Drecksköter
Wieso das denn? Er hat bei dieser Familie gelebt. Die Tiere sind, ob Pitbull oder Pudel, nicht von Geburt an aggressiv. Da muss was passiert sein was ihn getriggert hat und das Mädchen kam ihm dazwischen. Mich wundert eher warum der Hund sich in das Kind verbeissen konnte. Wo war die Mutter? Ohne Kontext kann man nicht das Tier direkt vorverurteilen.
Die Rasse ist natürlich von sich aus gefährlicher als ein Pudel.
Naja, diese Tiere haben eine gewisse Anlage, kann gut gehen oder auch nicht.
Der einzige Unterschied sind die körperlichen Gegebenheiten der Muskulatur und damit Kraft.
Alles andere ist wissenschaftlich nachgewiesen Erziehung und Prägung durch den Menschen und das Umfeld.
Es ist also nicht der Dreckshund, sondern der Drecksmensch der für solche Situationen verantwortlich ist.
Tiere sind keine Spielzeuge und haben alle einen Instinkt, egal wie sehr wie sie als Haustiere und damit Babys sehen. Deshalb sollte ein Kleinkind niemals mit einem Tier allein gelassen werden, da einem Kind die Grenzen eines Tieres und dessen Signale oft gar nicht bewusst sind. Wie oft sieht man auf social media wie kleine Kinder den Tieren am Schwanz ziehen, sich auf sie setzen usw. und die Besitzer Klatschen, lachen und feiern Grenzüberschreitungen. Bin daher immernoch für einen Tierführerschein für Besitzer.
Genau das.
Und ob Mensch oder Tier man ist immer das Ergebnis der Erziehung und auch der bereits erlittenen Traumata. Wer weiß was dem Hund als Baby schon alles passiert ist und aus einer Situation heraus für die er gar nichts konnte passierte dann das. Klar ist das scheisse. Aber es ist viel zu einfach immer dem Lebewesen das sich stimmlich nicht wehren kann die schuld zu zuschieben. Sagt auch viel über einen selber aus finde ich.
Genau, man weiß nicht was vorher passiert ist. Dennoch bleibt ein Anlagehund ein Anlagehund.
Nein, das ist immernoch ein Irrglaube. Die Rasse wurde körperlich dazu gezüchtet, das ist korrekt. Es gibt wissenschaftlich nachweisbar keine genetische Aggressivität. Der Instinkt ist bei allen gleich, es ist nur logisch dass wenn ein Pitbull mit seinem Gebiss zubeisst der Schaden größer ist als bei einem Chihuahua.
Da gehe ich ja weitgehend mit, nur der Teil mit der Mutter stößt mir übel auf. Du hast ein 4 jähriges Kind nicht 24/7 zu 100% im Blickfeld. Ja man sollte wissen was das Kind macht, dennoch hat man es nicht immer im Auge.
Da geht die Frage dann eher nochmal an den Besitzer des Hundes.
Edith: habe mir das jetzt erst durchgelesen, da ist die Mutter natürlich in der Verantwortung.
So eine Rasse ist einfach kein Haustier. Da bleibe ich dabei.
Ihr müsst aufhören dieses typische Bild des Kampfhundes vor Augen zu haben bei dieser Rasse. Die wurden extra dafür gezüchtet, das heißt es wurde ihre Beißkraft dafür genutzt und antrainiert um zu töten/verletzen. Die Hunde dieser Rasse die in einem normalen Umfeld und normaler Erziehung aufwachsen sind Schmusetiger. Da gibts genügend Beweise dafür.
Und trotzdem schnappen auch 0815 Hunde immer mal wieder zu.
Ich weiß auch gar nicht, wie man da die Rasse nach sowas in Schutz nehmen kann.
Weil es nicht an der Rasse liegt.
Schau dir die Wissenschaft dazu an. Sie haben mehr Kraft, aber der Rest ist Prägung und Erziehung.
Wie du selbst sagst, auch kleine Hunde schnappen regelmäßig zu, haben aber ein kleines Gebiss, also erzeugen nicht so große Wunden. Man nennt sie ja allein schon lustig Wadenbeisser, aber im Prinzip das gleiche.
Wenn sie durch diese Kraft aber gefährlich sein können, dann muss man da einen Riegel vorschieben. Bleibe ich dabei.
Ja indem man Menschen klar macht wenn sie diese Kraft nicht einschätzen können sie diese Tiere nicht halten sollten. Daher hundeführerschein. Is dasselbe wie mit Katzen. Es is einfach unfassbar was Hinz und Kunz sich anschaffen dürfen ohne zu wissen was sie da tun und sich dann wundern wenn etwas nicht nach ihren Vorstellungen läuft. Und schuld sind am Ende die Tiere.
Mit der Logik kommen wir aber nicht weit.
Dann müssen wir bitte auch alle Männer einsperren. Die haben theoretisch die Kraft und können damit ja schließlich großen Schaden anrichten.
Naja gut, aber neben Rottweiler und Schäferhund haben die halt die Beisstatististik auf ihrer Seite. Die Tiere wurden ja immer für irgendwas gezüchtet. Mein irischer Wolfshund für Wolf und Bärenjagd, auch wenn man keine Wölfe oder Bären mehr jagt, dass ist ein Sichtjäger und wenn Wild gesichtet wird, ist der in vielen Fällen nicht mehr abrufbar, weil das immer noch drin verankert ist. Unsere Labbidame ist Arbeitslinie, die bekommt du in 10 Stunden nicht kaputt, dass sind gezüchtet Malocher. Showlinie wiederum pennen lieber den ganzen Tag in der Sonne.
Ich wollte ursprünglich einen Cane Corso Italiano, habe viel drüber gelesen und mich mit einem Züchter ausgetauscht. „Das sind familienliebende territoriale Wachhunde, ihre Familie steht an 1, kompromisslos an 1, sie können diese Rasse noch so gut erziehen, wenn er/sie nicht möchte das ihre eigene Mutter noch ins Haus kommt, dann kommt sie nicht mehr rein“. Nach dem Gesamtgespräch hätte ich mir auch selbst nicht mehr zugetraut, so einen Hund zu handeln. Und auch da sind immer noch Verhaltensweisen von vor 1000 Jahren zu erkennen.
Es dürfen halt keine kleinen Kinder mit Hunden alleine gelassen werden. Bekannte hatten son Dackel, der hat ihrer Tochter, immer wenn sie auf dem Töpfchen saß, in die Ferse gezwickt, die sind auch nicht immer ohne.
Die Statistik ist aber ja schon schwierig weil ein Biss von einem Chihuahua wohl eher nicht gemeldet wird, ein Biss von einem großen Hund jedoch logischerweise schon.
Ein unerzogener großer Hund fällt mehr auf, die kleinen unerzogenen Hunde werden halt einfach auf den Arm genommen.
Menschen sollten Verstand haben
Vor allem gibt es bundesweit „angeblich“ gar keine „genaue“ Statistik, die haarklein belegt, welche Rassen überproportional oft beißen. Es wurde lediglich belegt das Listenhunde öfters beißen, weil es recht wenige sind. Ok, nach welchen Kriterien das errechnet wurde, ist mir nicht schlüssig.