[5] Osnabrück - Hertha

Wie geht’s aus?
  • Sieg Osnabrück
  • Remis
  • Sieg Hertha
0 Teilnehmer

VfL OSNABRÜCK - HERTHA BSC
Bremer Brücke, Osnabrück
Sonntag, 13. September 2026 13:30 Uhr

Am kommenden Sonntag gastiert die Hertha in Osnabrück. Als vollkommen überraschender Tabellenführer ohne Punktverlust wartet nun ein Gastspiel beim Aufsteiger, der ebenfalls eine der positiven Geschichten der noch jungen Saison schrieb. Der Drittliga-Meister wurde von vielen als Top-Abstiegskandidat gehandelt, fuhr aber mit dem 1:0 in Bochum und zuletzt einem 3:1 gegen Braunschweig schon zwei wichtige Siege ein und hielt sich zudem tapfer im Pokal gegen die Bayern (1:4) und setzte im Eröffnungsspiel mit einem wilden 3:4 in Heidenheim schon eine Duftmarke. Die Berliner mussten sich zuletzt einen Heimsieg gegen Magdeburg hart erkämpfen und werden geschwächt ohne den gesperrten Seguin anreisen. Die letzten Duelle zwischen den beiden Teams liegen schon mehr als zwei Jahre zurück: In der Saison 2023/24 gab’s im Dezember ein torloses Remis in Berlin, am letzten Spieltag im Mai verabschiedete sich Osnabrück dann mit einem 2:1-Heimsieg in die dritte Liga. Kann Osnabrück der Hertha den ersten Punktverlust der Saison beibringen oder nehmen die Gäste aus der Hauptstadt wieder etwas Zählbares mit zurück nach Berlin?

Hier die Startelf-Tipps von kicker.de:

Osnabrück: Krumrey - Fabinski, J. Müller, Wiemann - P. Kammerbauer, F. Wagner, B. Jacobsen, Gomez - Beck, Badjie - R. Meißner

Hertha: Gersbeck - Eitschberger, Gechter, N. Kolbe, Pedersen - Klemens, Sessa - Thorsteinsson, Gouram, Brekalo - Grönning

3:1 für Berlin

Auf geht’s mal wieder in ein Auswärtsspiel und das könnte durchaus interessant werden. Osnabrück war für die Hertha in der Vergangenheit fast nie ein gutes Pflaster, das Publikum wird den mehr als ordentlich gestarteten Aufsteiger mit Sicherheit pushen. Es wäre natürlich grandios hier auch nochmal Punkte mitzunehmen, aber wir kennen ja auch unsere Schwäche gegen Liga-Neulinge…

Dazu kommt auf Leitl die erste große Problematik auf: Während man die Rotsperre von Zeefuik durch den Neuzugang Pedersen problemlos ersetzen konnte muss man heute auf den wichtigen Seguin verzichten. Leitl kündigte auf der PK schon einen Eins-zu-Eins-Ersatz an, weil er nicht groß etwas verschieben wolle, d.h. aller Voraussicht nach wird Klemens hier beginnen. Ansonsten dürften die Positionen größtenteils bezogen sein, Nilsson dürfte dann heute sein Debüt geben, wenn wohl auch wieder von der Bank (das ging letzte Woche nach dem Platzverweis nicht mehr).

Leitl nimmt zwei Wechsel vor: Wie erwartet bildet Klemens mit Sessa die Doppel-Sechs, dazu beginnt Adewumi als zentraler Offensivspieler statt Gouram (auf der Bank), Grönning beginnt ganz vorn.

Osnabrück: Krumrey - Fabinski, J. Müller, Wiemann - P. Kammerbauer, F. Wagner, B. Jacobsen, Gomez - Beck, Münst - R. Meißner

Hertha: Gersbeck - Eitschberger, Gechter, N. Kolbe, Pedersen - Klemens, Sessa - Thorsteinsson, Adewumi, Brekalo - Grönning

Es war das zu erwartende eklige und intensive Spiel in Osnabrück. Während man in den letzten Jahren wohl eher beeindruckt gescheitert wäre nahm das Team den Kampf an. Es dauerte etwas bis man im Spiel ankam, die Halbzeitpause half dem Team scheinbar: Im strömenden Regen kam der geniale Treffer von Brekalo zu einem extrem guten Zeitpunkt. Aus dem Nichts kam dann aber eine Chance für die Gastgeber, die per Handelfmeter allerdings an Gersbeck scheiterten. Es wirkte als ob Osnabrück daraufhin näher am Ausgleich wäre - bis eine Standardsituation Hertha ins Spiel zurück brachte. Ein Eckball landete mit einem Block vor den Füßen von Sessa, der sich nicht zweimal bitten ließ. Die Gastgeber benötigten ein wenig um sich davon zu erholen, drückten aber dann offensiv weiter und belohnten sich mit dem Anschluss bei dem Gersbeck nicht ganz gut aussah um es vorsichtig zu formulieren. In der Folge versuchte Osnabrück alles um den Ausgleich zu machen, Hertha wurde nur durch Konter gefährlich und einer dieser brachte die Entscheidung: Alfa-Ruprecht war viel zu schnell für seinen Gegenspieler und verwandelte eiskalt zum 3:1-Endstand. Kurz danach vergab er noch eine sehr gute Chance, aber das 3:1 spiegelt dann anhand der Effizienz dann eher den Spielverlauf wieder.

Hertha meistert eine weitere Aufgabe und hat nach fünf Spielen nun 15 Punkte auf dem Konto. Nur mal zum Vergleich: Diese Marke erreichte man in der Vorsaison erst am elften (!) Spieltag. Das ist für mich alles wie ein Traum aus dem man niemals aufwachen möchte. Wahnsinn!

1 „Gefällt mir“