HERTHA BSC - VfL WOLFSBURG
Olympiastadion, Berlin
Samstag, 07. November 2026 20:30 Uhr LIVE auf Nitro
Am kommenden Samstag geht das schwierige Programm der Hertha zur Topspiel-Zeit im Olympiastadion weiter: Nach dem überraschend deutlichen Sieg in Kaiserslautern folgt nun das Heimspiel gegen Wolfsburg. Die Niedersachsen waren als Top-Favorit auf den Aufstieg in die Saison gestartet und sollten dies mit dem Kader auch in der Hauptstadt sein. Die Leistungen des VfL waren in den ersten zehn Spielen eher unkonstant und unterschiedlich: Es gab Spektakel mit Kantersiegen in Karlsruhe und gegen Darmstadt, gleich zwei 4:4-Remis (gegen Cottbus und in Nürnberg), souveräne Erfolge wie zuletzt gegen Osnabrück, aber man schaffte es bislang nur einmal in dieser Saison zwei Ligaspiele in Folge zu gewinnen (zweiter und dritter Spieltag). Und benennen wir auch den Elefanten im Raum: Es wird die erste Rückkehr von Fabian Reese ins Olympiastadion. Hertha sah sich im Vorfeld dazu wohl gezwungen respektvoll mit ihm umzugehen. Keine Ahnung, ob man da bis auf Pfiffe etwas erwarten muss. Das letzte Duell zwischen den beiden Teams ist rund dreieinhalb Jahre her: Am 34. Spieltag der Saison 2022/23 stieg Hertha nach einem 2:1-Auswärtssieg ab. Kann die Hertha ihre unglaubliche Serie nun auch gegen diesen Kontrahenten fortsetzen oder werden die Wolfsburger ihrer Favoritenrolle gerecht und nehmen die Punkte mit nach Hause?
Der Spieltag ist erreicht. Erstmals in dieser Saison geht im Olympiastadion das Flutlicht an und auch wenn es sich komisch anhört steht das einfachste und zugleich schwierigste Heimspiel der Saison an. Der Kader der Wolfsburger ist beeindruckend besetzt, dass die Hertha und nicht sie auf Platz eins stehen lag in der Vergangenheit eher an ihnen selbst. Alleine durch die Personalie Reese wird man schon von einem besonderen Spiel ausgehen, dass sie nochmal zusätzlich pushen kann. Und an dieser Stelle wird es interessant: Wie sehr schafft es die Defensive der Hertha dagegen anzukommen bzw. wenn sich Chancen ergeben stellt sich die Frage wie effizient man ist. Das Spiel in Kaiserslautern sollte eine gehörige Portion an Selbstvertrauen geben (das bei diesem unfassbaren Lauf aber sowieso vorhanden sein sollte), auf Augenhöhe dürfte man aber nicht sein.
Positiv ist, dass Marton Dardai und Nilsson in dieser Woche ins Mannschaftstraining zurückgekehrt sind, Letzterer soll laut Leitl auch definitiv im Kader (und damit auf der Bank) sein. Der kicker hat vor einigen Tagen noch Zeefuik als Rechtsverteidiger getippt und listet momentan wieder Eitschberger nachdem durchkam, dass Leitl die Elf von der Vorwoche eigentlich nicht verändern wollte. Aufpassen müssen Seguin und Gechter: Bei einer weiteren gelben Karte müssen sie nach der Pause in Cottbus aussetzen.
Ich habe ehrlich gesagt kein gutes Gefühl. Ja, das Olympiastadion wird gut gefüllt sein, aber jetzt kommt einer der Gegner mit einer ganz anderen Qualität, die man so noch nicht gesehen hat (gegen Nürnberg geht’s ja erst im Januar). Von daher: Wenn man da mit einem Remis rausgeht wäre das schon sehr stark.
Achja: Man wird übrigens auf eine Verabschiedung von Reese vor dem Spiel verzichten. Keine Überraschung.