Führerschein erlangen soll leichter werden

Daher sagte ich ähnlich.:wink:

1 „Gefällt mir“

Wenn wir in einer “anderen” Welt leben, dann du doch zwangsläufig auch.:melting_face:

2 „Gefällt mir“

Aktuell liegen wir bei einem durchschnittlichen Bruttogehalt von 4.800 EUR für eine Vollzeitstelle. 2000 waren es 2.652 und 1980 waren es 1.273 (EUR, damals natürlich DM). Das müsst ihr ins Verhältnis setzen, wenn ihr Preise aus der Vergangenheit hernehmt und das ist, was Julian versucht zu sagen. Das ist also fast das Vierfache seit 1980.

Quelle hier: Entwicklung der Bruttomonatsverdienste - Statistisches Bundesamt?

2 „Gefällt mir“

Warum leidet die Qualität?
Das ist eine unbegründete Annahme. Es geht auch darum unnütze Kosten runterzufahren oder Schulungsmethoden an den Stand der Technik ran zu bringen.
So können z. B. in einem Fahrsimulator viel einfacher brenzlige Situationen generiert werden.

1 „Gefällt mir“

Die Qualität der Prüfung leidet darunter, da in weniger Zeit auch weniger Fehler passieren können. Ich bin durchgefallen, weil ich nach 38 Minuten einen Kontrollblick zu viel gemacht habe.

So muss man an das Thema rangehen.
Einfach mal „die Bausteine“ auf den Prüfstand stellen. Nicht „alles“ auf billig reduzieren, aber es gibt vieles, was man kostengünstiger und gleichzeitig besser gestalten kann. Die „Theorie“ gehört da sicher dazu. Apps oder Internetschulungen können da sicher 80% abdecken. Auch der Hinweis, dass es schon in der Schule da ein Fach geben könnte, ist für mich überlegenswert. Da Fahrrad- und eRoller-Fahrer nicht indie Fahrschule müssen, würden vorab auch sie etwas mehr über Verkehrsregeln erfahren oder lernen müssen.

Bei uns (und ich denke zumindest bayernweit) gibt es seit Jahrzehnten den “Fahrradführerschein”, der in der 4. Klasse von allen Grundschulkindern abgelegt werden muss (vor knapp 40 Jahren hatte ich das Vergnügen). Richtig mit “Fahrstunden”, an denen alle Kinder der Klasse gemeinsam auf einem Parcours gefahren sind inklusive Ampeln, Einbahnstraße etc. Das wurde von zwei Polizisten beaufsichtigt, dort waren wir vielleicht 4x für 2(?) Unterrichtsstunden. Außerdem Verkehrsregeln im Unterricht, gefolgt von einer theoretischen und der praktischen Prüfung (wiederum alle Kinder unter der Aufsicht von Polizisten). Durchfallen konnte man damals auch und musste bei Bedarf mehrmals und in anderen Klassen antreten. Dadurch haben wir die Verkehrsregeln gelernt und angewandt. Inklusive das “verkehrssichere Fahrrad” besprochen und gezeichnet. Schön war’s. Da damals alle Fahrrad fahren konnten weiß ich jedoch nicht, wie man mit Anfängern verfährt?!?

1 „Gefällt mir“

Wie schon gesagt, nicht alles über einen Kamm scheren. Die Kostenreduzierung bei der Prüfung ist einer von vielen angesprochenen Punkten. Da sollte man natürlich am sorgfältigsten rangehen.
Aber so wie Du das jetzt bringst, dann ist der Zufallsfaktor anscheinend heute noch so gegeben, wie vor 40 Jahren.
Ich hab 3 Prüfungen gemacht, Kleinkraftrad, Auto und Motorrad. Einmal hat mir der Fahrprüfer gesagt: „Wenn jetzt in der Situation ein Auto gekommen wäre, dann hätte ich Ihnen den Führerschein nicht gegeben!“. (Ja, sorry, so ein Blödsinn! Mir wars aber egal, weil ich den Schein ja bekommen hab.)
Die Prüfung ist viel Zufall! Da jetzt zu behaupten, eine Änderung würde automatisch eine Verschlechterung bringen, ist aber Quatsch.

Das korreliert aber doch. Wenn ich nach 40 Minuten als Fahranfänger die Konzentration verliere, falle ich eben durch. Und die muss halt auch sichergestellt sein als einmal um den Block zu fahren. In meiner Dorffahrschule ist die nächste Stadt rund 20 Autominuten entfernt. Sprich bei einer kürzeren Prüfung wäre es nicht mal möglich, Stadtverkehr zu prüfen. Natürlich leidet dann die Qualität darunter…

1 „Gefällt mir“

Also wenn die Prüfung 40 Minuten dauert, kannst Du bis zum Ortschild fahren und dann wieder umdrehen?
Und daran willst Du nichts ändern. Naja…

Mal im Ernst. Wenn Du die Prüfungen machst, dann gibts welche die morgens 8.00 Uhr, andere die um 10.00 Uhr, 12.00 Uhr, 14.00 Uhr u.s.w. fahren dürfen/müssen. Je nach Verkehrsaufwand wird es zu diesen Zeiten zu mehr und weniger schwierigen Situationen kommen. Das ist kaum vergleichbar.
Aber in der Theorie hast Du natürlich Recht, je länger die Prüfung desto mehr schwierige Situationen wirds geben. Also müsste man die Prüfungen verlängern…
Wie kommst Du darauf, dass genau jetzt die richtige Prüfungslänge vorherrscht?

Ich sage nicht, dass sie richtig ist, ich sage nur, dass der Schwierigkeitsgrad sinkt, wenn sie verkürzt wird.

Wenn man sie stattdessen von „Inhalten“ abhängig macht, dann nicht.
Die „Länge“ der Prüfung ist einer von vielen Aspekten, bei der u.U. so wie von Dir angemerkt wird, eventuell die Länge der Konzentrationsfähigkeit geprüft wird.

Zurück zu Deiner Prüfung, wo Du nach 38 Minuten den Fehler gemacht hast. Hast Du bis zur nächsten Prüfung dann Übungen zur Verlängerung der Konzentrationsfähigkeit gemacht? Eher nicht. Stattdessen hast Du beim nächsten mal dich noch ein klein bisschen mehr zusammengerissen. Und durch diese Extraprüfung bist Du jetzt ein besserer Autofahrer geworden?
Sorry, glaub ich nicht.

Länge der Konzentrationsfähigkeit kann man übrigens ganz prima am Simulator prüfen, weil man da eben entsprechende Situationen einbauen kann. Bei der realen Prüfungsfahrt hängt das alles vom Zufall ab, wie vorhin schon ausgeführt.

Zufälle bestimmen bei einer Fahrprüfung eher die Laune des Prüfer. Sonst wohl eher nichts.

Dauert die Prüffahrt 10 Minuten, ist die Wahrscheinlichkeit eines Fehlers natürlich deutlich geringer als bei einer halben Stunde.

Hat mit der Konzentrationsfähigkeit in diesen Bereichen weniger zu tun als mit der Anzahl der Situationen, die zu Fehlern führen können.

1 „Gefällt mir“

Ein großer Fehler ist zu glauben, man könnte nach einer bestandenen Prüfung Auto fahren. Das ist die Lizenz alleine üben zu dürfen.

Ich halte die Theoriestunden da fast für die entscheidenden. Kommt natürlich auf die Fahrlehrerin an. Aber wir haben da viele Anekdoten und Tipps zu den verschiedensten Situationen bekommen. Bei einer Praxisstunde ist man da nicht wirklich aufnahmefähig.

Das wird kein stupides Auswendiglernen ersetzen. Die Bögen hatte ich damals schon auf dem Laptop und die Prüfung am PC gemacht - das war aber zusätzlich.

Und dass sich der Verband freut, wenn man nicht mal mehr Räume zur Verfügung stellen muss, wundert irgendwie kaum.

Simulator würde ich auch eher als Zusatz sehen. Das kann an meiner Unkenntnis liegen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das die echte Erfahrung über eine dunkle Landstraße zu fahren ersetzen kann.

Dank meines Onkels konnte ich mit 15 schon Autofahren bzw. üben auf abgesperrtem Betriebsgelände mit einem MB G 230. Das macht schon was aus.

Bei uns macht man das auf „nicht abgesperrten“ Feld und Nebenwegen.
Unverantwortlich, aber gängige Praxis um den Führerschein billiger zu machen.

Sowas bietet der ADAC auch an, macht vorher auf jeden Fall Sinn, wenn man Geld sparen will ja.

Und so ein Fahrsicherheitstraining ist auch immer zu empfehlen finde ich auch mit Besitz des Lappens.

Schleuderkurse auf Schmierseife machen nicht nur Spaß, sondern vermitteln einem das Gefühl für das Fahrzeug. Man lernt zu lenken statt zu bremsen.

Hat mir schon in einigen Situationen sehr geholfen.

Schon mal mit nem 40t Gliederzug auf ner Schneedecke gefahren? Da ist die ADAC Schmierseife blanke Entspannung gegen.

Nicht vergleichbar.

Außerdem ist eine schöne Schneedecke nie ein Problem. Das kommt erst bei vereister Bahn.