FIFA: Investoren

Natürlich hat die UEFA recht, sich gegen die Pläne der FIFA einzusetzen, private Investoren in die Vermarktung der Wettbewerbe zu holen. Aber der Hinweis, dass der Fußball allein den Fans gehört, ist ja wohl ein schlechter Witz. Schön wäre es!

Ist wirklich lächerlich die Aussage…aber das System ist schon lange korrupt, jetzt wird es nur sichtbar.

Da hast du natürlich recht. UEFA und DFB sind auch nicht viel besser. Siehe z.B. Conference League und Regionalligareform-Verhinderungen.

Gibt schon noch einen feinen Unterschied:

• Die UEFA hat dafür gesorgt, dass sich die Elite-Vereine bzw. -Konstrukte des europäischen Fußballs immer mehr bereichern können - zu Lasten des Wettbewerbs.
• Die FIFA sorgt dafür, dass sie sich selbst und ihr genehme Privatpersonen sich bereichern können - zu Lasten des Fußballs an sich.

Oder kürzer: Die UEFA verzerrt den Wettbewerb, die FIFA zerstört den Fußball.

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Zu der Zerstörung des Fußballs tragen viele auf ihre Art und Weise bei. Auf gewisse Weise zerstört auch der FC Bayern seit vielen Jahren den deutschen Fußball. Es gibt halt viele Baustellen.

Ich rege mich nur über die Scheinheiligkeit einiger Leute auf. Um die Interessen der Fans geht es doch schon lange nicht mehr.

Das würde mich jetzt interessieren in wiefern die Bayern den Fussball mehr zerstören als andere.

Für mich begann alles mit dem Börsengang des BVB und der damit einhergehenden Kommerzielliesierrung

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Der Börsengang ist natürlich auch ein gutes Beispiel, die Umgehung von 50+1 durch Leipzig oder die Zulassung von Werksclubs ebenfalls.

Bei den Bayern meine ich die konsequente Verhinderung gleicher Wettbewerbsverhältnisse seit den 80er-Jahren. Sie fordern seitdem die Verteilung der Fernsehgelder nach dem Leistungsprinzip, was die Schere zwischen ihnen und quasi allen anderen Clubs immer größer werden ließ. Kleinere Anpassungen konnten sie in all den Jahren gut ertragen, weil sie an der Entwicklung prinzipiell nichts geändert haben. Aus meiner Sicht übersehen die Bayern nur, dass die Bundesliga ein Gesamtprojekt aller Vereine und deren Fans ist. Und die Langeweile der letzten Jahre an der Spitze ist nur eine logische Konsequenz daraus. Ausnahmen wie Leverkusen bestätigen die Regel.

Wenn es den Klubs ehrlich wäre mit den „gleichen Bedingungen“, dann würde man auch anbieten, Stadionzuschauereinnahmen und Sponsoren gleich zu verteilen. Wo bleibt z.B. der Wettbewerb zwischen Dortmund und Paderborn im Hinblick auf Stadionkapazität und Business-Logen?
Das ist doch überall nur Geheuchel. Eine Liga mit gleichen Bedingungen müsste auch EINE Einheit sein. Ist es aber nicht, weil es - auch bei den kleineren Vereinen - bei jeder Abstimmung darum geht, im Verhältnis etwas mehr vom Kuchen abhaben zu wollen, als einem zustünde.

Für mich ist maßgeblich was jeder Klub leistet. Die machen an 34 Spieltagen das Gleiche, nämlich 90 Minuten plus Fußball spielen. Hier werden die Gelder nach Attraktivität und dem besten Namen verteilt. Für mich ist das ein Hohn, das BVB, FCB etc. das x Fache an Geld bekommen als die Teams, die in der Regel im unteren Bereich der Liga spielen.

Zwei Drittel der Fernsehgelder an die Bundesliga und ein Drittel an die 2.Liga und dort jeweils für alle 18 Vereine exakt das gleiche - das wäre m. E. schon mal ein Anfang.

Und mit welcher Berechtigung?
Das traurige Mittelfeld der 2. Liga schaut doch keiner.
Auch in der 2. Liga wollen die zugkräftigen Traditionsvereine mehr Geld.

Mir geht es nicht um Berechtigung im Sinne von Erfolg, Größe des Stadions oder wirtschaftlicher Potenz, sondern um Wettbewerb und Respekt gegenüber allen Fans.

Na wenns Dir wirklich um Wettbewerb gehen würde, dann müsstest Du doch zustimmen die „Wettbewerbsverzerrer“ wie zum Beispiel unterschiedliche Einnahmemöglichkeiten durch unterschiedliche Stadiengrössen auszugleichen.
Und wo der Respekt gegenüber ALLEN Fans gefordert ist, darf man die Fans der Geldvereine Hoffenheim, Leipzig oder Wolfsburg doch auch nicht vergessen. Die wollen auch gerne hochklassigen Fussball vor der Haustür sehen. Was macht diese Fans weniger wertvoll als die Fans von Paderborn oder 60München?

Wenn ich dich richtig verstehe, laufen deine Ideen auf Enteignung hinaus. Eine Gleichverteilung von Medienerlösen würde die Schere auf eine faire Weise schließen. Das ist für mich ein Unterschied.

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Meiner Meinung nach ist das Schlüsselwort „Reichweite

Anhand der Einschaltquote läßt sich ziemlich genau das jeweilige Interesse ermitteln ; auch unter Berücksichtigung von „public viewing“ in Kneipen etc.

Jetzt sorgt z.B. Schalke für ne viel bessere Quote ( und dadurch Werbeeinnahen für die Sender) als sämtliche Plastikklubs zusammen. Von Dortmund und München kann man selbiges vermuten.

Warum bekommen die „Zuschauerzwerge“ mehr TV-Gelder als die Schwergewichte Schalke , Köln, Hamburg ?
Ach ja: die waren (lange) Jahre Zweitligisten.

Selbst da haben Sie an einem Wochenende mehr Zuschauer vor die TV-Geräte gelockt , als Augsburg ,Mainz , Leverkusen, Hoffenheim , Wolfsburg und Leipzig( beispielhaft ) in der gesamten Halbserie zusammen :zany_face:
Und Nein , ich habe keine Statistiken / Belege um meine Behauptung zu untermauern.

Braucht man auch mMn nicht , dafür reicht der gesunde Menschenverstand und etwas Beobachtungsgabe in den letzten 40 Jahren.

Glück Auf :blue_heart: :white_heart:

Wie kommst Du auf Enteignung?
Die Vereine, Kommunen, Investoren etc. stellen Spielstätten zur Verfügung und bekommen dafür eine angemessene Vergütung. Dei Einnahmen würden zwischen Sportstätten Betreibern und teilnehmenden Vereinen geteilt.
Und da dann „die Attraktivität“ der Spiele ein gemeinsamer Wert wäre, könnte man auch leichter auf eine gemeinsame qualitäts- und wertsteigernde Verwendung der erzielten Gewinne drängen.

Warum sprichst Du nicht von Enteignung, wenn man den Vereinen bezüglich TV-Geldern das Selbstvermarktungsrecht wegnimmt und die Einnahmen auch an Klins verteilt, die (fast) keiner sehen will?

Schon interessant, wer jetzt alles hinter der Deckung hervorkommt und Infantino seine Machtausweitung vorwirft: Dfb-Präsidium, Vereinsfumktionäre, etc. etc.

Bin ja mal gespannt, ob die Front geeint bleibt, oder bei den nächsten Entscheidungen wieder bröckelt.
Ich bin aber auch der Meinung, dass Infantinos Plan aufgehen hätte können, wenn er es etwas perfider angestellt hätte.
So aber, quasi mit eingebautem Chefposten für die Verwertungsgesellschaft war zu offensichtlich.

Schön zu sehen, dass dieser geldgeile Infantino kräftig auf die Schnauze gefallen und sein schändliches Vorhaben damit praktisch gescheitert ist! :money_mouth_face::-1:

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Das stimmt, aber die Geier kreisen schon. Und der Bayern-Präsident zieht gegen die Kommerzialisierung des Fußballs zu Felde. Wem fällt dazu noch etwas ein?

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Und wenn man liest, dass als mögliche Nachfolger ein Bahrainer und ein Katari gehandelt werden …