Die Eispiraten Crimmitschau verloren am Abend zwar ihr Heimspiel gegen die Eisbären Regensburg mit 2:3 in der Overtime (0:2, 0:0, 2:0 / 0:1) feierten aber dennoch gegen die derzeitige Mannschaft der Stunde einen moralichen Punktgewinn. Beiden Mannschaften merkte man an das es eigentlich hieß verlieren verboten. Den besseren Start erwischten dann die Eispiraten ohne zwingendes auf die Anzeigetafel zu bringen. In den letzten drei Minuten schlief dann die Eispiratenabwehr ihren üblichen Minutenschlaf, was die Eisbären quasi mit den ersten Chancen eiskalt zweimal bestraften.
Danach verließ sich Regensburg auf die starke Abwehr und Neffin im Tor. Die Eispiraten benötigten bis Mitte des letzten Drittels dann um den Anschluss zu erzielen. Schon drei Minuten vor Ende nahmen die Eispiraten den Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, Regensburg verpasste mehrmals die Entscheidung knapp. 3,8 Sekunden vor Ende gab es noch einmal Bully vor den Kasten der Regensburger. Crimmitschau nahm die Auszeit, danach wurde das Bully gewonnen und 0,7 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit klingelte es hinter Neffin das zweite Mal an diesen Abend.
In der Overtime dann das gleiche Bild wie in Drittel eins, die Eispiraten bestimmten die Overtime und nahmen am Ende dieser eine Auszeit in der Abwehr. Regensburg nahm es wieder dankend an.
Die Eispiraten Crimmitschau legten gegen die zu spät angereisten Gäste aus Bietigheim los wie die Feuerwehr um am Ende doch nach den 4:6 (4:2, 0:1, 0:3) mit leeren Händen da zu stehen.
Spätestens jetzt sollte im und um das Team begreifen, das es nur gilt möglichst die Playdowns zu verhindern.
Die Eispiraten Crimmitschau und ihr Chefcoach Jussi Toures haben den am Ende der Saison auslaufenden Vertrag um zwei Jahre bis 2028 verlängert.
Damit bleibt der jüngste und auch schon dienstälteste Trainer der DEL2 den Standort Crimmitschau treu und beendet damit auch sämtliche Diskussionen er könnte Abwanderungsgedanken zu finanzstärkeren Clubs haben - die zweifelsohne ihre Fühler schon ausgestreckt hatten.
Saison- oder Karriereende für Rekordspieler Walsh?
Am Donnerstag gab es in der Vorbereitung auf das Kasselheimspiel während des Trainings einen Unfall im Sahnpark, in deren Mittelpunkt laut Eispiraten der diesjährige Kapitän und mittlerweile Rekordspieler Dominic Walsh stande. Walsh zog sich nach ersten Meldungen dabei eine Oberkörperverletzung zu und wurde zur weiteren Beobachtung ins Klinikum nach Altenburg gebracht.
Da die sozialen Medien auch vor den Eispiraten mittlerweile keinen Halt machen kam sehr schnell ans Licht was wohl keiner wissen sollte (jedenfalls erstmal nicht). Walsh soll wohl so unglücklich in die Bande sein, das wohl einige Halswirbel in Mitleidenschaft gezogen worden, wenn nicht gar gebrochen sind? Das werden dann wohl erst diese von den Eispiraten angekündigten weiteren Untersuchungen zeigen. Gestern konnte Walsh nach 2 Tagen (einer davon auf Intensiv) das Krankenhaus zwar wieder verlassen, aber sichtlich gezeichnet und über den Instagramm Kanal seiner Frau mit einer Meldung versehen, die weiteres Aufhorchen auslöste. Darin schrieb sie das sie froh sei, ihn heute wieder mit nach Hause nehmen zu dürfen.
Das ganze deutet mittlerweile auf einen längerfristigen Ausfall hin. Ob Walsh sein Arbeitspapier das er für die nächste Saison bei den Eispiraten schon hat - noch antreten wird können, wird wohl erst der Sommer zeigen müssen.
Oder anders, wenn eine Großstadt in die sächsische Provinz reist.
Heute gibt die große DEG ja ihre zweite Visitenkarte im Sahnpark ab, das erste Spiel konnten die Eispiraten mit 4:1 gewinnen. Das scheint schier unmöglich dieses mal, da beim Team um Trainer Toures die Akkus leer scheinen. So spricht eigentlich alles für die DEG, wäre nicht die Erfahrung da, das man selbst nur eher durch die Liga holpert. Gute Ergebnisse wechseln sich regelmässig mit Aussetzern wie am vergangenen Freitag im Heimderby ab, als man binnen 150 Sekunden vier Gegentore in den letzten fünf Minuten schlucken musste und so ein bis dahin gut geführtes Spiel noch sicher weg warf.
Nichts desto trotz wird die DEG auch heute durch viele Fans begleitet, ein Sonderzug hat sich heute morgen auf den Weg gemacht. Dabei schon einmal 450 von da, die gegen 14:30 Uhr in Crimmitschau erwartet werden - dazu kommen laut Fanprojekt Düsseldorf noch einmal 5 Busse sowie einige Privatfahrer. So erhät die DEG auch erstmals nach Kassel 2007 das Privileg vom Heimbereich etwas ab zu bekommen. Viele von den (der Sonderzug fährt heute Abend erst 21.40 wieder zurück - wollen und sollen (auch von den Eispiraten aus) - noch eine Fanparty im Sahnpark feiern nach den Spiel (ca. eine Stunde). Es ist auch eine kleine Reise in die Vergangenheit. Spiele in einen halboffenen Stadion gibt es in Düsseldorf schon längst nicht mehr.
Und anders wie im November (als die Temperaturen noch erträglich schienen) bietet der Sahnpark heute auch das „richtige Eishockeyfeeling“ dazu.