Magenta Sport überträgt das zweite Halbfinale zwischen Griechenland und der Türkei jetzt kostenlos im Live-Stream!
Die Griechen werden von den Türken auseinander genommen. Das ist schon sehr stark!
Wow, da werden unsere Jungs aber an ihr A-Game rankommen müssen. Geschenkt wird uns der Titel bestimmt nicht ![]()
Das war am Ende eine klare Angelegenheit: Die Türkei fertigt Griechenland mit einem 94:68-Blowout ab und erreicht damit zum zweiten Mal in der Verbandsgeschichte ein EuroBasket-Finale (dies gelang bislang nur beim Heimturnier vor 24 Jahren). Es war erschreckend wie schwach und scheinbar unvorbereitet Griechenland in diese Partie ging, offensiv fand man überhaupt keinen Rhythmus und defensiv war es die pure Überforderung. Die Türkei nutzte dies eiskalt aus, auch weil man wirklich ein Klasse-Spiel absolvierte - viel Luft nach oben hat das Team zum Maximum nicht mehr.
Griechenland - TÜRKEI 68:94
GRE: Sloukas 15P/3R/4A, G. Antetokounmpo 12P/12R/5A
TUR: Osmani 28P/6R (6-8 3P), Osman 17P/3R/3A, Sengün 15P/12R/6A
Die Resultate der Halbfinals:
Deutschland - Finnland 98:86
Griechenland - Türkei 68:94
Damit spielen also die Türkei und Deutschland am Sonntagabend um den Titel, zuvor wird nachmittags noch das Spiel um Platz drei zwischen Griechenland und Finnland ausgetragen.
So langsam aber sicher scheint die EuroBasket auch im Mainstream angekommen zu sein, die TV-Quoten sprechen jedenfalls für den Bandwagon-Effekt: RTL verzeichnete im gestrigen Halbfinale demnach in der Spitze bis zu 2,93 Mio. Zuschauer, in der sogenannten werberelevanten Zielgruppe der 14-49-Jährigen lag der Marktanteil bei satten 30,9%. Man darf gespannt sein wie das dann an einem Sonntagabend mit einem Endspiel aussieht.
Ohne das „Konkurrenzprogramm“ zu kennen rechne ich mit absolut 6-7 Millionen Zuschauern…mir egal, wieviele davon werberelevant ![]()
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Der „Tatort“ läuft mit einer neuen Folge im Ersten, dazu ist es RTL. Alles über vier Mio. wäre ein immenser Erfolg. Zum Vergleich: Das WM-Finale vor zwei Jahren erreichte im ZDF 4,6 Mio. Zuschauer (plus 1,3 Mio. bei Magenta Sport).
Nach rund zweieinhalb Wochen mit jeder Menge Basketball haben wir mit dem heutigen Sonntag den finalen Tag der diesjährigen EuroBasket erreicht.
Am Nachmittag ab 16:00 Uhr steigt zunächst das Spiel um Platz drei in dem zwei Teams stehen, die mit einer ganz unterschiedlichen Lage in die Partie gehen. Auf der einen Seite haben wir mit Finnland die größte Überraschung des Turniers: Die Gruppenphase überstanden sie in Tampere als Dritter (durch eine nur knappe Niederlage gegen Litauen), dem historischen Upset gegen Serbien im Achtelfinale folgt ein souveräner Auftritt gegen Georgien ehe man im Halbfinale zum zweiten Mal im Turnierverlauf gegen das DBB-Team den Kürzeren zog. Egal wie die Partie ausgeht: Für Finnland ist es ein extrem erfolgreiches Turnier, das sicherlich Mut für die nächsten Jahre machen dürfte. Den Griechen auf der anderen Seite hingegen dürfte die Enttäuschung anzusehen sein: Ausgerechnet gegen die Türkei schafften sie es nicht die Leistung auf’s Parkett zu bringen, wurden stattdessen mit einer 26-Punkte-Pleite abgekanzelt und müssen damit einmal mehr ihre Titelträume ad acta legen. Der bisherige Weg in diesem Turnier war anspruchsvoll, mit Italien und Spanien warteten schon zwei große Gegner in der Gruppenphase, nach dem Achtelfinal-Sieg gegen Israel bezwang man zudem im Viertelfinale auch Litauen. Rein von der Qualität her ist Griechenland somit in dieser Partie deutlich favorisiert, aber Finnland darf zu keinem Zeitpunkt unterschätzt werden - erst recht, wenn sie noch die Aussicht auf ihre erste Medaille in der Verbandsgeschichte haben.
Ab 20:00 Uhr schaut die ganze Basketball-Welt dann nach Riga, wenn in der lettischen Hauptstadt die Türkei und Deutschland - beide noch ungeschlagen - um den Titel spielen. Rein von dem was wir bisher gesehen haben dürfte das eine spannende Angelegenheit werden: Die Türken verfügen mit Alperen Sengün, Cedi Osman, Ercan Osmani und Shane Larkin über vier Akteure, die im bisherigen Turnierverlauf im Schnitt zweistellig scorten - das Quartett riss auch die mit Abstand meisten Minuten des Teams ab. Die deutsche Mannschaft hat hier ihre Minuten - teils auch durch klarere Spielverläufe - schon etwas weiter verteilt: Mit Dennis Schröder und Franz Wagner standen nur zwei DBB-Spieler im Schnitt mehr als 25 Minuten auf dem Parkett, sie sind allerdings auch die klaren Leader des Teams, die ihre Roleplayer benötigen: Gerade gegen einen physischen Gegner wie die Türkei brauchen wir die bissige Defense von Isaac Bonga, einen hart arbeitenden Daniel Theis, aber auch Entlastung durch Andi Obst von Downtown, Tristan Da Silva oder auch Maodo Lo mit seinem Ballhandling. Wenn Dennis dann auf der Guard-Position schon presst und auf Steals aus ist, Franz seine NBA-Top-Klasse offensiv ausspielt und man die Nerven behält sollte das mindestens ein Spiel auf Augenhöhe werden. Drücken wir also unserem Team bei diesem historischen Spiel die Daumen - entweder live im Free-TV bei RTL oder alternativ im kostenlosen Live-Stream bei Magenta Sport.
Der Finaltag in Riga im Überblick:
16:00 Uhr: Griechenland - Finnland -:- (Spiel um Platz 3)
20:00 Uhr: Türkei - Deutschland -:- (Finale) (RTL live)
Es war ein vielleicht noch versöhnlicher Abschluss dieses Turniers: Griechenland besiegte Finnland knapp mit 92:89 und gewinnt damit das Spiel um Platz drei und zum ersten Mal eine Medaille bei einer EuroBasket seit 15 Jahren. Nach drei Vierteln sah es eigentlich so aus als ob die Griechen mit einer 69:56-Führung souverän das Spiel gewinnen, doch in der Crunchtime schaffte es Finnland zunächst den Rückstand in den einstelligen Bereich zu bringen. In den letzten Sekunden der Partie wurde Valtonen beim Versuch eines Dreiers gefoult, er verwandelte nur zwei der drei Versuche und verpasste damit den Ausgleich. Finnland musste nun direkt foulen, erwischte Giannis Antetokounmpo und der behielt seine Nerven. Ein Hail-Mary-Versuch von Jantunen fand dann nicht mehr sein Ziel.
GRIECHENLAND - Finnland 92:89
GRE: G. Antetokounmpo 30P/17R/6A, Dorsey 20P (5-9 3P), Toliopoulos 15P
FIN: Markkanen 19P/10R, Valtonen 18P/5R/3Stl, Jantunen 13P/6R/7A
Und nun wird’s bald für die deutsche Mannschaft ernst: In rund einer halben Stunde geht’s los mit dem Endspiel gegen die Türkei!
„Wir schaffen das“
Wir brauchen bei den Reaktionen unter den Beiträgen auch einen
oder ne Keule als mögliche negative Bewertung ![]()
Zur Halbzeit liegt die deutsche Mannschaft mit 40:46 zurück. Wir sehen bislang ein zerfahrenes Spiel in dem die deutsche Mannschaft zunächst den Start verschlief, aber einen zweistelligen Rückstand aufholte und sogar selbst in Führung ging. Zum Ende hin war es dann aber wieder die Türkei, die besser scorte und somit nun vorn liegt. Das Spiel der deutschen Mannschaft ist entsprechend: Offensiv geht übertrieben gesagt alles über Franz, der aber leider von draußen noch nicht trifft, der Scoring-Support insbesondere von Dennis muss nun kommen. Positiv aus deutscher Sicht: Sengün steht schon bei drei Fouls, hier sollte man durchaus mal einen Blick darauf werfen.
Alles in allem: Es ist bis hierhin ein offener Schlagabtausch, der in alle Richtungen gehen kann. Hoffen wir, dass das DBB-Team die richtigen Schalter findet.
EUROBASKET-CHAMPION DEUTSCHLAND!!!
Dennis, Du bist irre! Was haut der für eine Crunchtime raus!
Ich bin mal raus, versuche etwas später meine Worte zu fassen.
Wow, ich bin fertig.
Sehr geil ![]()
88:83 und ein paar graue Haare mehr ![]()
Ja Gefühlt nach jedem Viertel mehr
So, dann versuchen wir das mal in Worte zu fassen:
Die zweite Hälfte lief ähnlich zerfahren weiter. Während Sengün und Osman assistiert von Larkin immer wieder ihre Offensive zum Laufen brachten war das deutsche Team von seinen Rollenspielern maßgeblich abhängig. Neben Thiemann mit kleinen und wichtigen Aktionen, einem boxenden Theis und wichtigen Dreiern von Tristan Da Silva war es insbesondere Isaac Bonga, der die Rolle des Three-and-D-Players bilderbuchhaft ausführte - nicht umsonst wurde er zum Spieler des Spiels (=MVP des Finales) gewählt. Pünktlich zur Crunchtime war dann aber auf einmal der Kapitän da: Nein, er war bis dahin nicht unsichtbar und verteilte fleissig Assists, wirkte mit Turnovers und verpassten Abschlüssen bis dahin aber unglücklich. Bis dann genau in der wichtigsten Phase der Partie der Knoten platzte: Ein guter Assist zum Bonga-Dreier und der deutschen Führung, später der noch wichtigere Assist zum Theis-Dreier, dann ein hervorragend von der Seite reingeschnittener Dunk und anschließend noch ein butterweicher Jumper von der Freiwurflinie. Garniert wurde das in den Schlusssekunden mit einem Defensiv-Rebound nach dem Sengün-Airball und den beiden Freiwürfen, die das Spiel entschieden. Das war herausragend.
Das türkische Team zeigte eine bärenstarke Leistung: Sie sind in dieser Formation noch nicht lange zusammen, kamen ungeschlagen ins Finale und hatten diese Einheit des DBB-Teams am Rande der Niederlage - bis man selbst unglückliche Entscheidungen fällte. Warum landet der Ball nach dem Timeout für den langen Wurf bei Sengün? Wie auch immer: Das war ein Spiel auf Augenhöhe und sollte auch für Zuschauer, die nur alle paar Jahre mal reinschalten vermittelt haben wie toll diese Sportart sein kann.
Aus deutscher Sicht kann man nur überwältigt sein. Wir hatten in den 1990ern diesen historischen EuroBasket-Titelgewinn, freuten uns dann in der Nowitzki-Ära über Bronze in Indianapolis, Silber in Belgrad und die Olympischen Spiele in Peking mit ihm als Flaggenträger - aber jetzt? Nur mal zum Festhalten: Bronze bei der EuroBasket 2022, Weltmeister 2023, Olympia-Vierter 2024 und nun EuroBasket-Champion 2025. Kann mich mal bitte jemand kneifen? Und das dann noch auf diese Art und Weise: Hier wird nicht irgendetwas vorgespielt, das ist eine Truppe, die sich bestens kennt, die zusammen als Team agiert, unfassbar sympatisch herüberkommt und einfach so vieles richtig macht - und zu dem Team gehört natürlich auch der ganze Staff, der den Ausfall von Headcoach Mumbru unfassbar stark verkraftete. Man kann einfach nur stolz sein, sich wie wild freuen und hoffen, dass wir 2027 bei der nächsten WM eine ähnliche Freude haben werden. Vielen Dank für diese großartigen zweieinhalb Wochen!
Türkei - DEUTSCHLAND 83:88
TUR: Sengün 28P/3R/3A/3B, Osman 23P/5R (6-9 3P), Larkin 13P/6R/9A
GER: Bonga 20P/5R/3A (4-4 3P), F. Wagner 18P/8R, Schröder 16P/3R/12A
Dennis Schröder wurde mit seinen im Schnitt 20,3 PPG, 3,4 RPG und 7,2 APG zum MVP dieser EuroBasket gewählt. Er ist damit nach Sergei Belov, Drazen Dalipagic, Drazen Petrovic, Toni Kukoc, Dirk Nowitzki und Pau Gasol erst der siebte Spieler, der in seiner Karriere sowohl bei einer WM als auch einer EuroBasket den MVP-Award bekam.
Die All-Star-Five des Turniers besteht aus Dennis Schröder, Luka Doncic, Franz Wagner, Giannis Antetokounmpo und Alperen Sengün.
Ein kurzer Blick noch auf die TV-Quoten:
Beim Gesamtpublikum verzeichnete RTL im Schlussviertel 5,9 Mio. Zuschauer (22,7% Marktanteil) beim Gesamtpublikum und in der Spitze bis zu 7,3 Mio. Zuschauer - wohl als das Konkurrenzprogramm von ARD/ZDF um 21:45 Uhr endete. Bei den 14-49-Jährigen stieg der Marktanteil im Schlussviertel auf bis zu 38,1%.
Beim Gesamtpublikum gab es am Sonntag nur zwei Sendungen mit mehr Zuschauern beim Gesamtpublikum (Tatort und Tagesschau jeweils im Ersten), in den Zielgruppen 14-49 und 14-59 war man konkurrenzlos an der Spitze.
Jetzt ist es umso bitterer, dass die hiesige BBL sich dazu entschieden hat auf der größten Erfolgswelle des deutschen Basketballs seine Rechte an ein Nischenprojekt zu vergeben, das kaum einer kennt. Die Telekom hingegen hat eindrucksvoll gezeigt wie eine Coverage solch eines Turniers aussehen kann und damit einen neuen Maßstab gesetzt.