Die ELF absolviert an diesem Wochenende ihren letzten Spieltag und dieser bringt uns eine erhebliche Spannung bezüglich der Top-Seeds und der letzten Playoff-Tickets.
Fangen wir ganz oben an: Die Vikings, Ravens, Storm und Surge stehen als Division-Sieger bereits als Playoff-Teilnehmer fest. Während die Vikings (gegen die Musketeers) und die Ravens (bei den Panthers) mit eigenen Siegen einen der beiden Top-Seeds die Bye-Week aus eigener Kraft erreichen können benötigen die Storm (bei Rhein Fire) neben einem eigenen Sieg entsprechend eine Niederlage der anderen Teams. Doch der Liga-Neuling muss aufpassen: Sollte man selbst gegen Rhein Fire gewinnen und die Surge den Pflichtsieg bei den Enthroners einfahren würde man bis auf Platz vier zurückfallen.
Dahinter stehen ebenfalls vier Teams im Fokus, die über die Wild Cards die letzten zwei Playoff-Tickets einsacken wollen: Rhein Fire (gegen die Storm) und die Musketeers (bei den Vikings) haben zwar ihr Schicksal in der eigenen Hand (eigene Siege würden die sichere Playoff-Qualifikation bedeuten), haben aber anspruchsvolle Aufgaben vor sich. Die beiden Teams dahinter lauern auf Niederlagen und treffen auch noch direkt aufeinander: Der Sieger des Duells zwischen den Bravos und den Galaxy zieht in die Playoffs ein sofern entweder Paris oder Rhein Fire verlieren.
Vorschau auf Week 13:
Sa, 15:00 Uhr: Stuttgart Surge @ Fehervar Enthroners
Sa, 18:00 Uhr: Munich Ravens @ Panthers Wroclaw
Sa, 18:00 Uhr: Paris Musketeers @ Vienna Vikings (ran.de live)
So, 13:00 Uhr: Hamburg Sea Devils @ Berlin Thunder
So, 13:00 Uhr: Madrid Bravos @ Frankfurt Galaxy (ProSieben MAXX live)
So, 13:00 Uhr: Helvetic Mercenaries @ Prague Lions
So, 16:25 Uhr: Cologne Centurions @ Raiders Tirol
So, 16:25 Uhr: Nordic Storm @ Rhein Fire (ProSieben MAXX live)
Die Entscheidung um die beiden Top-Seeds ist am heutigen Abend gefallen: Die Vikings mussten mächtig zittern indem sie mit einem sehr späten Touchdown inklusive Two-Point-Conversion die Overtime erzwangen und sich in dieser mit 35:29 gegen die Musketeers durchsetzen konnten. Die Ravens machten es zunächst auch etwas spannender, dominierten dann aber das Schlussviertel (20:0) und zogen mit einem 49:26-Sieg bei den Panthers nach.
Die Vikings und die Ravens erhalten damit die Bye-Week und dürfen die Wild Card-Round aussetzen, dahinter hängt es nun von den Storm ab wer Dritter und wer Vierter wird.
Im einzigen für die Playoffs relevanten Spiel im frühen Slot setzten sich die Bravos mit 47:32 bei den Galaxy durch und sicherten sich damit eine Wild Card. Parallel dazu gewannen die Sea Devils mit 56:44 bei den Thunder und die Lions zerlegten die Mercenaries nach fünf Touchdowns schon im ersten Viertel am Ende mit einem 69:12.
Im abschließenden späten Slot landete Rhein Fire einen 27:19-Heimsieg gegen die Storm womit Stuttgart sich den #3-Seed sichert, parallel dazu fuhren die Raiders einen 63:6-Kantersieg gegen die Centurions ein.
Die Regular Season ist vorbei, die Playoffs sind da und ab heute heißt es do or die: Los geht’s an diesem Wochenende mit der Wild Card-Round in der die beiden schlechteren Division-Sieger auf die beiden besten Nicht-Division-Sieger treffen und um Tickets für das Halbfinale kämpfen in denen bereits die Ravens und die Vikings warten.
Die erste Partie wird am heutigen Samstag in Stuttgart ausgetragen, wenn die Surge auf die Bravos treffen, beide Teams stehen sich erstmals gegenüber. Ganz anders sieht es am Sonntag aus: Rhein Fire und die Nordic Storm sind zwei Teams aus der North Division, die entsprechend schon zwei direkte Duelle hinter sich haben: Während die Storm ihr Heimspiel Mitte Juli noch knapp mit 25:24 gewannen behielt am letzten Wochenende Rhein Fire vor eigenem Publikum mit einem 27:19 die Oberhand - hier gibt’s also eine erhöhte Upset-Gefahr.
Vorschau auf die Wild Card-Round:
Sa, 15:00 Uhr: #6 Madrid Bravos @ #3 Stuttgart Surge (ProSieben MAXX live)
So, 15:00 Uhr: #5 Rhein Fire @ #4 Nordic Storm (ProSieben MAXX live)
Stuttgart ist im ersten Spiel der Wild Card-Round seiner Favoritenrolle gerecht geworden: Nachdem man in den beiden mittleren Abschnitten vier Touchdowns scorte und keinen Punkt zuließ schlug man die Bravos am Ende mit 41:17 und zieht damit in die Semifinals ein.
An diesem Wochenende werden in den Semifinals die beiden Teilnehmer des diesjährigen Championship Game ermittelt. Durch die Siege der Storm und der Surge in der vergangenen Woche sehen wir alle vier Division-Sieger: Am heutigen Samstag treffen erstmals die Vikings auf den Liga-Neuling aus Dänemark, morgen folgt dann ein rein deutsches Duell zwischen den Ravens und den Surge, die sich in dieser Saison schon zweimal begegnet sind. Stuttgart entschied das erste Aufeinandertreffen Anfang Juni daheim mit 36:28 für sich, Munich revanchierte sich dann drei Wochen später mit einem knappen 36:33. Ein Hinweis für diejenigen, die das lineare TV nutzen: Beide Spiele laufen nicht wie gewohnt auf ProSieben MAXX, sondern im Hauptprogramm von ProSieben.
Die Semifinals im Überblick:
Sa, 15:00 Uhr: #4 Nordic Storm @ #1 Vienna Vikings (ProSieben live)
So, 15:00 Uhr: #3 Stuttgart Surge @ #2 Munich Ravens (ProSieben live)
Die Premieren-Saison der Storm endet im Halbfinale: Die Vikings scoren zwei Touchdowns im dritten Viertel und bringen die Führung über die Zeit. Mit einem 28:20-Heimsieg stehen sie nun als erster Teilnehmer des Championship Games fest.
Im zweiten Halbfinale gab’s den Upset: Die Surge setzen sich mit 27:13 bei den Ravens durch und erreichen damit zum zweiten Mal in ihrer Franchise-Geschichte das Championship Game - und diesmal sogar in der eigenen Stadt.
Am heutigen Sonntag ist es soweit: Die ELF beendet ihre Saison in Stuttgart mit dem Championship Game. Während es hinter den Kulissen und mittlerweile auch in der Öffentlichkeit rumort und man nicht weiß, ob es vielleicht das letzte Spiel dieser Liga ist soll heute der Sport im Vordergrund stehen. Mit den Vikings (20:51 gegen Rhein Fire letztes Jahr) und den Surge (34:53 gegen Rhein Fire vor zwei Jahren) stehen sich die beiden unterlegenen Finalisten der letzten beiden Jahre gegenüber. Während die Vikings vor drei Jahren (27:15 gegen die Sea Devils) schon einmal triumphierten geht’s für die Surge vor eigenem Publikum um den ersten Titel.
Die Surge beeindruckten nicht zuletzt in der Vorwoche bei den Ravens mit ihrer aggressiven Defense, die so gut wie jeden Quarterback in dieser Liga nervös und in Fehler treiben kann. Vikings-QB Ben Holmes wird genau die acht (!) Sacks der Surge-Defense in der Vorwoche betrachtet haben, aber er hat mit 43 Touchdowns bei nur fünf Interceptions tolle Statistiken aufzuweisen und weiß dank der Duelle gegen die defensivstarken Musketeers was auf ihn zukommt. Ihm zur Hilfe kommt ein ganzes Arsenal an Empfängern seiner Spielzüge, die dann letztendlich noch mal eine ganz andere Kategorie haben als die der Ravens (ohne sie jetzt schlecht schreiben zu wollen). Doch auch auf der anderen Seite wird es interessant: Wie kommt die Vikings-Defense mit Michael Harley Jr. zurecht, der in der Vorwoche von den Ravens überhaupt nicht zu stoppen war (7recs, 144yds 2TD)?
Es könnte heute wirklich zu einem interessanten Duell kommen, hoffen wir, dass es für den neutralen Zuschauer attraktiv und spannend wird damit man das Theater wenigstens für ein paar Stunden verdrängen kann.
2025 Championship Game in Stuttgart:
15:00 Uhr: #3 Stuttgart Surge vs #1 Vienna Vikings (ProSieben live)
Die Surge haben sich in Stuttgart erstmals in der Franchise-Geschichte zum Champion gekrönt. In einem wie erhofft offenen und spannenden Championship Game setzte man sich am Ende mit 24:17 gegen die Vikings durch. Die Österreicher lagen in der Partie zwar zweimal mit zehn Punkten vorn, Stuttgart glich erstmals im dritten Viertel durch ein Field Goal aus und letztendlich war es der Touchdown von Louis Geyer, der für den Endstand sorgte. Herzlichen Glückwunsch nach Stuttgart!
2025 Championship Game in Stuttgart: #3 Stuttgart Surge vs #1 Vienna Vikings 24:17
Die elf Teams der EFA haben in einem Statement bekannt gegeben, dass sie 2026 nicht mehr am Spielbetrieb der ELF teilnehmen werden. In diesem Statement heißt es, dass diese Entscheidung das widerspiegelt was die EFA für die langfristige Gesundheit, Stabilität und das Wachstums des American Football in Europa für das Beste hält. Das Ziel der EFA sei es nun ein NFL-ähnliches Modell in Europa aufzubauen. Die ELF auf der anderen Seite hat in einem eigenen Statement mitgeteilt, dass die elf Franchises der EFA einen gültigen Vertrag für 2026 haben und man sich mit mehreren Interessenten austausche, die mit neuen Teams am Spielbetrieb teilnehmen wollen.
Die ELF und die EFA haben ihre Auseinandersetzung beendet und eine Partnerschaft bekanntgegeben, die dafür sorgen soll, dass auch im kommenden Jahr gespielt wird. Wie von der EFA gefordert gibt es ab sofort nun ein neues von den Teams geführtes Board of Governors ähnlich wie westseits des Atlantiks, das die Verantwortung für Planungen, Budgets, Medienrechte, mögliche Erweiterungen sowie auch das Format des Wettbewerbs verantwortlich ist. Auf der Agenda stehen nun die Liga-Zusammensetzung, das Format und dementsprechend der Spielplan, ebenso will man Standards für die Stadien und die Medien-Coverage festlegen. Die Teilnehmer an der 2026er Saison sollen in Kürze bekannt gegeben werden.
Ob der Titelverteidiger dann noch dabei ist muss allerdings bezweifelt werden: Die Stuttgart Surge mussten einen Insolvenzantrag stellen, ihr Meister-Headcoach Jordan Neuman hat bereits als Offensive Coordinator bei den Vienna Vikings angeheuert.