HERTHA BSC - EINTRACHT BRAUNSCHWEIG
Olympiastadion, Berlin
Freitag, 21. November 2025 18:30 Uhr
Nach der Länderspielpause tritt die Hertha wieder am Abend, aber diesmal schon am Freitag daheim gegen Eintracht Braunschweig an. Nachdem man wettbewerbsübergreifend sieben der letzten neun Spiele für sich entscheiden konnte will man in Berlin gern die nächsten Punkte einfahren um sich in der oberen Tabellenhälfte festzusetzen. Die Gäste aus Braunschweig befinden sich vor dem Spieltag auf dem Relegationsplatz und stehen damit unter Erfolgsdruck: Nachdem man die ersten beiden Spiele der Saison noch für sich entscheiden konnte folgten in den weiteren zehn Partien nur ein weiterer Sieg, ein Remis und ganze acht Niederlagen. Die Favoritenrolle sollte in dieser Partie also den Gastgebern zugeteilt werden, aber wird die Hertha dem gerecht oder nehmen die Gäste etwas Zählbares mit zurück nach Hause?
Der Spieltag ist da. Nach den letzten Wochen und deren Resultaten könnte man meinen, dass das heute eine Pflichtaufgabe wird, aber das könnte - wie in der Vergangenheit - auch gehörig schiefgehen. Hinten reinstellen kann man sich in einem Heimspiel gegen solch einen Gegner nicht, dazu weiß man nicht inwiefern Cuisance und Reese wirklich zu 100% fit sind. Schauen wir mal was uns heute geboten wird.
Leitl rotiert ein wenig: Karbownik und Gechter spielen hinten außen mit Leistner und Marton Dardai zentral, Kolbe dafür auf der Bank. Demme und Seguin auf der Doppel-Sechs waren keine Überraschung, da Eichhorn gelbgesperrt ist, vorn beginnt Schuler.
Hertha: Ernst - Gechter, Leistner, M. Dardai, Karbownik - Demme, Seguin - Winkler, Cuisance, Reese - Schuler
Braunschweig: R. Hoffmann - Ehlers, Nkoa, Frenkert - Aydin, S. Köhler, Bell Bell, Di Michele Sanchez - Flick - C.J. Conteh - Sané
Es war am Ende die zu erwartende Magerkost. Über weite Strecken des Spiels agierte Hertha zu behäbig und wenn es dann doch mal in Richtung Strafraum ging wurde es ungenau, dazu machte man es dem Gegner enorm einfach indem man ständig über die linke Seite mit Reese spielte - ein Fall in ein altes Muster. Hinten verteidigte man vieles gut weg, hatte in einigen Szenen aber auch enormes Glück - gegen ein Topteam hätte es da mehrfach geklingelt.
Am Ende ist es ein 1:0-Sieg an den man sich in einigen Wochen nicht mehr erinnern kann, aber dennoch besonders ist: Das war wettbewerbsübergreifend das fünfte Spiel in Folge, das man gewonnen hat und in dem man gleichzeitig auch kein Tor kassierte. Das hätte ich vor zwei Monaten nie und nimmer gedacht.