Es ist tatsächlich passiert: Erstmals seit 53 Jahren krönen sich die Knicks zum NBA-Champion und dies in einer spektakulären Art und Weise. Nein, sie haben die Spurs nicht nach Belieben dominiert wie sie es in den Serien zuvor taten, aber sie waren in vier Spielen in der Crunchtime zur richtigen Stelle und das ist eben entscheidend. Die Knicks hatten sich schon in der Vergangenheit zu einem Team entwickelt, das die irrsten Rückstände noch aufholte und man nie abschreiben durfte und was soll man sagen? Es war nicht ein historischer Wert wie in Game 4, aber zweistellig war’s dann trotzdem schon wieder. Die Spurs erwischten in Game 5 wie so oft den besseren Start ins Spiel und dominierten weite Teile der ersten Hälfte, in der man einen 15-Punkte-Vorsprung aber beinahe bis zur Pause verspielte (42:37). Im dritten Viertel verteidigte man zunächst die Führung ehe man sich in der letzten Phase wieder bis auf 15 Zähler absetzte. Die Gäste aus New York arbeiteten anschließend in erster Linie daran den Rückstand in den einstelligen Bereich zu bringen ehe man nach einem 15:2-Run pünktlich zur Crunchtime selber in Führung ging. In dieser wollte dann auf beiden Seiten wenig funktionieren: Die Spurs versagten aus dem Feld, die Knicks ließen durch vergebene Freiwürfe immer wieder eine Hintertür offen. Mikal Bridges verwandelte dann mit 8,8 Sekunden auf der Uhr zwei Freiwürfe zur 93:90-Führung der Knicks, auf der Gegenseite vergab Dylan Harper beide Versuche während OG Anunoby anschließend zumindest einen von zwei Freiwürfen verwandelte (7,7 Sekunden vor dem Ende). Die Spurs benötigten nun also zwei Possessions, es kam ein verzweifelter Versuch von Downtown von Victor Wembanyama, der sein Ziel verfehlte. Die Knicks schlagen die Spurs in San Antonio mit 94:90, gewinnen damit das 15. der letzten 16 Spiele und eine überraschende, aber keinesfalls unverdiente Championship. Herzlichen Glückwunsch. Übrigens auch an Ariel Hukporti, der in dieser Serie nun wahrlich keine einnehmende Rolle spielte, aber in Game 5 auch zwei Minuten auf dem Parkett stand in denen er auf einen Rebound, einen Assist und einen Block kam. Zum Finals-MVP wurde Jalen Brunson gewählt, der in Game 5 satte 45 Punkte scorte, im Schnitt kam er in den Finals auf 32,6 PPG, 4,2 RPG und 4,6 APG.
Ergebnis vom Samstag:
NEW YORK KNICKS @ San Antonio Spurs 94:90
NYK: Brunson 45P/3R/3A, Bridges 14P/4A, Hart 13P/11R
SAS: Harper 25P/5R/4A, Wembanyama 19P/14R/5B, Champagnie 14P/7R
Playoff-Endstand: NYK wins 4-1
Und damit verabschiedet sich die NBA nach einer denke ich gar nicht so unspannenden Postseason, viel Spektakel und jeder Menge toller Momente in die Offseason. Man hat definitiv Werbung für sich gemacht.
Richtig viel Ruhe wird in den nächsten Wochen allerdings noch nicht einkehren. Am 23. und 24. Juni steigt die diesjährige Draft (mit einigen deutschen Akteuren mit Lottery-Potenzial), ab dem 30. Juni geht’s dann mit der Free Agency los. Wer nicht ohne NBA-Basketball auskommt ist bei den Summer Leagues richtig, die wieder in San Francisco (3.-6. Juli, vier Teams), Salt Lake City (4.-7. Juli, vier Teams) und natürlich Las Vegas (9.-19. Juli) ausgetragen werden. Am Wochenende des 14./15. August wird dann feierlich die Class of 2026 in die Naismith Memorial Basketball Hall of Fame einziehen, Anfang Oktober folgt dann schon die Preseason u.a. mit zwei Duellen zwischen den Rockets und den Mavs in China. Mitte Oktober dürfte dann die 2026-27 Regular Season starten, deren Schedule im Laufe des Augusts veröffentlicht wird.
Also: Vielen Dank für’s Mitlesen bis hierhin und hoffentlich auch weiterhin! 