Auch auf dem neuen Sendeplatz lief es nicht: Die gestrige Ausgabe der „Stefan Raab Show“ stellte mit 370.000 Zuschauern im Gesamtpublikum sowie einem Marktanteil von 4,1% in der sogenannten werberelevanten Zielgruppe der 14-49-Jährigen neue Tiefstwerte auf. Damit lag die Sendung sogar unter den Werten des anschließend ausgestrahlten „RTL Nachtjournals“ (380.000 Zuschauer gesamt, 6,1% MA bei 14-49).
Irgendwann wird man wohl doch ins Grübeln kommen:
Trotz des Lead-Ins (Fußball Europa League) kam die gestrige Ausgabe nur auf 380.000 Zuschauer beim Gesamtpublikum womit hier zwar ein neuer Tiefstwert verhindert wurde (in der Vorwoche waren es 370.000), aber eben nur da: In der sogenannten werberelevanten Zielgruppe der 14-49-Jährigen fiel man nochmals um einen halben Prozentpunkt auf 3,6% zurück. Natürlich verlor man auch diesmal das „Duell“ gegen das anschließend ausgestrahlte Nachtjournal (0,44 Mio. Gesamtpublikum = 5,9% MA, bei 14-49 kam man auf 5,1% MA).
Und noch aus einem anderen Grund wird man sich für diese Planung ärgern: Damit Raab senden konnte verlagerte RTL die EL-Highlights auf den Spartensender Nitro was scheinbar trotz der Parallelübertragung nicht viele mitbekamen oder mitmachen wollten. Bei der letzten Highlight-Programmierung auf RTL im Anschluss an das Live-Spiel erreichte man übrigens 11,9% MA bei 14-49.
Neue Woche, neuer Negativ-Rekord:
Mit einem zugegeben ungünstigen Vorlauf (EL-Spiel zwischen Nottingham und Fenerbahce) sammelte Raab gestern nur noch 0,29 Mio. Zuschauer im Gesamtpublikum ein was einen fürchterlichen Marktanteil von 3,0% bedeutete. Wie wenig die Show angenommen wird merkt man auch diesmal am nachfolgenden Programm: Beim RTL Nachtjournal stiegen die Zahlen beim Gesamtpublikum (0,36 Mio. und 5,3% MA) wieder einmal an.
Nebenbei kommt übrigens eine Meldung hoch an der Raab beteiligt ist: Seine Produktionsfirma Raab Entertainment soll an einer Neuauflage der „Schillerstraße“ arbeiten, eine Impro-Comedy, die vor 15-20 Jahren teils sehr erfolgreich bei Sat.1 lief und den Boom in diesem Genre mit startete. Wie DWDL.de berichtet soll hier Raab persönlich aber keine Rolle spielen und die Show weder bei RTL noch bei Sat.1 laufen.
Sondert man sich hier schon ab? Schillerstrasse war anfangs Klasse.
Nein, Raab Entertainment arbeitet unabhängig. Geschäftsführer der Firma ist mit Daniel Rosemann übrigens der ehemalige Chef von ProSieben und Sat.1.
Also dieses alte Shows neu aufbereiten, hat doch noch nie funktioniert, oder?
Es kann funktionieren, muss aber nicht. Der Reboot von „TV total“ ist für ProSieben schon ein Erfolg, „Genial daneben“ lief in der ersten Phase des Comebacks auch recht gut bis es dann zu RTL2 wanderte und dort unter der Woche unterging. Es gibt aber natürlich etliche Beispiele wo der Nostalgie-Faktor im Vorfeld als zu stark eingeschätzt wurde.
Die Sendung gerade mit Barbara Schöneberger finde ich sogar mal cool
Nächster Schritt dann Raab und Jauch zusammenbringen ![]()
Quote war für Raabverhältnisse sogar ok