HERTHA BSC - SV DARMSTADT 98
Olympiastadion, Berlin
Sonntag, 01. Februar 2026 13:30 Uhr
Das zweite Heimspiel in diesem Kalenderjahr steht für die Hertha am kommenden Sonntag an. Nachdem man vor zwei Wochen mit Schalke den Tabellenführer begrüßte kommt nun mit Darmstadt der Tabellenzweite ins Olympiastadion. Während die Hertha alle ihre letzten vier Partien mit einer Punkteteilung beendete und sich im oberen Tabellenmittelfeld befindet blickt Darmstadt auf eine lange Serie zurück: In der zweiten Liga ist man seit neun Partien ungeschlagen - die letzte Niederlage kassierte man Ende Oktober in Gelsenkirchen. Das Hinspiel Ende August endete torlos. Kann Hertha in dieser Partie wieder ungeschlagen bleiben oder untermauert Darmstadt einmal mehr die Aufstiegsambitionen?
Leitl nimmt einige Veränderungen vor: Eitschberger ersetzt den gesperrten Zeefuik hinten rechts, sodass Gechter und Marton Dardai das Duo in der Innenverteidigung bilden, als zweiter Sechser neben Seguin startet diesmal Klemens statt Sessa und ganz vorn beginnt Kownacki statt Schuler. Auf der Bank finden wir neben Dudziak und Lum auch tatsächlich Brooks.
Hertha: Ernst - Eitschberger, Gechter, M. Dardai, Karbownik - Klemens, Seguin - Winkler, Cuisance, Reese - Kownacki
Darmstadt: Schuhen - Lopez, P. Pfeiffer, Maglica, Nürnberger - N. Schmidt, Akiyama - Richter, Marseiler - Lidberg, Hornby
Hertha erwartet heute die geringste Zuschauerzahl seit Dezember 2023. Im Vorfeld wurden etwas mehr als 30.000 Tickets abgesetzt, aus Darmstadt werden rund 1500 Fans erwartet. Das könnte zum einen an den Ereignissen von vor zwei Wochen (wobei die Polizeipräsenz laut Reportern vor Ort sehr reduziert ist), aber zum anderen auch an der bitteren Kälte samt eisigem Ostwind (gefühlte Temperatur soll bei -15 Grad sein) liegen.
Wie kann man sich ein Spiel total kaputt machen? Ja!
Das war eine tolle erste Hälfte in der viel Zug nach vorne war und man tatsächlich auch gleich zweimal traf. Es fehlte nicht viel für das dritte Tor, stattdessen agiert Klemens zu langsam, verschuldet den Elfmeter und es steht 1:2. Die zweite Hälfte war dann komplett das Gegenteil: Man hatte scheinbar alles der ersten 45 Minuten vergessen, stattdessen kam Darmstadt munter aus der Pause und machte mächtig Druck und erzielte den Ausgleich. Katastrophal wurde es dann mit dem Platzverweis: Kownacki hat die rote Karte wohl nicht aufgrund der Schwere des Fouls gesehen, sondern wegen purer Dummheit. Nun ging es nur noch darum den Punkt irgendwie zu retten und das klappte dann aufgrund der Unfähigkeit der Gäste nochmal zu treffen.
Das Spiel hat mal wieder eindrucksvoll gezeigt, dass die Tabellenplatzierung einfach nicht dem entspricht was man tatsächlich leistet. Fünfmal in Folge hat man nun Unentschieden gespielt, neun weitere fehlen noch zur 40 Punkte-Marke. Und der Februar wird nicht einfacher: Nächste Woche geht’s nach Elversberg, dann kommt Freiburg zum Pokalspiel und direkt anschließend Hannover ehe dann noch eine Auswärtsfahrt nach Paderborn ansteht. Wenn ich sehe wie fleißig im Tabellenkeller gepunktet wird mache ich mir so langsam aber sicher Sorgen.
Das DFB-Sportgericht hat Kownacki wegen „einer Tätlichkeit gegen den Gegner in einem leichteren Fall“ für drei Spiele gesperrt, Hertha hat bereits Einspruch eingelegt.
Das war zwar die pure Dummheit von Kownacki, aber drei Spiele finde ich schon arg heftig für jemanden, der nicht durch solche Aktionen auffällig wurde. Mal schauen, ob der Einspruch etwas bringt.