SV Meppen Zuschauermagnet in der Regionalliga

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Sogar vor allen Nordost-Klubs :wink:

Ist schon sehr plakativ, auch wenn die reine Zahl natürlich stimmt. Die andere Wahrheit ist, dass die beiden nächstbesten Teams nichtmal zusammengerechnet den Schnitt von Meppen erreichten während im Nordosten sieben Teams auf mindestens etwa 5000 Zuschauer pro Spiel kamen.

Man kann also sagen, dass der richtige Vertreter aus der Nordstaffel aufgestiegen ist.

Das ist auch schon das Stichwort: Meppen hatte beim absehbaren Aufstieg zuletzt immer die Hütte voll. Das macht sich dann natürlich im Schnitt bemerkbar.

Rot-Weiß Erfurt nach dieser Gurkensaison auf Rang 4 mit über 7.000 natürlich Klasse. Das ist ein höherer Schnitt wie in den letzten drei Drittliga-Spielzeiten.

Die Menschen haben also wieder Bock auf Rot-Weiß… jetzt muss der sportliche Part nur mal nachziehen, ehe das Interesse wieder abebbt.

Das ist auch ein guter Punkt. Es ist mit Sicherheit einfacher mehr Zuschauer zu generieren, wenn der Abstieg noch frisch ist und nicht schon länger her ist.

Wenn wir uns da mal die Nordost-Staffel ansehen:

  • Jena war zuletzt in der Saison 2019/20 drittklassig, kam nun auf 7645 Zuschauer pro Spiel.
  • Halle absolvierte die zweite Regionalliga-Saison in Folge mit nun 7267 Zuschauern pro Spiel.
  • Erfurt war in der Saison 2017/18 zum letzten Mal in der dritten Liga, kam nun auf 7156 Zuschauer pro Spiel.
  • Lokomotive Leipzig war in dieser Form noch nie drittklassig, zuletzt als VfB Leipzig in der Saison 2003/04 und hatte nun 6352 Zuschauer pro Spiel.
  • Zwickau ist seit drei Jahren in der Regionalliga und kam nun auf 5396 Zuschauer pro Spiel.
  • Chemnitz stieg 2020 aus der dritten Liga ab und begrüßte nun 5390 Zuschauer pro Spiel.
  • Chemie Leipzig war in dieser Form nie drittklassig, man kam auf 4999 Zuschauer pro Spiel.

Zusammengefasst: Bis auf Halle und Zwickau ist der letzte Auftritt in der dritten Liga schon bei allen mindestens sechs Jahre her und dennoch kommt man auf solche Zahlen. Erfurt war zudem zwischendurch ja auch noch in der Oberliga.

Mich würden die Zuschauerzahlen bei Chemie mal interessieren, wenn man die volle Kapazität ausschöpfen dürfte.

Die 4.999 sind halt wirklich die obere Auslastung.

Die hätten auch locker ihre 7.000 ohne Begrenzungen.

Naja, das heisst ja nun auch nicht unbedingt etwas. Der HSV zum Beispiel ,hatte mit zunehmender Zweitligazugehörigkeit auch steigende Zuschauerzahlen.

Das dürfte aber eher nicht die Regel sein oder liegt zum Teil an anderen Faktoren. Die Nordost-Staffel ist halt durch die Historie ihrer Vereine eine Besonderheit gegen die die anderen Staffeln mit den Zuschauern maximal vereinzelt, aber insgesamt nicht ankommen.

Ich glaube ehrlich gesagt nicht das der HSV da ein einzelfall ist, sehe da eher einen allgemeinen trend. Hannover z.B. hat auch steigende Zuschauerzahlen oder Kaiserslautern qausi zahlen wie zu Erstligazeiten.
Zum rest, das mag schon sein, trotzdem würde ich die „vereinzelten“ nicht klein reden.
In ihrer gesamten Historie hat Meppen z.B. viel weniger zu bieten als die meisten Ostklubs und es steckt auch eine verhältnismäßig kleine Stadt hinter diesem Verein. Dann mögen sie ja den Vorteil des erfolges auf ihrer Seite gehabt haben, gleichzeitig aber auch den nachteil das die Gegner nicht viel zu diesem Zuschauerschnitt beigetragen haben.

Man wird denke ich nie genau herausfinden warum und wie sich Zuschauerzahlen entwickeln. Es kann nach dem Abstieg eine Aufbruchstimmung entstehen, die Zusammensetzung der Liga verändert sich (was insbesondere in der 2. Liga zwischendurch ja schon eine große Rolle spielte) oder die Ticketpreise werden erschwinglicher. Allerdings würde ich schon behaupten, dass es schwieriger ist Leute über einen längern Zeitraum (wie es bei einigen Teams der Nordost-Staffel zu sehen ist) zu mobilisieren, wenn man in unterklassigen Ligen unterwegs ist. Die 2. Liga ist jetzt zudem auch nicht so weit von der Bundesliga entfernt.

Ich will hier Meppen auf keinen Fall klein reden, mir geht es eher darum, dass es außerhalb der Nordost-Staffel eben nicht viele Vereine gibt, die mit diesen Teams mithalten können und Meppen ist in der Nord-Staffel eben ein perfektes Beispiel für einen Einzelfall. Dafür können sie selbst natürlich nichts.