Schlotterbeck will den Titel

Ob Hoffenheim jetzt spielerisch schlechter als Dortmund ist…das kann man sehen wie man will. Was natürlich jetzt auffällig ist, dass gerade die TSG Hoffenheim in der momentanen Spielzeit so stark aufspielt und genau dieser Zustand fällt halt auf, weil man es nicht gewohnt ist. Die Leistung können sie gerne im nächsten Spiel am Sonntag in München beweisen, mit einem Sieg dort könnte Hoffenheim nochmal die Tabelle spannender gestalten, vorausgesetzt die anderen Vereine machen ihre Hausaufgaben auch (z.B. der BVB in Wolfsburg).

Das Spiel gegen die Bayern wird für Dortmund sicher richtungsweisend sein, aber auch das Spiel z.B. gegen RB.

Also muss man alle Spiele gewinnen, um eine Topmannschaft zu sein? Oder muss man erster sein?

Sorry, ich checks nicht.

Es gab in den letzten 15 Jahren genau zwei mal den Fall, dass ein zweiter so viele Punkte eingesammelt hat. Letztes Jahr Leverkusen (Bayern damals und heute 51) und irgendwann mal der BVB.

Diverse Male hätten 45 Punkte für die Tabellenführung gereicht, teils locker.

Wie viele Spiele hat Leverkusen in der Meistersaison fast verkackt und dann teils tief in der Nachspielzeit noch gedreht?

Die Erwartungen finde ich sehr seltsam. Bayern kann die meisten Spiele relativ locker durchziehen, andere müssen für Siege mehr arbeiten im Spiel. Ist halt so.

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Richtig du checkst es anders. :bottle_with_popping_cork:
Ist es so schwer ne andere Meinung zu dem Thema zu akzeptieren, glaube ja. puuuh.

Nein, man darf verlieren und man muss nicht erster sein. Man muss aber gegen unterlegene Teams eine Führung über die Zeit bringen und sich nicht ab der 80min. ergeben, und genau so sieht es nämlich aus. Man kann ja froh sein das Heidenheim üblen Chancenwucher betreibt, gegen eine Mannschaft mit etwas mehr Zielwasser in der Pulle, geht so Spiel wie Sonntag 3-5 aus. Und das zieht sich, genau so, seit Jahren hin, x-mal pro Saison.

Mit den Punkten aus früheren Saisons habe ich nun in 20 Beiträgen 18 mal gelesen. Was die jeweils mit der laufenden Saison zu tun haben, verstehe auch aber immer noch nicht.

Ich weiß, die Fähigkeiten der differenzierten Betrachtung ist nicht jedem gegeben.

Stünde man “wegen der Dummheit der anderen” da oben, würde man es Schneckenrennen nennen, man stünde da, obwohl man wenig Punkte holt. Das ist falsch. Man steht da, aufgrund der eigenen Leistung. Obwohl Hoffenheim auch eine Punktzahl hat, die oftmals zu einem zweiten Platz reichen würden, steht man höher, weil man mehr Punkte geholt hat.

Wie definiert man eine Topmannschaft? Es mag unterschiedliche Ansätze geben. Wenn Bayern Kackspiele gewinnt sagt man, eine Topmannschaft muss auch solche spiele gewinnen. Muss man Zauberfußball spielen oder Punkte holen? Ja, es gibt keine klare Definition. Aber wenn der Tabellenzweite, der aus eigener Leistung da steht, keine ist, wer dann? Immer nur der Tabellenführer? Oder auch nur, wenn er zusätzlich schön spielt?

Kern des Threads: Schlotterbecks Aussage? Für mich: irrelevant. Wenn der BVB jedes Spiel gewinnt, wird er wohl Meister. Wenn man an der Position steht kann und muss man als Spieler den Glauben haben, dass das möglich ist. Es muss das Ziel sein. Muss man das aussprechen? Keine Ahnung, eine Frage des Erwartungsmanagements. Halte ich den Titel für realistisch? Nö.

Bleibt: Die Spielweise. Ich glaube, man hängt Klopp zu sehr nach. Ich auch. Begeisternder Fußball, der gleichzeitig Punkte bringt? Der Traum für jeden. Dass der BVB jederzeit in der Lage ist eine Führung zu verspielen, und sei sie noch so komfortabel? Grauenhaft.

Man kann hier Kritik üben, weil es teils wirklich keinen Spaß macht da zuzuschauen. Aber so Allgemeinplätze wie “mit dieser Abwehr gewinnt man keine Meisterschaft” entbehren dann wieder jeder Grundlage. Der BVB stellt die zweitbeste Abwehr der Liga, Bayern hat gerade ein Gegentor weniger gefangen. Solche Aussagen zerstören jeden echten Diskurs.

Ich wünschte Chuku und Silva bekämen mehr Spielzeit, weil die spielerich einfach mehr Leben reinbringen. Ich wünschte, wir hätten noch einen Spielertypen wie Sancho, bei dem man mit der Zunge schnalzt. Aber der Erfolg gibt Kovac recht. Defensiv so robust es geht und darauf setzen, dass man vorne schon irgendwie die Tore macht.

Man kann nicht immer alles haben.

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Das ist ja eine Taktiksache, die mich übrigens auch nervt. Guirassy raus, Özcan rein, Spiel über die Zeit bringen? Bringt am Ende nur Chaos und Hektik. Hat man selbst den Ball, schießt der Gegner keine Tore. Da macht man sich selbst das Leben schwer, ja.

Emotionale Betrachtungen trüben oft den Blick. Am besten zu bewerten ist Leistung und Erfolg an Fakten und Referenzwerten. Gefühlt spielt man eine durchwachsene Saison, das teile ich. In echt jedoch eine sehr starke und die Realität sollte die Basis für eine Bewertung sein. Immer.

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Ich lebe von Spiel zu Spiel, wenn es nicht Gegenstand von wöchentlichen Diskussionen hier wäre, wäre das letzte Spiel schon nicht mehr relevant für mich, persönlich jetzt. Und vergangene Spielzeiten nehme ich nicht um da ne Brücke zur aktuellen zu bauen.

Und meine Meinung ist ja nicht mal exklusiv von mir, wenn man manch Interviews von den Spielern hört, hört man raus das diese Fehlerquelle trocken gelegt werden muss.

Alles gut.

Aber das gilt ja für alle Fehlerquellen, die man erkannt hat. Man sollte daran arbeiten, diese abzustellen.

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Na da ist man sich doch komplett einig.
Trotzdem darf man über die B Note diskutieren.

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Zum Glück ist das alles nur Hobby und nichts lebenswichtiges.

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