Ich lese bisher auch nur, dass das Spiel „ganz normal“ stattfindet. Das Spiel wird von lokalen WM-Organisatoren als „Pride-Match“ bezeichnet. Das ist aber erstmal auch alles. Es fällt auch auf, dass in den Artikeln von der Presse das Wort Pride-Match in Anführungszeichen geschrieben wird. Es scheint also keine offizielle (FIFA-)Bezeichnung zu sein.
Sicher hatten die Organisatoren auch damit geliebäugelt, die eine oder andere Aktion im Stadion zu machen, und dagegen verwehrt man sich (meiner Meinung nach zurecht) seitens Ägyptens und des Irans, weils politische Äusserungen wären.
Das erste offizielle „Pride Match“ der WM-Geschichte ist längst zum Politikum geworden. Schließlich treffen mit Ägypten und Iran zwei Länder aufeinander, die der LGBTQ±Community alles andere als wohlgesonnen sind. Beim Spiel in Seattle droht Unruhe.
Man sollte,nein muss die Werte der unfreiwillig beteiligten respektieren und das „Pride Match“ woanders oder zu einem anderen Zeitpunkt durchführen ![]()
Oder geht’s wieder nur um Machtdemonstration und weniger um die Sache ![]()
Was für Werte? Was sollen das für Werte sein?
Wäre die USA mit ihrem Präsidenten Trump, der der LGBTQ+ -Community nicht gerade wohlgesonnen ist, involviert, würde sich dieser einmal räuspern und schwupps wäre das Thema durch…sure bet ![]()
Okay, ich sattle das Pferd mal von der anderen Seite her auf:
Kannst du dir nur ganz eventuell in deiner selbstgemalten , bunten Welt vorstellen, dass es in der großen weiten Welt Menschen gibt, die mit den Werten der LGBTQ+ wenig bis nichts anfangen können ?
Das es Menschen gibt, die noch nach altherebrachten Mustern ( u.a. hetereosexuelle Paare, die monogam in der tradtionellen Ehe ) leben ? Und das diese Menschen mit dem was LGBTQ+ verkörpert, mindestens Schwierigkeiten haben, wenn nicht sogar in die totale Blockehaltung verfallen ?
Warum werden in diesen Zeiten auf diesem Planeten jetzt diese -ich nenne sie mal „Traditionalisten“- zu den „Bösen“ diffamiert u. diskreditiert ?
Du wirst gleich sicher antworten „laß doch jeden leben ,wie er will ohne das er/sie/es sich rechtferigen muß“. Unterschreibe ich , aber dann biite in alle Richtungen ! Kann doch nicht sein,dass Traditionsbewußte auf einmal die Geächteten sind, die sich fast einer Hexenjagd ausgestzt sehen/ fühlen .
Nö, die können ja machen was sie wollen, sollen die Freiheit anderer aber bitte nicht einschränken.
„Traditionsbewusste“ ist eine ganz schöner Euphemismus für „Diskriminierende“.
Aber Regenbogenflaggen sind auch wirklich toxisch. Im Land zu spielen, mit dem man sich gerade im Krieg befindet? Kein Problem. Aber möge Allah uns vor Gleichberechtigung und Vielfalt schützen.
Es gibt „Tradition“ die einfach nicht mehr in unsere Zeit passen, dazu wird dies häufig auch gerne als Ausrede genutzt wird um andere Menschen ihren Wert abzusprechen. An sich sollte es in jeder Religion darum gehen das jeder so lebt wie er will und sich verstecken muss nach außen hin.
Dabei wird auch gerne eine Religion vorgeschoben was Quatsch ist, da Jesus z.B. für die Schwachen und Außenseite offen war und diese nicht verurteilt hat. Auch wenn manche Christen da was anderes behaupten.
Ich würde das jetzt nicht als „Werte“ per se bezeichnen, aber dass dieses Spiel ausgerechnet zwischen diesen beteiligten Ländern ausgetragen wird, empfinde ich als plumpe Provokation den Teilnehmern gegenüber, weshalb man heute bzw. morgen MEZ ein anderes Spiel nach Seattle verlegen hätte sollen.
Einleitend: Ich beziehe mich mit dem folgenden Beitrag nicht auf bestimmte Personen, sondern von Gruppierungen.
Warum wird eigentlich das alles nochmal wiederholt was hier schon zur Thread-Erstellung geäußert wurde?
Es ist ganz einfach: Das letzte Juni-Wochenende ist wie im Dezember schon geschrieben immer ein Wochenende, das im Zeichen der Pride in Seattle steht. Wenn man unbedingt verhindern wollte, dass es an diesem Wochenende zu Überschneidungen kommt hätte es eine ganz einfache und simple Lösung gegeben: Einfach in Seattle an einem anderen Tag spielen.
Abseits davon finde ich es wiederholt sehr problematisch, wenn man das alles als Aufgezwungen tituliert. Da wird im Stadion eine Flagge hängen - was soll daran bitte so schlimm sein? Das hat für mich nichts mit Traditionalismus zu tun, sondern von einer Ausgrenzung von Personengruppen, die einem nicht ins eigene engstirnige Weltbild passen. Dass man natürlich dann wieder die umgekehrte Rolle einnehmen möchte (die bösen Traditionalisten) ist wieder der übliche Quatsch, den man in den sozialen Medien ständig zu lesen bekommt. Das sind dann übrigens auch genau diejenigen, die von Meinungsfreiheit sprechen.
Und nur mal so als Info: In den USA gibt’s immer wieder Tage, Wochenenden oder gar Monate, an denen speziell auf diverse Gruppen hingewiesen wird - sogenannte Heritage und Awareness-Zeiträume. Am bekanntesten sind der Black History Month (Februar), der Pride Month (Juni), der Hispanic Heritage Month (Mitte September bis Mitte Oktober) oder der Breast Cancer Awareness Month (Oktober). Fühlt sich da auch jeder im Stadion angegriffen? Absolut nicht. Das sind gesellschaftliche Themen, die gerade in der heutigen Zeit enorm wichtig sind, denn mit der oben genannten geforderten Meinungsfreiheit meint man in der Regel eher eine Einschränkung dieser mit der man diese Gruppen, die schon in der Minderheit sind, ausgrenzt, weil sie eben „anders“ sind.
Es erwartet niemand, dass man selbst im Stadion mit einer Regenbogenflagge herumläuft, sondern man bekommt sie lediglich zu sehen. Nicht mehr und nicht weniger.