March Madness 2015

Dieses Thema im Forum "Basketball" wurde erstellt von timo, 7. März 2015.

  1. timo

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    Genug durchgepustet? Na dann kann's ja weitergehen. Am heutigen Donnerstag stehen die ersten vier Partien des Sweet Sixteen, also der Regional Semifinals an. In der Midwest Region bekommt es #1 Kentucky mit #5 West Virginia zu tun, das im Vorfeld der Partie schon mächtig stichelte und das Ende der perfekten Saison der Wildcats ankündigte, zuvor ist #3 Notre Dame gegen den Kansas-Bezwinger #7 Wichita State im Einsatz - schocken die Shockers mit dem nächsten Upset? Fast parallel dazu geht's auch in der West Region weiter: #1 Wisconsin hat mit #4 North Carolina eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe vor sich, #2 Arizona hingegen ist ein klarer Favorit im Duell mit #6 Xavier, das bislang "nur" zwei zweistellige Seeds als Gegner hatte.
    Sport1 US glänzt leider mal wieder mit einer nicht kompletten Coverage: Live gibt's die Midwest-Spiele #3 Notre Dame gegen #7 Wichita State (00:15 Uhr) und #1 Kentucky gegen #5 West Virginia (02:45 Uhr), als Tape wird #1 Wisconsin gegen #4 North Carolina im Anschluss ab ca. 05:00 Uhr nachgereicht, #2 Arizona und #6 Xavier fallen hinten runter.

    Vorschau auf Donnerstag (alle Zeiten MEZ):
    00:15 Uhr: #7 Wichita State vs #3 Notre Dame (Midwest)
    00:47 Uhr: #4 North Carolina vs #1 Wisconsin (West)
    02:45 Uhr: #5 West Virginia vs #1 Kentucky (Midwest)
    03:17 Uhr: #6 Xavier vs #2 Arizona (West)
     
  2. timo

    timo Aufsichtsrat

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    Tja, da kündigte man groß die erste Kentucky-Pleite an und hielt am Ende nicht im Ansatz mit: #5 West Virginia wurde von #1 Kentucky mit 39:78 überrannt und legte dabei grauenhafte Stats auf: 13-54 FG (24.1 FG%), 2-15 3P (13.3 3P%) und 11-19 FT (57.9 FT%) - so gelingt einem niemals der Upset. Die Wildcats ziehen damit ins Elite Eight ein und freuen sich dort auf ein Duell mit #3 Notre Dame, das #7 Wichita State mit einem 81:70 ausschaltete und erstmals seit 1979 so weit im Tournament vordring. Auch in der West Region gab es keine Upsets, auch wenn das alles deutlich knapper als in der Midwest Region war: #1 Wisconsin benötigte eine Rally um #4 North Carolina mit 79:72 zu bezwingen, #2 Arizona schlug derweil #6 Xavier mit 68:60, sodass nun Wisconsin und Arizona wie schon im Vorjahr um den Einzug ins Final Four spielen - damals gab's ein dramatisches OT-Spiel mit dem besseren Ende für die Badgers.

    Ergebnisse vom Donnerstag:
    #7 Wichita State vs #3 NOTRE DAME 70:81 (Midwest)
    WICH: VanVleet 25P/6R/3A, Carter 22P/8R
    ND: Jackson 20P/4R/3A, Connaughton 16P/10R

    #4 North Carolina vs #1 WISCONSIN 72:79 (West)
    UNC: Johnson 15P/4R, Jackson 15P/3A
    WIS: Dekker 23P/10R, Kaminsky 19P/8R

    #5 West Virginia vs #1 KENTUCKY 39:78 (Midwest)
    WVU: Staten 14P, Holton 5P/11R
    UK: Lyles 14P/7R, Cauley-Stein 8P/10R/3B

    #6 Xavier vs #2 ARIZONA 60:68 (West)
    XAV: Stainbrook 17P/10R, Davis 12P/3R/4A
    ARIZ: McConnell 17P/7R/5A, Tarczewski 12P/12R


    Weiter geht's am Freitag mit dem zweiten Teil des Sweet Sixteen und somit den Regional Semifinals im Süden und Osten. In der East Region strichen die beiden Topseeds schon am letzten Wochenende die Segel, nun spielen mit #4 Louisville und #8 NC State zwei ACC-Teams gegeneinander, Gavin Schilling und #7 Michigan State bekommen es derweil mit #3 Oklahoma zu tun. Im Süden tritt zunächst #2 Gonzaga gegen #11 UCLA an, wem dieses Duell bekannt vorkommt liegt goldrichtig: Im Jahr 2006 gab es ein unglaublich packendes Spiel mit einer heftigen Rally eines Teams, wer das sich nochmal anschauen will, die NCAA hat die Partie komplett auf YouTube hochgeladen. Vor lauter Historie wollen wir aber nicht die heute einzige aktive #1 vergessen: Duke spielt gegen #5 Utah (mit Kenneth Ogbe) um den Einzug ins Elite Eight - in den letzten 13 Jahren gelang dies übrigens nur dreimal.
    Sport1 US setzt auch heute auf sein Standard-Programm und will scheinbar auch keine Prioritäten setzen. Heißt: Die NBA blockiert zwei Live-Spiele, nur die Schlussphase des Duells zwischen #7 Michigan State und #3 Oklahoma gibt's ab ca. 04:00 Uhr live, als Tape folgen im Anschluss #2 Gonzaga gegen #11 UCLA (05:30 Uhr) und #1 Duke gegen #5 Utah (07:10 Uhr), mit #4 Louisville gegen #8 NC State fällt also auch heute ein Spiel komplett runter.

    Vorschau auf Freitag (alle Zeiten MEZ):
    00:15 Uhr: #11 UCLA vs #2 Gonzaga (South)
    00:37 Uhr: #8 North Carolina State vs #4 Louisville (East)
    02:45 Uhr: #5 Utah vs #1 Duke (South)
    03:07 Uhr: #7 Michigan State vs #3 Oklahoma (East)
     
  3. timo

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    Der Vollständigkeit halber: Auf Nachfrage hat mir Sport1 US via Twitter mitgeteilt, dass Louisville gegen NC State aus lizenzrechtlichen Gründen nicht gezeigt werden konnte. Ich gehe mal davon aus, dass das zuvor auch für Arizona gegen Xavier sowie für das vierte First Round-Game galt.

    Der Blick auf den zweiten Sweet Sixteen-Tag: Im Süden ging es ohne Upset weiter. #2 Gonzaga erreicht nach einem am Ende klaren 74:62 gegen #11 UCLA erstmals seit 1999 das Elite Eight und bekommt es dort nun mit dem Topseed #1 Duke zu tun, das angeführt von Justise Winslow Utah (wieder ohne Einsatz für Kenneth Ogbe) mit 63:57 bezwang. Im Osten setzte sich #4 Louisville im reinen ACC-Duell gegen #8 North Carolina State mit 75:65 durch, dabei lieferte Cardinals-Start Montrezl Harrell mit 24 Punkten, sieben Rebounds und vier Assists eine starke Performance ab. Im allerletzten Spiel dieser Runde gab es dann doch noch den ersten Upset: #3 Oklahoma scheiterte knapp mit einem 58:62 an #7 Michigan State, die Spartans sicherten sich mit starken Nerven am Charity Stripe (6-6 FT in den letzten 79 Sekunden) den Sieg, dem Gavin Schilling acht Punkte (4-5 FG, 0-2 FT) und zwei Rebounds in 20 Minuten beisteuerte - mehr war leider wieder nicht drin, da er in dieser kurzen Zeit schon vier Fouls einsammelte.

    Ergebnisse vom Freitag:
    #11 UCLA vs #2 GONZAGA 62:74 (South)
    UCLA: Parker 16P/11R, Powell 16P/5R
    GONZ: Karnowski 18P/9R, Sabonis 12P/8R

    #8 North Carolina State vs #4 LOUISVILLE 65:75 (East)
    NCST: Lacey 18P/5R/3A, Washington 11P
    LOU: Harrell 24P/7R/4A, Rozier 17P/14R/4A

    #5 Utah vs #1 DUKE 57:63 (South)
    UTAH: Taylor 15P/5R/3Stl, Pöltl 10P/8R/3B
    DUKE: Winslow 21P/10R, Jones 15P/3R/3A

    #7 MICHIGAN STATE vs #3 Oklahoma 62:58 (East)
    MSU: Trice 24P/3R, Valentine 18P/7R
    OKLA: Hield 21P/6R, Thomas 16P/7R


    Und damit geht es ohne Pause direkt ins Elite Eight, also den Regional Finals deren Sieger das Ticket für Indianapolis buchen. Im Westen konnten sich die beiden Topseeds durchsetzen und treffen nun wie schon im Vorjahr aufeinander, #1 Wisconsin aus der Big Ten spielt gegen #2 Arizona, kann Frank Kaminsky seine Badgers wie im Vorjahr (damals mit 28P/11R) dem Traum der Championship ein Stück näherbringen? Von der Championship träumt die Big Blue Nation schon seit einem halben Jahr, eine schon jetzt historische Saison steht nun vor der nächsten Hürde namens #3 Notre Dame. Sind es die Irish aus der ACC, die dem ungeschlagenen #1 Kentucky den Zahn ziehen oder sind sie am Ende einfach nur die Nummer 38? Sport1 US überträgt heute beide Partien live.

    Vorschau auf Samstag (alle Zeiten MEZ):
    23:09 Uhr: #2 Arizona vs #1 Wisconsin (West)
    01:49 Uhr: #3 Notre Dame vs #1 Kentucky (Midwest)
     
  4. timo

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    Wer sich am Samstag vollkommen auf die March Madness konzentriert hat dürfte alles andere als enttäuscht sein. Die Upsets blieben im ersten Teil des Elite Eight zwar aus, aber die beiden Partien hatten es in sich: Im Westen lieferten sich #1 Wisconsin und #2 Arizona am Ende ein Offensiv-Spektakel mit dem besseren Ende für die Badgers. Frank Kaminsky trug sich mit seinen 29 Zählern einmal mehr als Topscorer in die Boxscore ein, bekam aber entscheidende Unterstützung von einem überragenden Sam Dekker, der am Ende 27 Punkte (8-11 FG, 5-6 3P) erzielte, acht davon in den letzten zwei Minuten womit man die Wildcats endgültig mit 85:78 niederringen konnte. Im Finale der Midwest Region bekamen es wohl nicht wenige Fans von #1 Kentucky mit der Angst um ihre historische Season zu tun, die Wildcats bekamen ein topmotiviertes Team von #3 Notre Dame vor die Nase gesetzt, die bis zum Ende keine Zeit zum Durchpusten zuließen. Im Gegenteil: Nach einem Dreier von Jerian Grant 2:36 Minuten vor dem Ende lagen die Irish mit 66:64 in Front, Karl-Anthony Towns konnte für Kentucky zwar 1:14 vor dem Ende zum 66:66 ausgleichen, aber dann wurde es eng, sehr eng. Erst zwei verwandelte Freiwürfe von Andrew Harrison sechs Sekunden vor dem Ende sorgten für den 68:66-Sieg von Kentucky, Notre Dame blieb seit dem erwähnten Dreier ohne Punkt.

    Ergebnisse vom Samstag:
    #2 Arizona vs #1 WISCONSIN 78:85 (West)
    ARIZ: Hollis-Jefferson 17P/8R, Ashley 17P/4R
    WIS: Kaminsky 29P/6R, Dekker 27P/5R (8-11 FG, 5-6 3P)

    #3 Notre Dame vs #1 KENTUCKY 66:68 (Midwest)
    ND: Augusta 20P/9R, Vasturia 16P, Grant 15P/6A
    UK: Towns 25P/5R/4A (10-13 FG), Booker 10P


    Am heutigen Sonntag wird die zweite Turnierwoche mit der anderen Hälfte des Elite Eight abgeschlossen. Bereits ab 20:20 Uhr geht es im Finale der East Region los, mit #4 Louisville und #7 Michigan State (mit Gavin Schilling) stehen hier zwei Teams der einzigen Region in der gleich die ersten drei Seeds allesamt schon ausgeschieden sind, es wird ein durchaus enges Spiel erwartet. Danach folgt dann abschließend die South Region in der sich die beiden Topseeds keine Blöße gaben: #1 Duke ist gegen #2 Gonzaga favorisiert. Die Bulldogs konnten bislang noch nie einen #1-Seed beim NCAA Tournament schlagen und hoffen auf den ersten Final Four-Einzug der Schulgeschichte, die Blue Devils hingegen kämpfen um das erste Final Four-Ticket seit 2010 als man am Ende auch die Championship holte.
    Sport1 US ignoriert mal wieder die Bedeutung dieser Spiele und spult lieber ein anderes Programm ab: Anstatt Michigan State mit Gavin Schilling live zu zeigen überträgt man lieber IndyCar und reicht die Partie in der Nacht auf Montag ab 01:30 Uhr nach, in das Duell zwischen Duke und Gonzaga steigt man nach dem Motorsport ab ca. 23:30 Uhr live ein.

    Vorschau auf Sonntag (alle Zeiten MESZ):
    20:20 Uhr: #7 Michigan State vs #4 Louisville (East)
    23:05 Uhr: #2 Gonzaga vs #1 Duke (South)
     
  5. timo

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    Sparty on! #7 Michigan State ist mit einem 76:70-Sieg nach Overtime gegen #4 Louisville als drittes Team ins Final Four eingezogen. In einem sehr unterhaltsamen Spiel war es Mangok Mathiang, der fünf Sekunden vor dem Ende für die Cardinals nur einen von zwei Freiwürfen verwandeln konnte, sodass es mit einem 65:65 in die Verlängerung ging. In dieser gelang Louisville nur ein Treffer aus dem Feld, am Ende waren es ein Offensivrebound der Spartans, ein kostspieliger Ballverlust und ein vergebener Dreier, die die Tür zur nächsten Runde vernagelten. Gavin Schilling schlug sich derweil mal wieder mit Foul-Problemen herum, kam am Ende auf sechs Punkte (1-2 FG, 4-4 FT), drei Rebounds und einen Block.

    #7 MICHIGAN STATE vs #4 Louisville 76:70 (OT) (East)
    MSU: Trice 17P/4R/5A, Valentine 15P/7R/6A, Forbes 14P
    LOU: Blackshear 28P/3R, Harrell 16P/9R/4A, Rozier 13P/8R/3A/4Stl
     
  6. timo

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    Sehr zum Leidwesen der Bulldogs konnte man am Sonntag nicht Klubgeschichte schreiben, durch ein 52:66 gegen #1 Duke konnte #2 Gonzaga auch im zweiten Versuch nicht das Final Four erreichen und scheiterte einmal mehr an einem Topseed. Allerdings war der WCC-Champ sehr nah dran am Upset und brachte die Blue Devils ordentlich ins Schwanken: 5:43 Minuten vor dem Ende lag Gonzaga nur mit 51:53 hinten, danach folgten jedoch sieben Punkte in Serie von Justise Winslow, die Bulldogs erzielten bis zum Spielende nur noch einen weiteren mageren Zähler. Damit holt sich also Duke das letzte Ticket für Indianapolis, für Headcoach Mike Krzyzewski ist das damit das zwölfte Final Four.

    #2 Gonzaga vs #1 DUKE 52:66 (South)
    GONZ: Wiltjer 16P/5R, Wesley 10P/5R
    DUKE: Winslow 16P/5R, M. Jones 16P/3R/3Stl, T. Jones 15P/3R/6A

    Das Tournament nähert sich nun also mit großen Schritten dem Ende entgegen, wir bekommen nochmal die Gelegenheit etwas durchzupusten und vielleicht in Richtung NBA zu schielen ehe die Action dann am Samstag in Indianapolis fortgesetzt wird.
     
  7. timo

    timo Aufsichtsrat

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    Die lange Wartezeit ist vorbei, heute steigt im Lucas Oil Stadium in Indianapolis das Final Four. Erstmals seit sieben Jahren haben drei #1-Seeds tatsächlich die vorletzte Runde erreicht, für Kentucky und Wisconsin ist es das zweite Final Four in Folge, Duke und Michigan State sind beide erstmals seit 2010 mit dabei, die Blue Devils holten damals den Titel. Den Anfang machen heute die beiden letztgenannten Teams: #7 Michigan State geht als das Überraschungsteam durch, die Truppe von Gavin Schilling schaltete im Osten schließlich nacheinander den #2- (Virginia), #3- (Oklahoma) und #4-Seed (Louisville) aus, mit Tom Izzo und Mike Krzyzewski treffen hier zwei alte Hasen (wie passend) an der Seitenlinie aufeinander. Auf dem Papier sind die Blue Devils schon ein etwas deutlicherer Favorit, aber die letzten Wochen haben gezeigt, dass man die Spartans zu keinem Zeitpunkt unterschätzen darf. Im zweiten Halbfinale treffen #1 Kentucky und #1 Wisconsin aufeinander. Die Wildcats sind auch nach 38 Saisonspielen noch immer ungeschlagen, kamen aber im Turnierverlauf gegen Cincinnati und erst recht zuletzt gegen Notre Dame mächtig ins Wanken. Kentucky ist ein Stammgast im Final Four, seit 2011 erreichte man nur 2013 nicht diese Runde, im Vorjahr unterlag man UConn mit Niels Giffey im Championship Game. Die Badgers auf der anderen Seite sind vermutlich der schwerste Gegner, den Kentucky bislang auf dem Parkett zu Gesicht bekommen hat, gehen aber trotz einer ausgezeichneten Saison (35-3) als Underdog in dieses Spiel. Traditionell taucht spätestens das Final Four auch im Sichtfeld der reinen NBA-Fans auf, sieht man doch hier einige Top-Talente der kommenden Draft auf der ganz großen Bühne. Im Blick sollte man heute definitiv Jahil Okafor (Duke) und Frank Kaminsky (Wisconsin) haben, bei Kentucky sind es u.a. die Harrison-Brüder, Karl-Anthony Towns und Willie Cauley-Stein, bei Michigan State sind Travis Trice und Denzel Valentine die interessantesten Akteure.
    Sport1 US überträgt beide Partien in der Nacht auf Sonntag live, die Coverage startet um Mitternacht.

    Vorschau auf Samstag (alle Zeiten MESZ):
    00:09 Uhr: #7 Michigan State vs #1 Duke
    02:49 Uhr: #1 Wisconsin vs #1 Kentucky
     
  8. timo

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    Ich muss das alles immer noch etwas sacken lassen, das Durchhalten hat sich definitiv gelohnt.

    Durch die Brisanz fange ich mit dem späteren Spiel an: Die perfekte Saison von #1 Kentucky ist Geschichte, der letzte Schritt zum Championship Game wurde von #1 Wisconsin verwehrt! Frank Kaminsky führte seine Badgers mit 20 Punkten und elf Rebounds ins erste National Championship Game seit 1941! In einem bis in die Schlussphase völlig offenen und engen Spiel sicherte sich Wisconsin den Upset-Sieg an der Freiwurflinie, wo man in den letzten 66 Sekunden acht von zehn Versuchen verwandelte während Kentucky sich zwei kostspielige Turnovers leistete und zweimal von Downtown nicht traf (im gesamten Spielverlauf nahm man übrigens nur fünf Dreierversuche). Neben Kaminsky war der eiskalt agierende Sam Dekker der Hauptgrund für diese Überraschung, die auf der Gegenseite die Harrison-Brüder und Karl-Anthony Towns (16P/9R) nicht verhindern konnten. Wisconsin dominierte die Bretter (34:22 Rebounds) und nutzte auch die Vorteile am Charity Stripe (18-22 FT, Kentucky: 9-10 FT).
    Im ersten Halbfinale blieb die Überraschung hingegen aus. #7 Michigan State begann die Partie mit vier Dreiern in den ersten rund vier Minuten und führte mit 14:6 gegen #1 Duke, brach dann aber völlig ein und lag schon zur Halbzeit mit 25:36 zurück. Anstatt aus der Halbzeitpause zu kommen um wieder anzugreifen wirkte das Team von Gavin Schilling verunsichert, agierte überhastet und verlor unnötig die Bälle, sodass die Blue Devils den zweiten Durchgang mit einem 14:6-Run begannen und bis auf 50:31 davonzogen (14:36). Im weiteren Spielverlauf ließ #1 Duke das Spiel herunterlaufen und zog am Ende durch ein klares 81:61 ins Championship Game ein. Die Truppe von Coach Mike Krzyzewski konnte sich auf das Trio Winslow/Okafor/Cook verlassen, das am Ende 54 Punkte scorte, auf der Gegenseite kam Denzel Valentine auf ein Double-Double aus 22 Punkten und elf Rebounds. Die Spartans kämpften früh mit Foultrouble auf den großen Positionen und das galt leider auch einmal mehr für Gavin Schilling, der in nur zwölf Minuten viermal foulte und am Ende nur zwei Offensiv-Rebounds in die Boxscore eintragen konnte. Der genaue Blick in die Statistiken: Duke mit 52% Trefferquote aus dem Feld, 27 Punkten durch Freiwürfe (27-37 FT), Michigan State auf der Gegenseite zwar mit sieben Dreiern (vier wie gesagt aus der Anfangsphase, insgesamt 20 Versuche) und insgesamt 28 Fouls, 18 davon für Big Men.

    Ergebnisse vom Samstag:
    #7 Michigan State vs #1 DUKE 61:81
    MSU: Valentine 22P/11R, Trice 16P/5A, Dawson 12P/7R
    DUKE: Winslow 19P/9R, Okafor 18P/6R, Cook 17P

    #1 WISCONSIN vs #1 Kentucky 71:64
    WIS: Kaminsky 20P/11R, Dekker 16P/3R, Hayes 12P/5R
    UK: Towns 16P/9R, An. Harrison 13P/4A, Aar. Harrison 12P/3R

    Das National Championship Game steigt in der Nacht auf Dienstag ebenfalls im Lucas Oil Stadium.
     
  9. timo

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    Es ist endlich soweit. 22 Tage nach dem Selection Sunday, wilden Wochen mit vielen Spielen und so einigen Upsets wird heute der neue Champion und damit der Nachfolger der Connecticut Huskies ermittelt. Im National Championship Game stehen sich am heutigen Montag mit Duke und Wisconsin zwei #1-Seeds gegenüber - wie selten das ist sehen wir, wenn wir auf die Geschichte dieses Spiels schauen: Zuletzt gab es dies 2008, als Kansas sich mit Darrell Arthur und Mario Chalmers gegen Memphis und einen gewissen Derrick Rose durchsetzte, und 2007 als sich die damals überragenden Florida Gators mit Joakim Noah, Al Horford und Corey Brewer gegen Greg Oden, Mike Conley und Ohio State den zweiten Titel in Folge holten. Zurück zur Gegenwart: Eigentlich gingen sämtliche Experten, Fans und Zuschauer davon aus, dass es heute zum großen Schlagabtausch zwischen dem ungeschlagenen Kentucky und dem größten Herausforderer Duke kommen würde, aber Wisconsin hatte etwas dagegen und beendete die Saison der Wildcats am Samstag mit der ersten Niederlage dieses Überteams im 39. Saisonspiel. So stehen nun also die Badgers erstmals seit 74 Jahren wieder in einem Endspiel um die Meisterschaft im College Basketball, aber das ist für dieses Team noch längst nicht genug: Frank Kaminsky und Sam Dekker wollen vor ihrem als sicher geltenden Wechsel in die NBA nun auch den Titel holen, was angesichts der Leistung vom Samstag auch nicht als völlig unrealistisch erscheint, auch sollte man beachten, dass die Badgers schon davor mit Arizona und North Carolina zwei anspruchsvolle Gegner aus dem Weg räumten. Auf der Gegenseite wartet nun also Duke, das Team von Coach K, das gefühlt jedes Jahr um die Championship kämpft aber diese tatsächlich zuletzt vor fünf Jahren holte. Auch hier stehen mit Jahil Okafor, Justise Winslow, Tyus Jones oder aber auch dem Senior Quinn Cook Akteure deren Namen man Ende Juni bei der Draft hören dürfte. Die Blue Devils räumten auf ihrem Weg in dieses Spiel u.a. Utah, Gonzaga und zuletzt Michigan State aus dem Weg, im Gegensatz zu den Badgers hat man erst ein Top4-Team bewzingen müssen. Es wird interessant, was sich heute durchsetzen wird: Die nach dem Sieg am Samstag gar als Favoriten bei den Wettbüros geltenden Badgers, die mit knapp 80 Punkten pro Spiel offensiv bislang nicht zu stoppen waren oder doch die oft als langweilig bezeichneten Blue Devils, die mit 55 zugelassenen Punkten pro Spiel bislang eine der besten Verteidigungen des Tournaments stellten. Offense wins Games, Defense wins Championships - oder auch nicht?

    2015 National Championship Game (MESZ):
    03:18 Uhr: #1 Wisconsin vs #1 Duke

    Sport1 US überträgt das Spiel in der Nacht auf Dienstag live und beginnt mit der Coverage um 03:00 Uhr.
     
  10. timo

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    Der neue Champion heißt Duke. Das Team von Coach K feierte in einem engen, hart umkämpften Spiel vor 71.149 Zuschauern einen 68:63-Sieg gegen Wisconsin und holte sich damit den fünften Titel der Schulgeschichte. Die Blue Devils konnten sich in dieser Partie auf Tyus Jones verlassen, der in der zweiten Hälfte 19 seiner 23 Punkte erzielte und sein Team zusammen mit dem von der Bank gekommenen Grayson Allen zu diesem Sieg führte. Bei den Badgers war Frank Kaminsky mit seinen 21 Punkten und zwölf Rebounds nicht zu stoppen, das einzige was man dem Big Man vorwerfen muss ist der Fakt, dass er zu selbstlos agierte - mit ein wenig mehr Egoismus hätte er durchaus für einen anderen Ausgang der Partie sorgen können.

    Ergebnis 2015 National Championship Game:
    #1 Wisconsin vs #1 DUKE 63:68
    WIS: Kaminsky 21P/12R, Hayes 13P, Dekker 12P/8R
    DUKE: T. Jones 23P/5R, Allen 16P, Winslow 11P/9R/3B

    Und damit verabschiedet man sich in die lange, lange Offseason, erst im November geht es wieder los.
     
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