Die Chinesen machen es vor: effiziente Lade-Infrastruktur für Parkhäuser und Tiefgaragen u.a. durch Laderoboter, die an der Decke auf Schienen unterwegs sind, um jeden geparkten PkW dort aufladen zu können, wo er steht.
Ein System funktioniert so: An der Decke ist ein Schienen-System installiert, auf dem die Ladeports entlang gleiten können. Das System ist gleichzeitig stromführend für den Ladestrom. Der Ladeport wird über eine App bzw. durch Auslesen eines QR-Codes angefordert, fährt dann zum Fahrzeug, das der Halter mit dem Ladekabel verbinden kann.
Ein anderes System zeigt einen ebenfalls schienenbasierten Laderoboter, der mit seinem Ladearm und entsprechender Sensorik die Position des Ladeanschlusses des Fahrzeugs erkennt und die Verbindung herstellt.
Soweit so gut. Was dann noch fehlt ist ein automatisches An- und Abdocken, damit der Benutzer nicht daneben stehen muss … Das ist für mich die größte Hürde derzeit beim Laden während des Parkens.
Man könnte 2 Negativpunkte beseitigen.
Es gäbe keine „Leerzeiten“, in denen die Ladeinfrastruktur „an einem Auto hängt“, welches keinen Strom mehr aufnimmt
Ein Auto könnte „ohne Zusatzkosten“ länger am Parkslot stehen, also nur die Standard-Parkgebühr bezahlen und nicht die hohe „Blockiergebühr“.
Das ist die größte Hürde für 100% Elektro.
Unterwegs wird schon besser und schneller. Das bringt schon sehr viel.
Aber wenn man an Hotspots / Ausflugziele denkt oder eben auch Parkhäuser, dann ist das ein Problem. Wenn ich in der Therme sitze, dann brauche ich vielleicht eine Stunde die Ladesäule, will aber dann nicht nackt das Auto abstecken und evtl. Umparken.
Wenn es dafür eine Lösung gibt, dann ist eigentlich alles geklärt.
Das hab ich doch gar nicht abgestriitten.
Es ist aber eben nur ein halber Schritt.
Mal angenommen, da sind 10 „Roboter“, aber gerade alle belegt. Dann geh ich ins Einkaufszentrum und 5 Min. später wird einer frei. Also zurück und anstecken. Danach wieder ins EKZ, wo mich nach 45 Minuten mein Handy warnt und meint, dass Laden fertig ist und ab jetzt Blockiergebühr fällig wird. Also raus aus der Umkleidekabine und Auto abstecken. Danach nochmal 15 Minuten in den Shop um den begonnenen Einkauf abzuschliessen. Das nennt man in Deutschland kundenfraeundlich.
Nachdem die Chinesen mit Marktführend sind, könnten die ja relativ einfach einen Quasi-Standard für so ein Andockmanöver definieren. Die Deutschen oder Europäer halt ich mittlerweile nicht mehr kompetent genug.
Im Artikel wird ja auch ein Laderoboter vorgestellt, der einen Ladearm hat, der autonom an den Ladeanschluss ankoppeln kann. So habe ich das verstanden.
Na, dann geht das ja in die richtige Richtung. Auch wenn da noch viel Entwicklungs- und Abstimmarbeit zu tun ist.
Bei meinem e-Up könnte z.B. der Stecker ohne Schlüssel nicht eingesteckt werden und somit würde auch kein Ladevorgang starten. Ich kann mir aber vorstellen, dass das auch nachträglich durch eine Softwareänderung ermöglicht werden könnte.