OKC die letzten Spiele der Regular Season schon nicht mehr ernst nehmen musste und nun genügend Pause bekam. Es fällt sehr schwer hier Würze hereinzubekommen, man wäre fast schon geneigt zu behaupten, dass alles andere als ein Sweep eine riesige Überraschung darstellt. Aber: Bedingt durch den NBA Cup gab es in dieser Season schon fünf Aufeinandertreffen zwischen den beiden Teams und davon konnten die Suns tatsächlich drei für sich entscheiden - darunter auch das letzte Aufeinandertreffen (135:103) heute vor einer Woche als aber die Thunder mit einer B-Truppe antraten. Die Kräfteverhältnisse sollten heute anders aussehen.
  • Ab 00:30 Uhr folgt dann mit den Pistons auch der Top-Seed der Eastern Conference, der in der Little Cesars Arena die Magic empfängt. Detroit absolvierte trotz längerer Ausfallzeit von Cade Cunningham eine durchgehend starke Regular Season, die sie mit 60 Siegen abschlossen, 39 davon kamen davon gegen Teams aus der eigenen Conference. Während der Regular Season trafen die beiden Teams viermal aufeinander, beide konnten jeweils einen Heimsieg und einen Auswärtssieg einfahren, zuletzt gab’s einen Erfolg von Orlando in Detroit vor zwei Wochen. Ich würde behaupten, dass dieses Matchup das engste des heutigen Tages ist, sehe aber nachwievor Schwierigkeiten bei Orlando bezüglich Paolo Banchero und der Fitness von Franz Wagner, den man in Topform benötigt. Aber wer weiß, in den Playoffs werden ab und an die Karten neu gemischt.
  • Den Abschluss des Tages bildet ab 03:00 Uhr das Aufeinandertreffen zwischen den Spurs und den Blazers. Wenn es die Thunder nicht gäbe wären die Spurs das Team der Saison, mit einem Mix aus cleverem Drafting (Castle, Harper), dem Riesen-Los namens Victor Wembanyama und guten Verpflichtungen (Fox) sicherte man sich souverän den zweiten Platz im Westen und trifft nun auf eine ebenfalls positive Storyline. Die Blazers mit ihrer jungen Garde um Deni Avdija, Donovan Clingan, Shaedon Sharpe (der eventuell pünktlich zur Postseason wieder mehr belastet werden könnte) und Toumani Camara werden von den Veteranen Jrue Holiday und Jeremy Grant angeführt und konnten sich via Play-In noch den #7-Seed erkämpfen. Während der Regular Season konnten die Blazers zwei der drei Duelle für sich entscheiden, darunter beide Aufeinandertreffen in diesem Monat. Man sollte Portland also nicht komplett abschreiben, auch wenn San Antonio hier natürlich schon deutlich favorisiert ist.

Vorschau auf Sonntag (alle Zeiten MESZ):
19:00 Uhr: #7 Philadelphia 76ers @ #2 Boston Celtics (East Quarters Game 1, 0-0)
21:30 Uhr: #8 Phoenix Suns @ #1 Oklahoma City Thunder (West Quarters Game 1, 0-0)
00:30 Uhr: #8 Orlando Magic @ #1 Detroit Pistons (East Quarters Game 1, 0-0)
03:00 Uhr: #7 Portland Trail Blazers @ #2 San Antonio Spurs (West Quarters Game 1, 0-0)

Heute überträgt Sky alle vier Spiele live.

Die Celtics stellten im Series-Opener eindrucksvoll unter Beweis, dass sie als Top-Contender im Osten gelten: Ab dem ersten Viertel (33:18) dominierte Boston das Heimspiel gegen die Sixers, die es von da an nicht einmal mehr schafften den Rückstand in den einstelligen Bereich zu bringen. Philly leistete sich fast doppelt so viele Turnovers wie die Gastgeber (14:8), traf nur viermal bei 23 Versuchen von Downtown und auch nur 39 FG% - damit gewinnt man gegen dieses Team keinen Blumentopf und verliert stattdessen klar mit 91:123.

#7 Philadelphia 76ers @ #2 Boston Celtics 91:123
PHI: Maxey 21P/8A, George 17P/4R
BOS: Brown 26P/4R/3A, Tatum 25P/11R/7A
Playoff-Stand: BOS leads 1-0

Blicken wir auf die weiteren Resultate vom Sonntag:

  • Die Thunder machten es den Celtics gleich und wurden im Series-Opener ihrer klaren Favoritenrolle gerecht. Nach einem 35:20 im ersten Viertel cruiste OKC letztendlich zu einem 119:84-Blowout-Heimsieg gegen die Suns, die nur ein halbes Viertel mithalten konnten. Isaiah Hartenstein kam für die Thunder in 20 Minuten auf acht Punkte (4-4 FG), acht Rebounds, zwei Assists und zwei Blocks.
  • Das war eine Leistungssteigerung: Wenige Tage nachdem die Magic im Play-In noch sehr angeschlagen und schwach wirkten folgte im Series-Opener in Detroit eine mannschaftlich geschlossene Performance (die komplette Starting Five scorte mindestens 16 Punkte) - und damit ganz genau das Gegenteil von dem was die Pistons anstellten (Cunningham mit 39 Punkten, Harris mit 17 Zählern). Die Magic erwischten den klar besseren Start ins Duell (18:5) und schafften es daraufhin über das komplette Spiel hinweg immer die passenden Antworten und Runs zu finden als die Gastgeber nach dem Ausgleich oder einer Führung griffen. So stand am Ende ein Upset mit einem 112:101-Auswärtssieg. Aus deutscher Sicht: Franz Wagner mit 19 Punkten (7-13 FG, 1-2 3P, 4-5 FT), fünf Rebounds, vier Assists und zwei Steals in 32 Minuten sowie Tristan da Silva mit sieben Zählern (3-6 FG, 1-3 3P) und vier Rebounds in 21 Minuten für die Magic, Moritz Wagner bekam von Orlando keine Einsatzzeit.
  • Abschließend sahen wir in San Antonio ein Scoring-Duell zwischen Deni Avdija (30P/10R/5A) und Victor Wembanyama (35P/5R, 5-6 3P) mit dem besseren Ende für die Gastgeber. Die Spurs arbeiteten schon früh in der Partie daran sich zweistellig abzusetzen und genau als dies geling kamen die Blazers durch einen Halbzeit-übergreifenden 10:0-Run auf einmal in die Partie zurück und bis auf zwei Zähler heran. Dies sollte jedoch nur eine kurze Episode eines engen Spiels werden, bis zum Ende des dritten Viertels zogen die Spurs bis auf 15 Zähler davon und holten sich am Ende einen doch souveränen 111:98-Auftakt-Sieg.

#8 Phoenix Suns @ #1 Oklahoma City Thunder 84:119
PHX: Booker 23P/6R, Brooks 18P/7R, Green 17P/5R
OKC: Gilgeous-Alexander 25P/4R/7A, Jal. Williams 22P/7R/6A, Holmgren 16P/7R
Playoff-Stand: OKC leads 1-0

#8 Orlando Magic @ #1 Detroit Pistons 112:101
ORL: Banchero 23P/9R/4A, F. Wagner 19P/5R/4A, Carter Jr. 17P/7R/5A, Bane 17P/6R/5A, Suggs 16P/4R/4A/3Stl
DET: Cunningham 39P/5R/4A, Harris 17P/6R/3A
Playoff-Stand: ORL leads 1-0

#7 Portland Trail Blazers @ #2 San Antonio Spurs 98:111
POR: Avdija 30P/10R/5A, Henderson 18P/3R/3A, Holiday 9P/4R/11A
SAS: Wembanyama 35P/5R (5-6 3P), Fox 17P/5R/8A, Castle 17P/7R/7A
Playoff-Stand: SAS leads 1-0

Am heutigen Montag werden drei Serien fortgesetzt: Im Osten empfangen die Cavs die Raptors und die Knicks treffen auf die Hawks, im Westen steht das zweite Duell zwischen den Nuggets und den T’wolves an. Sky überträgt alle drei Partien live.

Vorschau auf Montag (alle Zeiten MESZ):
01:00 Uhr: #5 Toronto Raptors @ #4 Cleveland Cavaliers (East Quarters Game 2, 0-1)
02:00 Uhr: #6 Atlanta Hawks @ #3 New York Knicks (East Quarters Game 2, 0-1)
04:30 Uhr: #6 Minnesota Timberwolves @ #3 Denver Nuggets (West Quarters Game 2, 0-1)

Abseits der Playoffs werden in dieser Woche Tag für Tag die ersten Gewinner der besagten Awards für die Regular Season veröffentlicht. Wir fangen am heutigen Montag mit dem Defensive Player of the Year an, dann folgen am Dienstag der Clutch Player of the Year, am Mittwoch der Sixth Man Award, am Donnerstag der Sportsmanship Award und am Freitag der MIP.

Die Finalisten wurden bereits bekannt gegeben:
MVP: Shai Gilgeous-Alexander (OKC), Nikola Jokic (DEN), Victor Wembanyama (SAS)
Rookie: VJ Edgcombe (PHI), Cooper Flagg (DAL), Kon Knueppel (CHA)
Denfensive: Chet Holmgren (OKC), Ausar Thompson (DET), Victor Wembanyama (SAS)
MIP: Nickeil Alexander-Walker (ATL), Deni Avdija (POR), Jalen Duren (DET)
Sixth Man: Tim Hardaway Jr. (DEN), Jaime Jaquez Jr. (MIA), Keldon Johnson (SAS)
Clutch: Anthony Edwards (MIN), Shai Gilgeous-Alexander (OKC), Jamal Murray (DEN)
Coach: JB Bickerstaff (DET), Mitch Johnson (SAS), Joe Mazzula (BOS)

Der erste Award für die abgelaufene Regular Season wurde vergeben. Dass Victor Wembanyama zum Defensive Player of the Year gewählt wurde ist alles andere als überraschend, aber dennoch historisch: Mit seinen 22 Jahren ist er der jüngste Gewinner aller Zeiten dieses Awards und dazu viel diese Entscheidung einstimmig - er bekam sämtliche First-Place-Votes. Auf Rang zwei landete Chet Holmgren (OKC, 76 Second-Place-Votes) vor Ausar Thompson (DET), Rudy Gobert (MIN) und Scottie Barnes (TOR).

Drei weitere Partien der Playoffs liegen hinter uns und der Montag bot einiges…

  • …zunächst aber nichts überraschendes: Die Cavs konnten sich im zweiten Spiel der Serie gegen die Raptors auf das Scoring des Trios Mitchell, Harden und Mobley (zusammen 83 Punkte) verlassen und fuhren einen ungefährdeten 115:105-Heimsieg ein bei dem man zu keinem Zeitpunkt in Rückstand geriet. Die Raptors rannten also über die komplette Spielzeit einem Rückstand hinterher, den man in Hälfte eins weitestgehend noch gering halten konnte, aber spätestens im dritten Viertel verlor man den Anschluss. Toronto vermisste insbesondere Brandon Ingram (7P, 3-15 FG), der keinen guten Tag erwischte. Die Cavs nehmen nun eine 2-0-Führung mit zu den Auswärtsspielen in Kanada. Aus deutscher Sicht: Dennis Schröder kam für die Cavs in 14 Minuten auf fünf Punkte (1-5 FG, 0-2 3P, 3-3 FT), einen Rebound und vier Assists.
  • Deutlich mehr Spannung lieferte das zweite Duell zwischen den Knicks und den Hawks. Das gastgebende New York konnte sich zwar schon im ersten Viertel zwischenzeitlich zweistellig absetzen, scorte dann aber in rund dreieinhalb Minuten nur zwei weitere Zähler und ließ die Hawks in die Partie zurückkommen. Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischten dann wieder die Gastgeber, die zügig erneut zweistellig davonzogen bis dann wieder ein Einbruch kam: Mit einem 24:9-Run bis tief in die Crunchtime hinein drehten die Hawks einen zwölf Punkte großen Rückstand auf einmal in eine 103:100-Führung. Und dann wurde es richtig spannend: Brunson glich per Dreier für die Knicks zum 103:103 aus, verpasste es dann aber anschließend die Knicks in Führung zu bringen nachdem McCollum den Ball verlor. Der Hawks-Guard machte es anschließend besser und sorgte für das 105:103 während Brunson auf der Gegenseite geblockt wurde. Mit zehn Sekunden auf der Uhr erhöhten die Hawks ihre Siegchance mit einem Dunk von Johnson deutlich, doch Brunson konterte diesmal von Downtown zum 106:107. Die Knicks mussten nun foulen, McCollum trat für die Freiwürfe an und vergab beide. Nun reichte New York ein FG zum Sieg, aber Miles Bridges vergab den Jumper. Die Hawks feiern somit am Ende einen 107:106-Auswärtssieg und gehen nun mit einem 1-1 in die beiden Heimspiele. Aus deutscher Sicht: Ariel Hukporti kam für die Knicks nicht zum Einsatz.
  • Das einzige West-Duell des Tages sah früh wie eine klare Angelegenheit aus: Die Nuggets dominierten weite Teile der ersten Halbzeit und lagen früh im zweiten Viertel mit 44:25 vorn. Doch wenn eines die letzte Playoff-Serie zwischen den beiden Teams gezeigt hat, dann dass man kein Team abschreiben sollte - und so kam es auch: In den nächsten rund sechs Minuten legten die T’wolves einen 24:4-Run auf und lagen auf einmal selbst mit 49:48 vorn. In der Folge entwickelte sich ein hart umkämpftes Spiel in dem sich kein Team mehr wirklich absetzen konnte, sodass die Spannung bis zur Crunchtime anhielt. Letztendlich war es ein Dunk von Donte DiVincenzo mit vier Sekunden auf der Uhr, der Minnesota den wichtigen 119:114-Auswärtssieg endgültig sicherte. Somit steht auch diese Serie vor dem Wechsel des Spielorts 1-1.

Ergebnisse vom Montag:
#5 Toronto Raptors @ #4 Cleveland Cavaliers 105:1115
TOR: Barnes 26P/4R/5A, Barrett 22P/9R/5A, Murray-Boyles 17P/7R, Mamukelashvili 12P/10R
CLE: Mitchell 30P/7R/5A, Harden 28P/5R/4A/5Stl, Mobley 25P/8R
Playoff-Stand: CLE leads 2-0

#6 Atlanta Hawks @ #3 New York Knicks 107:106
ATL: McCollum 32P/3R/6A, Kuminga 19P/4R, Johnson 17P/8R/3A, Okongwu 15P/8R
NYK: Brunson 29P/7A, Towns 18P/8R, Hart 15P/13R/6A, Anunoby 14P/8R, Robinson 13P/7R
Playoff-Stand: Tied 1-1

#6 Minnesota Timberwolves @ #3 Denver Nuggets 119:114
MIN: Edwards 30P/10R, Randle 24P/9R/6A, DiVincenzo 16P/7R/6A, McDaniels 14P/3A
DEN: Murray 30P/7R/7A (6-14 3P), Jokic 24P/15R/8A, Braun 15P/3R/5A, Hardaway Jr. 16P/3R
Playoff-Stand: Tied 1-1

Am heutigen Dienstag gehen drei weitere Serien in ihr jeweiliges zweites Duell: Im Osten wäre es überraschend, wenn die Celtics nach dem zweiten Heimspiel gegen die Sixers nicht mit 2-0 vorne liegen würden, im Westen treffen die Spurs auf die Blazers und die Lakers erneut ohne Luka Doncic auf die Rockets bei denen der Einsatz von Kevin Durant als Game-Time-Decision erwartet wird. Sky überträgt alle drei Partien live.

Vorschau auf Dienstag (alle Zeiten MESZ):
01:00 Uhr: #7 Philadelphia 76ers @ #2 Boston Celtics (East Quarters Game 2, 0-1)
02:00 Uhr: #7 Portland Trail Blazers @ #2 San Antonio Spurs (West Quarters Game 2, 0-1)
04:30 Uhr: #5 Houston Rockets @ #4 Los Angeles Lakers (West Quarters Game 2, 0-1)

Shai Gilgeous-Alexander (OKC) ist mit der klaren Mehrheit von 96 First-Place-Votes zum Clutch Player of the Year gewählt worden, er setzte sich in diesem Ranking gegen Jamal Murray (DEN) und Anthony Edwards (MIN) duch, die weiteren First-Place-Votes gingen allerdings an Cade Cunningham (DET, 1), Jalen Brunson (NYK, 2) und Nikola Jokic (DEN, 1).

Nun aber schnell zurück zu den Playoffs, denn der Dienstag hatte es in sich, in jeglicher Hinsicht:

  • Mal abgesehen von OKC-PHX gab es im Vorfeld wohl keine Serie, die solch einen klaren Favoriten hatte - und nun? In Abwesenheit vom verletzten Joel Embiid liefen Tyrese Maxey und Rookie VJ Edgecombe (zusammen 59 Punkte, 11-22 3P) heißt und führten die Sixers zu einem völlig unerwarteten 111:97-Auswärtssieg in Boston. Den Celtics wurde letztendlich das zum Verhängnis was man schon in den letzten Jahren immer wieder zu sehen bekam: Fällt der Dreier nicht (13-50 (!) 3P) haben sie ein riesiges Problem. Dabei sah es erst gar nicht danach aus: Boston legte im ersten Viertel einen 16:0-Run auf und ging mit 26:13 in Führung, die allerdings bis zum Ende des Abschnitts (28:25) nahezu komplett verspielt wurde. Halbzeitübergreifend ging es dann in die andere Richtung als die Sixers mit einem 12:2-Run auf einmal selbst deutlicher vorne lagen, aber auch hier dauerte es nicht lange bis Boston diesen Rückstand aufholte. Die Entscheidung sollte dann spät im Schlussviertel fallen als die Celtics auf einen erneuten 11:0-Run der Gäste aus Philadelphia keine Antwort mehr fanden. Die Serie wechselt nun also mit einem 1-1 den Spielort.
  • Das zweite Duell zwischen den Spurs und den Blazers wurde von einer Situation überschattet: Victor Wembanyama fiel bei einer Offensivaktion unglücklich mit dem Gesicht auf’s Parkett und zog sich dabei eine Gehirnerschütterung zu - für den MVP des Teams war damit schon im zweiten Viertel die Partie gelaufen. Aber abseits davon hatten die Spurs diesmal schon im ersten Abschnitt große Probleme, ungefähr in der Mitte des Viertels lag man mit 9:22 und damit zweistellig zurück. Bis zum Viertel-Ende holte man diesen Rückstand auf und es entwickelte sich eine enge Partie mit haufenweise Führungswechseln. Erst im Schlussviertel konnte sich San Antonio mit einem 11:0-Run erstmals in dieser Partie etwas absetzen, aber passend zum Tag sollte auch dies nicht dabei bleiben, im Gegenteil: Die Spurs schafften es in den letzten rund fünf Minuten nur vier Punkte zu scoren womit die Blazers uns eine spannende Crunchtime ermöglichten. Am Ende waren es ein Alley-Oop-Dunk von Robert Williams III und zwei Freiwürfe von Toumani Camara, die für den 106:103-Auswärtssieg sorgten. Die Serie geht nun also mit einem 1-1 nach Portland.
  • Kurz vor dem Tip-Off gab es die gute Nachricht für die Rockets, dass Kevin Durant active ist, aber das sollte es dann auch für Houston mit den guten Nachrichten bleiben. Nach einem über weite Strecken hart umkämpften ersten Viertel zogen die Lakers mit einem 15:0-Run davon, hatten dann aber kurz vor der Halbzeit offensiv eine Schwächephase sodass es mit einem knappen 54:51-Vorsprung in die zweite Halbzeit ging. Hier geriet man zwar zunächst in Rückstand, fand aber dann wieder den Flow und setzte sich im höheren einstelligen Bereich ab. Im folgenden Spielverlauf probierten es die Gäste aus Texas immer wieder zum Ausgleich zu kommen, sobald ein One-Possession-Game möglich wurde fanden die Lakers aber immer die passende Antwort. Am Ende führt ein 41-jähriger LeBron James (28P/8R/7A) die ersatzgeschwächten Lakers zu einem weiteren 101:94-Heimsieg durch den man in der Serie mit 2-0 in Führung geht und somit optimal in die beiden Auswärtsspiele gehen kann. Aus deutscher Sicht: Maxi Kleber kam für die Lakers nicht zum Einsatz.

Ergebnisse vom Dienstag:
#7 Philadelphia 76ers @ #2 Boston Celtics 111:97
PHI: Edgecombe 30P/10R (6-10 3P), Maxey 29P/4R/9A (5-12 3P), George 19P/4R/3A
BOS: Brown 36P/7R/4A (5-12 3P), Tatum 19P/14R/9A
Playoff-Stand: Tied 1-1

#7 Portland Trail Blazers @ #2 San Antonio Spurs 106:103
POR: Henderson 31P (5-9 3P), Holiday 16P/5R/9A, Avdija 14P/4R/3A
SAS: Castle 18P/7R/5A, Fox 17P/4A, Vassell 16P/12R/3Stl
Playoff-Stand: Tied 1-1

#5 Houston Rockets @ #4 Los Angeles Lakers 94:101
HOU: Durant 23P/6R/4A, Sengün 20P/11R/5A/4Stl, Smith Jr. 18P/6R, Thompson 16P/5R/9A
LAL: L. James 28P/8R/7A, Smart 25P/7A/5Stl (5-7 3P), Kennard 23P/6R/3Stl
Playoff-Stand: LAL leads 2-0

Am heutigen Mittwoch gehen dann auch die beiden restlichen Serien in ihr jeweiliges zweites Spiel: Während die Pistons eine Antwort auf den verpatzten Series-Opener gegen die Magic finden müssen wollen die Thunder ihren Vorsprung gegen die Suns ausbauen. Heute haben wir dann das Kuriosum mit dem Rechtepaket: Es sind beides ESPN-Spiele und somit gibt’s diese exklusiv im Game Pass.

Vorschau auf Mittwoch (alle Zeiten MESZ):
01:00 Uhr: #8 Orlando Magic @ #1 Detroit Pistons (East Quarters Game 2, 1-0)
03:30 Uhr: #8 Phoenix Suns @ #1 Oklahoma City Thunder (West Quarters Game 2, 0-1)

Ein weiterer Award für die abgelaufene Regular Season wurde vergeben:
Keldon Johnson (SAS) wurde mit 63 First-Place-Votes zum Sixth Man of the Year gewählt und setzte sich damit gegen Jaime Jaquez Jr. (MIA, 34 First-Place-Votes), Tim Hardaway Jr. (DEN) und Naz Reid (MIN, 1) durch.

Zurück zu den Playoffs, wo der Mittwoch eher wie erwartet ablief:

  • Nach elf Heimniederlagen in Folge in den Playoffs, die bis ins Jahr 2008 reichten, beantworteten die Pistons die Pleite im Series-Opener mit einem souveränen 98:83-Heimsieg in Game 2 gegen die Magic. Nach einem 46:46-Gleichstand zur Halbzeit dominierte Detroit das dritte Viertel (38:16), legte einen 30:3-Run auf und legte damit den Grundstein zum Sieg. Beide Teams bekleckerten sich mit ihren Quoten von Downtown nicht gerade mit Ruhm, Detroit traf nur 58 FT%, aber dominierte vollkommen unter den Brettern (57:42 Rebounds). Die Serie geht nun also mit einem 1-1 nach Orlando. Aus deutscher Sicht: Franz Wagner mit zwölf Punkten (4-11 FG, 0-2 3P, 4-4 FT), sieben Rebounds, einem Assist und vier Steals in 32 Minuten, Tristan da Silva mit drei Zählern (1-3 FG, 1-2 3P), drei Rebounds und einem Steal in 17 Minuten sowie Moritz Wagner ohne Punkte (0-1 FG) und einem Rebound in drei Minuten allesamt für die Magic.
  • Auch der andere #1-Seed erledigte seine Hausaufgaben: Zwar schafften es die Suns diesmal deutlich länger in der Partie zu bleiben, aber schon zum Ende der ersten Halbzeit setzten sich die Thunder zweistellig ab um dann das dritte Viertel (35:20) klar für sich zu entscheiden. Am Ende führte Shai Gilgeous-Alexander (37P/9A) OKC zu einem 120:107-Heimsieg womit die Serie mit einer 2-0-Führung für die Thunder nach Arizona wechselt. Aus deutscher Sicht: Isaiah Hartenstein mit neun Punkten (3-6 FG, 3-4 FT), zehn Rebounds, zwei Assists, einem Steal und einem Block in 22 Minuten für die Thunder.

Ergebnisse vom Mittwoch:
#8 Orlando Magic @ #1 Detroit Pistons 83:98
ORL: Suggs 19P/6R/4A, Banchero 18P/6R/8A
DET: Cunningham 27P/6R/11A, Harris 16P/11R
Playoff-Stand: Tied 1-1

#8 Phoenix Suns @ #1 Oklahoma City Thunder 107:120
PHX: Brooks 30P/6R (5-9 3P), Booker 22P/7R/4A, Green 21P/5R/3A, O’Neale 16P/9R/4A (4-5 3P)
OKC: Gilgeous-Alexander 37P/5R/9A, Holmgren 19P/8R/4B, Jal. Williams 19P/4A, Mitchell 14P/5R/5A
Playoff-Stand: OKC leads 2-0

Am heutigen Donnerstag gehen die ersten drei Serien schon in ihr jeweiliges drittes Spiel: Im Osten wollen sich die Knicks direkt revanchieren und mit einem Sieg bei den Hawks den Heimvorteil zurückholen und die Raptors benötigen dringend einen Heimsieg gegen die Cavs um nicht schon eine Vorentscheidung zu kassieren. Dazu geht auch die Serie zwischen den T’wolves und den Nuggets im Westen weiter, es wird spannend zu sehen sein, ob die Nuggets direkt mit einem Auswärtssieg antworten oder die T’wolves die Serie in eine eigene Führung drehen. Amazon Prime überträgt alle drei Partien live.

Vorschau auf Donnerstag (alle Zeiten MESZ):
01:00 Uhr: #3 New York Knicks @ #6 Atlanta Hawks (East Quarters Game 3, 1-1)
02:00 Uhr: #4 Cleveland Cavaliers @ #5 Toronto Raptors (East Quarters Game 3, 2-0)
03:30 Uhr: #3 Denver Nuggets @ #6 Minnesota Timberwolves (West Quarters Game 3, 1-1)

Derrick White (BOS) hat den Sportsmanship Award gewonnen. Bei diesem Award gibt es ein abweichendes Voting-System: Jedes Team konnte einen Spieler nominieren, ein Panel reduzierte das Wahlfeld dann auf sechs Spieler (aus jeder Division einer) ehe dann die Spieler wählen konnten. White (77) bekam zwar nicht die meisten First-Place-Votes, aber 113 Second-Place-Votes und setzte sich somit nach Punkten gegen TJ McConnell (IND, 83 First-Place-Votes), Harrison Barnes (SAS, 73), Al Horford (GSW, 73), Bam Adebayo (MIA, 43) und Shai Gilgeous-Alexander (OKC, 37) durch.

Zurück zu den Playoffs und einem guten Tag für die Heimteams und damit die Freunde des gepflegten Upsets:

  • Wir erinnern uns kurz daran, dass die Crunchtime nicht der Freund der Knicks im zweiten Duell der Serie war? Gut, denn das wiederholte sich gleich nochmal. Allerdings dominierten diesmal die Hawks weite Teile ihres ersten Heimspiels in dieser Serie, vor der Halbzeit lag man kurzzeitig gar mit 18 Zählern vorn. In Hälfte zwei sah es dann nicht mehr so aus, stattdessen kämpften sich die Knicks nach und nach in die Partie zurück, erreichten dann durch einen Dreier von Miles McBride und einen Floater von Jalen Brunson inklusive Foul und And-One rund eine Minute vor dem Ende sogar die eigene 108:105-Führung. Doch dann verpasste man es sich abzusetzen, u.a. durch mehrere Offensiv-Rebounds der Hawks und verpasste Abschlüsse. So kam Atlanta nochmal zurück, CJ McCollum drehte mit zwölf Sekunden auf der Uhr die Partie. Wieder hatten die Knicks die Chance zum Siegtreffer, aber diesmal kam es durch einen Ballverlust von Brunson nicht einmal mehr zu einem Abschluss-Versuch. Die Hawks schlagen die Knicks mit 109:108 und liegen nun in der Serie mit 2-1 vorn. Aus deutscher Sicht: Keine Einsatzzeit für Ariel Hukporti für die Knicks.
  • Wir sahen zwei klare Heimsiege in Cleveland und alles sah so aus als ob die Cavs auch auswärts das fortsetzen würden, aber es kam mit langer Verzögerung die Reaktion von den Raptors. Angeführt vom Duo Barnes und Barrett (zusammen 66 Punkte, 9-13 3P) brachte man die Cavs in ein deutlich engeres Spiel, bis ins Schlussviertel hinein schaffte es bis auf eine kurze Phase im zweiten Viertel als Toronto mit zehn Punkten vorn war, kein Team sich länger abzusetzen. In der besagten Schlussphase schien aber bei den Raptors der Schalter umgelegt worden zu sein, ein 35:14-Run besiegelte den 126:104-Heimerfolg mit dem man in der Serie auf 1-2 verkürzt. Aus deutscher Sicht: Dennis Schröder für die Cavs in fünf Minuten mit drei Punkten (1-2 3P), einem Rebound und einem Block.
  • Keinerlei Spannung gab’s im einzigen West-Duell des Tages und das ist doch auch irgendwie überraschend. Die T’wolves dominierten ihr erstes Heimspiel der Serie gegen die Nuggets von Beginn an, bauten eine 25:11-Führung nach dem ersten Viertel bis zur Halbzeit (61:39) noch weiter aus und cruisten letztendlich zu einem 113:96-Heimsieg mit dem man in der Serie nun mit 2-1 in Führung liegt. Auffällig beim Blick in die Boxscore: Minnesota dominierte bei den Rebounds (53:40), verteilte enorm stark den Ball (31 Assists bei zehn Ballverlusten, Denver mit 12A bei 10 Turnovers) und selbst Foul-Trouble (Denver durfte 40 Mal zu Freiwürfen antreten) änderte nichts am Resultat.

Ergebnisse vom Donnerstag:
#3 New York Knicks @ #6 Atlanta Hawks 108:109
NYK: Anunoby 29P/9R/3B, Brunson 26P/3R/4A, Towns 21P/17R/4A, McBride 15P (5-10 3P)
ATL: Johnson 24P/10R/8A, McCollum 23P/5R, Kuminga 21P/4R, Daniels 8P/13R/6A/3Stl
Playoff-Stand: ATL leads 2-1

#4 Cleveland Cavaliers @ #5 Toronto Raptors 104:126
CLE: Harden 18P/4R/4A, Mobley 15P/6R/7A, Mitchell 15P/5R/3A, Strus 15P/6R/3A
TOR: Barnes 33P/5R/11A, Barrett 33P/5R/5A (6-8 3P), Murray-Boyles 22P/8R, Battle 14P (4-4 3P)
Playoff-Stand: CLE leads 2-1

#3 Denver Nuggets @ #6 Minnesota Timberwolves 96:113
DEN: Jokic 27P/15R/3A, Murray 16P/3R/4A
MIN: Dosunmu 25P/3R/9A, McDaniels 20P/10R/3A, Edwards 17P/5R/3A, DiVincenzo 15P/4R/7A/4Stl
Playoff-Stand: MIN leads 2-1

Am heutigen Freitag gehen drei weitere Serien in ihr jeweiliges drittes Spiel: Im Osten wird eine Reaktion der Celtics in Philly nach der überraschenden Heimpleite in Game 2 erwartet, im Westen gehen die Doncic-losen Lakers mit einer 2-0-Führung ins erste Auswärtsspiel der Serie bei den Rockets und die möglicherweise Wemby-losen Spurs gastieren beim Stand von 1-1 in der Serie bei den Blazers. Amazon Prime überträgt alle drei Partien live.

Vorschau auf Freitag (alle Zeiten MESZ):
01:00 Uhr: #2 Boston Celtics @ #7 Philadelphia 76ers (East Quarters Game 3, 1-1)
02:00 Uhr: #4 Los Angeles Lakers @ #5 Houston Rockets (West Quarters Game 3, 2-0)
04:30 Uhr: #2 San Antonio Spurs @ #7 Portland Trail Blazers (West Quarters Game 3, 1-1)

Nickeil Alexander-Walker ist zum diesjährigen Most Improved Player gewählt worden womit dieser Award zum zweiten Mal in Folge an einen Hawks-Spieler geht (nach Dyson Daniels). Die Wahl war doch klarer als erwartet: 66 First-Place-Votes gingen an „NAW“, nur 23 an Jalen Duren (DET) und Deni Avdija (POR) auf den weiteren Plätzen, weitere First-Place-Votes bekamen noch Ryan Rollins (MIL, 3) und Jalen Johnson (ATL, 1).

Zurück zu den Playoffs:

  • Auch im dritten Aufeinandertreffen wurden die Celtics vor mehr Probleme gestellt als man es erwarten konnte: Die Sixers zwangen den großen Favoriten in ein enges Spiel, selbst als Boston daran kratzte zweistellig in Führung zu gehen kam anschließend die passende Antwort der Gastgeber. Das funktionierte allerdings nur bis zur Crunchtime: Exakt eine Minute vor dem Ende rückte Philly durch zwei Freiwürfe von Kelly Oubre Jr. bis auf 100:103 an die Celtics heran, im Gegenzug vergab Nikola Vucevic zwar einen Dreier-Versuch, Derrick White schnappte sich aber den Offensiv-Rebound und anschließend machte es Tatum besser und traf zum 106:100. Die Sixers versuchten anschließend etwas ähnliches: Vergebener Dreier von Tyrese Maxey, Offensiv-Rebound von Andre Drummond, aber erneut ein Fehlwurf von Maxey. Philly mussten nun foulen, Derrick White wurde zur Charity-Stripe geschickt und verwandelte dort beide Versuche. Die Celtics gewinnen Game 3 mit 108:100 bei den Sixers, holen sich den Heimvorteil zurück und führen somit in der Serie mit 2-1.
  • Die Serie zwischen den Rockets und den Lakers hatte früh das größte Potenzial und man trauerte früh, dass beide Teams nicht in voller Stärke antreten können, aber diese Performance von Los Angeles war dann so nicht zu erwarten. Die Rockets standen nach zwei Auswärtsniederlagen unter hohem Erfolgsdruck und schienen dem ganzen nicht standhalten zu können, sie vermissten zudem den wieder verletzt fehlenden Kevin Durant: Die Lakers scorten 39 Punkte im ersten Viertel und führten zur Halbzeit mit 64:52. Doch in der zweiten Hälfte schien Houston den richtigen Hebel gefunden zu haben, kämpfte sich in die Partie zurück, die auf eine spannende Crunchtime zusteuerte in der auf einmal die Gastgeber nach acht Punkten von Alperen Sengün mit 101:95 vorne lagen (40,6 Sekunden vor dem Ende). Danach wurde es etwas wild: Die Lakers vergaben durch LeBron James und Jaxson Hayes (nach seinem eigenen Offensiv-Rebound) zunächst die Chance zu verkürzen, Marcus Smart war aber zur Stelle, holte sich den Steal und wurde gefoult - der Guard verwandelte alle drei Freiwürfe und verkürzte auf 98:101. Anschließend gelang LeBron James ein genauso wichtiger Steal, er zog von Downtown ab und glich 13,6 Sekunden vor dem Ende zum 101:101 aus. Danach vergaben beide Teams ihre Siegchance und somit ging es in die Overtime. In der Crunchtime dieser agierten dann die Lakers besser, u.a. mit einem wichtigen Block von LeBron James gegen Alperen Sengün und einem unermüdlichen Marcus Smart, der anschließend fünf Freiwürfe verwandelte und letztendlich auch durch seinen Defensiv-Terror für den 112:108-Auswärtssieg seines Teams sorgte. Die Lakers entscheiden also auch das dritte Duell dieser Serie für sich und haben nun mit einer 3-0-Führung beim nächsten Auftritt den ersten Matchball. Aus deutscher Sicht: Maxi Kleber kam für die Lakers nicht zum Einsatz.
  • In Portland sahen wir anschließend nicht solch ein enges Spiel, aber wir sahen wie Basketball ein Game of Runs sein kann. Nach einer engeren Anfangsphase schafften es sich die Blazers bis zur Halbzeit etwas abzusetzen und setzten das Ganze sogar im dritten Viertel fort bis man etwa zur Hälfte des Abschnitts mit 17 Punkten vorne lag. Die Spurs schienen den fehlenden Victor Wembanyama (concussion protocol) erheblich zu vermissen, aber dann fand man die richtigen Mittel: Mit einem Viertel-übergreifenden 47:15-Run stellte San Antonio die Partie auf dem Kopf und landete am Ende einen doch deutlichen 120:108-Auswärtssieg durch den man sich zum einen den Heimvorteil direkt zurückholte und zum anderen in der Serie mit 2-1 in Führung geht.

Ergebnisse vom Freitag:
#2 Boston Celtics @ #7 Philadelphia 76ers 108:100
BOS: Tatum 25P/5R/7A (5-9 3P), Brown 25P/7R/4A/3B, Pritchard 15P/4R
PHI: Maxey 31P/4R/6A (5-13 3P), George 18P/5A, Oubre Jr. 17P/6R
Playoff-Stand: BOS leads 2-1

#4 Los Angeles Lakers @ #5 Houston Rockets 112:108 (OT)
LAL: L. James 29P/13R/6A/3Stl, Hachimura 22P/4R, Smart 21P/4R/10A/5Stl
HOU: Sengün 33P/16R/6A/3Stl, Thompson 26P/11R/4A/3Stl/3B, Smith Jr. 24P/6R (6-10 3P), Sheppard 17P/4R/7A/3Stl

#2 San Antonio Spurs @ #7 Portland Trail Blazers 120:108
SAS: Castle 33P/5A, Harper 27P/10R/3A (4-5 3P), Fox 18P/4R/6A, Kornet 14P/10R
POR: Holiday 29P/6R/4Stl (5-9 3P), Henderson 21P (5-10 3P), Avdija 19P/6R/9A
Playoff-Stand: SAS leads 2-1

Am heutigen Samstag wird die Dosis wieder erhöht und wir bekommen insgesamt vier Partien in einer Quadruple-Header-Ansetzung zu sehen. Zur europäischen Primetime bekommen wir zunächst die beiden Top-Seeds in den letzten dritten Duellen dieser Playoff-Runde zu sehen: Ab 19:00 Uhr gastieren die Pistons mit einem 1-1-Zwischenstand bei den Magic und ab 21:30 Uhr wollen die Thunder mit einer 2-0-Führung im Gepäck bei den Suns für eine Vorentscheidung sorgen. In der Nacht folgen dann schon die ersten vierten Duelle bei denen die Gäste mit dem Rücken zur Wand stehen: Sowohl die Knicks in Atlanta als auch die Nuggets bei den T’wolves liegen in ihren Serien mit 1-2 hinten und benötigen dringend den jeweiligen Auswärtserfolg. Sky überträgt die Duelle zwischen Orlando und Detroit (19:00 Uhr), Phoenix und OKC (21:30 Uhr) und Atlanta und New York (Mitternacht) jeweils live, das ABC-Spiel zwischen Minnesota und Denver ist also Game Pass-exklusiv.

Vorschau auf Samstag (alle Zeiten MESZ):
19:00 Uhr: #1 Detroit Pistons @ #8 Orlando Magic (East Quarters Game 3, 1-1)
21:30 Uhr: #1 Oklahoma City Thunder @ #8 Phoenix Suns (West Quarters Game 3, 2-0)
00:00 Uhr: #3 New York Knicks @ #6 Atlanta Hawks (East Quarters Game 4, 1-2)
02:30 Uhr: #3 Denver Nuggets @ #6 Minnesota Timberwolves (West Quarters Game 4, 1-2)

Die Pistons hatten im Gegensatz zum letzten Duell nun wieder erhebliche Probleme gegen die Magic. Im ersten Aufeinandertreffen in Orlando entwickelte sich zunächst eine enge Partie bis die Magic in einen Flow kamen und im zweiten Viertel zwischenzeitlich zweistellig führten. Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischten ebenfalls die Gastgeber, die mit einem 16:4-Run davonzogen und sich auf einem guten Weg befanden. Rund siebeneinhalb Minuten vor dem Ende schienen dann aber die Pistons aufzuwachen: Mit einem 84:99-Rückstand kämpfte man sich in den folgenden drei Minuten bis auf drei Zähler heran und machte die Partie tatsächlich nochmal kurz spannend. In der Crunchtime hielt jedoch die Defense der Magic alles auf und damit meine ich wirklich alles: In den letzten 2:52 Minuten ließ Orlando keinen einzigen Zähler mehr zu, auf der anderen Seite versenkten Franz Wagner und Paolo Banchero jeweils einen Dreier und sorgten für die Entscheidung. Die an #8 gesetzten Magic gewinnen am Ende mit 113:105 gegen die Pistons und führen nun in der Serie wieder mit 2-1. Aus deutscher Sicht: Franz Wagner mit 17 Punkten (7-18 FG, 1-2 3P, 2-2 FT), fünf Rebounds, fünf Assists, einem Steal und einem Block in 34 Minuten, Tristan da Silva ohne Zähler (0-2 FG, 0-1 3P) in neun Minuten und Moritz Wagner ohne Einsatzzeit allesamt für die Magic.

#1 Detroit Pistons @ #8 Orlando Magic 105:113
DET: Cunningham 27P/5R/9A, Harris 23P/7R, Thompson 17P/8R/3A/5B
ORL: Banchero 25P/12R/9A/3Stl, Bane 25P/7R (7-9 3P), F. Wagner 17P/5R/5A, Carter Jr. 14P/17R/3A
Playoff-Stand: ORL leads 2-1

In Phoenix führen gerade die Suns spät im ersten Viertel mit 24:15 gegen OKC.

Blicken wir auf die weiteren Resultate vom Samstag:

  • Die Thunder erwischten überraschend keinen guten Start in ihr erstes Auswärtsspiel der Serie bei den Suns, die im ersten Viertel kurzzeitig mit neun Punkten in Führung lagen. OKC machte den Rückstand aber noch bis zum Ende des Abschnitts wett. Im zweiten Viertel konnnten die Thunder dann ihren Vorsprung etwas ausbauen, aber zunächst fand Phoenix eine Antwort indem man dreieinhalb Minuten vor der Halbzeit zum 51:51 ausglich. Das sollte sich dann allerdings im dritten Viertel ändern: Die Thunder setzten sich zweistellig ab und die wehrten die dann nur zaghaften Versuche von Phoenix wieder in die Partie zurück zu kommen souverän ab. Am Ende führte Shai Gilgeous-Alexander (42P/4R/8A, 15-18 FG) sein Team mit einer MVP-Performance zu einem 121:109-Auswärtssieg bei den Suns womit der klare Favorit in der Serie nun mit 3-0 vorn liegt.
  • Die Knicks hatten am Samstag einiges zu verabeiten und standen mit einem 1-2-Rückstand nun in Atlanta unter großem Erfolgsdruck - und hielten dem stand: Wirklich eng war dieses Duell nur in Teilen des ersten Viertels bis sich die Knicks defensiv gut stellten und ihren kleinen Vorsprung dann kontinuierlich in die Zweistelligkeit ausbauten (zur Halbzeit stand es schon 58:44). In Hälfte zwei ging das Ganze dann genauso weiter: Anstatt die Hawks den Rückstand verkürzten wurde der Abstand durch die Knicks immer weiter vergrößert, Spannung kam dann nicht mehr auf und so entgingen die Knicks einem dritten Mal einem Crunchtime-Drama. Stattdessen landeten Karl-Anthony Towns (20P/10R/10A, erstes Postseason-Triple-Double für ihn) und die Knicks einen klaren 114:98-Auswärtssieg mit dem sie sich den Heimvorteil zurückholen und die Serie zum 2-2 ausgleichen. Aus deutscher Sicht: Ariel Hukporti ohne Zähler (0-1 FG), drei Rebounds und einem Block in vier Minuten für die Knicks.
  • Die Nachtschwärmer bekamen dann das nächste Northwest-Duell zu sehen und selbst wer das Spiel condensed sah wird mit einem offenen Mund herausgehen. Die T’wolves konnten einem nur leid tun: Sie führen in der Serie mit 2-1 und mussten erst den Ausfall von Donte DiVicenzo (Achillessehne, dürfte damit wohl auch die komplette nächste Saison verpassen) verarbeiten bis auch Anthony Edwards mit einer potenziellen Knie-Verletzung zwangsweise raus musste (hier ist die Schwere der Verletzung noch nicht bekannt). Das waren also alles andere als gute Voraussetzungen für das Heimspiel gegen die Nuggets, die sich über die Rückkehr von Aaron Gordon freuten. Trotz dieser Einschränkungen schafften es die T’wolves die Partie gegen Denver etwas mehr als drei Viertel offen zu halten bis das Spiel dann die nächste Überraschung parat hielt: Angeführt von einem unermüdlichen Ayo Dosunmu (43 Punkte, meiste Punkte eines Bankspielers in der Postseason seit Fred Brown (45 Zähler) im April 1976 für die Sonics) setzten sich auf einmal die T’wolves ab, dominieten das Schlussviertel (30:18) und landeten am Ende einen 112:96-Heimsieg zur 3-1-Führung in der Serie. Obwohl die Partie schon entschieden war wurde es in den letzten Sekunden nochmal hitzig: Jaden McDaniels verwandelte ein eigentlich bedeutungsloses Layup worüber sich Nikola Jokic vor der T’wolves-Bank so dermaßen aufregte, das Julius Randle einschritt und beide aufeinander losgingen - letztendlich blieb den Referees nichts anderes übrig als beide Spieler zu ejecten.

#1 Oklahoma City Thunder @ #8 Phoenix Suns 121:109
OKC: Gilgeous-Alexander 42P/4R/8A, Mitchell 15P/6R
PHX: Brooks 33P/7R, Green 26P/5R/6A, Booker 16P/4R/7A, Ighodaro 15P/3R/4A
Playoff-Stand: OKC leads 3-0

#3 New York Knicks @ #6 Atlanta Hawks 114:98
NYK: Anunoby 22P/10R, Towns 20P/10R/10A, Brunson 19P/3A
ATL: McCollum 17P/3A, Alexander-Walker 15P/4R (5-10 3P), Johnson 14P/3R/5A
Playoff-Stand: Tied 2-2

#3 Denver Nuggets @ #6 Minnesota Timberwolves 96:112
DEN: Murray 30P/5R/5A, Jokic 24P/15R/9A/3Stl
MIN: Dosunmu 43P/4R (5-5 3P), Reid 17P/9R, Randle 15P/9R
Playoff-Stand: MIN leads 3-1

Am heutigen Sonntag bekommen wir nochmals einen Quadruple-Header serviert, vier Serien gehen dabei in ihr jeweiliges viertes Spiel: Wir fangen um 19:00 Uhr in Toronto an wo die Cavs mit einer 2-1-Führung die erste Niederlage der laufenden Postseason verarbeiten müssen. Ab 21:30 Uhr sehen wir die möglicherweise erneut Wembanyama-losen Spurs bei den Blazers, die auf eigenem Parkett unbedingt eine Vorentscheidung verhindern wollen. Ab 01:00 Uhr wollen sich die Celtics (2-1) in Philly in eine optimale Ausgangsposition für das nächste Heimspiel bringen und ab 03:30 Uhr heißt es tatsächlich schon do-or-die für die Rockets (Durant erneut questionable) im Heimspiel gegen die mit 3-0 vorn liegenden Lakers. Sky überträgt alle vier Partien live.

Vorschau auf Sonntag (alle Zeiten MESZ):
19:00 Uhr: #4 Cleveland Cavaliers @ #5 Toronto Raptors (East Quarters Game 4, 2-1)
21:30 Uhr: #2 San Antonio Spurs @ #7 Portland Trail Blazers (West Quarters Game 4, 2-1)
01:00 Uhr: #2 Boston Celtics @ #7 Philadelphia 76ers (East Quarters Game 4, 2-1)
03:30 Uhr: #4 Los Angeles Lakers @ #5 Houston Rockets (West Quarters Game 4, 3-0)

Das sind bittere Nachrichten für die T’wolves: Laut ESPN’s Shams Charania hat sich Anthony Edwards beim Sieg in Game 4 gegen die Nuggets eine Knochenprellung und eine Überstreckung im linken Knie zugezogen und wird demnach mehrere Wochen ausfallen.

In einem für den neutralen Zuschauer nett, da durchgehend offen aber keinesfalls hochklassigen (CLE mit 37 FG%, TOR mit 32 FG%), anzusehenden Spiel setzten sich die Raptors erneut auf eigenem Parkett mit 93:89 gegen die Cavs durch und gleichen die Serie nach einem 0-2-Rückstand nun zum 2-2 aus. In der Crunchtime behielt Scottie Barnes die Nerven indem er alle sechs Freiwürfe in den letzten 35 Sekunden verwandelte während auf der Gegenseite Donovan Mitchell in den letzten eineinhalb Minuten keinen seiner vier Versuche aus dem Feld traf. Aus deutscher Sicht: Dennis Schröder mit acht Punkten (4-7 FG, 0-2 3P), fünf Rebounds, einem Steal und einem Block in 13 Minuten für die Cavs. Die Serie geht nun wieder nach Cleveland, aber Toronto hat mit dem heutigen Sieg ein drittes Heimspiel erzwungen.

#4 Cleveland Cavaliers @ #5 Toronto Raptors 89:93
CLE: Mitchell 20P/6R/3A, Harden 19P/8A
TOR: Barnes 23P/9R/6A/3B, Ingram 23P/6R, Barrett 18P/8R, Muray-Boyles 15P/10R/3A
Playoff-Stand: Tied 2-2

In Portland liegen die Spurs (mit Wembanyama) nach dem ersten Viertel mit 23:25 zurück.

Blicken wir auf die weiteren Partien vom Sonntag:

  • Es sah zugegebenermaßen sehr merkwürdig aus: Die Spurs erfreuten sich am Comeback von Victor Wembanyama, lieferten sich etwas mehr als ein Viertel lang ein enges Spiel mit den Blazers um dann aber unterstützt durch einen 13:0-Run auf einmal mit 39:58 zurück zu liegen. San Antonio legte daraufhin aber defensiv enorm zu, mit einem Halbzeit-übergreifenden 15:0-Run meldete man sich in der Partie zurück. Dann ging es einige Minuten ähnlich wie in der Anfangsphase zu bis im Schlussviertel die Gastgeber völlig einbrachen: Die Spurs dominierten diesen Abschnitt mit 40:19 und fuhren am Ende einen 114:93-Sieg in Portland ein durch den sie in der Serie nun mit 3-1 führen.
  • Auch in Philadelphia gab’s ein Comeback, doch hier eher mit einem tristen Ende: Joel Embiid kehrte überraschend früh für die Sixers wieder auf’s Parkett zurück, konnte aber nicht verhindern, dass sein Team schon nach einem Viertel mit 18:34 zurücklag und kontinuierlich von den Celtics immer mehr überrannt wurde. Spannung wollte in diesem vierten Duell der Serie nicht mehr aufkommen, stattdessen bauen die Celtics ihren Vorsprung in der Serie mit einem 128:96-Blowout-Auswärtssieg auf 3-1 aus und stehen damit kurz vor dem Einzug in die East Semis. Der Blick auf die Boxscore zeigt, dass die Celtics unter den Brettern dominierten (51:30 Rebounds) und wie so oft gewannen, wenn die Dreier fielen (24-53 3P).
  • Mit einer starken Vorstellung haben anschließend die Durant-losen Rockets auf eigenem Parkett den Sweep durch die Lakers verhindern können. Nachdem die Gäste aus Los Angeles in Hälfte eins noch einen zweistelligen Vorsprung klar verkürzen konnten war das dritte Viertel spielentscheidend indem es mit 34:18 an die Rockets ging. Houston verwaltete anschließend souverän den Vorsprung und schafft mit einem 115:96-Kantersieg am Ende im vierten Versuch den ersten Sieg womit man ein fünftes Spiel in Los Angeles erzwingt. Aus deutscher sicht: Maxi Kleber mit einem Punkt (1-2 FT), einem Rebound, zwei Assists und einem Steal in sieben Minuten für die Lakers.

#2 San Antonio Spurs @ #7 Portland Trail Blazers 114:93
SAS: Fox 28P/6R/7A, Wembanyama 27P/12R/3A/4Stl/7B, Castle 16P/8A
POR: Avdija 26P/7R/3A, Holiday 20P/6R/4A, Grant 17P/5R
Playoff-Stand: SAS leads 3-1

#2 Boston Celtics @ #7 Philadelphia 76ers 128:96
BOS: Pritchard 32P/4R/5A (6-12 3P), Tatum 30P/7R/11A (5-10 3P), Brown 20P/7R
PHI: Embiid 26P/10R/6A, Maxey 22P/6A, George 16P/4R/3Stl, Grimes 12P/6A
Playoff-Stand: BOS leads 3-1

#4 Los Angeles Lakers @ #5 Houston Rockets 96:115
LAL: Ayton 19P/10R, Hachimura 13P, L. James 10P/4R/9A
HOU: Thompson 23P/4R/7A, Eason 20P/8R/5Stl, Sengün 19P/6R, Sheppard 17P/3A/3Stl, Smith Jr. 16P/8R/3A/3Stl
Playoff-Stand: LAL leads 3-1

Am heutigen Montag geht’s mit drei Partien weiter: Die Magic wollen ihr zweites Heimspiel nutzen und damit den Top-Seed aus Detroit an den Rande der Niederlage bringen, die Thunder greifen in Phoenix nach dem Sweep und in Denver kommt es schon zum fünften Aufeinandertreffen zwischen den Nuggets und den verletzungsgeplagten T’wolves, denen allerdings nur noch ein Sieg zum Erreichen der West Semis fehlt. Sky überträgt alle drei Partien live.

Vorschau auf Montag (alle Zeiten MESZ):
02:00 Uhr: #1 Detroit Pistons @ #8 Orlando Magic (East Quarters Game 4, 1-2)
03:30 Uhr: #1 Oklahoma City Thunder @ #8 Phoenix Suns (West Quarters Game 4, 3-0)
04:30 Uhr: #6 Minnesota Timberwolves @ #3 Denver Nuggets (West Quarters Game 5, 3-1)

Auch in dieser Woche wird die Bekanntgabe der Resultate für die Awards der zurückliegenden Regular Season fortgesetzt:
Cooper Flagg (DAL) ist mit 56 First-Place-Votes zum Rookie of the Year gewählt worden, in einer wie erwartet engeren Wahl setzte er sich gegen Kon Knueppel (CHA) durch, der die anderen 44 First-Place-Votes bekam. Der einzige Akteur mit einem weiteren Second-Place-Vote war VJ Edgcombe (PHI), Third-Place-Votes erhielten zudem Dylan Harper (SAS) und Cedric Coward (MEM).

Zurück zu den Playoffs:

  • Es könnte eine absolut freudige Nacht für die Magic gewesen sein, aber einen Wermutstropfen gibt es nach dem erneuten Sieg gegen die Pistons: Franz Wagner konnte aufgrund von Schmerzen in seiner rechten Wade nicht mehr ins Spiel zurückkehren, ein MRT soll am heutigen Dienstag Klarheit verschaffen wie schwer seine Verletzung ist. Aber zur guten Nachricht aus Sicht der Magic-Fans sollen wir auch noch kommen: Orlando erwischte im vierten Duell gegen Detroit einen idealen Start und führte in der Mitte des ersten Viertels schon zweistellig. Die Zuschauer sollten aber an diesem Abend gleich mehrfach zu sehen bekommen, dass sich die alte Weisheit „Basketball is a Game of Runs“ immer wieder bewahrheitet. Denn die Pistons konterten mit einem 30:9-Run und schafften es im zweiten Viertel nun selbst mal mit zehn Punkten in Führung zu liegen. Doch hier fanden die Magic auch wieder eine passende Antwort, sodass sie mit einer 54:52-Führung in die Halbzeit gingen. In Hälfte zwei sollte sich das Ganze nochmal wiederholen bis ein sehr defensiv geprägtes Schlussviertel folgte. Doch hier arbeiteten die Magic besser, ließen in den letzten knapp fünfeinhalb Minuten nur drei Punkte zu und fuhren nach einem Clutch-Dreier von Desmond Bane einen 94:88-Heimsieg ein mit dem sie in der Serie nun mit 3-1 führen. Aus deutscher Sicht: Franz Wagner mit 19 Punkten (7-15 FG, 1-3 3P, 4-4 FT), fünf Rebounds, drei Assists und vier Steals in 24 Minuten und Tristan da Silva mit sechs Zählern (2-4 FG, 1-3 3P, 1-2 FT), vier Rebounds und einem Assist in 14 Minuten jeweils für die Magic, Moritz Wagner wurde von Orlando nicht eingesetzt.
  • In Phoenix blieb die Überraschung aus, die Serie nimmt also einen komplett entgegen gesetzten Lauf als das gleiche Seeding-Duell im Osten. Die Suns hielten bis zur Halbzeit ihr Do-or-Die-Game gegen die Thunder noch eng, verloren im Laufe des dritten Viertels den Anschluss und die Gäste aus OKC verwalteten die Partie bis sie schließlich mit 131:122 gewonnen wurde. Die Thunder sweepen damit die Suns und stehen als erstes Team in den West Semis. Aus deutscher Sicht: Isaiah Hartenstein für die Thunder in 29 Minuten mit 18 Punkten (5-7 FG, 8-9 FT), zwölf Rebounds, drei Assists und einem Steal.
  • Das Aus verhindern konnten auf eigenem Parkett derweil die Nuggets: Angeführt von Nikola Jokic (27P/12R/16A) fand Denver wieder seine Form, profitierte aber ganz offensichtlich auch von der verletzungsbedingten Dezimierung des Kontrahenten. Ähnlich wie in Phoenix war im fünften Duell dieser Serie eine etwas engere erste Halbzeit zu sehen ehe sich die Nuggets im dritten Viertel (37:24) bis auf 20 Punkte absetzten. Die T’wolves probierten sich im Schlussabschnitt (38:28) zwar an einer Rally, aber letztendlich war der Rückstand zu groß. Die Nuggets gewinnen ihr Do-or-Die-Game mit 125:113, verkürzen in der Serie auf 2-3 und erzwingen damit ein Game 6 in Minneapolis.

Ergebnisse vom Montag:
#1 Detroit Pistons @ #8 Orlando Magic 88:94
DET: Cunningham 25P/9R/6A, Harris 20P/6R, Duren 12P/8R/3A
ORL: Bane 22P/5R (5-10 3P), F. Wagner 19P/5R/3A/4Stl, Banchero 18P/8R/4A, Carter Jr. 12P/11R/4A
Playoff-Stand: ORL leads 3-1

#1 OKLAHOMA CITY THUNDER @ #8 Phoenix Suns 131:122
OKC: Gilgeous-Alexander 31P/8A, Holmgren 24P/12R/3A, Mitchell 22P/4R/6A, Hartenstein 18P/12R/3A
PHX: Booker 24P/6A, Green 23P/6R/4A/4Stl, Brooks 23P/4R/3A, Gillespie 20P (6-11 3P)
Playoff-Endstand: OKC wins 4-0

#6 Minnesota Timberwolves @ #3 Denver Nuggets 113:125
MIN: Randle 27P/9R/6A, Dosunmu 18P/3R/4A, Hyland 15P, Shannon Jr. 15P
DEN: Jokic 27P/12R/16A, Murray 24P/4R/7A/4Stl, Jones 20P/3R/3Stl/3B (4-5 3P), Johnson 18P/6R/5A/3Stl
Playoff-Stand: MIN leads 3-2

Am heutigen Dienstag stehen ebenfalls drei Partien an, zweimal könnten Serien beendet werden, denn die klar favorisierten Gastgeber führen jeweils mit 3-1: Zum einen empfangen die Celtics die Sixers zum fünften Duell und zum anderen treten die Spurs gegen die Blazers an. Vollkommen offen ist das Ganze hingegen im Madison Square Garden: In einer recht wilden Serie steht es zwischen den Knicks und den Hawks 2-2 und somit geht es hier um einen potenziell vorentscheidenden Erfolg. Sky überträgt das NBC-Spiel und somit die Knicks gegen die Hawks ab 02:00 Uhr live.

Vorschau auf Dienstag (alle Zeiten MESZ):
01:00 Uhr: #7 Philadelphia 76ers @ #2 Boston Celtics (East Quarters Game 5, 1-3)
02:00 Uhr: #6 Atlanta Hawks @ #3 New York Knicks (East Quarters Game 5, 2-2)
03:30 Uhr: #7 Portland Trail Blazers @ #2 San Antonio Spurs (West Quarters Game 5, 1-3)

Brad Stevens ist von seinen Kollegen zum Executive of the Year gewählt worden. Der Celtics-Architekt bekam insgesamt elf First-Place-Votes und setzte sich am Ende klar gegen Onsi Saleh (ATL), Trajan Langdon (DET) und Jeff Peterson (CHA) durch.

Zurück zu den Playoffs:

  • Nachdem die Celtics Stevens Award feierten lief es auf dem Parkett überhaupt nicht so wie man es sich vorgestellt hatte. Zunächst schien man im fünften Spiel immer mal wieder die Kontrolle übernommen zu haben als man im zweiten und dritten Viertel sich jeweils kurzzeitig zweistellig absetzen konnte. Die um ihre Saison kämpfenden Sixers gaben aber nicht auf und schockten ihre Gastgeber mit einem dominanten Schlussviertel (28:11) in dem man einen rund fünfminütigen 17:0-Run auflegte und damit die Partie für sich entschied. Die Sixers gewinnen mit 113:97 bei den Celtics, verkürzen in der Serie auf 2-3 und erzwingen damit ein Game 6 auf eigenem Parkett.
  • Do-or-Die gab’s im Madison Square Garden nicht, aber das Momentum ist schon klar auf einer Seite: Nachdem die Knicks das vierte Duell recht klar gewannen machten sie auf eigenem Parkett gleich mal genauso weiter. Schon nach dem ersten Viertel (35:22) war zu erkennen in welche Richtung dieses Spiel geht. Kurz gesagt: Es kam keinerlei Spannung auf, da die Gäste aus Atlanta nie ins Spiel hineinkamen, nachdem die Knicks ihren Vorsprung zwei Viertel lang souverän verwalteten wuchs dieser im Schlussabschnitt (36:25) nochmal zweistellig an und sorgte für einen 126:97-Blowout-Heimsieg durch den die Knicks in der Serie nun mit 3-2 vorne liegen. Aus deutscher Sicht: Ariel Hukporti ohne Zähler (0-2 FT), zwei Rebounds, einem Steal und einem Block in drei Minuten für die Knicks.
  • Fehlende Spannung hatte man auch in San Antonio zu beklagen wobei das wohl kaum auf die Fans der Gastgeber zutraf. Auch hier legten Victor Wembanyama (17P/14R/3A/6B) und die Spurs schon im ersten Viertel (36:24) den Grundstein zum anschließenden Spielverlauf, erst nach der 65:45-Halbzeitführung schaltete man mehrere Gänge herunter und holte sich am Ende einen 114:95-Heimsieg. Durch diesen gewinnen die Spurs die Serie gegen die Blazers mit 4-1 und ziehen in die West Semis ein.

Ergebnisse vom Dienstag:
#7 Philadelphia 76ers @ #2 Boston Celtics 113:97
PHI: Embiid 33P/4R/8A, Maxey 25P/10R/5A, Grimes 18P, George 16P/9R/7A
BOS: Tatum 24P/16R/4A/3Stl, Brown 22P/5R/5A, Pritchard 12P/6A, Queta 8P/14R
Playoff-Stand: BOS leads 3-2

#6 Atlanta Hawks @ #3 New York Knicks 97:126
ATL: Johnson 18P/10R/6A, Daniels 17P/5A, Okongwu 16P/5R/4A, Alexander-Walker 16P/3A
NYK: Brunson 39P/3R/8A, Anunoby 17P/10R, Towns 16P/14R/6A
Playoff-Stand: NYK leads 3-2

#7 Portland Trail Blazers @ #2 SAN ANTONIO SPURS 95:114
POR: Avdija 22P/3R/3A, Williams III 11P/7R
SAS: Fox 21P/3R/9A, Champagnie 19P/7R/3A (5-7 3P), Wembanyama 17P/14R/3A/6B, Harper 17P/3R/3Stl
Playoff-Endstand: SAS wins 4-1

Auch für den heutigen Mittwoch wurden drei Partien angesetzt: Im Osten stehen die Pistons vor einem Do-or-Die-Game gegen die mit 3-1 vorn liegenden Magic (Franz Wagners Einsatz ist eine Game-Time-Decision) und in Cleveland geht’s zwischen den Cavs und den Raptors beim Stand von 2-2 um eine Vorentscheidung. Im Westen geht der Blick derweil nach Los Angeles, wo entweder die Lakers beim Stand von 3-1 ihren zweiten Matchball verwandeln oder die Rockets (ohne Kevin Durant) die Serie nochmal nach Houston zurück schicken. Amazon Prime überträgt das Duell zwischen Detroit und Orlando ab 01:00 Uhr live.

Vorschau auf Mittwoch (alle Zeiten MESZ):
01:00 Uhr: #8 Orlando Magic @ #1 Detroit Pistons (East Quarters Game 5, 3-1)
01:30 Uhr: #5 Toronto Raptors @ #4 Cleveland Cavaliers (East Quarters Game 5, 2-2)
04:00 Uhr: #5 Houston Rockets @ #4 Los Angeles Lakers (West Quarters Game 5, 1-3)

Natürlich gibt es auch einen Award für den besten Teamkollegen auf und neben dem Court. Hier wählte ein Panel aus Liga-Verantwortlichen zwölf Finalisten aus (sechs aus jeder Conference), die die NBA-Spieler dann wählen konnten. Am Ende setzte sich in der Wahl DeAndre Jordan (NOP) mit 66 First-Place-Votes und insgesamt 1445 Punkten knapp vor Jrue Holiday (POR, 39 First-Place-Votes, 1437 Punkte) und Jeff Green (HOU, 57, 1420) durch.

Zurück zu den Playoffs:

  • Die Pistons konnten im fünften Duell der Serie ein Saison-Aus erstmal verhindern indem sie die Magic mit 116:109 besiegten. Detroit startete offensiv stark in die Partie (38:26) und erarbeiteten sich somit früh einen zweistelligen Vorsprung, den man im Laufe des zweiten Viertels noch ausbaute. Die Gäste aus Orlando kämpften sich im dritten Viertel in die Partie zurück ehe Detroit sich erneut zweistellig absetzte. Der letzte Versuch der Magic kam dann in der Crunchtime als Paolo Banchero sein Team rund ein Minute vor dem Ende durch einen Dreier bis auf drei Zähler heranbrachte, auf der Gegenseite antwortete aber Cade Cunningham mit einem Clutch-Jumper und Tobias Harris mit zwei Freiwürfen. Wo wir die beiden erwähnt haben: Cunningham und Banchero legten jeweils satte 45 Punkte auf. Die Serie geht nun mit einer 3-2-Führung wieder nach Orlando. Aus deutscher Sicht: Tristan da Silva mit drei Punkten (1-4 FG, 0-2 3P, 1-2 FT) und drei Rebounds in 16 Minuten für die Magic, Moritz Wagner wurde nicht eingesetzt und Franz Wagner fehlte verletzungsbedingt.
  • Deutlich mehr Spannung gab es im fünften Duell zwischen den Cavs und den Raptors: Toronto wollte den ersten Auswärtssieg dieser Serie unbedingt einfahren, schaffte es dabei auch zweimal sich kurzzeitig zweistellig abzusetzen, aber die Cavs fanden immer wieder die passende Antwort. Erst im Schlussviertel wanderte das Momentum an die Gastgeber: Dennis Schröder scorte elf seiner 19 Punkten in diesem Abschnitt, Evan Mobley streute zwei wichtige Dreier ein und so lagen nun die Cavs rund dreieinhalb Minuten vor dem Ende mit 124:113 vorn. Nun probierten sich die Raptors an einer Aufholjagd, ließen in den letzten Minuten der Partie nur noch einen weiteren Zähler zu, aber der Rückstand war dann doch zu groß. Die Cavs setzen also die Serie der Heimsiege mit einem 125:120 gegen die Raptors durch, damit geht man mit einer 3-2-Führung in das sechste Spiel in Kanada. Aus deutscher Sicht: Dennis Schröder für die Cavs in 21 Minuten mit 19 Punkten (7-11 FG, 3-6 3P, 2-2 FT) und zwei Assists.
  • Die Lakers hatten im Heimspiel gegen die Rockets ihren zweiten Matchball und starteten beim Comeback von Austin Reaves gut in das fünfte Duell indem man spät im ersten Viertel zweistellig in Führung lang. Die Durant-losen Gäste aus Houston kamen durch einen eigenen 9:0-Run aber direkt in die Partie zurück, die daraufhin bis ins dritte Viertel eng wurde. Im besagten Abschnitt schienen die Rockets den richtigen Schalter gefunden zu haben, denn nun bauten sie sich eine zweistellige Führung auf, die bis in die Crunchtime halten sollte. Denn in dieser meldeten sich die Lakers mit einem 11:1-Run zurück und ließen die Hoffnung am leben die Serie beenden zu können, aber anschließend hielt die Rockets-Defense stand. Houston gewinnt bei den Lakers mit 99:93, verlängert damit nochmal die Saison und schickt die Serie mit einem 2-3-Rückstand nochmal nach Texas. Aus deutscher Sicht: Maxi Kleber kam für die Lakers nicht zum Einsatz.

Ergebnisse vom Mittwoch:
#8 Orlando Magic @ #1 Detroit Pistons 109:116
ORL: Banchero 45P/9R/7A (6-11 3P), Black 19P/5R/3A/3Stl, Bane 18P/5R/3Stl
DET: Cunningham 45P/4R/5A (5-8 3P), Harris 23P/8R, Thompson 6P/15R/6A/5Stl
Playoff-Stand: ORL leads 3-2

#5 Toronto Raptors @ #4 Cleveland Cavaliers 120:125
TOR: Barrett 25P/12R/5A, Walter 20P/3R/4Stl (6-14 3P), Shead 18P/7A, Barnes 17P/8R/11A/3B
CLE: Harden 23P/9R/5A, Mobley 23P/9R/3B, Mitchell 19P/5R/3A, Schröder 19P
Playoff-Stand: CLE leads 3-2

#5 Houston Rockets @ #4 Los Angeles Lakers 99:93
HOU: Smith Jr. 22P/7R/3A, Eason 18P/5R, Thompson 15P/7R/4A/4Stl, Sengün 14P/9R/8A
LAL: L. James 25P/3R/7A, Reaves 22P/4R/6A, Ayton 18P/17R
Playoff-Stand: LAL leads 3-2

Am heutigen Donnerstag gehen die ersten drei Serien in ihr jeweiliges sechsten Spiel und dementsprechend handelt es sich durchweg um Do-or-Die-Games: Die Hawks wollen nach zuletzt zwei Pleiten in Folge nun daheim die Knicks bezwingen, die Sixers wollen auf eigenem Parkett nochmals die Celtics schlagen und die Serie verlängern und die Nuggets müssen bei den verletzungsgeschwächten T’wolves gewinnen um ein Game 7 in der eigenen Arena zu erzwingen. Sky überträgt das sechste Aufeinandertreffen zwischen Philly und Boston ab 02:00 Uhr live.

Vorschau auf Donnerstag (alle Zeiten MESZ):
01:00 Uhr: #3 New York Knicks @ #6 Atlanta Hawks (East Quarters Game 6, 3-2)
02:00 Uhr: #2 Boston Celtics @ #7 Philadelphia 76ers (East Quarters Game 6, 3-2)
03:30 Uhr: #3 Denver Nuggets @ #6 Minnesota Timberwolves (West Quarters Game 6, 2-3)