Radsport

Dieses Thema im Forum "Andere Sportarten" wurde erstellt von stefan03, 24. Mai 2007.

  1. PetrRuman

    PetrRuman Super-Moderator Mitarbeiter

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    Leider hat AG2R aus ihrer Übermacht heute viel zu wenig gemacht... Als Froome weg war und man noch 4 bis 5 Mann vorne hatte, war es ja noch okay... aber dann die komplette Abfahrt führen aber nicht anzugreifen - verstehe ich nicht... sinnlos Energie verschleudert und dann noch Zeit auf Dan Martin verloren.

    Vorne ein starker Auftritt von Mollema, dessen Vorsprung immer knapper wurde, aber sich dann doch noch recht souverän den Etappensieg sichern konnte.
     
  2. O.Schmid

    O.Schmid Vorsänger

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    Während ich den vorherigen Post verfasste, wurde es auf Etappe 15 richtig spannend: Chris Froome beklagte einen platten Reifen just in dem Moment als Frankreichs Hoffnung Romain Bardet ca. 40 km vor Etappenende angriff und die übrigen Favoriten mitzog. Man war sich jedoch unter den Verbliebenen nicht völlig einig oder Team Sky ist wirklich so stark, dass es seinen Leader mit vereinten Kräften wieder in die Gruppe zurückführen konnte. Um den Zusammenschluss abzusichern beorderte Sky sogar den zu dem Zeitpunkt Fünftplatzierten Mikel Landa zu seinem Chef zurück. AG2R war mit vier Mann in der Spitzengruppe vertreten, konnte das Maillot Jaune trotzdem nicht abhängen. Wer weiß, ob diese Möglichkeit für die Konkurrenten noch einmal wiederkehrt, zumal Bardet (löst unter den Gastgebern einen wahren Tourhype aus, nachdem man endlich wieder einen möglichen Toursieger in den eigenen Reihen hat - seit 1985 wartet die Grande Nation auf den Nachfolger des großen Bernard Hinault) kurz nach Froomes Aufschließen erneut attackierte, zusammen mit Rigoberto Uran Uran den Briten jedoch nicht mehr distanzieren konnte. Alles in allem bleibt das Gesamtklassement bei den Sieganwärtern unverändert, lediglich der tapfere Ire Daniel Martin konnte 14 Sekunden auf die anderen herausfahren und ist mit einem Rückstand von 1 Minute 12 Sekunden neuer Fünfter im Gesamtklassement. Für AG2R war heute viel mehr möglich, der enorme Kraftaufwand verpuffte jedoch. Noch schlimmer läuft es für die ehemalige kolumbianische Hoffnung Nairo Quintana, der auch heute wieder viel Zeit verlor. Mittlerweile liegt er mit einem Rückstand von 6 Minuten 16 Sekunden auf Froome nur noch auf Platz 11 des Gesamtklassements! Seit Tagen ruhen die Hoffnung dieses radsportverrückten Landes dafür auf Uran - irgendwann muss der Toursieger doch endlich aus Kolumbien stammen, so die Hoffnung der Südamerikaner.
    Der Niederländer Bauke Mollema (Trek- Segafredo) war der würdige Etappensieger, der sich ungefähr 20 km vor dem Ende von seinen Mitstreitern absetzen konnte und seine Soloflucht krönte. Tony Martin (Katusha) versuchte dies zuvor ebenfalls, wurde jedoch am Col de Peyra Tallard (1. Kategorie) wieder gestellt, nachdem er zwischenzeitlich einen Vorsprung von 1,5 Minuten gegenüber seinen Verfolgern rausgefahren hatte. Warren Barguil (Sunweb) war auch Bestandteil der Fluchtgruppe, gewann die ersten drei Bergwertungen und hat derzeit 116 Punkte auf der Habenseite dieser Wertung. Der Zweitplatzierte im Trikot des besten Bergfahrers ist im Moment Primoz Roglic aus Slowenien, der übrigens Juniorenweltmeister im Skispringen war, ehe er sich für den Radsport entschied. Nachlassende Leistungen auf den Brettern und der verpasste Aufstieg in den nationalen A- Kader scheinen für diese Entscheidung verantwortlich gewesen zu sein.
    Marcel Kittel verlor heute beim Zwischensprint erneut 20 Punkte auf Michel Metthews (Sunweb), führt im Kampf um Grün jedoch noch immer komfortabel (373 gegenüber 294 Punkten). Dritter hierbei ist Andre Greipel (Lotto) mit 187 Zählern.
    Morgen ist wohl verdienter Ruhetag!!! Nächste Woche sollten sich die Fans vor allem Mittwoch und Donnerstag nichts vornehmen, wenn die Alpenetappen anstehen.
     
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  3. O.Schmid

    O.Schmid Vorsänger

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    Morgen messen sich am Ende die Sprinter mit hoher Wahrscheinlichkeit im Kampf um den Etappensieg. Man wird zu Beginn der letzten Woche sehen, ob sich durch die Berge und den Ruhetag die Kräfteverhältnisse der schnellen Männer verschoben haben oder alles beim alten bleibt, also Marcel Kittel triumphieren wird. Zwischen Le-Puy-en-Velay und Romans-sur-Isère sind morgen 165 km zurückzulegen, bis Kilometer 65 sind die einzigen Bergwertungen zu absolvieren (Côte de Boussoulet, Kat. 3 und Col du Rouvery, Kat. 4). Von der letzten Bergwertung ist die Strecke bis ins Ziel für die nach dem "freien" Tag (sogar ohne Transfer!) wieder ausgeruhteren Sprintermannschaften noch weit genug, um die Ausreißer vor Etappenende zu stellen. Die Etappe ist durchweg sanftwellig.
     
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  4. SteffSn

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    Kann leider die letzte Woche nicht schauen.
     
  5. O.Schmid

    O.Schmid Vorsänger

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    Oh je, hoffentlich kannst doch MI/DO noch irgendwie reinschnuppern, die Konkurrenz wird nochmal alles versuchen. Christopher Froome ist diese Saison angreifbar - leider wird es für die Konkurrenten wegen deren Schwäche im Zeitfahren am Ende doch nicht reichen. Mein Co- Favorit (neben Froome) war vorher Richie Porte, der leider die Zielflagge nicht sehen wird. :bawling:
     
  6. SteffSn

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    Nein hab Spätschicht bis Samstag.
     
  7. O.Schmid

    O.Schmid Vorsänger

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    :down: Aber es gibt Schlimmeres, als die Tour de France nicht live zu verfolgen.
     
  8. SteffSn

    SteffSn Aufsichtsrat

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    Wie wahr das ist, gerade heute wieder schmerzvoll erfahren. Aber kommen wir wieder zum Thema. Vielleicht sehe ich ja Sonntag noch ein wenig vom allgemeinen Besäufnis :D.
     
  9. O.Schmid

    O.Schmid Vorsänger

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    Auf dem hügeligen Kurs tat sich heute mehr als viele im Vorfeld gedacht hatten. Marcel Kittel (Quick Step), der Träger des Grünen Trikots, musste bereits im bergigen Beginn der Etappe eine größere Gruppe mit allen Favoriten ziehen lassen. Soweit, so gut, wäre nicht auch Michael Matthews (Sunweb) Bestandteil dieses großen Feldes gewesen. So gewann der Australier zunächst den Zwischensprint vor André Greipel (Lotto), was ihm weitere 20 Punkte in der Wertung des Maillot Vert bescherte. Nachdem die "Groupe Kittel" bei Mitte des Rennens über dreieinhalb Minuten Rückstand aufwies war bereits klar, dass auch im Zielsprint keine weiteren Punkte auf das Konto des Deutschen landen würden. Zu allem Überfluss aus Kittels Sicht gewann Michael Matthews auch die 16. Etappe im Sprint vor Edvald Boasson Hagen (Dimension Data) und John Degenkolb (Trek- Segafredo), der sich bereits bei der Zieldurchfahrt über eine Behinderung durch den Etappensieger beschwerte - vergebens. Kittel hat nun nur noch 29 Punkte Vorsprung im Kampf um Grün. Man darf gespannt sein, ob der Zweitplatzierte in dieser Wertung morgen den ersten kategorisierten Berg des Tages in einer Spitzengruppe bezwingen wird, um den Rückstand im folgenden Zwischensprint weiter zu verkürzen.
    Die Spitzengruppe mit allen Favoriten zerfiel wegen des starken Windes ungefähr 20 km vor dem Ende, Leidtragender war unter anderem Daniel Martin (Quick Step), der von Platz 5 auf 7 abrutschte und nun mit 2:03 Minuten Rückstand in der Gesamtwertung auf Froome klassiert ist. Die anderen Anwärter aufs Podium verpassten diesen Zug hingegen nicht.
    Morgen geht es in die Alpen (Startort: La Mure, Nomen est omen für den anstrengenden Etappenverlauf), es wartet die vorletzte Chance für die Kletterer. Nach 26 km wartet der Gipfel des Col d´Ornon (Kat. 2). Dort wird sich bereits die übliche Ausreißergruppe davongemacht haben und auf dem Anstieg zum Col de la Croix de Fer (HC) in ihre Einzelteile zerfallen. Hinten werden nun die Teams der Favoriten Tempo machen und versuchen, zumindest einen schwächelnden Konkurrenten loszuwerden. Dann beginnt ein fast ununterbrochener Anstieg (zunächst auf den Col du Télégraphe, Kat. 1 und nach einer sehr kurzen Abfahrt auf das Dach der Tour, den 2.642 km hohen Col du Galibier, HC) auf einer klassischen Route der Tour de France! Fraglich, ob ein Mitfavorit dort alles auf eine Karte setzt, denn 1. bewältigen die Fahrer nach dem Gipfel am Galibier noch eine fast 30 km lange Abfahrt und 2. haben sie eventuell schon die morgige Bergankunft auf dem Schirm. Zielort nach 183 sehr aufreibenden Kilometern ist Serre- Chevalier.
    Eine Hoffnung würde ich hier noch gerne äußern: Hoffentlich verletzt sich niemand ernsthaft bei den steilen Abfahrten.
     
  10. O.Schmid

    O.Schmid Vorsänger

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    Man darf sich auch mal selbst loben, wenn eine Vorhersage eintritt: Nicht, dass Marcel Kittel in einen Sturz kurz nach dem Start verwickelt war, seinen Schuh wechseln und den Tourarzt aufsuchen musste, sondern dass Michael Matthews den Zwischensprint gewinnt, nachdem er sich zusammen mit dem tapferen Belgier Thomas de Gendt in der Abfahrt von einer großen Spitzengruppe absetzen konnte. Mit Beginn der morgigen Etappe hat der Australier nur noch neun Punkte Defizit im Kampf um das Maillot Vert. Der Führende im Kampf um das Trikot des besten Bergfahrers, Warren Barguil, war ebenfalls in Kittels Sturz verwickelt und hat den Anschluss an die Ausreißergruppe verpasst. De Gendt ist in dieser Wertung erster Verfolger, sein Rückstand auf den Franzosen beträgt satte 79 Punkte. Heute sind immerhin 55 zu vergeben. Bei der Auffahrt zum Col de la Croix de Fer knapp sechs Minuten auf die Groupe Maillot Jaune und 1:25 Minuten auf die große Verfolgergruppe. Noch sind 126 km zu absolvieren, während Nairo Quintana versucht, dem Feld davonzufahren.
     

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